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Neues in Davos Klosters

Ich finde die Verantwortlichen in Davos verpassen gerade eine Riesenchance.
Denn die Schließung des defizitären Pischa-Gebietes könnte doch optimal als Ausgleich für Neuerschließungen am stark frequentierten Jakobshorn (z.B. südlich des Jatzhorns in den Bereich Stadler Alp, Witi Alp, Tällifurgga ...) herhalten bzw. könnte man dadurch einen Deal für die Verbindungsbahn Jakobshorn - Rinerhorn (bitte nicht als Peak to Peak sondern als Berg-Tal-Berg-EUB mit Mittelstation in Clavadel inkl. Talabfahrten) erreichen. Dann hätte Davos auch auf der Südseite ein einigermaßen großes zusammenhängendes Skigebiet und alle wären wieder zufrieden ...
 
... was mir gerade noch einfällt:
Warum bietet denn Davos keinen Sommerbetrieb mit der Pischabahn an?
Selbst wenn man die Luftseilbahn nur an 2-3 Tagen in der Woche laufen lassen würde, würde das im Sommer von den Gästen sehr gut angenommen werden, schließlich würde man mit nur noch 500 Höhenmetern aufs Pischahorn kommen, statt wie bisher mit 1200 Hm. Und das Wanderwegenetz ist dort oben sehr gut ausgebaut!
 
Hochzeiger schrieb:
Ich finde die Verantwortlichen in Davos verpassen gerade eine Riesenchance.
Denn die Schließung des defizitären Pischa-Gebietes könnte doch optimal als Ausgleich für Neuerschließungen am stark frequentierten Jakobshorn (z.B. südlich des Jatzhorns in den Bereich Stadler Alp, Witi Alp, Tällifurgga ...) herhalten bzw. könnte man dadurch einen Deal für die Verbindungsbahn Jakobshorn - Rinerhorn (bitte nicht als Peak to Peak sondern als Berg-Tal-Berg-EUB mit Mittelstation in Clavadel inkl. Talabfahrten) erreichen. Dann hätte Davos auch auf der Südseite ein einigermaßen großes zusammenhängendes Skigebiet und alle wären wieder zufrieden ...
Die Pischa ist ja eigentlich (noch) nicht geschlossen. Und wenn die Bergbahnen etwas schlauer gewirtschaftet hätten, dann wäre das Gebiet gar nicht defizitär. Durch ständige Defensiv-Massnahmen wurde das Gebiet sozusagen zu Tode getreten von den grossen Bergbahnen. Und ob die Umweltverbände bei so einem Deal wirklich mitspielen, ist eine andere Frage.
Wichtig ist aber schon, dass eine Verbindungsbahn Jakobshorn-Rinerhorn kommt. Eine Berg-Tal-Berg-Bahn wäre schon besser, aber mit einer Peak-to-peak-Bahn wäre ich auch schon zufrieden.

Hochzeiger schrieb:
... was mir gerade noch einfällt:
Warum bietet denn Davos keinen Sommerbetrieb mit der Pischabahn an?
Selbst wenn man die Luftseilbahn nur an 2-3 Tagen in der Woche laufen lassen würde, würde das im Sommer von den Gästen sehr gut angenommen werden, schließlich würde man mit nur noch 500 Höhenmetern aufs Pischahorn kommen, statt wie bisher mit 1200 Hm. Und das Wanderwegenetz ist dort oben sehr gut ausgebaut!

Das ist pure Sturheit der Verantwortlichen. Ein Wochenendbetrieb oder Öffnung nur bei schönem Wetter würde dort oben sicherlich laufen. Aber dafür scheinen die DKM zu unflexibel.
Ich weiss auch nicht, wie genau die Bergbahnen im Sommer ihren Ertrag bekommen, denn das Gros der Fahrgäste hat ja die Gästekarte, mit der sie die BB gratis benützen können. Wahrscheinlich ist es so für die DKM finanziell zu unattraktiv, mehr Bergbahnen zu öffnen. Man siehts ja auch auf Parsenn. Nachdem man letzten Sommer ausnahmsweise die Gipfel- und die Parsennhüttenbahn zusätzlich öffnete, wurde auf diesen Sommer hin nur mit die Gipfelbahn erneut in Betrieb genommen (weil insbesondere die asiatischen Gäste gerne auf dem Gipfel stehen wollen), obwohl die Hüttenbahn für Wanderer, aber besonders auch für Biker sehr nützlich war.
 
