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Neues in Sölden

lanschi schrieb:
Aber eine 3S alleine wird den Ansturm - und soweit lehne ich mich jetzt mal aus dem Fenster - meiner Meinung nach nicht bewältigen können.

da geb ich dir vollkommen recht! deswegen duerfte dann die zukuenftige 8MGD an herbsttage auch nur max. 2600p/h leisten, sonst gibts an der mittelstation chaos.... aber ich sehe das problem nicht so dramatisch, denn spaetestens wenn die schlange im tal bis vor die tuere geht wird jeder mit dem auto hochfahren! abends zur talfahrt sieht die sache IMHO wesentlich kritischer aus..... aber ob jetzt stau auf der strasse oder anstehen an der seilbahn! der zeitverlust wird sich nicht aendern, nur der ort an dem gewartet werden muss verschiebt sich! und da sitzt man doch lieber in seinem audi, hoert ne schoene musik und blaesst nebenbei ganz unauffällig ein bisschen CO² in die luft.... :wink:

aber wir werden schon sehen was passiert.... jetzt sollens sich erstmal mit den pitztalern connectieren... 8)
 
Also ich stimme dem auch zu. 2600Per/Std. sind für den Herbstskilauf zu wenig. Über die Idee mit der Straße kann ich nur sagen: Ich finde das nicht mehr zeitgemäß und bei den Spritpreisen - gut in Österreich ist es billiger als in Norddeutschland - würde ich, wenn ich wählen könnte die Gondel nehmen. Hinzu kommen Staus, unterschiedliche Fahrverhalten und damit einhergehnd auch ein angespanntes Klima. Aber da kann man natürlich geteilter Meinung sein.
Lanschis These, ein weiterer Zubringer, "Zentrumsbahn" in Anbindung an die Golden Gate Lifte, halte ich, in Kombination mit der 3S Bahn zum Tienfenachferner, für möglich. Dann wären beide Gletscherteile per Lift aus dem Tal erreichbar und 2600Per./Std. für EINEN Gletscherteil wären durchaus ok. Allerdings wäre die Variante mit "Golden Gat", bedingt durch die Häufigkeit des Umsteigens, doch ziemlich kompliziert.
Nach den Argumenten die hier vorgetragen sind, bin ich weder von dem einen, noch von dem anderen 100% überzeugt. Da steh ich nun, ich armer Thor, und bin so klug als wie zuvor.
 
Ein weiteres Problem sehe ich mit den Parkplätzen. Oben an den Gletschern sind große Parkmöglichkeiten vorhanden, unten an der Gaislachkoglbahn zwar auch fast 1000 (siehe Anhang), aber das ist nur halb so viel wie es an den Gletschern oben hat.
soelden_parken.gif
(Quelle: www.soelden.com)
Was ich mir eher vorstellen könnte dass diejenigen, die direkt in Sölden übernachten die Bahn nehmen werden und diejeningen, die eh mit dem Auto kommen, dann gleich weiter rauf fahren.
 
kaldini schrieb:
Was ich mir eher vorstellen könnte dass diejenigen, die direkt in Sölden übernachten die Bahn nehmen werden und diejeningen, die eh mit dem Auto kommen, dann gleich weiter rauf fahren.
Sehe ich auch so. Was da noch was bringt wäre ein Ortsbus der auf der Anderen Seite des Flusses die Leute einsammelt und sie an der Giggijoch-Bahn oder am der Geislachkogel-Bahn ablädt.
Parkplatze. Sind das die Zahlen für den Winter oder Sommer? Im Winter sind nämlich ein Teil der Parkplätze am Rettenbach geschlossen.
Eine Bahn bis hinter halte ich nicht für verkehrt. Die Strasse hat zum Teil bis zu 15% Steigung. Und dann gibt es da Fahrer mit so dicken Deutschen Schlitten wo nicht schnell genug oben sind und Strasse zur Rennstrecke machen. :stupid: :stupid:
 
kaldini schrieb:
Parkplatze. Sind das die Zahlen für den Winter oder Sommer? Im Winter sind nämlich ein Teil der Parkplätze am Rettenbach geschlossen.
Im Winter ist die Gletscherstrasse gesperrt vom Dezember bis mitte Märtz oder so, nur Skibusse sind erlaubt.
 
Spinnen wir die These zweier Zubringer mal weiter.

