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Neues in Sölden

Kurz ein paar Sachen, die mir vor Ort aufgefallen sind:

- Sl Karleskogel: Also die Trasse ist dermassen weggeschmolzen und hängt extrem in den Auslauf des Fernerkogels, dass hier IMO nur noch eine Brücke zur Nutzung von der Talstation an hilft.
- Restaurant Gaislakogel hab och vom Tal her nichtmehr erkennen können. Evtl. ist das schon komplett geschliffen
- Krater Gletscherstütze Schwarze Schneid: Der ist dieses Jahr massivst Richtung Rettenbach Steilhang gewandert. Mind. den halben Umfang des Kraters wenn nich den Ganzen. Somit ist die Verbindung von der Piste zur Mittelstation der EUB nur noch knapp 2 Pistenwalzenspuren breit. Noch so ein Sommer wie diesen und man muss bergauf zur Mittelstation. In 2-3 Jahren muss sich Sölden auch hier was einfallen lassen. Evtl. Ne Rolltreppe vom UG der Station zum Einsstieg
- Rettenbach Steilhang ist aber wie eh und je und nicht recht viel steiler wie letztes Jahr.

Edit: Achja. Die Leere Pension neben der Einfahrt zur Giggijochtalstation von der Bundesstrasse her wird derzeit ausgeräumt und am Gaislachkogel Parkhaus wird auch etwas gebaggert. Erste Anzeichen für die Ortsumfahrung?
 
Af schrieb:
Kurz ein paar Sachen, die mir vor Ort aufgefallen sind:

- Krater Gletscherstütze Schwarze Schneid: Der ist dieses Jahr massivst Richtung Rettenbach Steilhang gewandert. Mind. den halben Umfang des Kraters wenn nich den Ganzen. Somit ist die Verbindung von der Piste zur Mittelstation der EUB nur noch knapp 2 Pistenwalzenspuren breit. Noch so ein Sommer wie diesen und man muss bergauf zur Mittelstation. In 2-3 Jahren muss sich Sölden auch hier was einfallen lassen. Evtl. Ne Rolltreppe vom UG der Station zum Einsstieg

Die mittelfristigen Auswirkungen der beheizten Gletscherstütze sind wahrlich erschütternd. Man muss kein Umweltaktivist sein, um hier mit dem Kopf zu schütteln...
soelden-stuetze.jpg


Rettenbachsteilhang: Der kann auch nicht mehr wirklich viel steiler werden, das bisschen Restgletscher hat längst die Steilheit des Untergrundes angenommen.
 
Warum hat man überhaupt eine beheizbare Gletscherstütze gebaut?
 
sonst würde wohl der fließende Gletscher die Sütze zerstören mit seinen Massen. Aber ich frag mich auch wieso man hier keine andere Lösung finden konnte z.B. eine 3S Bahn ohne Sütze oder das ganze so weit nach rechts verschieben damit es auf dem Felsen steht?
 
Nochmal kurz, weils anscheinend noch nicht angekommen ist:

Beheizt sind an der Stütze nur die Stahlkanten vorne. Und an die ist der Gletscher seit dem Bau nie mehr auch nur annähernd rangekommen. Allerdings wurde eben ein Loch für die Stütze gebuddelt und dieses wird Aufgrund der Sonneneinstrahlung grösser zum Krater. Dieser wandert eben mit der Fliesrichtung. Gleichzeitig ist eben auch massivst ringsrum abgeschmolzen (SLTrasse, Steilhang, Steilstück, aber auch Tiefenbach, Seiterjöchl und am Ausstieg vom SLt Karleskogel).

Alles zusammen ergibt das Problem, welches beim Bau entweder nicht erkannt oder halt unterschätzt wurde.

@ Andere Bahn: Ohne Stütze ging nicht und warum eine 2S oder 3S bauen, wenns mit einer EUB auch geht?
 
Af schrieb:
Beheizt sind an der Stütze nur die Stahlkanten vorne. Und an die ist der Gletscher seit dem Bau nie mehr auch nur annähernd rangekommen. Allerdings wurde eben ein Loch für die Stütze gebuddelt und dieses wird Aufgrund der Sonneneinstrahlung grösser zum Krater. Dieser wandert eben mit der Fliesrichtung. Gleichzeitig ist eben auch massivst ringsrum abgeschmolzen (SLTrasse, Steilhang, Steilstück, aber auch Tiefenbach, Seiterjöchl und am Ausstieg vom SLt Karleskogel).

Danke für die Aufklärung. So hatte ich es auch in Erinnerung. Aber könnte man dann nicht einfach die inneren Wände des "Loches" mit Planen abdecken, oder macht man das schon? Das scheint doch zumindest am Brunnekogelschlepplift am Pitztaler zu funktionieren. Die Trasse des Schleppliftes scheint sich dort trotz südausrichtung ganz gut zu halten. Dort sind die "Südwände" permanent vermattet. An der Schwarzenschneide ist das Loch vor allem nördlich und westlich ausgerichtet.
3431373133363462.jpg

Damit könnte man dann zumindest verhindern, dass sich die Sonne seitlich in den Gletscher frisst.
 
Soweit ich weiß wurde da noch nicht vermattet. Hätte man vielleicht machen sollen.
Und ja ich denke man hat das mit dem Ausbaggern unterschätzt.
 
