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Seilbahnjunkie schrieb:
die hier offenbar EU rechtswidtige Gesetze geschaffen haben

Geduld... Bisher ist es kein "offenbar EU-rechtswidriges Gesetz". Es geht um das "dritte Modernisierungsgesetz" durch das eine Umweltverträglichkeitsprüfung entbehrlich wäre. Das Verwaltungsgericht Augsburg möchte jetzt in einem Hauptsacheverfahren klären ob das mit EU-Recht vereinbar ist, und bis zum Verfahrensende gilt ein Baustopp. Über den Ausgang ist damit noch nichts gesagt.

Dagegen ist Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof möglich. Parallel leitet die Seilbahngesellschaft eine Umweltverträglichkeitsprüfung ein, bei positivem Ausgang wäre auch eine Aufhebung des Modernisierungsgesetzes kein dauerhaftes Hindernis.

Mein unverbindlicher Tip: Das Bähnle wird schon kommen, etwas später halt.
 
Kann mich mal jemand aufklären, ob ich evtl. die ganze Zeit nen Denkfehler hab? Also ernsthaft jetzt :gruebel: Denn eigentlich ist es doch so: Es soll EINE neue Bahn gebaut werden (die eine alte auf fast gleicher Trasse ersetzt) und dafür werden ZWEI alte Bahnen (die Bierenwang und eben die alte Scheidtobel) abgebaut. Das müsste doch eigentlich den Bayerischen Landesbund für Vogel- und Naturschutz freuen, wenn sich somit die Menge von Infrastruktur am Berg verringert. Oder hab ich was nicht verstanden? (Abgesehen davon ist es natürlich unabhängig davon Mist, dass ein Wirtschaftsunternehmen nach Bewilligung anfängt etwas zu bauen und dann wegen einer unklaren Rechtslage gestoppt wird, auf die es selbst keinen Einfluss hat...)
 
Snowshine schrieb:
Kann mich mal jemand aufklären, ob ich evtl. die ganze Zeit nen Denkfehler hab? Also ernsthaft jetzt :gruebel: Denn eigentlich ist es doch so: Es soll EINE neue Bahn gebaut werden (die eine alte auf fast gleicher Trasse ersetzt) und dafür werden ZWEI alte Bahnen (die Bierenwang und eben die alte Scheidtobel) abgebaut. Das müsste doch eigentlich den Bayerischen Landesbund für Vogel- und Naturschutz freuen, wenn sich somit die Menge von Infrastruktur am Berg verringert. Oder hab ich was nicht verstanden? (Abgesehen davon ist es natürlich unabhängig davon Mist, dass ein Wirtschaftsunternehmen nach Bewilligung anfängt etwas zu bauen und dann wegen einer unklaren Rechtslage gestoppt wird, auf die es selbst keinen Einfluss hat...)

genau so ist es. Selbst wenn es nicht rechtens wäre. Dann ist es das Versäumnis der bayrischen Regierung.

Warum soll darunter ein Wirtschaftsunternehmen leiden ?
Wenn es zur nächsten Saison weder die alte Scheidtobelbahn noch die Erneuerung gibt, dann bleibt letztlich nur die Gipfelbahn um zur Kanzelwand zu kommen. Das wäre eine Katastrophe !

mMn kann gern die bayrische Regierung verklagt werden, aber doch bitte nicht die Seilbahn die alles nach geltendem Recht richtig gemacht hat. Daher bleibt in meinen Augen auch nur ĂĽbrig diesen Bau fertigzustellen und keinen weitern basierend auf dieser - vielleicht auf EU Ebene ungĂĽltige - Grundlage zuzulassen.
 
Dann muss did Bergbahn eben die Genehmigungsbegörde auf Schadensersatz verklagen. Es wurde ja nicht die Bergbahn angeklagt, sondern gegen das Projekt geklagt. Da kann man ja nicht einfach gegen jemand anderen klagen.
 
Ich mache mir mit dem Post keine Freunde, aber ich finde die Diskussion hier ist schon recht einseitig und vereinfacht stellenweise ziemlich.

Auf dem Papier stimmt es, dass zwei Sesselbahnen abgebaut werden, nur eine der beiden auf gleicher Trasse ersetzt wird und die Förderkapazität des Gesamtgebiets eher sinkt als steigt. Dass die Bierenwangbahn ersatzlos wegfällt hat aber nichts mit goodwill der OK Bergbahnen zu tun sondern korrigiert eine Entscheidung von vor über 10 Jahren. Damals war der Ersatzbau der Scheidtobel gesetzlich so gut wie unmöglich, man suchte aber eine Entlastung zur Möserbahn da der Fellhornlift nur etwas für Experten war. Die Hoffnung lag dann in der in der Bierenwangbahn. Auf dem Papier top - Kapazitätssteigerung & Anfängerfreundlich. Doof nur, dass sie sich die Pisten mit der Möserbahn teilweise teilt und die somit umso mehr gelitten haben. Dementsprechend unglücklich wirkte diese Bahn. Mit der Möglichkeit am Scheidtobel bauen zu können - was ja schon immer die favorisierte Variante war - wirkt die Bierenwangbahn noch unsinniger und hat jegliche Daseinsberechtigung verloren. Es ist nur logisch, dass sie wegfällt. Damit die Scheidtobelbahn ihre geplante Funktion als ersehnte Entlastung zur Möserbahn und gleichzeitig durch das Konzept des blauen Rings eine Alternative für Anfänger bietet, braucht es neben der Bahn auch Arbeiten an der Piste. Also neben dem Neubau der Bahn auf gleicher Trasse auch weitere Arbeiten im Scheidtobel.
Der Knackpunkt an der Geschichte ist, dass aus einer hauptsächlichen Zubringeranlage eine Beschäftigungsanlage werden soll. Es werden also deutlich mehr Leute im Scheidtobel unterwegs sein wie es bisher war. Wie gesagt, im Gesamtskigebiet mag die Kapazität sinken, weil eine sinnlose Anlage wegfällt - im Bereich des Scheidtobels gilt allerdings das Gegenteil.