Wenn die Zentrumsbahn eines Tages - und davon gehe ich ehrlich gesagt schon aus - mal gebaut wird, und man diese bis in den Bereich BST Langegg 6er führt, dann muss man gar nicht mehr so oft umsteigen:

Zentrumsbahn -> Abfahrt zur 4SK Einzeiger -> 4SK Einzeiger -> 8EUB Gletscherexpress. Dann ist man am Gletscher, also 2x umsteigen - das hat man auch in allen anderen Gletscherskigebieten!

Im Vergleich zur Variante über den Gaislachkogel ist´s wohl auch nicht länger: 8EUB Gaislachkogel -> 3S Gaislachkogel -> Verbindungsbahn Tiefenbachferner.

Wenn man das wirklich so macht, muss allerdings meiner Meinung nach wirklich eine Möglichkeit bestehen, um nur 2 Abfahrten beschneien zu müssen - nämlich jene an der 4SB Seekogl und jene an der 4SK Einzeiger. Eine Abfahrt bis zum Giggijoch halte ich - bspw. beim Weltcup-Wochenende - nicht jedes Jahr für möglich. In der Höhenlage der beiden angesprochenen Bahnen müsste man das hingegen schon hinkriegen - die Abfahrt zum Alpincenter am Kitzsteinhorn geht mit deutlich (!!) schwächerer Beschneiungsanlage zu diesem Zeitpunkt fast jedes Jahr, und liegt in der gleichen Höhenlage.

Für dieses Szenario fehlen im Moment allerdings noch 2 Bahnen, von denen zumindest eine auf absehbare Zeit wohl nicht kommen wird...
 
Lass mich mal eine andere Variante ausgraben die wir schon mal diskutiert haben. Wie wäre es denn mit einer direkten Bahn auf den Rettenbach aus dem Ort mit Mittelstation bei den Talstationen der 6er KSBs Langegg und Stabele. Bisher sind wir immer davon ausgegangen, dass eine solche Bahn die Straße nicht ersetzen kann von der Leitungsfähigkeit her, aber mit den zusätzlichen 2600 Pers/h am Gaislachkogel sollte es reichen. Selbst wenn man eine durchschnittliche Besetzung der PKWs mit 5 Personen und der Busse mit 50 Personen annimmt, was natürlich viel zu hoch ist, komm man auf ca. 12000 bis 13000 Personen die sich oben aufhalten. Natürlich fehlt da noch der Schibus, aber den kann man getrost vergessen, weil ich bei den PKWs schon mit deutlich zu viel rechne. Wenn man jetzt zwei Stunden als Abreisezeitraum Abends ansetzt kommt man drauf, dass man eine Bahn mit ca. 4000 Pers/h bräuchte. Das ist zwar viel, aber mit dem 3S System absolut machbar. Wenn man jetzt realistischere Auslastungen für die PKWs annimmt, dann kommt man mit dieser zweiten Bahn in durchaus normale Kapazitätsbereiche. Einzig beim Weltcup könnte es dann Eng werden, aber für das ein Wochenende kann man die Straße ja räumen und danach zu schneien lassen.
Natürlich wäre das teurer als lanschis Vorschlag, aber dafür hätte es eben auch seine Vorteile. Die Versorgung des Restaurants am Rettenbach wäre einfacher, und man würde sich die Beschneiung der Abfahrten am Einzeiger und Seekogl sparen. Auch für Fußgänger wäre diese Lösung besser, wobei ich zugegebenermaßen nicht weiß ob überhaupt viele Fußgänger da hoch fahren.
 
Das gesamte Rettenbachtal ist Lawinengebiet.
dort eine Bahn lang zu bauen ist sicherlich nicht ratsam.

Außerdem ist die Strecke extrem lang.
 
Interessante Diskussion! Ich hatte mich in früheren Jahren immer skeptisch zu einer möglichen Verbindungsbahn Gaislachkogel-Tiefenbachferner geäußert. Die gewagten Trassierungen der letzten Jahre (3S in Kitzbühel, Whistler) haben da aber auch ein Umdenken bewirkt. Laut Google-Earth liegen zwischen Gaislachkogel-Gipfel und Parkplatz Tiefenbachferner etwa 2,8 km Luftlinie. Die Trasse würde südlich des Grats verlaufen über zwei kleinere Seitenkämme auf denen Stützen platziert werden könnten.

