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Neues in Davos Klosters

ATV schrieb:
Gut man muss auch sehen, dass man sich vor über 20 Jahren bei den schweizer Sommergästen selber aus dem Rennen genommen hat.
Klosters ⇄ Gotschnagrat: CHF 42.00.-
Betrifft aber nur Tagesgäste. Für Übernachtungsgäste ist es mit 12 CHF deutlich günstiger.
 
sheridan schrieb:
Betrifft aber nur Tagesgäste. Für Übernachtungsgäste ist es mit 12 CHF deutlich günstiger.
Ja und?
Wer übernachtet im Sommer in dem trostlosen Moloch.
Das zeigt doch nur zusätzlich dass man die innländische Tagesgäste gar nicht will. Im Sommer sind das leider relativ viele. Von sich aus auf diese zu verzichten wird den Sommerbetrieb kaum ankurbeln.
 
ATV schrieb:
sheridan schrieb:
Betrifft aber nur Tagesgäste. Für Übernachtungsgäste ist es mit 12 CHF deutlich günstiger.
Ja und?
Wer übernachtet im Sommer in dem trostlosen Moloch.
Das zeigt doch nur zusätzlich dass man die innländische Tagesgäste gar nicht will. Im Sommer sind das leider relativ viele. Von sich aus auf diese zu verzichten wird den Sommerbetrieb kaum ankurbeln.
Davos Dorf und Platz sind sicher alles andere als schön, aber auch kein "trostloser Moloch". Davos ist schon sehr lange eine Stadt und daher nicht vergleichbar mit reinen Tourismusorten wie Zermatt oder Laax. Das städtische hat aber auch manchmal seine Vorteile. Und wem es im Zentrum zu städtisch ist, der kann ja auch in Monstein, Frauenkirch oder Wiesen wohnen.

Das Thema orthodoxe Gäste schlägt immer höhere Wellen:

https://www.juedische-allgemeine.de/allgemein/ist-in-davos-bald-kein-platz-mehr-fuer-orthodoxe-juden/
https://www.nzz.ch/schweiz/juedische-feriengaeste-in-davos-sollen-ueberall-abfall-rumliegen-lassen-konflikt-mit-ultraorthodoxen-eskaliert-ld.1753829
 
Es gibt eine Gästegruppe in Davos, deretwegen schon Wochen vor ihrem Aufenthalt mit viel Lärm, LKW-Fahrten, Absperrungen die halbe Stadt mit provisorischen Bauten verunstaltet wird. Während ihrem Aufenthalt wird der Skibetrieb in vielen Teilgebieten lahmgelegt, Karawanen von Limousinen mit laufenden Motoren bringen den Verkehr zum Erliegen und verpesten die Luft, 100te von Helikopterflügen belärmen das Landwassertal, das Prättigau, das Rheintal. Vereinzelte Tagesgäste, die die dann leeren Pisten nutzen möchten, werden gezwungen grosse Umwege zu laufen, von Sicherheitsleuten kritisch beäugt. Das Verhalten der Anreisenden ist teilweise auch sehr speziell, den grössten Bahnhof kriegen narzisstische Psychopathen, die behaupten Amerika wieder gross zu machen. Nach der Abreise fallen riesige Müllberge, erneute Verkehrsbehinderungen, LKW-Fahrten bei der Entfernung des ganzen Zirkus an. Der Steuerzahler von Bund, Kanton und Gemeinde bezahlt dafür ohne Murren Millionen. Kritik seitens der Tourismusorganisation gibt es keine, respektive nur an Einheimischen, die zu unverschämt hohe Mieten von den Invasoren verlangen.
Folglich:
-es gibt noch unangenehmere Gäste, als die religiös Interessierten.
-es sind keinesfalls die Emissionen, die zu Kritik führen, sondern nur, dass sie nicht genug Kohle liegen lassen. Es ist also eine Frage des "Emissions-/Batzen-Verhältnis". Wer genug Batzen bringt, kann sich alles erlauben.

