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Neues in Sölden

kann zwar das bzw. die Gesetze nicht zitieren, aber Daumenregel war ja bisher, maximal 8 Personen pro Klemme - Ausnahmen bestätigen die Regel (z.B. Pas du Lac 8EUb (Poma) in Meribel-Mottaret mit Doppelklemme, wohl aufgrund der großen Steigung im 2. Segment). Leitner hat nun halt die erste 10er EUB mit 1 Klemme entwickelt, mal sehen wie sich die verkauft.
Technisch sehe ich die 1. Sektion der neuen Gaislachkoglbahn aber nicht als 0815 Bahn. Nüchtern als 8EUB gesehen zwar schon, aber wenn sie wirklich die 3600P/h packen wollen, wird das sowohl von der Zonenüberwachung als auch vom Ein- und Ausstieg eine recht spezielle Bahn - oder sie erreicht das nur aufm Papier weil sie mehr steht als fährt oder statt eigentlicher 6m/s nur 5 schafft. Ich bin mal gespannt! Der Bau drumherum ist für mich nur Optik. Soll schön aussehen, aber hat mit der Bahn nix zu tun.
 
Wombat schrieb:
Mei de Seich wo da wiedr gschriebe wird. Tiroler Tageszeitung
Alles Weltrekorde, alles! Aber wahrscheinlich nur der Preis mit 38000000 € wirds ins Buch schaffen, wenns ganz dumm läuft als teuerste Bauruine. Und wie soll sich so eine große Summe rechnen? Wenn das eine komplett fremdfinanzierte Bahn ist sind da bei nur 3% Zinsen mehr wie 1100000€ im Jahr fällig 8O .
 
@ Citta: Du warst noch nie in Sölden oder? Und die nächsten 5 Jahre entsteht da mit dem Zusammenschluss mit dem Pitztal eines der grössten Gletscherskigebiete Europas. (sofern die Pitztaler Anlage ordentlich läuft und die Söldener ihre T60-Anlage ordentlich verwenden, sonst bleibts bei 2 getrennten Gebieten :D ).

Wenn ich mir Anschau, was alleine am Giggijoch in der Hauptsaison los ist, hab ich da wenig Bedenken, dass sich das nicht rechnet. Zumal die Bahn wohl die Vorstufe für den Anschluss an den Tiefenbach sein dürfte und somit das Gletschergebiet im Winter näher an die Wintergebiete ranrückt -> Attraktivierung des Gletschergebietes für den Winterbetrieb da mitten drin, statt nur am Rande.
Weiters sollte man nicht vergessen, dass die BB nicht nur mit Tickets ihr Geld verdienen. Die sitzen sicher ordentlich in der Gastroszene in Sölden und hier wird ordentlich Kohle gescheffelt.
 
Ich war nur einmal ganz kurz im Sommer dort und auch ganz schnell wieder weg. Keine Zeit gehabt, war wegen der Arbeit damals dort, meinem Kolegen ist da irgendwie eine Endstufe durchgebrannt oder so was, ich weiß es nicht mehr so genau. War mehr oder weniger Tür auf, Teil raus, Tür zu und wieder weg.

Mich wundert es hald eben nur das da immer viel Geschrei gemacht wird über Weltrekord und noch mal etwas teurer und noch mal eins nachlegen. Warum eigentlich? Sölden hat doch einen weltweit bekannten Namen?

Es kann ja durchaus sein (und es ist höchstwahrscheinlich auch so) das dieses Seilbahnunternehmen finanziell so gesund ist das das mit der Finanzierung keine Schwierigkeit wird. Es wirft mir aber bei diesen Summen doch die Frage auf ob sich das denn wirklich alles lohnt. Denn so eine Bahn baut man ja nicht nur so zum Spaß sondern um damit Geld zu verdienen. Und wenn ich die ganzen Nebenkosten wie Pistenpflege, Energie, Wartung, Ersatzteile, Personal usw. mitrechne müssen da gewaltige Fahrgastzahlen (weit über 2 Millionen im Jahr) zusammen kommen um dann bei einer Lebenserwartung der Bahn von 30 Jahren diese Summe aufzubringen.

Aber wenn diese Bahn dann fertiggestellt ist werde ich durchaus mir die Sache mal anschauen. Klingt sehr interessant.
 
citta dei sassi schrieb:
Wombat schrieb:
Mei de Seich wo da wiedr gschriebe wird. Tiroler Tageszeitung
Alles Weltrekorde, alles! Aber wahrscheinlich nur der Preis mit 38000000 € wirds ins Buch schaffen, wenns ganz dumm läuft als teuerste Bauruine. Und wie soll sich so eine große Summe rechnen? Wenn das eine komplett fremdfinanzierte Bahn ist sind da bei nur 3% Zinsen mehr wie 1100000€ im Jahr fällig 8O .
Das Projekt am Geislach Kogel besteht aus einer 8 EUB mit 3600P/h und der 3S Mit 2600P/h oder so. Darum sag ich auch Seich. Die Bahn geht nicht von unten nach oben und die 3S hat nicht die 3600P/h. Und die Teuerste Einzel-Anlage dürfte im Moment die 3S in Whistler sein mit 51Mio Can$.
 
