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Neues in Splügen – Tambo

war vor fast einem Monat in Splügen, anbei drei Bilder von der neuen 6KSB:

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Auffällig sind die grossen Sesselabstände. DIe Hauptpiste ist auch bei gutem Füllgrad noch relativ leer, da oben immer viele Leute zur Tamboalp oder in Richtung EUB fahren. Was mir nicht so gefallen hat (aber nicht so schlimm wie befürchtet), ist unten das neue, direktere und damit steilere Pistenstück. Dass die frühere Engstelle nicht KSB-tauglich war ist klar, aber zusammen mit der Beschneiung ist der jetzige Steilhang sehr eisig. Für viele Leute, die von der KSB angezogen werden, ist das Pistenstück dann zu schwierig, und durch das unsichere Runterrutschen wird der Steilhang erst recht zu einer Eisbahn.
 
Vorausgegangen war neben schlechtem Geschäftsgang ein Knatsch zwischen den Bergbahnen und der Gemeinde Splügen, der zum Rücktritt des Geschäftsführers Camastral und von drei Verwaltungsräten (darunter der VRP und ex-Aroser Silvio Catrina) führte.

http://www.suedostschweiz.ch/panorama/2016-10-19/spluegen-bergbahnen-brauchen-hilfe
https://www.htr.ch/leute---events/knatsch-und-ruecktritte-bei-den-spluegen-bergbahnen-44797.html

Interessant ist übrigens die Personalie Ivo "Fifi" Frei im neuen VR. Frei, ständig auf der Suche nach neuen "Herausforderungen", hatte sich gerade jüngst noch vergeblich als Präsident von Graubünden Ferien empfohlen:

http://www.suedostschweiz.ch/wirtschaft/2017-04-27/wird-ariane-ehrat-neue-praesidentin

Ob man mit diesem begnadeten Selbstdarsteller und "Hans-Dampf-in-allen-Gassen" eine wirklich nachhaltige Fachkompetenz an Bord geholt hat, wird sich erst noch weisen müssen.
 
Harzwinter schrieb:
Die Gesellschaftsverschuldung in Höhe von 6,5 Mio CHF entspricht rein zufällig den ungefähren Baukosten der 6KSB Bodmenstafel (mindestens 5 Mio CHF) ...
Irgendwie erinnert mich das an die 8KBK Gadenstatt in Vals. Ein ähnlicher Fall einer völlig überzogenen Ersatzinvestition.
 
Der 6er kostete 7.0Mio und 2011 hatte man ein Fremdkapital von 7.9Mio, 2015 waren es noch 6.2Mio. Der Firma fehlen im 10-jahres Vergleich ca. 1.5Mio Einnahmen und 0.8Mio Cashflow. Wären die Zahlem im Durchschnitsbereich wäre das für die Firma gar kein Problem, auch nichtsamt dem 6er.
 
Der neue Verwaltungsrat der Bergbahnen Splügen-Tambo AG hat die Arbeit aufgenommen. Trotz zwischenzeitlich erreichtem Schuldenschnitt droht noch immer der Konkurs. Ungeachtet der düsteren Aussichten schaut das Unternehmen vorwärts und gibt sich eine neue Strategie sowie einen neuen Marketingauftritt. Gruppen und Familien sollen stärker angesprochen werden. Beispielsweise mit einer deutlich günstigeren Saisonkarte:
https://www.srf.ch/news/regional/graubuenden/trotz-schuldenschnitt-droht-der-konkurs
 
Die erste Hürde ist geschafft. Splügen hat gestern Abend als erste betroffene Gemeinde über die weiteren Schritte abgestimmt. Die Stimmbevölkerung hat einer Überbrückungsfinanzierung von total 277'000 Franken zugestimmt. Das Darlehen soll zu einem späteren Zeitpunkt in Aktienkapital umgewandelt oder als Eigenkapital zur Verfügung gestellt werden. Zudem darf die Gemeinde bis zu 90 Prozent der Schulden erlassen: https://www.suedostschweiz.ch/wirts...terer-lichtblick-fuer-die-bergbahnen-spluegen

Demgegenüber ist der Austritt der Bergbahnen Splügen aus der Dachmarke Graubünden beim Bündner Markenbotschafter Gieri Spescha nicht gut angekommen: https://www.srf.ch/news/regional/gr...-spluegen-bei-der-dachmarke-sorgt-fuer-kritik
Die grosse Mehrheit der Bündner Wintersportdestinationen (Ausnahmen sind vor allem St. Moritz, Arosa, Davos und Flims/Laax/Falera) nutzt den stilisierten Steinbock der Dachmarke als gemeinsames Logo.
 
Das neue Tambo/Splügen-Logo wurde nun kürzlich lanciert. Der Schriftzug erinnert stark an die klassischen Bündner Schreibschrift-Logos etwa von St. Moritz, Arosa, Davos, Flims oder Klosters. Gefällt mir persönlich recht gut, mal schauen, wie es bei den Gästen ankommt.

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Leider fehlen im verlinkten Presseartikel wichtige Details. Mit einem Pistenraupen-Shuttle ist es ja nicht getan. Man braucht auf italienischer Seite auch noch einen Busshuttle, da die Italiener - nach meinem Kenntnisstand - ihren Teil der Splügenpassstraße im Winter bis zum Stausee Montespluga kurz vor der Passhöhe räumen und Madesimo ja nicht direkt an der Passstraße liegt, sondern in einem Nebental mit Distanz von ca. 5 Straßenkilometern zum Stausee. Von Splügen aus bräuchte die Pistenraupe eigentlich nur die Trasse der im Winter geschlossenen Passstraße zu befahren. Vor diesem Hintergrund ist mir auch das anmaßende Sonnenkönigs-Tamtam der Umweltverbände unerklärlich.

Aber der Shuttle wäre eine prima Chance für die Wiederinbetriebnahme der kleinen Skilifte am Stausee Montespluga, falls die dort noch stehen. :ja:
 
Splügen zeigt sich weiter innovativ und setzt im aktuellen Vorverkauf (bis Ende August 2018) vor allem auf den Nachwuchs. Kinder bis 12 Jahre fahren demnach gratis, Teenager zahlen 280 und "Senioren" 360 Franken für ein Saisonabo.

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