Auch wenn ich mich damit wahrscheinlich jetzt unbeliebt mache:
Warum nicht einfach die komplette Pischa zurückbauen, allerdings als Ausgleich fordern,dass man drei bis vier Neuerdchlueßumgen tätigen kann. Dann wären die Umweltverbände zufrieden und die Pischa hätte eine "Restverwertung" bekommen
 
Nun sind die Geschäftsberichte 2014/15 der DKB, der Pischa und des Rinerhorns online (Link/).

Das Ergebnis ist wenig überraschend: Den DKB geht es hervorragend, die beiden kleinen Bergbahnen aber schliessen beide mit einem neagtiven Erfolg ab.

Rinerhorn: 113‘258 Jahresverlust
Pischa: 157‘417 Jahresverlust
DKB: 1‘615‘951 Jahresgewinn (Dividende von CHF 3.60 pro Aktie)

Irritierend ist für mich aber, dass man bei der Pischa relativ zufrieden war, aber dennoch das Betriebskonzept wieder total umstellt. Ich zitiere aus dem Jahresbericht:
Berücksichtigt man zudem, dass
über Weihnachten und Neujahr der Betrieb nur teilweise wegen Schneemangel geöffnet werden konnte, darf
dieses Ergebnis durchaus als positiv gewertet werden.
Das wichtige Ziel, möglichst keine Liquidität zu vernichten, ist uns somit gelungen
Insgesamt ist das
Bilanzbild der Pischa als positiv zu werten [...]

Wenn das letztjährige Konzept nun so toll war, verstehe ich den Entscheid, die Skilifte zu schliessen, nur noch weniger. Trotzdem versuchen die Bergbahnen, das neue Konzept schönzureden:
Im kommenden Winter werden wir das Konzept noch einmal weiter anpassen. Ausschlaggebend dafür
waren zum einen die Liftfrequenzen respektiv die Nachfrage nach Skipisten auf Pischa, die Schwierigkeiten
bei der Umsetzung der Betriebszeiten, insbesondere auch für das Gastroangebot, sowie der personelle
Aufwand und die Kosten des traditionellen Skibetriebs. [...] Weiter werden wir auch Trendsportarten im Outdoor Bereich
prüfen und testen. Diese Ausrichtung ist in Bezug auf das Gästeaufkommen, die Ertragslage und auch in
Bezug auf das Gesamtangebot in Davos eine Chance, Pischa noch für einige Zeit betreiben zu können.
Ob diesem scheinheiligen, möchtegern-barmherzigen Getue wird mir fast schlecht.

Die rückläufigen Liftfrequenzen zeigen, dass traditionelles Skifahren vor allem auf Parsenn und Jakobshorn stattfindet. Zum einen spielt hier die Grösse des Skigebietes eine Rolle, [...]
Ja kein Wunder gehen die Leute nur noch aufs Jaki und auf Parsenn, wenn man die Pischa velottern lässt und mit geschicktem Marketing die Leute in die grossen Gebiete lockt.
 
Pischa noch für einige Zeit betreiben zu können.
...kann man negativ lesen als "der Tod ist nur noch eine Frage der Zeit" oder positiv im Sinne von "wir versuchen alles, um Pischa nicht sterben zu lassen". Ich weiss grad auch nicht, wie ich es verstehen soll.
 
Das klingt für mich so, als wäre die Schließung von Pischa bereits beschlossene Sache und man betreibt die PB halt solange noch weiter, wie keine größere Investition in die PB fällig wird.

Tja, ich errinere mich da immer noch an ganz andere Zeiten, Anfang der 90er als Kind mit meinen Eltern haben wir an der Pischabahn noch anstehen müssen bis es dann in einer vollen Gondel nach oben ging, auch an den Liften Mitteltäli (noch nicht im oberen Teil gedoppelt) und Mittelgrat musste man jeweils ein paar Minuten anstehen. Nur Flüelamäder war damals schon quasi freier Durchgang. Tja, so ändern sich die Zeiten. War vor 4 Jahren nochmal da und einerseits von Gebiet und den Pisten sehr begeistert: Tolle Landschaft, sonnig und das Gefühl, unendlich Platz zu haben. OK, letzteres lag natürlich da dran, das fast nichts los war. Wenn jetzt die Lifte auf Pischa nicht mehr laufen ist das für mich als Jemand, der Abwechslung liebt und braucht beim Skilaufen definitv ein Grund, keinen Wochenurlaub mehr in Davos zu verbringen.
 