Bei 12,2 min Fahrzeit mit den beiden neuen Gaislachkogelbahnen (plus 0,8 min optimistisch fürs Umsteigen in der Mittelstation = 13) und 2800 m Streckenlänge geteilt durch 6 m/s ergäbe 7,8 min Fahrtzeit für die Verbindungsbahn. Macht in Summe nur knappe 21 min reine Fahrzeit von Sölden bis Tiefenbachferner, die hat man in den anderen Gletscherskigebieten in etwa auch. Und mit der Gletscherstraße bis zum Tiefenbachferner braucht man diese Zeit doch auch, oder? (mir fehlt es hier an eigener Erfahrung)
Dazu würde die Verbindungsbahn auch beeindruckende Panoramen eröffnen, führt sie doch von einem exponierten Gipfel mit 3060 m hinunter auf 2800 m.
Ich halte diese Variante nun tatsächlich für sinnvoller oder realistischer als die lange von mir favorisierte Direktanbindung des Tiefenbachferners vom Venter Tal aus.
 
Das Ganze ist ja auch insofern mittlerweile realistisch geworden, da man - vorausgesetzt, eine etwaige Tiefenbachferner-Verbindungsbahn würde ebenfalls als 3S ausgeführt werden - eine wetterunabhängige Entleerungsmöglichkeit für den Gletscher hätte.

Frage: Wie sieht´s denn diesbezüglich am Golden Gate aus? Gibt´s da manchmal Windprobleme (insbesonders gefährdet ist vermutlich nur die 8EUB Gletscherexpress)? Kann man hier von einer sicheren Evakuierungsmöglichkeit des Gletschers ausgehen?

Interessant übrigens, dass wir diese Diskussion erst führen, seit bekannt ist, dass die neue 3S vorerst nur 1400 P/h haben wird. :wink:
 
Na ist ja auch logisch. Eine fast 100%ige Reserve für einen Gipfel an dem man eigentlich keine neuen Abfahrten bauen kann ist schon etwas ungewöhnlich.
 
lanschi schrieb:
eine wetterunabhängige Entleerungsmöglichkeit für den Gletscher hätte.
Was heisst hier wetterunabhängig? Die 3S in Saas Fee darf bis 80Km/h Wind betrieben werden. Ob das auf die Neuen 3S auch zutrifft weis ich nicht. Es gibt PB die bis 100Km/h Laufen. Generell ist das mit dem Wind auch Situation abhängig. Von wo weht der Wind und sind die Masten und die Stationen besonders Exponiert oder nicht.
 
Ich denke, dass das Thema "Entleerung des Gletschers" in diesem Falle nicht zu hoch gehängt werden sollte.

Fasse ich die Ideen der Beiträge zusammen, ist fest zu halten, dass auf die Gletscherstraße in keinem Szenario komplett verzichtet werden kann.
Und selbst wenn: Die BB Sölden nutzen diese zur Versorgung der nicht gerade unmaßgeblichen Einrichtungen - ergo wird diese auch weiterhin im Winter für geeignete Fahrzeuge nutzbar bleiben (Lawinengefahr außen vor).
Daher gibt es / wird es auch weiterhin eine Option der Entleerung des Gletschers geben, die nicht auf Seilbahnen angewiesen ist. Und dies ist eine Andersstellung dieses Gebietes im Vergleich zu Stubai, Pitz, Tux oder Kitz. Die Abhängigkeit von den Seilbahnen wird niemals derart hoch sein und kann es auch nicht, wenn das Event-Programm in selber Weise gepfelgt werden soll.

Hierfür gibt es zahlreiche Argumente:
- Die Straße ist eine Attraktion für den Sommer
- Golden Gate ist in den Saison-Randbereichen kritisch
- Pitztal-Verbindung ist nachwievor waage, und selbst wenn realisisert kommen die Frequenzen dem "falschen" Tale zu gute
- Veranstaltungen sind "schwer" und "groß"

