• 📾 Fotowettbewerb – Wir brauchen ein Stechen! ☀⛷

    Es war unglaublich knapp! In der Kategorie Sonnenskilauf liegen die Favoriten exakt gleich auf. Jetzt entscheidet eure Stimme ĂŒber den endgĂŒltigen Sieg.

    ✔ Jetzt im Stechen abstimmen!

Seilbahnjunkie schrieb:
die hier offenbar EU rechtswidtige Gesetze geschaffen haben

Geduld... Bisher ist es kein "offenbar EU-rechtswidriges Gesetz". Es geht um das "dritte Modernisierungsgesetz" durch das eine UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung entbehrlich wĂ€re. Das Verwaltungsgericht Augsburg möchte jetzt in einem Hauptsacheverfahren klĂ€ren ob das mit EU-Recht vereinbar ist, und bis zum Verfahrensende gilt ein Baustopp. Über den Ausgang ist damit noch nichts gesagt.

Dagegen ist Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof möglich. Parallel leitet die Seilbahngesellschaft eine UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung ein, bei positivem Ausgang wĂ€re auch eine Aufhebung des Modernisierungsgesetzes kein dauerhaftes Hindernis.

Mein unverbindlicher Tip: Das BÀhnle wird schon kommen, etwas spÀter halt.
 
Kann mich mal jemand aufklĂ€ren, ob ich evtl. die ganze Zeit nen Denkfehler hab? Also ernsthaft jetzt :gruebel: Denn eigentlich ist es doch so: Es soll EINE neue Bahn gebaut werden (die eine alte auf fast gleicher Trasse ersetzt) und dafĂŒr werden ZWEI alte Bahnen (die Bierenwang und eben die alte Scheidtobel) abgebaut. Das mĂŒsste doch eigentlich den Bayerischen Landesbund fĂŒr Vogel- und Naturschutz freuen, wenn sich somit die Menge von Infrastruktur am Berg verringert. Oder hab ich was nicht verstanden? (Abgesehen davon ist es natĂŒrlich unabhĂ€ngig davon Mist, dass ein Wirtschaftsunternehmen nach Bewilligung anfĂ€ngt etwas zu bauen und dann wegen einer unklaren Rechtslage gestoppt wird, auf die es selbst keinen Einfluss hat...)
 
Snowshine schrieb:
Kann mich mal jemand aufklĂ€ren, ob ich evtl. die ganze Zeit nen Denkfehler hab? Also ernsthaft jetzt :gruebel: Denn eigentlich ist es doch so: Es soll EINE neue Bahn gebaut werden (die eine alte auf fast gleicher Trasse ersetzt) und dafĂŒr werden ZWEI alte Bahnen (die Bierenwang und eben die alte Scheidtobel) abgebaut. Das mĂŒsste doch eigentlich den Bayerischen Landesbund fĂŒr Vogel- und Naturschutz freuen, wenn sich somit die Menge von Infrastruktur am Berg verringert. Oder hab ich was nicht verstanden? (Abgesehen davon ist es natĂŒrlich unabhĂ€ngig davon Mist, dass ein Wirtschaftsunternehmen nach Bewilligung anfĂ€ngt etwas zu bauen und dann wegen einer unklaren Rechtslage gestoppt wird, auf die es selbst keinen Einfluss hat...)

genau so ist es. Selbst wenn es nicht rechtens wÀre. Dann ist es das VersÀumnis der bayrischen Regierung.

Warum soll darunter ein Wirtschaftsunternehmen leiden ?
Wenn es zur nÀchsten Saison weder die alte Scheidtobelbahn noch die Erneuerung gibt, dann bleibt letztlich nur die Gipfelbahn um zur Kanzelwand zu kommen. Das wÀre eine Katastrophe !

mMn kann gern die bayrische Regierung verklagt werden, aber doch bitte nicht die Seilbahn die alles nach geltendem Recht richtig gemacht hat. Daher bleibt in meinen Augen auch nur ĂŒbrig diesen Bau fertigzustellen und keinen weitern basierend auf dieser - vielleicht auf EU Ebene ungĂŒltige - Grundlage zuzulassen.
 