Zu der Gastrosituation. Mir ist in Sölden aufgefallen, dass es quasi zwei Restaurantketten im Gebiet gibt! Einmal die von den BBS selber und einmal die Riml-Kette! Zu merken ist das an den Panoramaplänen, die als Unterlage in den Restaurants liegen, da sind im Riml am Tiefenbach nur die Riml-Restos im Gebiet eingezeichnet und andersrum am Giggijoch im Resto nur die entsprechenden Räumlichkeiten der BBS. Auch die Preise sind identisch, aber nur innerhalb einer Kette. So kostet das SchniPo am Tiefenbachferner 1,- weniger als am Giggijoch.
 
Ich war heute mal am nachrechnen, war wenig los, und ich bin bei 2 mil Durchgänge im Jahr (300 Betriebstage) auf 80 Cent pro Durchgang gekommen um die Anschaffung und Betriebsspesen zu bezahlen. Ist nicht gerade wenig. Aber morgen mehr, war mit den Kollegen heute einen trinken.
 
Ganz kurz noch das von mir mal so im Überschlag gerechnete:

Grundlage 300 Bertiebstage im Jahr und 2 Millionen Durchgänge ohne evt Zinsen, Ersatzteile und Beschneiung bei einer Lebenserwartung von 30 Jahren

Anschaffung 38 000 000

pro Jahr 1 266 666 €

Personal 7 Mann in Jahresstelle mit ca. 2800 Brutto: 235 200 €

Strom: ca 20 000 Jahr

Pistenpflege:

Zwei Maschinen mit 6 Sunden am Tag a 80 € : 288 000 €

Das alles in der Summe : 1 809 866 €

Bei 2 Millionen Durchgängen 90,5 Cent pro Fahrt

Kann gehen oder auch nicht, ist aber nicht gerade wenig und ziemlich knapp meiner Meinung nach.
 
Über den Daumen, wie oben schon gesagt. Die Werte von unserer Bahn mal ganz grob hochgerechnet. Und die Liftbetreiber bekommen normalerweise Industrietarife. Kann da aber auch total daneben liegen.
 
Bergbahnen Sölden schrieb:
Winterskigebiet Gaislachkogl:
bis So, 11.04.10 in Betrieb
(ab Mo, 12.04. alle Anlagen außer Betrieb)

Sonntag LETZTER Betriebstag der alten Gaislachkoglbahn.
 
Die Söldener Bergbahnen werden die Bahnen sicherlich nicht sofort abbezahlen sondern das über die Jahre abstottern.
 
Ram-Brand schrieb:
Die Söldener Bergbahnen werden die Bahnen sicherlich nicht sofort abbezahlen sondern das über die Jahre abstottern.
Sag ich ja! Das das dann knapp werden könnte, mit Zinsen. Bei nur 3% (da lacht der Häuselbauer und will den auch haben) sind das 1140000€. Daraus ergeben sichdann im ersten Jahr 1,475 Euro pro Fahrt ohne Ersatzteile, Beschneiung und mit recht wenig Personal gerechnet.
Und wenn man den Skipass nimmt von Sölden mit 42.50€ (Tagesskipass) und davon mal die Steuern von 10% abzieht bleiben noch 38,25 übrig. Jetzt gehen wir mal davon aus das durchschnittlich 20 Fahrten am Tag auf diesen Skipass gehen: bleiben pro Fahrt im Schnitt 1,9125€. Die Seibahngeseltschaft sollte aber auch noch andere Kostenpunkte bestreiten wie Personal an den Kassen, beheizen der Gebäude, Datenträger für die Skipässe, Versicherungen, Werbung, etc.
Aber wie gesagt, ich kann da ganz daneben liegen und es ist auch wirklich nur eine Daumenrechnung.
 
citta dei sassi schrieb:
Und wenn man den Skipass nimmt von Sölden mit 42.50€ (Tagesskipass) und davon mal die Steuern von 10% abzieht bleiben noch 38,25 übrig. Jetzt gehen wir mal davon aus das durchschnittlich 20 Fahrten am Tag auf diesen Skipass gehen: bleiben pro Fahrt im Schnitt 1,9125€.

Deine Rechnung hat einen wesentlichen Schwachpunkt:
Du lässt die Bahnlängen unberücksichtigt. Eine Fahrt mit einer kurzen Sesselbahn mit vielleicht 200 Höhenmetern kokmmt nach deiner Rechnung genauso auf knapp 2€ wie die Fahrt mit einer großen Bahn mit 1000 Höhenmetern.
Sinnvoller wäre es, nach Höhenmetern abzurechnen. Ich rechnet mal mit 6000 Höhenmetern pro Tag als durchschnittliche Skifahrerleistung. Eine Bahn, die 1000 Höhenmeter bewältigt, kann man nach diesem Modell 1/6 des Skipasspreises zuordnen. Das wären dann über 6 Euro pro Fahrt, die die Bahn einbringt.
 
Zudem liegen laut Fachverband der Seilbahnen Österreichs (Stand 2005, Quelle stellver. Vorsitzender Salzburg) seit Jahren die durchschnittlichen Tagesfahrleistungen bei 12-13 Bahnen pro Person.
Damit wird es nochmal günstiger für den Betreiber...
 
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