--> Exkurs: Hier könnte zurecht eingeworfen werden, dass Alp Trida auch ohne Straße auskommt (ist das für die großen Konzerte so?).
Ich kann es nicht beurteilen, ob das Material für die Ischgl'er Sausen von Bullies hochgezogen wird, ob es eingeflogen wird oder ob es per Seilbahn hoch kommt. Meine Erfahrug mit der Veranstaltungstechnik, mit der Fernsehtechnik und anderem sagt mir aber, dass es nicht einfach und nicht billig ist.
Eine Straße "räumen zu können" ist dagegen eine wunderbare Option, die einem extreme Flexibilität gibt. Ein Fernseh-Übertragungswagen wiegt mal leicht seine 20t, das gesamte Außen-Übertragungs-Equipment kommt auch auf diverse Tonnen, ein Redaktions- und Moderations-Container-Dorf hat auch sein Gewicht - vom Volumina erst garnicht zu sprechen. Zielankunft der verschiedenen Radtouren gibt einen interessanten PR-Effekt - ohne die Straße nicht zu denken. Aber auch hierfür muss sie entsprechend gepflegt werden. Warum also nicht lang in den Winter hinein und schon wieder früh an seinem Ende nutzen?
Bühnen, Boxen und der gleichen haben auch gewisse Gewichte und Maße. Diese gehen eigentlich in keine Umlaufbahn hinein. Standard-Trussing-Elemente haben 5m Länge oder sogar 10m, Boxen wiegen mal locker 100kg/Stück, Mischpulte können ohne weiteres 3,5m breit sein, Cases für Scheinwerfer 2,5m, Motorlifte für Hängeelemte 300kg haben, Gerüstbauelemente 3m aufweisen, etc.
Das sind teils Einzelgewichte, die eine Umlaufbahn locker schafft, aber die Maße und das Bewegen der Sachen zwischen den Stationen wird schwer. Hier haben Pendelbahnen mit ihren großen Kabinen und den Ruhephasen definitiv Vorteile. Oder eben LKWs, aus denen denn mit Hubbühne oder Stapler entladen wird.
-> Exkurs Ende

- Sport Riml hat einer der großen Service-Maschinen dort oben
- Die Lawinen-Situation hat man inzwischen recht gut in Griff -> Sprenganlage und Helis
- Muss auch so sein, da die Piste durchs Rettenbachtal wohl recht gut angenommen wird (Quelle: Am Gletscher arbeitender Einheimischer)
- Zudem liegt die Straße auf der früh ausapernden Südseite
- die Restaurationsbetriebe verbrauchen derart viel, dass Paletten hochgekarrt werden müssen (Quelle: wie oben) -> wie soll das mit EUBs in der Kette funktionieren ohne erhöhten Personalaufwand?
- Sölden liegt im Einzugsgebiet des Voralpenlandes. Es gibt daher sehr viele Tagestouristen in der Vor- und Spätsaison - die sich gerade auf Grund der Straße für Sölden entscheiden. Die Argumente pro Autoauffahrt wurden vor vielen Seiten schon mal abgewägt. Und selbst wenn es nicht die Tagestouris sind: Ich, als Münchner kann es gut bestätigen, dass man an einem Samstag-Morgen nach Sölden fährt und an einem Sonntag-Abend wieder zurück. "Natürlich" wird das mit dem Auto gemacht - allein schon, weil man sich erst oben an- und umziehen muss.
- Es passieren laut Angabe von Angestellten überpropotional viele (gemessen an der Frequenz) Unfälle auf den Gletschern. Klingt logisch: Höhe, Kälte, Physis der Gäste im Kontext der Klientel und deren Verhaltensweise. Der KRankenwagen ist in ca. 15min nach Alarmierung oben (selber erlebt vor etwas über einem Jahr) und die Bahre passt definitiv bequemer rein als in eine Umlaufbahn.

Auch wenn das alles so klingen mag, als ob ich gegen eine Lifterschließung wäre, muss ich sagen, dass ich diese befürworte.
Ich sehe eben auch genug Agumente, warum die Straße weiter im Winter geräumt wird - die Kosten dafür sind recht überschaubar in Anbetracht der logistischen Vorteilen.

Zudem, ganz egoistisch, muss ich gestehen, dass mich lehre Bergstraßen immer freuen!
Ja - ich mag diese Straßen, ja - ich habe hier Spaß, ja - ich habe auf einer solchen Straße ein paar Kilometer weiter im Westen das Autofahren gelernt, und Ja - Autofahren macht mir richtig Spaß - vorallem schnell und am Limit (wenn niemand gefährdet wird außer mir selbst) und nochmals ja - als autofahr-Einheimischer teile ich die gepflegten Vorurteile gegen jeden Touri und Flachlandtiroler! :wink: :mrgreen: Und nein - es ist nicht willkürlich: Fahrsicherheitstrainings inkl. Driften auf Eis und Schnee finden jährlich statt und machen einfach nur Spaß und werden auch im Sommer regelmäßig besucht für das Asphalthandling!

*nichtganzernstgemeintaberdennocheinwichtigerspaßfaktorfürmich*
Deswegen allein sollweiterhin die Auffahrt zum Gletscher mit dem Auto möglich sein:
Es macht Spaaaaßßßßßß!!!!!
-
 
Ja die Auffahrt wird auch sicherlich weiterhin möglich sein, auch wenn die 3S Richtung Tiefenbachferner kommt.

