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Neues in Sölden

f253901 schrieb:
markus_kessel schrieb:
f253901 schrieb:
Ok, das dachte ich mir auch fast. Aber müsste man dann auf dem Bild nicht links davon irgendwo noch die Lifte Seiterjöchl oder Seiterkar sehen können?

Nein, deren Bergstationen liegen ca. 200 Höhemeter tiefer. Der Seiterkar verläuft wohl genau in der Senke davor, so dass er auf dem Foto nicht sichtbar ist (wobei die Auflösung dafür auch fast schon kritisch wäre) und der Seiterjöchl verläuft ja ohne auf der anderen Seite, als auf dem Foto weiter rechts und ist somit komplett verdeckt.

Ok, danke, ich habe letztens vor Ort viele Spuren am Seiterkar gesehen, die von links oben kamen (aus dem Lift aus gesehen). Die können dann ja nur von der Schwarzen Schneid runtergefahren sein. Ich hatte mich gewundert, ob man das als offizielle Skiroute ausweisen könnte. Auf dem Bild sieht das jetzt doch weiter aus als ich dachte. Vor allem geht es wohl auch nur durch die eine schmale Rinne links unten an dem Schneefeld. Kann man das trotzdem bedenkenlos fahren, wenn man solche Abschnitte beherrscht? Oder ist das dort vergletschert und es besteht die Gefahre von Spalten?


Das als Skiroute ist nicht zu empfehlen. Es ist dort ja ein Gletscher und wie es mit Spalten aussieht weiß ich nicht, aber wenn man links durch die Rinne fährt ist es doch für den "normalen" Skifahrer, die sich dann ja auch auf den Routen tümmeln, mit Sicherheit zu steil!
 
Hier geht es um "Neues aus Sölden".
Nicht um irgendwelche Abfahrtsvarianten!
 
Werna76 schrieb:
lanschi schrieb:
Vielleicht kann uns werna76 ja ein paar betriebswirtschaftliche Daten zu den Bergbahnunternehmen in Sölden organisieren, wäre sicher interessant. :wink:

Pfuuuuh das ist kompliziert bei denen, ziemlich verschachtelte Geschichte. Da gibts mehrere Gesellschaften:
Ötztaler Gletscherbahn GmbH
Ötztaler Gletscherbahn GmbH&Co KG
Ötztaler Gletscherbahn Beteiligungsverwaltungs GmbH
Bergbahnen Sölden Beteiligungs GmbH
BBS Beteiligungs GmbH
Skiliftgesellschaft Sölden-Hochsölden GmbH
Skiliftgesellschaft Sölden-Hochsölden GmbH&Co KG
Schilifte Gampe, Ötztaler Gletscherbahn KG

Alle sind kreuz und quer untereinander beteiligt. :gruebel:
Dazu stecken dann noch gewisse Vermögensteile in div. Privatstiftungen... :roll:

Ich habs kurz versucht, muss aber vor der undurchsichtigen Beteiligungsstruktur kapitulieren und kann in diesem Fall keine (fundierte) Aussage über den operativen Bereich machen. Ich hab nen Verdacht, das ist aber fast nur reine Vermutung.

Eines kann ich aber mit Sicherheit sagen. Aufgrund der Höhe der Bankverbindlichkeiten sind die Geschäftsführer dort sicher nicht mehr alleine Herr im eigenen Haus.
 
Hohe Bankverbindlichkeiten können auch die Ursache sein, warum einen nicht unbedingt betriebsnotwendigen Lift abbaut und verkauft (-> dadurch eventuell Möglichkeit zur Reduzierung der Bankverbindlichkeiten) und dadurch erfolgt eine Reduzierung/Senkung der laufenden Betriebskosten.
 
Höhe der Bankverbindlichkeiten haben nicht unbedingt was zu sagen. Wenn Du Dir ein Haus auf Kredit kaufst, bist Du doch wohl auch noch immer Herr im eigenen Haus, oder? Wichtig ist nur der Cash Flow und solange der da ist, hat die Bank gar nix zu sagen und wenn ich mir die Massen in Sölden anschaue und mit dem Kartenpreis multipliziere dann ist der definitiv da.
 
Na ja, das sehe ich ein bißchen anders, denn entscheidend ist die aus dem Cashflow resultierende Kapitaldienstfähigkeit und damit verbunden die (theoretische) Entschuldungsdauer/-kapazität und das ist dann ein bißchen komplexer als eine klassische Einfamilienhausfinanzierung. Sorry, für das Off-Topic.

