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Neues in Oberstdorf/Kleinwalsertal

Hallo Neuschnee!
Die Gegebenheiten mit dem von dir genannten Beispiel und im Kleinwalsertal sind völlig unterschiedlich.
Beim Ifen/Gottesacker sowie dem zu überspannenden Schwarzwassertal handelt es sich um Naturjuwelen, die ihresgleichen suchen.
In meinen Augen hätte man im Kleinwalsertal die einzigartige Möglichkeit, das bisher bebaute und erschlossene Breitachtal komplett dem Tourismus zu widmen...von mir aus eine völlig riesige Pendelbahn zwischen Walmendingerhorn und Kanzelwand! Warum nicht?! Keine Landschaft würde zerstört werden, da diese im Breitachtal sowieso schon komplett erschlossen ist! Dieser Fall würde dann zu dem Beispiel aus dem Beitrag von dir passen...
Und auf der anderen Seite hätte man das naturbelassene Schwarzwassertal...in dem die ruhe-suchenden Gäste (diese werden in hektisch Zeiten wie heutzutage in iher Anzahl immer mehr) ihre Energie tanken können...DAS wäre eine Möglichkeit, mit der das Kleinwalsertal punkten könnte und dem Gast wirklich Abwechslung bietet!

Aber bis solche Ansätze auf offene Ohren stoßen wird viel zu viel Zeit vergehen - und dann ist es zu spät und der Zug ist abgefahren...denn hat man ein Naturjuwel wie Ifen/Gottesacker/Schwarzwassertal erst einmal seiner Unberührheit beraubt, dann kann man das nicht rückgängig machen.
Im Kleinwalsertal hinkt man sowieso schon seit Jahren hinterher...jetzt setzt will man aufeinmal auf ein zusammenhängendes Skigebiet setzen. Winter Winter Winter - aber dass unglaubliches Potenzial im Sommertourismus steckt, wird leider nicht genug erkannt. Stichwort Mountainbike & Klettern! Andere Destinationen setzen schon seit ein paar Jahren auf diese Sommersportarten - und zwar mit Erfolg! Ich schätze, im Kleinwalsertal wird man das dann in circa 10 Jahren auch merken - und dann hinkt man leider wieder einfach nur hinterher. Und dann versucht man wieder mit unüberlegter Gewalt, einen Rückstand aufzuholen, den man sich selbst zu verschulden hat und der nie hätte passieren müssen/dürfen.

Naja - und jetzt wird versucht mit einer Panoramabahn wieder alles gut zu machen - blauäugig wird natürlich von einem großen Teil der Bevölkerung geglaubt, dass dies der allheilbringende Weg zu alten goldenen Tagen sein wird... :lach:
 
Verstehe immer noch nicht, wie vier Stahlseile, die kaum sichtbar sind, Erholungssuchende im Tal von der gesuchten Ruhe abhalten können. Natürlich wird man sich dran gewöhnen müssen, dass die da hängen, aber so schlimm ist das auch nicht. Von allen möglichen Optionen, den anzubinden, ist das die schonendste fürs Schwarzwassertal.
 
Ich versteh das auch nicht, so eine Bahn hört man ja nichtmal auf die Entfernung. Aber da ich die andere Verbindungslösung bevorzuge stört es mich in dem Fall nicht wenn die PB verhindert wird.
 
Über das Für und Wider bei den Plänen der Bergbahnen KWT wurde in diesem Forum ja schon viel diskutiert.

Das Argument mit der Zerstörung des Landschaftsbildes ist für die Gegner der PB ja mit das Entscheidende.
Allerdings fehlen mir bislang dazu die harten Fakten:

Gibt es denn eine belastbare Untersuchung, bis in welcher Entfernung die Seile der PB zu sehen sind?
Hängen die Seile nicht so hoch, dass Wanderer sie nur wahrnehmen, wenn sie gen Himmel schauen?
Hört man etwas von der Seilbahn?
Wie dominant sind die Stationsgebäude? Können sie nicht ins Landschaftsbild integriert werden (dezente Architektur, viel im Untergrund)?
Ist eine Bahn ohne Stützen nicht sogar verträglicher als eine mit?
Gibt es überhaupt schon eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung mit Landschaftsbildanalyse?