ski-chrigel schrieb:
Pischa noch für einige Zeit betreiben zu können.
...kann man negativ lesen als "der Tod ist nur noch eine Frage der Zeit" oder positiv im Sinne von "wir versuchen alles, um Pischa nicht sterben zu lassen". Ich weiss grad auch nicht, wie ich es verstehen soll.
Das ist wahrscheinlich absichtlich so geschrieben. Hinter den Kulissen ist der Tod der Pischa bereits beschlossene Sache, dem Publikum will man aber weiterhin etwas vorgaukeln.

RB8 schrieb:
Wenn jetzt die Lifte auf Pischa nicht mehr laufen ist das für mich als Jemand, der Abwechslung liebt und braucht beim Skilaufen definitv ein Grund, keinen Wochenurlaub mehr in Davos zu verbringen.
Und genau dieser Tatsache sind sich die Verantwortlichen zu wenig bewusst. Zudem schreckt man mit der neuen Preispolitik noch viel mehr Gäste ab (46.- für eine Tageskarte).

Was ich eigentlich noch hinzufügen wollte: In der Davoser Zeitung vom letzten Freitag ist noch eine Information zu finden, die ebenfalls ganz ins Bild der Bergbahnen passt:
Davoser Zeitung 07.08.2015 schrieb:
Die Frage, ob die Pischa nun für mögliche Kaufinteressenten bereit stehe, beantwortet Petignant vorsichtig: «Wir rechnen nicht mit entsprechenden Kaufanfragen. Insofern erübrigt sich diese Frage aus unserer Sicht. Sollte eine solche aber wider Erwarten eintreffen, werden wir dies seriös prüfen und aufgrund der Faktenlage eine unternehmerische Entscheidung treffen.
"Eine unternehmerische Entscheidung treffen" - heisst im Klartext: Pischa wird nicht verkauft, sonst geht sie nicht zugrunde. Sonst wären ja alle Anstrengungen der DKB, die Pischa unattraktiv zu machen, umsonst gewesen.
 
ski-chrigel schrieb:
Pischa noch für einige Zeit betreiben zu können.
...kann man negativ lesen als "der Tod ist nur noch eine Frage der Zeit" oder positiv im Sinne von "wir versuchen alles, um Pischa nicht sterben zu lassen". Ich weiss grad auch nicht, wie ich es verstehen soll.
Ich verstehs so, dass die DKB kein Interesse daran hat, dass sich wie bei anderen Fällen Widerstand gegen die Schliessung formiert. Also redet man im GB die Sache schön und tätigt minimalste Investitionen, damit keiner sagen kann, man hätte nichts für Pischa getan...

Geschäftsberichte sind bei jedem Unternehmen eine Selbstbeweihräucherung, wo man den Aktionären vorgaukeln will, wie toll man doch gearbeitet hat. So auch hier.
In der typisch geschwollenen Sprache wird der Pischa-Abbau schöngeredet und Gründe herbeigezogen.

Irritierend ist für mich aber, dass man bei der Pischa relativ zufrieden war, aber dennoch das Betriebskonzept wieder total umstellt. Ich zitiere aus dem Jahresbericht:
Die DKB ist nicht zufrieden, weil die Zahlen gut waren, sie ist zufrieden, weil die Pischa weniger Verlust gemacht hat, als befürchtet.
Das sieht man auch anderen Sätzen: Normalerweise ist man in Unternehmen zufrieden, wenn Gewinne resultieren. Bei der DKB ist man zufrieden, wenn Pischa "keine Liquidität vernichtet".