Dann muss did Bergbahn eben die Genehmigungsbegörde auf Schadensersatz verklagen. Es wurde ja nicht die Bergbahn angeklagt, sondern gegen das Projekt geklagt. Da kann man ja nicht einfach gegen jemand anderen klagen.
 
Ich mache mir mit dem Post keine Freunde, aber ich finde die Diskussion hier ist schon recht einseitig und vereinfacht stellenweise ziemlich.

Auf dem Papier stimmt es, dass zwei Sesselbahnen abgebaut werden, nur eine der beiden auf gleicher Trasse ersetzt wird und die FörderkapazitĂ€t des Gesamtgebiets eher sinkt als steigt. Dass die Bierenwangbahn ersatzlos wegfĂ€llt hat aber nichts mit goodwill der OK Bergbahnen zu tun sondern korrigiert eine Entscheidung von vor ĂŒber 10 Jahren. Damals war der Ersatzbau der Scheidtobel gesetzlich so gut wie unmöglich, man suchte aber eine Entlastung zur Möserbahn da der Fellhornlift nur etwas fĂŒr Experten war. Die Hoffnung lag dann in der in der Bierenwangbahn. Auf dem Papier top - KapazitĂ€tssteigerung & AnfĂ€ngerfreundlich. Doof nur, dass sie sich die Pisten mit der Möserbahn teilweise teilt und die somit umso mehr gelitten haben. Dementsprechend unglĂŒcklich wirkte diese Bahn. Mit der Möglichkeit am Scheidtobel bauen zu können - was ja schon immer die favorisierte Variante war - wirkt die Bierenwangbahn noch unsinniger und hat jegliche Daseinsberechtigung verloren. Es ist nur logisch, dass sie wegfĂ€llt. Damit die Scheidtobelbahn ihre geplante Funktion als ersehnte Entlastung zur Möserbahn und gleichzeitig durch das Konzept des blauen Rings eine Alternative fĂŒr AnfĂ€nger bietet, braucht es neben der Bahn auch Arbeiten an der Piste. Also neben dem Neubau der Bahn auf gleicher Trasse auch weitere Arbeiten im Scheidtobel.
Der Knackpunkt an der Geschichte ist, dass aus einer hauptsÀchlichen Zubringeranlage eine BeschÀftigungsanlage werden soll. Es werden also deutlich mehr Leute im Scheidtobel unterwegs sein wie es bisher war. Wie gesagt, im Gesamtskigebiet mag die KapazitÀt sinken, weil eine sinnlose Anlage wegfÀllt - im Bereich des Scheidtobels gilt allerdings das Gegenteil.

Der zweite umstrittene Punkt ist das 3. Modernisierungsgesetz. Jahrelang wĂ€re es unmöglich gewesen, die Scheidtobelbahn zu ersetzen. Dann kommt in Bayern das 3. Modernisierungsgesetz und setzt Rahmenbedingungen, die nicht wirklich wissenschaftlich fundiert werden können sondern sich vielleicht am Tiroler Gesetz orientieren oder willkĂŒrlich waren. Hier lĂ€sst es sich nicht verleugnen, dass das den OK Bergbahnen sehr gelegen kommt. Das die neue Scheidtobelbahn, die jahrelang unmöglich war, jetzt perfekt in die Rahmenbedingungen des Gesetzes passt hinterlĂ€sst schon einen Geschmack. Ich mag hier an dieser Stelle nicht darĂŒber urteilen, ob das Gesetz sinnvoll oder nicht ist - das darf gerne jeder fĂŒr sich selbst entscheiden. Ich denke aber, wir können uns alle darauf einigen, dass es aus GrĂŒnden nicht unumstritten ist.

Ich hatte persönlich von Beginn an ein ungutes BauchgefĂŒhl bei diesem Projekt. Die OK Bergbahnen wussten wie brisant diese Baustelle wird und haben es ja, bis auf das eine Video, möglichst vermieden darĂŒber groß zu kommunizieren. Es war absehbar, dass NaturschĂŒtzer dagegen Sturm laufen werden. Umso unglĂŒcklicher, dass das Gesetz wohl nicht wasserdicht zu Ende gedacht wurde, aber auch ein Risiko was die OK Bergbahnen als erster Anwender in Kauf genommen haben.

