Zuerst wollte ich keinen Senf zum Thema abgeben, aber bei diesem übertrieben pompösen Titel ( ... WM natur verschandlung) der ganz gut in eine der deutschen Boulevardzeitungen passen würde kann ich es einfach nicht lassen: ein Haufen Erde wird bewegt und während man baut, sieht es wirklich nicht schön aus. Aber ich sehe da keinen wesentlichen Unterscheid zu vielen der anderen Pistenbaustellen von denen in diesem Forum in den letzten 10 Jahren berichtet wurde. Wenn ich nur meine Fotos anschaue, z. B. Pisker 2008 auf meinen Hausberg oder Preuneggjet 2010 in Schladming, dort hat es auch nicht wesentlich anders ausgesehen. Und heute ist (buchstäblich) Gras darüber gewachsen und keiner regt sich mehr auf und man meint die Pisten wären schon 'ewig' da. Einfach ruhig bleiben und in ein paar Jahren wieder anschauen. Und das von 'Natur wird sich rächen' kann ich gar nicht mehr lesen - da haben wohl einige zu oft Avatar geschaut oder was? Kann sein dass in den kommenden 3 Jahren bei Starkregen oder Schneeschmelze dort die eine oder ander Mure runterkommen wird, aber das passiert diesen Sommer fast jedes WE und zwar in Tälern wo es keine Pisten und keine landwirschaftlichen Monokulturen gibt, wo man 'naturnahe' lebt und wo man sich sowas wirklich 'nicht verdient' hat. Also hört bitte auf hinter den Naturereignissen eine 'höhere Idee' zu suchen. Pompeii wurde auch nicht
deshalb zerstört weil man dort im Amphitheater die blutigen Gladiatorenkämpfe genossen hat und in den Bordells allerlei Zeug mit jungen Mädels (und Burschen) getrieben hatte, wie es einige christliche Fanatiker heute noch glauben, sondern weil zufälligerweise der Vesuv gerade in der Blütezeit der Stadt ausgebrochen ist. So wie er auch Jahrtausende zuvor ausgebrochen ist und auch damals wurden bestimmt einige Hirten, Jäger und Sammler unter der Asche begraben, aber weil die nicht schreiben konnten und keinen monumentalen Bauwerke hinterlassen haben, weiss - im Gegensatz zu den Ereignissen aus der römischen Zeit - heute keiner davon.
Zum Thema: auch ich finde dass L2A eine solche - breite und nicht zu steile - Piste wirklich braucht, bisher gibts ja nur die zwar schönen, breiten, aber für Anfänger viel zu steilen schwarzen Talabfahrten sowie die viel zu schmale grüne Piste, raupenbreit mit 180 - Grad Spitzkehren, welche für schwächere Skifahrer fast noch schlimmer ist als die schwarzen. Zum Thema Modellierungen insgesamt: auch ich frage mich manchmal nach dem Sinn der Sache, wenn ein Skigebiet wirklich ausschliesslich - oder grossteils - aus 'künstlichen' quer in den Hang gebauten Pisten besteht. In L2A ist die Lage aber doch anders: im oberen und mittleren Teil findet man etliche attraktive, und auch noch relativ unmodellierte Abfahrten die auf jeden Fall nicht als 'charakterlos' oder 'austauschbar' bezeichnet werden können. Und was L2A von den meisten französichen Skiorten unterscheidet: während das Gelände in den meisten frz. Skigebieten so aussieht dass in Ortsnähe leichtere Pisten zu finden sind und weiter oben die schwarzen (typisches Beispeil AdH), ists in L2A eben umgekehrt, die anfängertauglichen Pisten liegen am Gletscher und im mittleren Bereich. Bei dieser Talabfahrt kommt es nicht darauf an dass sie interessant oder besonders attraktiv sein sollte, sondern dass die breite Masse sicher aus den leichtern - und, wenn ihr wollt, attraktiven - oberen Skigebietsteilen sicher ins Tal kommt (die blutigen Anfänger haben ja immer noch die Möglichkeit mit der Bahn runterzufahren). Also von mir ein

fürs Vorhaben, in ein paar Jahren wenn alles fertig ist können wir dann weiterdiskutieren. Aber dann ist ja keine sensationalistische Weltuntergangsmeldung mehr

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