Die Strategie von Branschi ist dumm und unbedarft.
Auf Menschen jüdischen Glaubens herumzuhacken, bewährt sich nicht. Da gibt es aus bekannten Gründen Sensibilitäten in der Gesellschaft, zum Schluss fällt einem das auf die Füsse.
Möchten die Tourismusorganisationen und die Bergbahnen andere Gästegruppen, dann sollten sie sich gemeinsam überlegen welche und Angebot und Werbung darauf abstimmen. So haben bspw. schöne Gipfelrestaurants regen Zulauf, (Drehrestaurant hoher Kasten, Herzog/Demeuronbau auf Chäserrugg, Restaurant Weisshorn Arosa), so etwas liesse sich auch auf dem Weissfluhgipfel verwirklichen (wenn die Armee ihr oK gibt...). Andere Vorschläge wurden hier vor kurzem gemacht. Passt das Angebot kommen auch die entsprechenden Gästegruppen.
Sind die kritisierten Religiösen so schlimm, wie es Branschi darstellt, so werden die Vermieter der Ferienunterkünfte im Laufe gerne auf die neue Gruppe umschwenken, still und leise, ohne negative Pressetexte.
 
Zuerst einmal: Ich bin für religöse Toleranz und Glaubensfreiheit. Aber auch für gegenseitige Akzeptanz und Rücksichtsnahme. Wer ins Ausland reist, sollte sich bewusst machen, dass dort nicht immer alles so wie zu Hause ist und ich mich bis zu einem gewissen Grad anzupassen habe bzw. ich nicht erwarten darf, dass sich die Welt da draussen komplett an mich anpasst. Will oder kann ich das nicht annehmen, muss ich halt daheim bleiben. Eigentlich handelt es sich um einen klassischen Konflikt im Tourismus: Das Aufeinanderprallen völlig unterschiedlicher Ansichten. Aber wenn, wie im Fall Davos, noch eine religiöse Komponente im Spiel ist, bekommt es eine zusätzliche Schärfe.

Für mich dreht sich die Diskussion in Davos nicht um orthodoxe, sondern um ultraorthodoxe Juden. Diese geniessen in Israel sehr viele Privilegien, da sie als Wählergruppe sehr wichtig sind. Meiner Meinung nach hat das bei dieser Bevölkerungsgruppe dazu geführt, dass viele diese Erwartungshaltung gewollt oder ungewollt auch ins Ausland mitnehmen. Womit dann Konflikte fast schon vorprogrammiert sind. Der Begriff Antisemitismus hat sich, aufgrund des Schreckens und Gräuels welcher damit verknüpft ist, dabei als sehr effizient erwiesen und wirkt darum durchaus wie ein Druckmittel oder Drohung. Wer will schon riskieren, als solcher bezeichnet zu werden, weil ihm die sehr anspruchsvolle Beherbergung von diesen Gästen zu aufwändig ist? Darum denke ich auch nicht, dass ein Wechsel der Gästegruppe so still und reibungslos von sich gehen würde.

Ganz allgemein ist das Wort Antisemitismus ist in gewissen Fällen zu einer Art Killerargument (im rhetorischen Sinn) geworden, und das finde ich sehr unglücklich. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Antisemitismus ist schlimm (wie jede religiöse Diskriminierung), keine Diskussion! Allerdings ist es darum auch ein schwerer Vorwurf und sollte mit Bedacht und begründet verwendet werden. Auch um nicht abzustumpfen. Damit wäre der Sache nämlich überhaupt nicht gedient!

Persönlich finde ich es ganz allgemein besorgniserregend, wenn eine Religion, egal welche, zu radikal ausgelegt und als die einzigen geltenden Werte akzeptiert wird. Dieses "Wir haben als einzige die absolute Wahrheit und alles andere ist per se falsch!" ist der Grund für so viele Konflikte mit all ihren Folgen. Eigentlich paradox: Praktisch alle Weltreligionen predigen Frieden, Liebe und Toleranz und trotzdem wurden und werden in ihrem Namen die blutigsten Kriege geführt. Manchmal frage ich mich echt, ob eine Welt ohne Religionen nicht doch friedlicher wäre.
 
Vielleicht sollte man die Religionsthematik in ein eigenes Topic auslagern.
 