Die Situation kennt jetzt nur noch Verlierer. Das Fellhorn könnte im Winter sehr unattraktiv werden, beteiligte Baufirmen verlieren Planungssicherheit, Skifahrer sind frustriert, die NaturschĂŒtzer ziehen den Ärger auf sich und werden am Ende vermutlich den Bau nicht verhindert bekommen. Ich denke wir sind uns alle einig, dass die Bahn spĂ€testens zum Winter 27/28 stehen wird. Es ist absurd, dass der Lift gestoppt ist wĂ€hrend die Pistenarbeiten munter weiterlaufen. Da kann ich jeden Ärger ĂŒber die Sinnhaftigkeit des Baustopps nachvollziehen. Ich hoffe wirklich, man schafft es noch in irgendeiner Form einen Kompromiss zwischen OK Bergbahnen und NaturschĂŒtzern zu schließen, aber ich denke die Fronten sind dafĂŒr zu verhĂ€rtet. Als regelmĂ€ĂŸiger Skifahrer am Fellhorn wĂ€re das ansonsten wirklich sehr sehr unglĂŒcklich.
 
Solche Projekte werden ĂŒber viele Jahre geplant und die Scheidtobelbahn war schon lange die bevorzugte Lösung. Das Modernisierungsgesetz hat zwar das Verfahren geĂ€ndert, aber weder die Planung ausgelöst noch die naturschutzrechtlichen Genehmigungen ersetzt. Diese sind weiterhin erforderlich und wurden auch eingeholt.
Von einem „Erfolg der Seilbahnlobby“ zu sprechen, ist daher eher eine politische Wertung als eine belegbare Tatsache, zumal es in Deutschland, anders als etwa in der Automobil- oder Energiewirtschaft, keine besonders einflussreiche Seilbahnlobby gibt. Die Branche ist vergleichsweise klein und besteht aus einer ĂŒberschaubaren Zahl an Skigebieten und Betreibern.
Außerdem war die Anpassung der Regelungen eher eine Angleichung an die Rechtslage in angrenzenden BundeslĂ€ndern als eine Orientierung an unseren österreichischen Nachbarn.

Wenn das Modernisierungsgesetz tatsĂ€chlich das Ergebnis einer so einflussreichen „Seilbahnlobby“ wĂ€re, hĂ€tte man Projekte wie die Kreuzwanklbahn in Garmisch vermutlich ebenfalls bis nach der GesetzesĂ€nderung verschoben, um von den neuen Rahmenbedingungen zu profitieren.
 
🚧 Baufortschritte am Walmendingerhorn
Im Kleinwalsertal sind die Baufortschritte an der neuen Pendelbahn Walmendingerhorn bereits deutlich sichtbar. Die Montage der ersten StĂŒtze ist abgeschlossen. GegenĂŒber dem Standort der bisherigen StĂŒtze wurde sie leicht talwĂ€rts verschoben, um die StĂŒtzenhöhe zu optimieren. An der Talstation steht bereits weiteres Material fĂŒr die nĂ€chsten Montageschritte bereit.
Die neue Pendelbahn ersetzt die ursprĂŒngliche Anlage auf nahezu unverĂ€nderter Trasse. Die Seilbahntechnik wird in die bestehenden StationsgebĂ€ude integriert, sodass die vorhandene Bausubstanz weitgehend erhalten bleiben kann.
Mit dem Neubau werden unter anderem die FörderkapazitÀt, der Komfort und die Barrierefreiheit verbessert.
Quelle: facebook

Bilder dazu:
Klick
Klick
Klick
Klick
Klick
 
Leider schon weg.
WĂ€re Interessant wie’s oben ausschaut, komme leider die nĂ€chsten Wochen nicht dazu mal hochzuschauen.
 
Koblat Ausstieg und stĂŒtzen wird nun auch seit gestern abgebaut
 
Wird die alte Bahn eigentlich wieder irgendwo aufgebaut oder landet die aufn Schrottplatz?
 
ZurĂŒck
Oben