Neues in Melchsee-Frutt (Kerns)

Wer nochmals mit der Alten Gondelbahn fahren will sollte sich beeilen. Ab Montag wird die Bahn abgerissen.
 
War gestern noch kurz da. Die Talstation der alten Bahn wurde schon so weit wie möglich abgerissen, war ziemliches Freiluftfeeling. Schade drum, das Ding hätte noch bis mindestens 2016 laufen können... Tja, jetzt kommen sie weg, die Habegger-Gondelbahnen... :(

Überigens wurden anscheinend alle alten Gondeln verkauft.

Die neue Bahn ist auch schon ziemlich weit, ich würde sagen die Seilbahn an sich ist fertig. An den (riesigen!) Gebäuden gibt es aber noch einiges zu tun.

Falls Interesse besteht kann ich nächstes Wochenende ein paar Bilder nachliefern.
 
ja alle gondeli wurden verkauft, erste wurden montag schon von käufern abgeholt.alles andere geht zum alteisenhändler, zur zeit wandern alle gehänge mit klemmen in die grossen container.
 
Ach, ich seh grad, du wohnst jetzt auch in der Zentralschweiz? :) Arbeitest du bei einer Bergbahn? Das mit den Gondeln ist schon noch beeindruckend, schliesslich war das eine sehr grosse Bahn mit sehr vielen Gondeln. Da fragt man sich schon, wieso man z.B. in Vercorin verschrottet hat... wobei im Wallis der Markt für gebrauchte Gondeln wegen den grossen Angebots evtl. nicht ganz vergleichbar ist mit der Zentralschweiz :wink:
 
ja pilatus, seit sommer 2011 wohne und arbeite ich in der zentralschweiz, aber nicht bei einer bergbahn sondern bei einem kleinen seilbahnbaubetrieb :)
 
Schade dass man in der neuen Saison auch in Melchsee für den Pakplatz (5.-- oder 75.- Pro Saison ) bezahlen muss .
 
Beim Parkhaus kann ich es verstehen. Das ist wirklich ein Komfortzuwachs gegenüber den alten Parkplätzen die mir jetzt die 5 CHF wert wären. Aber wenn die Plätze unten auch kosten, dann ist das schon ziemlich frech.
 
Aber wenn die Plätze unten auch kosten, dann ist das schon ziemlich frech.

Da müsste man halt wissen, ob die Parkplatzbewirtschaftung freiwillig eingeführt wurde, oder ob es eine Auflage für den Neubau der Anlage war...
 
Zum einen wollen die Obwaldner sicher die aus dem "Flachland" kommende Autoflutt eindämmen und den einen oder anderen den öV schmackhaft machen. Deshalb wird ab Dezember neben den Parkplatzgebühren auch das öV-Angebot verbessert, das stündliche Postauto erhält Verstärkungskurse.

Und zum anderen kommt halt auch die Politik ins Spiel: Es ist ein schweizweiter Trend, für grössere öffentliche Parkplätze eine Gebührenpflicht zu verlangen. Melchsee-Frutt war bis anhin eines der ganz wenigen grösseren Ski- und Wandergebiete in der Region, wo der Autofahrer nichts bezahlen musste. Dies ist in anderen Gebieten (Engelberg, Pilatus, Stanserhorn) schon lange anders. Unter Umständen hat der Kanton oder die Gemeinde die Frutter zur Gebührenpflicht verdonnert.
 
Was mich an den Parkgebühren mal interessieren würde ist, ob das Geld zweckgebunden eingesetzt werden muss, um z.B den ÖV oder Shuttle-Busse zu fördern, oder ob das Geld einfach in die Taschen der Bahnbetreiber wandert.
 
Häufig wird damit der Landbesitzer entschädigt, bzw. der Pachtzins bezahlt.
 
Hallo zusammen

Es wäre schon schön, wenn der öV vermehrt benutzt würde. Das Angebot wird auch wirklich gut: In 59 Minuten von Luzern bis zur Talstation!
Ich finde es immer absurd, wie alle sich über den Gletscherschwund ärgern und dann mit dem Auto dort Skifahren gehen.
Zudem wäre auch die Verkehrsbelastung geringer.

