Naja, ich seh da ein anderes Problem: Davos ist einfach langweilig. Das hat wenig mit dem Modernisierungsgrad zu tun. Denn das Jakobshorn und Parsenn sind durchaus auf das übliche Level modernisiert, aber zum einen sind die Gebiete nicht gerade gross, zum anderen stehen insbesondere auf Parsenn die Lifte so verkehrt in der Landschaft, dass man andauernd schieben muss. DAS ist ätzend, nicht die paar Skilifte. Das Jakobshorn dagegen ist einfach zu monoton, alles am selben Hang, mit dem Ersatz des Brämabüel-Lifts ist jetzt auch das letzte Zückerchen weg...
Das Rinerhorn ist da zwar eine Spur abwechslungsreicher, der Vorteil wird allerdings durch die abgelegene Lage wieder zunichte gemacht. Eine Verbindung der beiden Skigebiete mit einer Mittelstation im Tal (und keine Berg-Berg-Verbindung!) würde da stark aufwertend wirken, ob man sich dazu durchringen kann, ist eine andere Frage.
Das beste Skigebiet der Region ist die Madrisa, aber die liegt selbst für Feriengäste in Klosters ab vom Schuss. Von Davos her wohl für 99.5% der Gäste gar keine Option.
Die Pischa vereint alle Nachteile die man in Davoser Skigebieten finden kann auf sich: Sie ist klein, abgelegen und langweilig. Zwei Lifte, die mehr oder weniger den selben Hang erschliessen - und fertig. Wieso man das Skigebiet nicht von Davos Dorf aus erschlossen hat, ist mir bis heute ein Rätsel. Dann könnte man heute vielleicht über eine Verbindung mit dem Jakobshorn via Bünda fantasieren. So wie die Pischa heute dasteht ist sie nicht in die anderen Skigebiete zu integrieren und wird früher oder später sowieso zugehen, so schade das ist.
Langweiliger als die Pischa ist nur noch die Schatzalp. Da hätte es zwar tolle Hänge, die sind aber wegen der Stilllegung des Gipfellifts nicht zugänglich. Das Gebiet hätte aber riesige Potential, wäre doch eine Skipiste ins Hauptertäli und von dort nach Parsenn möglich. Aber für solche Lösungen hat es da oben ja ein paar Querschädel zuviel...