Was ich eigentlich noch hinzufügen wollte: In der Davoser Zeitung vom letzten Freitag ist noch eine Information zu finden, die ebenfalls ganz ins Bild der Bergbahnen passt:
Davoser Zeitung 07.08.2015 hat geschrieben:
Die Frage, ob die Pischa nun für mögliche Kaufinteressenten bereit stehe, beantwortet Petignant vorsichtig: «Wir rechnen nicht mit entsprechenden Kaufanfragen. Insofern erübrigt sich diese Frage aus unserer Sicht. Sollte eine solche aber wider Erwarten eintreffen, werden wir dies seriös prüfen und aufgrund der Faktenlage eine unternehmerische Entscheidung treffen.
"Eine unternehmerische Entscheidung treffen" - heisst im Klartext: Pischa wird nicht verkauft, sonst geht sie nicht zugrunde. Sonst wären ja alle Anstrengungen der DKB, die Pischa unattraktiv zu machen, umsonst gewesen.
Das letzte, was die DKB will, ist ein zweiter "Fall Schatzalp", wo ein weiterer Anbieter ein Teilgebiet kauft, wieder in Betrieb nimmt und dann die DKB-Gebiete konkurrenziert. Man will die Pischa loswerden, aber man will sie nicht verkaufen, man will sie kaputtmachen, damit ja niemand auf die Idee kommt, nach der Stilllegung hier wieder Skibetrieb anzubieten. Sprich Skilifte stilllegen und später abbauen, sprich bei der 48jährigen Luftseilbahn die Revisionen aufs gesetzlich notwendigste zu beschränken und das Gebiet erst dann stilllegen, wenn die Luftseilbahn ersetzt werden muss. Denn dann sind die Beförderungszahlen tief genug, dass man die Stilllegung "unternehmerisch" begründen kann, und dann kommt bei einer stillgelegten, alten Luftseilbahn und (abgebauten?) Skiliften kein Mensch auf die Idee, das Gebiet wieder in Betrieb zu nehmen. :twisted:
 
ski-chrigel schrieb:
Sehr erfreulich! Und eine verdiente Ohrfeige für die DKM.
Auch wenn das der DKM wohl kaum Weh tut.

Ich hoffe, dass beim Rinerhorn auch mal Geld eingeschossen wird. Wenn die DKB das Rini schon nicht querfinanzieren wollen, sollen sie doch wenigstens eine Aktienkapitalerhöhung einleiten. Aber auch hier manifestiert sich die pure Sturheit der Verantwortlichen.
 
ski-chrigel schrieb:

Ich habe mir heute die Zeitung gekauft, um den ganzen Artikel lesen zu können. Eigentlich ist alles schnell erklärt: Davos präsentiert sich zur Zeit als eierlegende Wollmilchsau. So ein bisschen für alle etwas. Daran möchte man schon irgendwie festhalten, das ganze soll aber unter dem namen "Sport-Paradies der Schweiz" verkauft werden.
Der neue DDO-VR-Präsident Paul Petzold scheint begriffen zu haben, dass man in Davos mal etwas ändern muss. Ich setzte viel Hoffnung auf ihn.
 
Ich habe mir mal noch den Geschäftsbericht der Klosters-Madrisa Bergbahnen AG angeschaut. Seit diesem Jahr ist er nicht mehr auf davos.ch zu finden, sondern auf einer seperaten Seite: http://www.madrisa.ch/dynasite.cfm?dsmid=118923

Folgendes Zitat wollte ich euch noch zeigen:
Dieser Schritt [Übernahme von 39.72% des Aktienkapitals durch eine Gruppe Schweizer Investoren]erlaubt der KMB, als unabhängiges Unternehmen, in Kooperation mit den Davos Klosters Bergbahnen AG („DKB“) Synergien im Tarifverbundvertrag zu erzielen, aber auch den grösseren unternehmerischen Spielraum zu nutzen und noch schneller und flexibler reagieren zu können. Die geplanten Investitionen in eine neue, kinder- und behindertengerechte 6er-Sesselbahn Schaffürggli über CHF 10 Mio. und in eine zusätzliche Beschneiungsanlage auf der Standardpiste über CHF 2.5 Mio. erlauben, das für Familien ideale Winterangebot zu verbessern. Damit wird im Winter das Skigebiet an traumhafter Sonnenlage zwischen 1900 und 2600 Meter ü. Meer mit noch mehr Schneesicherheit versorgt. In der äusserst reizvollen Landschaft mit einzigartiger Panoramasicht über das Prättigau wird damit aber auch das Sommerangebot weiter aufgewertet und ausgeweitet (u.a. auf Mountainbike).

Wenn ich die letzten paar Wörter richtig verstehe, soll die neue Sesselbahn auch im Sommer geöffnet werden. Das wäre natürlich ganz etwas Tolles, die Attraktivität der Madrisa wird dadurch nochmals erhöht.
 
Tja, Hochmut...
Schade eigentlich, ich mag gerade Parsenn als Skigebiet. Auch wenn es im Forum manchmal nicht so gut wegkommt. Investitionsbedarf haben die dort auf alle Fälle.
 