Der zweite umstrittene Punkt ist das 3. Modernisierungsgesetz. Jahrelang wäre es unmöglich gewesen, die Scheidtobelbahn zu ersetzen. Dann kommt in Bayern das 3. Modernisierungsgesetz und setzt Rahmenbedingungen, die nicht wirklich wissenschaftlich fundiert werden können sondern sich vielleicht am Tiroler Gesetz orientieren oder willkürlich waren. Hier lässt es sich nicht verleugnen, dass das den OK Bergbahnen sehr gelegen kommt. Das die neue Scheidtobelbahn, die jahrelang unmöglich war, jetzt perfekt in die Rahmenbedingungen des Gesetzes passt hinterlässt schon einen Geschmack. Ich mag hier an dieser Stelle nicht darüber urteilen, ob das Gesetz sinnvoll oder nicht ist - das darf gerne jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke aber, wir können uns alle darauf einigen, dass es aus Gründen nicht unumstritten ist.

Ich hatte persönlich von Beginn an ein ungutes Bauchgefühl bei diesem Projekt. Die OK Bergbahnen wussten wie brisant diese Baustelle wird und haben es ja, bis auf das eine Video, möglichst vermieden darüber groß zu kommunizieren. Es war absehbar, dass Naturschützer dagegen Sturm laufen werden. Umso unglücklicher, dass das Gesetz wohl nicht wasserdicht zu Ende gedacht wurde, aber auch ein Risiko was die OK Bergbahnen als erster Anwender in Kauf genommen haben.

Die Situation kennt jetzt nur noch Verlierer. Das Fellhorn könnte im Winter sehr unattraktiv werden, beteiligte Baufirmen verlieren Planungssicherheit, Skifahrer sind frustriert, die Naturschützer ziehen den Ärger auf sich und werden am Ende vermutlich den Bau nicht verhindert bekommen. Ich denke wir sind uns alle einig, dass die Bahn spätestens zum Winter 27/28 stehen wird. Es ist absurd, dass der Lift gestoppt ist während die Pistenarbeiten munter weiterlaufen. Da kann ich jeden Ärger über die Sinnhaftigkeit des Baustopps nachvollziehen. Ich hoffe wirklich, man schafft es noch in irgendeiner Form einen Kompromiss zwischen OK Bergbahnen und Naturschützern zu schließen, aber ich denke die Fronten sind dafür zu verhärtet. Als regelmäßiger Skifahrer am Fellhorn wäre das ansonsten wirklich sehr sehr unglücklich.
 
Solche Projekte werden über viele Jahre geplant und die Scheidtobelbahn war schon lange die bevorzugte Lösung. Das Modernisierungsgesetz hat zwar das Verfahren geändert, aber weder die Planung ausgelöst noch die naturschutzrechtlichen Genehmigungen ersetzt. Diese sind weiterhin erforderlich und wurden auch eingeholt.
Von einem „Erfolg der Seilbahnlobby“ zu sprechen, ist daher eher eine politische Wertung als eine belegbare Tatsache, zumal es in Deutschland, anders als etwa in der Automobil- oder Energiewirtschaft, keine besonders einflussreiche Seilbahnlobby gibt. Die Branche ist vergleichsweise klein und besteht aus einer überschaubaren Zahl an Skigebieten und Betreibern.
Außerdem war die Anpassung der Regelungen eher eine Angleichung an die Rechtslage in angrenzenden Bundesländern als eine Orientierung an unseren österreichischen Nachbarn.

Wenn das Modernisierungsgesetz tatsächlich das Ergebnis einer so einflussreichen „Seilbahnlobby“ wäre, hätte man Projekte wie die Kreuzwanklbahn in Garmisch vermutlich ebenfalls bis nach der Gesetzesänderung verschoben, um von den neuen Rahmenbedingungen zu profitieren.
 
đźš§ Baufortschritte am Walmendingerhorn
Im Kleinwalsertal sind die Baufortschritte an der neuen Pendelbahn Walmendingerhorn bereits deutlich sichtbar. Die Montage der ersten Stütze ist abgeschlossen. Gegenüber dem Standort der bisherigen Stütze wurde sie leicht talwärts verschoben, um die Stützenhöhe zu optimieren. An der Talstation steht bereits weiteres Material für die nächsten Montageschritte bereit.
Die neue Pendelbahn ersetzt die ursprüngliche Anlage auf nahezu unveränderter Trasse. Die Seilbahntechnik wird in die bestehenden Stationsgebäude integriert, sodass die vorhandene Bausubstanz weitgehend erhalten bleiben kann.
Mit dem Neubau werden unter anderem die Förderkapazität, der Komfort und die Barrierefreiheit verbessert.
Quelle: facebook

Bilder dazu:
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Leider schon weg.
Wäre Interessant wie’s oben ausschaut, komme leider die nächsten Wochen nicht dazu mal hochzuschauen.
 
Koblat Ausstieg und stĂĽtzen wird nun auch seit gestern abgebaut
 
Wird die alte Bahn eigentlich wieder irgendwo aufgebaut oder landet die aufn Schrottplatz?
 
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