Diese Verbindung wird sicherlich nur für den Wintertourismus gebaut.

Ob sich es lohnt die Verbindung auch im Sommer anzubieten, weiß ich nicht.

Und spätestens wenn Revision angesagt ist, wäre die Liftkette auch unterbrochen.
 
Also erschlagt mich wenn ich mich irre, aber wo steht etwas von einer 3S vom Gaislachkogl rüber zum Tiefenbach?? Das ist für mich eine Ente, Utopie, sry. Warum wird hier übersowas 1 Seite über Nacht quasi diskutiert und anderswo wird das sofort im Keim erstickt, auch wenn der Lift 2-3 Jahre danach gebaut wurde ?!
 
peppY schrieb:
Also erschlagt mich wenn ich mich irre, aber wo steht etwas von einer 3S vom Gaislachkogl rüber zum Tiefenbach?? Das ist für mich eine Ente, Utopie, sry. Warum wird hier übersowas 1 Seite über Nacht quasi diskutiert und anderswo wird das sofort im Keim erstickt, auch wenn der Lift 2-3 Jahre danach gebaut wurde ?!

Naja !
Es ist schon ein wesentlich Unterschied, ob ein Thema völlig unmotiviert in eine Diskussion über Phantasieprojekte abdriftet oder aber, so wie hier, ein bekanntes Neubauprojekt mit einer erhebliche Kapazitätsreserve (Anfang: 1400, später 2600) gebaut wird und die damit verbunden Fragen erörtert werden.
 
Ich stelle mir ja schon die ganze Zeit die Frage, wieso - wenn an unserer These was dran sein sollte - man die max. Kapazität "nur" auf 2600 P/h ausgelegt hat, wo doch das 3S-System wesentlich mehr Reserven hätte, die dann auch wirklich auch zu Spitzenzeiten ausreichen würden?
 
lanschi schrieb:
Ich stelle mir ja schon die ganze Zeit die Frage, wieso - wenn an unserer These was dran sein sollte - man die max. Kapazität "nur" auf 2600 P/h ausgelegt hat, wo doch das 3S-System wesentlich mehr Reserven hätte, die dann auch wirklich auch zu Spitzenzeiten ausreichen würden?
Es hat ja wohl keinen Sinn von Anfang an das Ganze so zu konzipieren, wenn man nicht weis, ob es sich
Verbindung überhaupt realisieren lässt. Außerdem hat es sicher Topographische-Gründe warum man nur 2600P/h Maximal hat. Sonst hätte man ja die die aktuelle Bahn nicht so gebaut wie sie ist. Und hätte die geplante 8EUB bis ganz hinauf ziehen können. Darum tippe ich darauf das sie eine Kosten nutzen Rechnung gemacht haben. Rentiert es sich am Anfang die Anlage so zubauen das Man im Endausbau 4000P/h hat oder reichen 2600. Die Frage ist ob sich überhaupt eine Kapazität Erhöhung von 2600 auf 4000 realisieren lässt. Das ist abhängig von den Stützen, dem Antrieb und den Stationen. Und vielleicht ist in ihrer Konzeption auch gar keine Verlängerung der 3S geplant, sondern nur eine PB und da reichen die 2600P/h sicher.
 
Wie schon diskutiert worden ist, benötigt der Gletscher eine lifttechnische direkte Anbindung von Sölden aus. Gerade in der Zeit von Anfang Oktober bis zur Eröffnung des Wintergebietes Ende November wäre dies eine große Komfortverbesserung für die Gäste. Eine tolle Möglichkeit könnte mit der neuen Dorfbahn genutzt werden. Die Dorfbahn könnte über eine Mittelstation im Rettbachtal direkt bis zum Rettbachgletscher hochgezogen werden. Dies würde auch zu einer besseren Verteilung der Gäste im Gebiet führen. Die Mittelstation im Rettenbachtal hätte den Vorteil, dass bei schlechten Wetter aber auch bei guten Verhältnissen die Gäste auch noch auf die Gaislochkogel- bzw. Gigijochseite verteilt werden könnten. Des weiteren könnte die Bahn als Rückbringer ins Tal genutzt werden, wenn die Talabfahrten nicht mehr möglich sind z.B. ab April oder in der Vorsaison. Die Bahn wäre auch eine Attraktion für Nichtskifahrer, die den Gletscher erleben möchten. Des weiteren würden eine tolle Abfahrt mit 1900 Höhenmeter für Wiederholungsabfahrten besser erschlossen werden. Auch die Gäste, die vom Gaislochkogel kommen hätten eine schnelleren Zugang zum Gletscher und müßten nicht umständlich über das Golden Gate fahren. Die direkte Anbindung an den Gletscher ist das einzige was Sölden noch fehlt. Die Verbindung mit dem Pitztal ist nicht mehr notwendig.
 