Teilweise bin ich mit Schertenleib einverstanden, und zwar in folgenden Punkten:

> Beförderungsanlagen im Jakobshorn sind modern und es besteht auf viele Jahre hinaus kein Handlungsbedarf (wenn schon denn schon neue Anlagen Richtung Sertigtal, aber dies ist wohl mehr Traumdenken von mir);
> Beschneiungsanlagen im Jakobshorn sind praktisch flächendeckend vorhanden, neben Corviglia gibt es wohl im Bünderland kein Gebiet, welches praktisch sämtliche Pisten technisch beschneien kann.

Etwas weniger positiv fällt die Bilanz auf der Parsennseite aus:
> Beschneiung finde ich grundsätzlich ebenfalls top, mE. besteht diesbezüglich nur noch Handlungsbedarf im Gebiet Parsennmäder/Schwarzseealp, evt. noch in der Beschneiung des Skischulruns, weil die Rapid-Hauptpiste speziell anfangs Saison mangels fehlender Zweitpiste dann oft übervölkert ist. Kein gletscherfreies Skigebiet in der CH bietet jedenfalls so früh in der Saison so gute Pisten an, und dies primär dank der modernen technischen Beschneiungsinfrastruktur und dem Willen und KnowHow der Betreiber.
> Beförderungsanlagen: Vorbemerkung: Der eine oder andere Skilift stört mich nicht grundsätzlich, mir sind ausreichend breite, gut präparierte nicht überfüllte Pisten wichtiger (wer mal in Ischgl war, weiss evt was ich meine). Aber dennoch, spätestens mfr steht einiges an: a) Schiferbahn, bezüglich Kapazität, Einstiegsfreundlichkeit und Geschwindigkeit schon heute veraltet; b) Gruobenalp kapazitätsmässig oft ein Flaschenhals (könnte mE folgendermassen aufgefangen werden: Ersatz Skilift Mäder durch einen modernen Sessellift, der weiter unten startet, so dass er eine Alternative zur Gruobenalp sein kann und somit von der Gruobenalp-Talstation angefahren werden kann. c) Im mE attraktivsten Skigebietsteil Schifer benötigt es eine weitere Anlage (zB ca. ab Mittelstation Obersäss bis ca Kreuzweg, westlich versetzt). Dies würde eine echte Neuerung, einen echten Mehrwert darstellen und würde sich auch marketingmässig gut verkaufen lassen. d) Die hier im Forum oft verfluchten Furka-Doppellifte stören mich weniger, benötige ich idR nur als Uebergang zum Schifergebiet oder abends als Rückführlift.

Fazit: Die in den letzten Jahren vorgenommenen Investitionen in die Beschneiungsinfrastruktur waren für mich der richtige Entscheid, jedenfalls erachte ich Parsenn/Jakobshorn im Bündnerland bezüglich Pistenqualität und Saisonlänge zusammen mit St. Moritz als deutlich führend (weit vor Laax und auch Lenzerheide/Arosa). Aber in der nächsten Dekade brauchts tatsächlich im Parsenngebiet den einen oder anderen grösseren Wurf, der über den reinen Ersatz einer bestehenden Anlage hinausgeht.
 
Firnfan schrieb:
...jedenfalls erachte ich Parsenn/Jakobshorn im Bündnerland bezüglich Pistenqualität und Saisonlänge zusammen mit St. Moritz als deutlich führend (weit vor Laax und auch Lenzerheide/Arosa). Aber in der nächsten Dekade brauchts tatsächlich im Parsenngebiet den einen oder anderen grösseren Wurf, der über den reinen Ersatz einer bestehenden Anlage hinausgeht.

Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Gerade im direkten Vergleich zur Lenzerheide gibt es in Davos min. netto 1 Monat mehr Skivergnügen. Und in der letzten beiden Saisons ging es auf der Lenzerheide 3 Wochen später als in Davos los. Und die Pistenqualität ist im direkten Vergleich auch besser.
 
In Sachen Saisonlänge / Pistenangebot in der Vorsaison stimme ich ebenfalls voll zu. Für mich regelmässig der Grund, im Dezember nach Davos zu fahren, obwohl ich sonst nicht so der Fan von Davos bin. Die Präparation finde ich ebenfalls gut, aber nicht besser als in Laax. Und Davos hatte mich auch schon mit nicht frisch präparierten Pisten enttäuscht.
 
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