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass gerade von den Gegnern die Diskussion eher emotional als auf Basis von belegbaren Fakten geführt wird.

Meiner Meinung nach ist nicht das Pro / Contra PB entscheidend, sonder vielmehr die Art und Weise der Ausführung.

Warum werben eigentlich so viele Alpendestinationen mit idyllischen Bildern von Alpenlandschaften mit Seilbahnen im Vordergrund, wenn diese grundsätzlich abstoßend für die Besucher sind?

Alles eine Frage des Standpunktes, manche finden auch Windräder hässlich, während andere sie als eine Bereicherung im Landschaftsbild empfinden. :wink:
 
Warum wird mit Seilbahnen geworben? Weil die Masse der Bequemlichkeits-Ausflügler nicht allein auf den Berg kommen würde. :wink:
 
thun schrieb:
Warum wird mit Seilbahnen geworben? Weil die Masse der Bequemlichkeits-Ausflügler nicht allein auf den Berg kommen würde. :wink:

Warum gibt es Seilbahnen (und Lifte usw)? Weil die Masse der Bequemlichkeits-Schifahrer nicht allein auf den nächsten 5-Meter-Buckel, geschweige denn auf einen Berg kommen würde ;)
 
Mann muss bei der ganzen Diskussion eine Sache beachten die den Ausßenstehenden nicht so bekannt sein dürfte:

Der Streit und ja ich sage Bewusst Streit um die Bahn ist inzwischen komplett auf die Emotionale Schiene abgedriftet. Es geht gar nicht mehr so um die Bahn. Inzwischen haben sich im Tal 2 knallharte Fronten gebildet die mit fast allen Mitteln für oder gegen die Bahn kämpfen. Mein Eindruck ist auch das speziell auf die jüngeren Wahlberechtigten massiv Druck für die eine oder andere Position ausgeübt wird was ich sehr schade finde... Viele hier können das Thema Panorama Bahn schon nicht mehr hören und der Riss der sich durchs Tal zieht wird immer tiefer. Für mich als Einheimischen traurig.
Sowohl Gegner als auch Befürworter haben gute Argumente aber was da inzwischen abgeht ist gelinde gesagt zum Kotzen...
 
Das ist doch ein generelles Phänomen bei solchen großen Infrastrukturprojekten. Siehe Energiewende (wo noch relative Einigkeit auf eine Position herrscht), Stuttgart 21, Isental-Autobahn, Ausbau FFM, etc. Eigentlich könnt Ihr froh sein, dass der Konflikt nicht noch durch Auswärtige weiter angeheizt wird wie z.B. in Stuttgart.
Dass da selten rational argumentiert wird und man gerne übers Ziel hinausschießt, ist doch nichts Neues. Auch wenn's traurig ist - auch für Außenstehende.
 
Also ich gehöre nicht unbedingt zu den Freunden der Panoramabahn - ich kann die Position der Bergbahnen aus meinen Gesprächen mit denen jedoch sehr gut nachvollziehen - es geht schlicht um die ganzjährige Wirtschaftlichkeit:

Die obere Sektion des Ifen ist für den Sommerbetrieb tabu, folglich braucht es andere Attraktionen, um den Sommerbetrieb anzukurbeln, damit sich eine EUB rechnet - und diese Attraktion soll die Pb sein - sowie die Verlängerung bis zum Alpboard. Derzeit ist im Sommer am Ifen in Relation zu den andeen Bergbahnen der Region nicht viel los und nicht selten ist die DSB bei bereits nicht optimalen Wetter ganz geschlossen. Machen wir uns nichts vor - realistisch betrachtet geht es um eine mind. 10fach stärkere Frequentierung im Sommer als bisher.

Die Einwände der Naturschützer kann ich ebenso nachvollziehen, wenn die dort einen Massentourismus verhindern wollen. Das Naturjuwel Schwarzwassertal/Ifen steckt alo in einem Dilemma.