Aber aufgrund des Überfliegens der verfügbaren Zahlen macht der Abbau des Lifts aus meiner Sicht betriebswirtschaftlich durchaus Sinn, auch wenn ich persönlich ihn lieber behalten würden.
 
Geb ich Dir natürlich recht. Wollt es nicht zu kompliziert machen und ein einfaches Beispiel bringen. Seis drum, ich wollt damit nur ausdrücken, dass so ein großes Unternehmen (oder von mir aus zig kleinere mit gegenseitigen Verflechtungen) sich sicherlich von keiner Bank was sagen lassen wird, schon allein, weil x andere Banken sich alle 10 Finger abschlecken würden, wenn sie den nächsten Lift finanzieren dürften.

Das mit dem Abbau wird schon eine Reduktion an Fixkosten bringen, aber meiner Meinung nach sind das nur Peanuts bei den Größenverhältnissen.. Möglicherweise doch schon Vorbereitung auf was Neues?

Sorry auch für das OT.
 
Hm, ich weiß nicht, ob angesichst der Verschuldung und der Komplexität andere Banken wirklich Schlange stehen. Für Bergbahnfinanzierungen braucht man schon ein spazielles Knowhow. Welches sind denn die nächsten wirklich konkret anstehenden Bauvorhaben der Bergbahnen?
 
Man wollte doch nach Hochsölden rauf was machen?
 
Mhh... derzeit sind mehrere Projekte in Planung. Der Lift nach Hochsölden ist jedoch nichtmehr notwendig, da die Strasse eh immer freigehalten werden kann. Ausserdem müsste dafür evtl. erst die Ortsumfahrung stehen.

3S-Tiefenbach, KSB Tiefenbach etc. ist auch erst notwending, wenns Pitztal endlich die Fernerkogelbahn fix geplant hat.
 
Glaub dass Richie bezüglich Liftabbau Recht hat. In den div. Bilanzen stehen immer wieder so Sätze wie "Kostenstruktur optimieren" oder "Kosteneinsparungspotenzial nutzen", das würd dann schon zum Liftabbau passen.

OT:
@Mexico: Möchte ein Finanzierungsvorhaben mal etwas überspitzt darstellen:
Vor 5 Jahren:
Hat der Geschäftsführer bei der Bank angerufen: "Du wir baun nen neuen Lift. Brauchen 10 Mio". 20 Minuten später Rückruf der Bank: "OK, wenns Kostenüberschreitungen gibt finanzieren wir auch 12 Mio, bauts was schönes."

Gleiche Situation heute:
Geschäftsführer+Unternehmensberater+Steuerberater müssen zum Hauptsitz der finanzierenden Bank fahren. Sitzt an einem Tisch mit 2-5 Kundenbetreuern, Risikomanagern, Treasury-Menschen und nem Vorstand. Nach 2-4 Wochen wird dem Geschäftsführer dann die Entscheidung mitgeteilt: "OK, wir finanzieren 5-7 Mio, den Rest müssts schon selber aufbringen".
(Siehe dazu auch heutige Meldungen über die Hypo Tirol...)
 
Ja gut, aber unter dem Aspekt der Kosteneinsparungen könnte man überall beginnen, (fast) parallel verlaufende Anlagen abzubauen und zu veräußern; nur mehr die halben Pistenbreiten täglich zu präparieren, Lifte nur mehr dann zu öffnen wenn auch eine bestimmte Anzahl an Gästen im Gebiet ist und so weiter.

Ich glaube aber, dass man aber gerade als Gast eines Premium-Skigebietes (und als solches definiert sich Sölden ja) erwarten darf, dass das Angebot nicht aus betriebswirtschaftlichen Gründen verkleinert wird. Legt man jede einzelne Anlage als Profit Center aus, so gibt es in Sölden vermutlich noch 5 Lifte, die man ersatzlos abbauen könnte (DSB Mittelstation, 6KSB Stabele, SL Gaislachalm, 4KSB Rettenbachjoch, evtl. sogar DSB Gratl,...).

Einsparungen, welche der Kunde direkt mitbekommt sind aus meiner Sicht nicht zu begrüßen, vor allem wenn das Unternehmen so gut dasteht (=Mutmaßung). Wenn eine Fluglinie den Bordservice kürzt, schreit man auch - führt sie jedoch im Hintergrund Einsparungsmaßnahmen durch, so merkt dies der Kunde aber nicht.