Spannend finde ich hier nicht unbedingt den religiösen Aspekt sondern die Frage, wie man als renommierter Tourismusort mit solchen gesellschaftlichen Herausforderungen inhaltlich und medial umgeht. Diesbezüglich scheint jede Generation - hüben wie drüben - wieder aufs Neue Lehrgeld bezahlen zu müssen, obwohl ein kurzer Blick in die jüngere Vergangenheit eigentlich für alle Beteiligten sehr aufschlussreich sein könnte.
https://www.srf.ch/play/tv/rundschau/video/juden-in-arosa?urn=urn:srf:video:a6cd2073-f6f4-475c-91f3-24e92f9f3f03

Konstruktive, sachliche Kritik muss natürlich in jedem Fall möglich sein, und die von Branschi vorgebrachten Punkte finde ich per se nicht verfehlt. Diese Themen wären aber wohl auch ohne öffentliche Brüskierung des SIG adressierbar gewesen, welche indirekt zudem die völlig inakzeptablen Fäkal-Trittbrettfahrer der Gipfel Zytig "aktiviert" haben dürfte.

In Arosa drüben kennt man die Thematik aus jahrzehntelanger Erfahrung ebenfalls bestens und auch dort ist die Welt sicher nicht perfekt. Sich zu pauschalen medialen Rundumschlägen verleiten zu lassen, kann man aber definitiv keinem Tourismusort empfehlen, erst recht nicht Davos mit seinem noch grösseren Anteil an jüdischen Gästen und mit seiner unrühmlichen Gustloff-Vergangenheit, die zumindest auf jüdischer Seite immer noch sehr präsent ist. Ich bin gespannt, wie die Verantwortlichen dieses leidige Thema wieder zurück auf den Boden zu bringen gedenken.
 
Der Anfang des ersten Ziehweges fast am Ende der blauen Piste Bärnet auf der Madrisa wurde verbreitert.
 
Neues aus der DK Gerüchteküche:

1. Baubeginn neue Schiferbahn: Frühling 24, Eröffnung Winter 25/26, Kosten 35 Mio.
2. Komplettsanierung Sesselbahn Meierhoftäli in ca 4 Jahren mit Garagierung und Hauben. Grund: Beschneiung der Besenbinderpiste ab Winter 23/24
3. Evtl. neue Bahn Wolfgang - Meierhoftäli Tal in ca 8 Jahren für Wiederholungsfahrten am Besenbinder (keine Zubringerbahn)

Weiss jmd mehr?
 
švi-nigel schrieb:
Neues aus der DK Gerüchteküche:

1. Baubeginn neue Schiferbahn: Frühling 24, Eröffnung Winter 25/26, Kosten 35 Mio.
2. Komplettsanierung Sesselbahn Meierhoftäli in ca 4 Jahren mit Garagierung und Hauben. Grund: Beschneiung der Besenbinderpiste ab Winter 23/24
3. Evtl. neue Bahn Wolfgang - Meierhoftäli Tal in ca 8 Jahren für Wiederholungsfahrten am Besenbinder (keine Zubringerbahn)

Weiss jmd mehr?

So steht es heute in der Südostschweiz ("Nach der Abfahrt direkt retour ins Parsenn-Wintersportgebiet") als "Mitteilung von Vidal Schertenleib der DKM AG"
Zur neuen Bahn hält er fest: "Wir befinden uns bei den ersten Überlegungen. Bis zu einer Realisierung bedarf es noch vieler Detailabklärungen und Planungsarbeiten." Deshalb könnten auch noch keine Details genannt werden.
Die Bahn sei grundsätzlich als Beschäftigungs-, nicht als Zubringeranlage geplant. Man habe bereits zwei Zubringerbahn mit bester ÖV-Erschliessung, zudem sei seitens RhB ja eine Stilllegung des Bahnhofs Wolfgang geplant.
Falls seitens der Gemeinde Davos andere Ideen bestünden, verschliesse man sich dem Gespräch selbstverständlich nicht.
 
Wer den Südostschweiz-Artikel gerne lesen möchte, kann mir eine PN machen.
 
Sehr spannende Neuigkeiten. Da haben sich meine Vermutungen also bestätigt. Die Idee eines Zubringers aus Wolfgang geistert ja schon seit Jahrzehnten durch Davos. Ich gebe dem Projekt eine 50/50 Chance. Wäre toll wenn es umgesetzt werden würde!