Af schrieb:
Nochmal kurz, weils anscheinend noch nicht angekommen ist:

Beheizt sind an der Stütze nur die Stahlkanten vorne. Und an die ist der Gletscher seit dem Bau nie mehr auch nur annähernd rangekommen. Allerdings wurde eben ein Loch für die Stütze gebuddelt und dieses wird Aufgrund der Sonneneinstrahlung grösser zum Krater. Dieser wandert eben mit der Fliesrichtung. Gleichzeitig ist eben auch massivst ringsrum abgeschmolzen (SLTrasse, Steilhang, Steilstück, aber auch Tiefenbach, Seiterjöchl und am Ausstieg vom SLt Karleskogel).

Alles zusammen ergibt das Problem, welches beim Bau entweder nicht erkannt oder halt unterschätzt wurde.

@ Andere Bahn: Ohne Stütze ging nicht und warum eine 2S oder 3S bauen, wenns mit einer EUB auch geht?
Man hätte eventuell auch Gletscherstützen à la Stubaigletscher bauen können... Dass man das nicht voraussehen konnte, kann ich kaum glauben. Ist doch ziemlich naheliegend dass sowas passiert, wenn man so ein Loch gräbt.
 
Sicher nicht. Wegen der Fließgeschwindigkeit vom Gletscher.

Denn die jetzige Stütze als Gletscherstütze einfach ausführen, ist nicht möglich.
Und mit mehreren kleinen. Wie willst Du an der Felswand nach oben kommen?
Denke mal nicht das man einen harten Niederhalter auf einem Gletscher sicher verankern kann.


Aber das alles wissen Seilbahnplaner viel besser.
 
Ram-Brand schrieb:
Sicher nicht. Wegen der Fließgeschwindigkeit vom Gletscher.

Denn die jetzige Stütze als Gletscherstütze einfach ausführen, ist nicht möglich.
Und mit mehreren kleinen. Wie willst Du an der Felswand nach oben kommen?
Denke mal nicht das man einen harten Niederhalter auf einem Gletscher sicher verankern kann.


Aber das alles wissen Seilbahnplaner viel besser.
So viel anders ist die Schaufeljochbahn auch nicht... Aber ja, das wissen andere besser. Nur falls sie nicht geahnt haben, dass so ein Loch entstehen muss, dann wundere ich mich dennoch.
 
Absolute Fehlplanung!
Irgendwann wird das Loch den oberen Gletscher vom Rest abtrennen! Ein sauberes Eigentor. Aber dagegen machen sie ja nix. Vermatten wäre eine Möglichkeit, aber das wollen sie anscheinend auch nicht.
 
Die Steilstufe trennt sich eh die nächsten Jahr ab. Auch ohne wandernden Krater.

Naja, es gibt noch die Möglichkeit das Loch mit Schnee zuzuschieben/kleiner zu machen. Dazu müsstens aber ein paar Schneekanonen Richtung des Kraters richten.
 
Klassisches Eigentor! Die bergseitig begehbaren Heizkeile incl. Drucksensoren am Fundament hätte man sich sparen können. Rausgeschmissenes Geld! Gab doch damals sowieso Stress mit den Pitztalern da der Aushub für das Fundament auf die Pitztaler Seite geschüttet wurde. Da wollte wohl einer ins Guiness Buch der Rekorde, so nach dem Motto wer hat den höchsten Steinbruch in Europa. Der Steinabtrag war wie für Sölden bekannt gigantisch!

Rettenbachjoch%20Vor%20dem%20Umbau%2024.01.2002.JPG


Bild vom 24.01.2002 :roll:
 
Das ist der Schlepplift Schwarze-Schneid, der durch die 8-MGD ersetzt wurde.
 
Man sieht übrogens das Fundament der ehemaligen Bergstation noch im Fels. Mindestens 30m über dem Schnee. Soweit ich mich noch erinnern kann, war damals der Höhenunterschied gering...
 
In der FAS von Heute steht ein längerer Artikel ("Über Höhen") über Pitztal, Ötztal und Kaunertal. Ist allerdings noch nicht online.
Zur Verbindung Sölden - Pitztal steht da:
FAS 13.01.2013 schrieb:
...Falkner (Geschäftsführer der Geltscherbahn Sölden) möchte nichts genaues zum Skiverbund mit dem Pitztal sagen. Erst spät am Abend ,..., deutet er an, dass es eigentlich nur noch um die Aufteilung der Kosten ginge, rund 60 Millionen Euro. ...

Achja, weiteres Zitat: "...Sölden, einem der hässlichsten Orte Tirols..." :wink:
 
Hallo Söldenfans,
dieses Bericht ist mein erste, so ich werde mich kurz vorstellen: ich bin Sander, ich bin 14 Jahre alt und komme aus den Niederlanden. Ich komme schon 11 Jahre im Sölden und da fahre ich immer Ski. Ich gehe aufs Gymnasium, in die 3. Klasse (im Deutschland wäre das die 10. Klasse) und ich studiere warscheinlich Medizin nach das Gymnasium.
Um wieder ontopic zu gehen: gibt's noch etwas neues über Sölden? Ich bin zwei woche her da gewesen und das Gaislachkogl-restaurant ist abgebaut. Auf Pistenpläner stehen wenige Informationen über das neue restaurant: es wird nächstes Herbst fertig sein.
Auch villeicht interessant: hinter die Gaislachkoglbahn steht eine Maqutte von das Skigebiet, und da stehen Pläner über eine Zusammenschluss Ötztal-Pitztal und eine neue Bahn von die Gaislachkogl zu die Tiefenbach.

Mit freundliche Grüsse,
Sander
 
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