Naja wegen der Kapazität der 3S wundere ich mich ja grade wie ihr drauf kommt das die Bahn zum Gletscher verlängert wird. Diese dritte Sektion sollte schon mehr als 3000p/h schaffen um auch wirklich als Rückbringer was zu bezwecken und den Gletscher für alle diejengen die nicht mit dem Auto dort rauffahren attraktiever zu machen. Das wiederrum würde an der 2ten Sektion also der 3S mit ihren 2.600 Nasen scheitern. Morgens und Mittags würde man dann am Gaislachkogl-Mittelstation anstehen und Nachmittags dann am Gaislachkogel-Bergstation (zumindest in der "Sommerski"-Zeit). Ich fände eine seperate Bahn da wesentlich sinnvoller, etwas vor dem Ort mit eigenem Parkplatz am besten. Weil schlecht finde ich die Idee von der Gletscheranbindung nicht.
Einzig und alleine die möglichkeit eine Geschlossene Runde zu fahren in Sölden, mit den Big3, Goldengate und Giggijoch würde morgens wahrscheinlich für einen Run auf die Bahn sorgen. Sie wäre dann ja der perfekte Einstieg m.E. für die Tagestouries zumindest.

--> Exkurs: Hier könnte zurecht eingeworfen werden, dass Alp Trida auch ohne Straße auskommt (ist das für die großen Konzerte so?).
Ich kann es nicht beurteilen, ob das Material für die Ischgl'er Sausen von Bullies hochgezogen wird, ob es eingeflogen wird oder ob es per Seilbahn hoch kommt. Meine Erfahrug mit der Veranstaltungstechnik, mit der Fernsehtechnik und anderem sagt mir aber, dass es nicht einfach und nicht billig ist.
Eine Straße "räumen zu können" ist dagegen eine wunderbare Option, die einem extreme Flexibilität gibt. Ein Fernseh-Übertragungswagen wiegt mal leicht seine 20t, das gesamte Außen-Übertragungs-Equipment kommt auch auf diverse Tonnen, ein Redaktions- und Moderations-Container-Dorf hat auch sein Gewicht - vom Volumina erst garnicht zu sprechen. Zielankunft der verschiedenen Radtouren gibt einen interessanten PR-Effekt - ohne die Straße nicht zu denken. Aber auch hierfür muss sie entsprechend gepflegt werden. Warum also nicht lang in den Winter hinein und schon wieder früh an seinem Ende nutzen?
Bühnen, Boxen und der gleichen haben auch gewisse Gewichte und Maße. Diese gehen eigentlich in keine Umlaufbahn hinein. Standard-Trussing-Elemente haben 5m Länge oder sogar 10m, Boxen wiegen mal locker 100kg/Stück, Mischpulte können ohne weiteres 3,5m breit sein, Cases für Scheinwerfer 2,5m, Motorlifte für Hängeelemte 300kg haben, Gerüstbauelemente 3m aufweisen, etc.
Das sind teils Einzelgewichte, die eine Umlaufbahn locker schafft, aber die Maße und das Bewegen der Sachen zwischen den Stationen wird schwer. Hier haben Pendelbahnen mit ihren großen Kabinen und den Ruhephasen definitiv Vorteile. Oder eben LKWs, aus denen denn mit Hubbühne oder Stapler entladen wird.

Falls du die Idalpe meinst denk an den Funitel. Geh ins Ischgl-topic, dort ist ein Bild von einer Transport Gondel. 99% alle Sachen die man für ein Event oben braucht dürften dort reinpassen.
Beim Alptrider das gleiche nur, das hier die Sachen noch mit Bully vom Sattel runtergeschaft werden müssen. Von daher wäre das schon nicht schlecht wenn man sowas in Sölden in Zukunft per Seilbahn raufbefördern könnte, das wäre wesentlich günstiger und umweltschonender. Die Straße ist bei zu viel Neuschnee und Fönsturm (also wenn die Bahn wegfällt) normalerweise auch dicht ;)


Ich glaube eher das eine eigene Bahn dafür gebaut wird, irgentwann...
 
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