RogerWilco schrieb:
Sie hoffen wahrscheinlich, dass die Gemeinde ihnen dort ein Parkhaus baut/genehmigt. Macht ja auch viel mehr Sinn als die riesige Parkfläche mitten in Davos oder die wirre Parksituation in Klosters.
Gerade im Kontext des Mega Projektes in Davos-Dorf in dessen Zuge der Parsenn Parkplatz bebaut werden soll macht das Projekt sinn. Große neue Infrastrukturprojekte sind in den Schweizer Bergen aber heutzutage schwierig umzusetzen. Ich bin mal gespannt ob man es schafft.
 
Würde es nicht (noch) mehr Sinn machen, die Schiferbahn mit einer zweiten Sektion nach unten ins Tal (zB Tunnelportal Gotschnatunnel oder Raum Pagrüeg) zu verlängern und dort das Parkhaus zu realisieren? So könnten die Auto-Tagesgäste viel weiter unten im Tal "abgefangen" werden, ohne dass sie noch die ganze Fahrt bis zum Wolfgang (oder Klosters) machen müssen? Wäre eigentlich Win-win für alle Seiten: Für Tagesgäste attraktiver, da Anfahrt kürzer, Davos und Klosters werden vom Verkehr entlastet und die Übernachtungsgäste müssen sich am Morgen nicht mit den Tagesgästen um die Plätze in den Zubringerbahnen "prügeln".

Klar, das wäre eine grosse Investition, aber in meinen Augen eine sinnvolle... aber wohl genehmigungsmässig nicht ganz einfach.

PS: Pisten würde es für das Stück natürlich nicht brauchen, da kann man auch wieder die Bahn runter nehmen.
 
Wurzelsepp schrieb:
Würde es nicht (noch) mehr Sinn machen, die Schiferbahn mit einer zweiten Sektion nach unten ins Tal (zB Tunnelportal Gotschnatunnel oder Raum Pagrüeg) zu verlängern und dort das Parkhaus zu realisieren? So könnten die Auto-Tagesgäste viel weiter unten im Tal "abgefangen" werden, ohne dass sie noch die ganze Fahrt bis zum Wolfgang (oder Klosters) machen müssen? Wäre eigentlich Win-win für alle Seiten: Für Tagesgäste attraktiver, da Anfahrt kürzer, Davos und Klosters werden vom Verkehr entlastet und die Übernachtungsgäste müssen sich am Morgen nicht mit den Tagesgästen um die Plätze in den Zubringerbahnen "prügeln".

Klar, das wäre eine grosse Investition, aber in meinen Augen eine sinnvolle... aber wohl genehmigungsmässig nicht ganz einfach.

PS: Pisten würde es für das Stück natürlich nicht brauchen, da kann man auch wieder die Bahn runter nehmen.

Soviel ich weiss war das der Grund warum die Schieferbahn überhaupt gebaut wurde. Warum man die unterste Sektion aus dem Tal nie gebaut hat weiss ich nicht.
Es wäre aber gerade für Tagesgäste sehr attraktiv.
Momentan fahre ich für einen Tag nicht nach Davos.

Laax & Lenzerheide sind da viel besser erreichbar und haben auch genügend Parkplätze.
 
Und wo bitte sollen beim Portal Gotschnatunnel oder Prarüeg die für eine Zubringerbahn nötigen Parkplätze gebaut werden? Das sind beides recht steile Hänge dort. Ein unterirdisches Parkhaus? Kostet Millionen wenn nicht sogar Milliarden. Dann aber bitte nicht jammern, wenn für die Benützung eine Gebühr erhoben wird! Dann noch viel eher runter nach Serneus. Dann hat der Ort auch was davon.
 
Ja Serneus, dort hat es ebene Flächen und man könnte auch gleich die Bahn irgendwie anschliessen. Grindelwald hat es vorgemacht mti der V-Bahn
 
Man könnte zudem einen Schrägaufzug oder sowas bauen um die Rhätische Bahn anzuschliessen. Ja ich weiss, der Bahnhof Serneus wurde zur reinen Kreuzungsstation degradiert und die Bahnsteige rückgebaut. Das müsste man dann halt wieder korrigieren.
 
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