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Neues in Splügen – Tambo

Hätte nicht gedacht, dass es so schlecht läuft. Bei meinem Besuch letzte Saison war es ziemlich voll. Mehrheitlich Italienisch-sprachige Gäste, das Einzugsgebiet reicht ja weit ins Tessin. Wahrscheinlich ist es auch die sinnvollste Strategie, das Gebiet als das beste "Tessiner" Skigebiet zu vermarkten ;-)
 
In Splügen soll ein Resort mit 850 Betten entstehen um die Bergbahnen auszulasten und den Tourismus anzukurbeln. Auch ein Sommerbetrieb soll langfristig eingeführt werden. Hinter dem Projekt steht der tschechische Investor Jan Michal, der auch bei den Bergbahnen eingestiegen ist.

Was ist geplant:
- 100 Betten im Oberdorf Splügen mit eigener Brauerei
- 500 Betten bei der Talstation der Bergbahn, in mehreren Gebäuden von Herzog & de Meuron
- 250 Betten in einem „Glamping“-Angebot auf dem heutigen Parkplatzareal

Das Beherbergungsangebot soll als Kette von Gebäuden entstehen, ausgehend von der bestehenden Talstation der Bergbahnen und danach der Hangkante entlang, die das Skigebiet vom 25 Höhenmeter tiefer gelegenen heutigen Parkplatz trennt.

Das Resort soll laut Steiner einerseits 140 «Serviced Apartments» mit einem bis drei Schlafzimmern in den Gebäuden auf der Hangkante umfassen, Platz hätten dort bis zu 500 Gäste. Zum Vorhaben gehören auch Restaurants, Wellness, Skischule und Sportgeschäft, ein Laden, eine Kita und ein Parking. Andererseits ist unten im heutigen Parkplatzbereich in einem «Landschaftspark», einem Erholungsareal, das neue Splügner Camping- und Glampingangebot mit Platz für bis zu 250 weitere Gäste vorgesehen.

https://www.suedostschweiz.ch/leben-freizeit/tourismusentwicklung-rheinwald-herzog-und-de-meurons-ideen-fuer-spluegen-sind-aus-dem-sack
 
Schön, dass sie doch noch einen Investor gefunden haben! Hoffentlich haben sie mehr Glück als im Wallis, die mit einem Landsmann Michals schlechte Erfahrungen machen mussten. Aber das hat das ja mehr mit dem Charakter als mit der Nationalität zu tun.

Bei Herzog & de Meuron bin ich unsicher, ob das das richtige Architekturbüro ist. Die sind mehr für tolle und aufsehenerregende urbane Bauten bekannt. Was sich mit den Ansprüchen in ländlichen Gegenden eher schneidet. Splügen braucht kein Hochhaus.
 
Interessant, was sich aktuell auf beiden Seiten des San Bernardino in Planung befindet.

Herzog & de Meuron sehe ich jetzt aktuell nicht so ganz kritisch, im Obertoggenburg am Chäserrugg sind sehr schöne Gebäude entstanden, die sich nach meiner Ansicht sehr gut am Berg einfügen.
Aber Geschmäcker sind verschieden.
 
Kein Geld für Investitionen
Kriselndes Bündner Skigebiet will die Schneekanonen verkaufen

Trotz kalter Nächte funktionieren die Beschneiungsanlagen im Skigebiet Splügen-Tambo mehr schlecht als recht. Immer wieder stehen die Anlagen mitten in der Saison still. Nun wollen die Bahnen die Schneekanonen an die Gemeinden abgeben. Die sollen sie dann modernisieren.
https://www.blick.ch/wirtschaft/kein-geld-fuer-investitionen-kriselndes-buendner-skigebiet-will-die-schneekanonen-verkaufen-id21287340.html
 
Die Gemeindeversammlung Rheinwald in Splügen hat am Donnerstagabend mit 73:18 Stimmen der Beteiligung an der Tambo Finanz-Infra AG zugestimmt. Gemäss einer Mitteilung fliessen aus der Gemeinde 773 000 Franken (Aktienkapital und Agio) sowie rund 1,35 Millionen Franken (Bürgschaft) an die eigenständige Aktiengesellschaft, welche den Ausbau der Beschneiung im Skigebiet Tambo-Splügen umsetzen will.
 
Die Bürgerversammlung Felsberg hat am Freitag dem Erwerb von Aktien der Finanz-Infra AG im Umfang von 100 000 Franken zugestimmt. Mit dieser Investition unterstützt die Bürgergemeinde gemäss einer Medienmitteilung den Ausbau der Beschneiungsanlagen der Bergbahnen Splügen Tambo. Als Folge davon könnten alle Einwohnerinnen und Einwohner von Felsberg ab dieser Saison von einem Rabatt von 50 Prozent auf die Saisonkarte in Splügen profitieren.
 
Die nächste Finanzkrise belastet das Skigebiet:

Bündner Skigebiet steht kurz vor dem Aus – 800'000 Franken dringend benötigt
Die Bergbahnen Splügen-Tambo kämpfen ums Überleben. Nach mageren Wintern sind die Kassen leer. Jetzt soll die Gemeinde Rheinwald mit 800'000 Franken in die Bresche springen. Investor Jan Michal will ebenfalls helfen – doch ein Ja der Bevölkerung ist entscheidend.
https://www.blick.ch/wirtschaft/sonst-verlieren-wir-die-bahnen-buendner-skigebiet-steht-kurz-vor-dem-aus-800000-franken-dringend-benoetigt-id22006203.html
 
Vor weniger als zwei Wochen haben wir noch geschrieben, dass das Schweizer Skigebiet Splügen-Tambo um sein Überleben kämpft. Inzwischen gibt es gute Nachrichten aus Graubünden. Die Einwohner der Gemeinde Rheinwald haben einem finanziellen Rettungsplan in Höhe von 800.000 Schweizer Franken zugestimmt, wodurch das Skigebiet vorerst weitermachen kann.
Quelle: Schweizer Skigebiet vorerst nach spannender Abstimmung gerettet


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