Gruss Chrigi
 
ÖV ist nur dann schön und gut, wenn der Betreiber auch genügend Kapazität bereistellen kann. Und da haben die meisten Zubringer zu Skigebieten Mühe. Ich habe bei meinem Frutt-Besuch im Sommer auch den öV benutzt. Es war ein schönes Wochenende, es kamen viele Wanderer. Das öV-"Angebot" bestand ab Sarnen aus zwei Postautos, die prall gefüllt waren. Die Folge war eine halbe Stunde Sardinen-feeling, sprich stehen im prall gefüllten Postauto (im Winter dann samt Skiausrüstung). Das ist nicht gerade das, was ich mir unter einer angenehmen Anreise vorstelle. Da kann ich jeden verstehen, der dem Auto den Vortritt lässt.
Ich bin gespannt, wie der Busbetreiber die Kapazitätsprobleme im Winter lösen wird, wenn viel mehr Leute den Berg hochwollen, wenn er schon im Sommer an schönen Wochenenden an die Grenzen kommt.
 
Das Angebot wird auch wirklich gut: In 59 Minuten von Luzern bis zur Talstation!
Leider muss man auch noch den Transfer vom Wohnort zum Hauptbahnhof dazu rechnen. Somit wird es in Sache Wettbewerbsfähigkeit für den ÖV sehr eng. Ausser man wohnt gerade in der Nähe eines Bahnhofs der Brüniglinie.
 
Erstens sind die 59 Minuten wie TPD sagt nur ein Teil der Anreise (da muss man mindestens nochmals eine halbe Stunde dazu zählen, ausser man wohnt direkt hinter dem Bahnhof). Zweitens muss man bei jedem Mal umsteigen die ganze Ausrüstung zügeln, das ist ziemlich mühsam. Am Sommer ist es kein Problem, aber im Winter ist der ÖV vom Komfort her ohne einen Hauch einer Chance im Vergleich zum Auto. Wenn schon müsste man gleich direkte Shuttlebusse ab Luzern Bahnhof fahren lassen. Dann spart man sich wenigstens das umsteigen in Sarnen. Die Reisezeit würde sich wohl halbieren.

Keine Ahnung wieso es das nicht schon längst gibt. Würde zumindest am Wochenende sicher ziehen...
 
Das mit der Kapazität ist auf touristisch geprägten Linien eine recht schwierige Sache, weil die Nachfrage extrem wetterabhänig ist und entsprechend stark schwankt. Um beim Beispiel Stöckalp zu bleiben: An sonnigen Wochenenden könnte man dort locker vier Busse füllen. Ist das Wetter hingegen schlecht, würde ein Kleinbus reichen. Was soll der Betreiber der Strecke nun machen? Die Flotte so zu dimensionieren, dass auch an den wenigen Spitzentagen genug Fahrzeuge vorhanden sind, macht wirtschaftlich gesehen absolut keinen Sinn, weil dann ein nicht zu verachtender Teil der Flotte mehr oder weniger oft unbenötigt herumsteht. Das ist gebundenes, passives Kapital. Dazu kommt dann noch die ganze Personalfrage. Mal so schnell Personal zu finden, welches quasi auf Abruf einspringen kann, ist auch nicht so einfach. So gesehen ist die Kapazität auf solchen Linien immer ein mehr oder weniger geglückter Kompromis.
 
kurze Antwort: dann doch lieber kostenlose Autoparkplätze anbieten ;-)

wenn man als Gesellschaft an sich den ÖV mehr will, muss man auch bereit sein dafür zu zahlen. Andernfalls kann man nicht verlangen, dass einerseits eine Gruppe benachteiligt wird (Parkkosten für Autofahrer) und andererseits es kein Alternativprogramm gibt! Was kosten schon 50 Busse die man im Stand-by am Wochenende hält? Wenn man unter der Woche eine sinnvolle Beschäftigung für diese hat (z.B. Schülerverkehr), dann sind die Investitionskosten vernachlässigbar - oder die Bergbahngesellschaft muss sich ein paar Extrabusse anschaffen (z.B. so wie in Zell am Ziller, hier sind die Busse normalerweise im Ortsverkehr als Zubringer unterwegs - wenn aber aufgrund von Föhn die Verbindung nach Gerlos geschlossen wird dann werden einige diese Busse zusätzlich zum normalen Postbus auf der Strecek Gerlos - Zell am Ziller eingesetzt).
Wer zig Mio für eine EUB zahlen kann sollte über die paar Tsd für ein paar Busse nicht jammern :-)
 
50 Busse repräsentieren einen Neuwert von +/- 25 Millionen, so einfach ist das nicht zu finanzieren! Ausserdem entspricht das der Flotte einer Stadt mit etwa 200'000 Einwohner, die kann man in einer Bergregion niemals auslasten! Dazu kommen Abstellflächen (wenn möglich unter Dach), die Fahrer etc.

Oder hast du dich etwa vertippt und es sollte 5 heissen?
 
Zurück
Oben