Ich persönlich favorisiere am Ifen eine Lösung mit der Verbindung Heubergmulde/Auenhütte sowie einer Kombibahn untere Sektion und 8KSB obere Sektion. Die 2KSB der oberen Sektion würde ich zudem als Entlastungslift am WoE stehen lassen. Es muss auch nicht bis zum Alpbord gehen. Mit einer solchen Lösung lässt sich jedoch nicht so viel Geld machen... und wäre ich der Investor, so würde ich sicherlich ebenso auf wahlweise Pb und Alpbord oder Sommerbetrieb obere Sektion drängen.
 
Warum muss es denn überall einer 8er KSB sein? Das ist doch absolut nicht nötig.
 
Meiner Meinung nach ist eine Modernisierung des Skigebiets Ifen dringend notwendig, vor allem der unteren 2er Sesselbahn. Die ist an viel-befahrenen Tagen eine mittelschwere Katastrophe... (nicht das ich etwas gegen alte Sessellifte habe, aber) Ich war letzten Winter in der Region, an einem Tag wollte ich am Ifen fahren. Die Auffahrt zur Mittelstation hat 30 Minuten :!: gedauert, darunter drei bis vier kleinere Stops (von ca. 1Minute) und einmal sozusagen die 'verfrühte Mittagspause', mit 10 Minuten Stillstand... eigentlich wollte ich später die Talabfahrt fahren, das hab ich dann aber gelassen...
Das ersetzen dieser Bahn durch eine 8er KSB finde ich allerdings übertrieben, das würde die Talabfahrt völlig überlasten, vor allem die Blaue Piste.
Als elegante Lösung würde ich einen 4er KSB oder ähnliches empfinden.
Um nochmal kurz auf die Seilbahnnostalgie zu sprechen zu kommen: Prinzipiell gefallen mir solche schönen alten Bahnen, nur wenn diese der einzige Zubringer in ein Schönes Skigebiet sind, dann währe doch etwas modernes schöner :wink: .

Ich habe vor kurzem (in meinem Sommerurlaub dort) noch etwas Interessantes bezüglich der Pendelbahn zum Walmendingerhorn gehört: Die Trasse soll ziemlich hoch verlaufen, von der Ifen Mittelstation ab zum Wdh. Mir wurde gesagt, das eine große Befürchtung ist, das es im Winter Eisschlag von den Seilen gibt.
Wenn ich so darüber nachdenke erscheint es mir logisch; wenn sich auf den Seilen Eis und Schnee sammelt, und das dann 200 Meter (oder mehr) ins Tal Rauscht, dann kann das schon ziemlich gefährlich werden... Weis jemand etwas näheres über diese Befürchtung?

Sven.Ths
 
Gefällt mir außerordentlich gut.
Recht hochwertige Architektur war bei der KWT-Bergbahn ja zu erwarten, die Abkehr von Holz als primärem Fassadenmaterial hin zu Stein ist aber schon überraschend.
 
Schaut aber gut aus. Finde ich sehr positiv, dass die Stationen gut in das Landschaftbild eingepasst werden. Das sollte viel häufiger in diesem Umfang passieren. Ich hoffe, die Gegner der Bahn und die Landschaftsschützer erkennen diese Bemühungen an.
 
Joar hat zwar ein wenig was von einem WW II Bunker, aber man kann zumindest nicht behaupten, dass die Natur und das Landschaftsbild groß gestört werden. Ich finde zwar die Steinfront sehr kalt und unfreundlich, aber das ist ja Geschmacksache und darüber lässt sich bekanntlich streiten :wink:

Aber was die Sichbarkeit vom Tal aus anbelangt und die Einbettung in die Natur, ist das doch super dezent gelöst! Das sollte doch optisch niemand stören... :?:
 
Beim Walmendinger Horn fände ich sogar ein Gebäude gar nicht schlecht. Schließlich steht da eh schon eine Bergstation, und so ein Riesenloch in der Felswand macht auch nicht gerade viel her.
 
Ohje, das mit der Instabilität des Berges, klingt nach verzweifelter Suche nach Gegenargumenten. :(
 
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