Ich gebe aber zu, dass ein Abbau der 4KSB Gampe wohl kaum einen "normalen" Sölden-Gast ernsthaft interessieren wird.
 
Hallo,

wir waren am 06.04.2012 in Sölden.
Ich wollte nur mal 3 Bilder zeigen wie es am 4er Seekogel aussieht wenn die Piste 30 durch Rettenbachtal geschlossen ist.
Ich bin Offpist durchs Rettenbachtal gefahren, eine Bekannte stand am Seekogel 1h an. Viele der annderen Gäste liefen die Piste nach oben zur Rotkoglhütte :nichtzufassen:
Ich habs aus dem Langegglift gesehen. Einfach unglaublich. Selbst wenn ich 2h warten müsste wäre ich da nicht hochgelaufen.

Gruss Oliver
 

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Könnte man die KSB Gampe nicht versetzten. Eventuell als parralell Anlage am Seekogel die dann an solchen Tagen als Verstärker läuft???
 
:loldev: hatte eben am untenen Bildrand die Sölden Werbung mit dem Slogan "Sölden - you get what you want"
 
s.oliver78 schrieb:
Hallo,

wir waren am 06.04.2012 in Sölden.
Ich wollte nur mal 3 Bilder zeigen wie es am 4er Seekogel aussieht wenn die Piste 30 durch Rettenbachtal geschlossen ist.
Ich bin Offpist durchs Rettenbachtal gefahren, eine Bekannte stand am Seekogel 1h an. Viele der annderen Gäste liefen die Piste nach oben zur Rotkoglhütte :nichtzufassen:
Ich habs aus dem Langegglift gesehen. Einfach unglaublich. Selbst wenn ich 2h warten müsste wäre ich da nicht hochgelaufen.

Gruss Oliver

8O 8O 8O
krass
Wieviel Uhr war das denn?
Wenns gegen Betriebschluß zugeht, lassen sie denn wenigstens die Gigijochbahnen auf bis alle runter sind vom Berg?
 
Das müsste gegen 15:30Uhr gewesen sein.
Ja klar sie die Giggijochbahn offen bis alle vom Berg unten sind.

Es wurde auch am Gletscher sehr oft durchgesagt das die Piste 30 gesperrt ist und man frühzeitig zurück ins Skigebiet wechseln soll. Die Leute haben halt bis zum Schluß gewartet und dann anstehen müssen.
 
Das ist ja nicht gerade Werbung für Sölden, allerdings ist die Talabfahrt ja während der Hochsaison normalerweise nicht so oft geschlossen. Und dieser Engpaß kann bzw. wird (falls gebaut wird) ja auch den neuen Zubringer auf den Gletscher entschärft werden.
 
Richie schrieb:
Das ist ja nicht gerade Werbung für Sölden, allerdings ist die Talabfahrt ja während der Hochsaison normalerweise nicht so oft geschlossen. Und dieser Engpaß kann bzw. wird (falls gebaut wird) ja auch den neuen Zubringer auf den Gletscher entschärft werden.

Das war das erste Mal das die Abfahrt geschlossen hatte seit ich nach Sölden fahre und das sind jetzt auch schon mindestens 15Jahre!
Also sollte die neue Bahn gebaut werden, würde sie diesen Enpass auf alle Fälle entschärfen. Aber wie gesagt, normalerweise ist die Piste so gut wie immer geöffnet.
Die Leute hätten ja auch fürher rüber fahren können. Durchsagen gab es genügend!!
 
Wg. dem neuen Zubringer vom Gletscher: Ich habe von mehreren Liftlern (damals, als ich das Gargagieren gefilmt habe) gehört, dass zum Rettenbachferner weitergebaut werden soll. Einer davon meinte auch, es war ein Grund für den Neubau der 2. Sektion als TGD - der Ausbau mit mehr Kabinen ist genau dann geplant. - Die Ausbaumöglichkeit soll ein weiterer Grund für den Neubau gewesen sein.

Ich finde es schade, dass man die Gampebahn abbaut - technisch ein Schmankerl, Förderleistung nie ausgenutzt - nie Schlangen - ...
Die Lifte, die man als erstes ersetzen sollte, sind, finde ich, der Wasserkar und der Gratl. Schöne Pisten, aber nicht so toll bei der Bergfahrt. Vor allem Wasserkar - sehr steile Piste und Anbindung an die Heidebahn und den Gaislachalmlift.
 
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