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Neues in Todtnauberg

Julizzi schrieb:
albe-fr schrieb:
ich glaube ja nach wie vor nicht, dass es sich rechnet. Bei 30 Betriebstagen hast du mit Glück fünf Wochenenden drin, davon ist an zweien schlechtes Wetter und dann war schon der Schlepper nicht ausgelastet... bliebe das ganze eine Investition fuer ca. 6 Betriebstage pro Jahr.

Heinz kommt, dass mit dem Sessel der Betrieb der beschneiten Piste bis zum Waldrand einzeln nicht mehr moeglich ist.
Vlt. gibt es ja eine Mittelstation, wer weiß : )
...oder direkt zwei Sektionen.
 
Tirolldk schrieb:
Du schreibst aber auch gerne mal viel Müll zusammen. Die Betreiber werden schon wissen was rentabel ist oder nicht! Ob es einen Nutzen bringt oder eben nicht wie in Deinen Augen wird man sehen.

In Deutschland muss immer zuerst alles „mit Besserwissern bis an den Rand des Ruins“ diskutiert werden, bevor Taten folgen können. Aber dann wird laut aufgeschrieen, wenn in den Nachbarländern die Infrastruktur besser und moderner und die Gäste dorthin abwandern.

Dann schau mal nach Pettneu, mit der pauschalen Aussage, dass die Betreiber schon wissen was sich rechnet wäre ich vorsichtig.
 
Heute gibt es was zu hören.
 

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Seilbahnjunkie schrieb:
Tirolldk schrieb:
Du schreibst aber auch gerne mal viel Müll zusammen. Die Betreiber werden schon wissen was rentabel ist oder nicht! Ob es einen Nutzen bringt oder eben nicht wie in Deinen Augen wird man sehen.

In Deutschland muss immer zuerst alles „mit Besserwissern bis an den Rand des Ruins“ diskutiert werden, bevor Taten folgen können. Aber dann wird laut aufgeschrieen, wenn in den Nachbarländern die Infrastruktur besser und moderner und die Gäste dorthin abwandern.

Dann schau mal nach Pettneu, mit der pauschalen Aussage, dass die Betreiber schon wissen was sich rechnet wäre ich vorsichtig.
In Pettneu ist damals eine Kombibahn von mehreren Millionen hingestellt worden. Der fixe 4er hier kostet ganz sicher weitaus weniger!
Egal was geplant wird - gemeckert wird immer!
 
So, den Platzhalter gelöscht und hier der Erlebnisbericht.

Gestern, 9.10.2023, hat die Stübenwasenlift GmbH&CoKg ihr jetzt fast genehmigte Projekt vorgestellt. Überrascht war ich, das die Veranstaltung vom neuen Bürgermeister Friedel moderiert wurde und er sich über den Bürgerdialog freut. Find ich auch gut, das offen miteinander und nicht am Stammtisch übereinander gesprochen wird. Besucht war das alles sehr gut, ich denke 350 Leute waren da was somit ungefähr die Hälfte der Einwohner von Todtnauberg da stellt und damit ein reges Interesse bekundet wurde.

Die Geschwister Schneider haben sich mit diesem Liftprojekt seit 2014 befasst und sind jetzt, nach 9 Jahren, endlich im Planfeststellungverfahren. Um an diese Stelle zu kommen waren rund 50 Termine mit verschiedenen Behörden nötig, 2017 eine große Ortsbegehung mit allen Beteiligten. 2018 und 2020 die ersten Vorstellungen des Projektes mit der Genehmigung im Stadtrat. Dann kam die Bremse Corona was erst mal wieder alles auf Eis legte um jetzt endlich, 2023, in die finale Planung zu gelangen. Zur Abgabe der Planungsunterlagen war eine Sackkarre Nötig da alleine die verschidenen Umweltgutachten über 1000 Seiten haben. Wer es sich antun will:

https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpf/abt2/ref24/planfeststellung/stuebenwasenlift/

Wer jetzt in diesen Link hineingeschaut hat wird feststellen, da ist ja nur der Lift drin, da war doch noch was wegen Dreirad fahren. Ja, da gibt es ein separates Verfahren beim Landkreis Lörrach, nicht das denen dort noch langweilig wird. Und wenn man Gäste hat kann es passieren, dass diese anreisen und daher werden Parkplätze gebraucht. Hier ist die Stadt zuständig und damit ein drittes Verfahren. Immerhin darf die Stadt den Bau eines Spielplatzes gleich mit genehmigen und damit wird ein viertes Verfahren nicht nötig.

Grund des Ersatzes des Schleppliftes ist schlicht und einfach das dieser am Ende der technischen Lebenserwartung angekommen ist. Weiters muss die Nutzung sich über mehr Tage hinziehen als über die wenigen mit Schnee um eine gewisse Rentabilität zu bekommen. Sesselbahn erklärt sich dann von selber weil mit dem Schlepplift bekommst keine Fußgänger auf den Berg auch wenn es solche Experimente auch schon gab, Jochpass am Titlis war so ein Lift. Darüber hinaus sollen auch die dreirädrigen Montainkrads am Sessel aufgehängt transportiert werden.

Und dann gings los, Hindernisse gibt es genug: Wasserschutzgebiet, Vogelschutzgebiet, Auerhahnrevier. Hier wurde dann über eine gute Stunde erklärt, was hier alles ist, welche speziellen Verfahren beim Bau angewendet werden und dass auch schon alle Tiere und Pflanzen ordnungsgemäß gezählt wurden. Das ist scheinbar wichtig, denn danach müssen es wieder genauso viele sein. Alles gut und schön und auch wichtig, wenn es sich denn um einen Naturwald handeln würde und nicht die im Schwarzwald weit verbreiteten Holzplantagen wären. Darüber hinaus ist das mit der Naturschonung meistens vergessen, wenn das Forstamt kommt und einen Holzeinschlag vornimmt. Kompliziert wird es höchst wahrscheinlich, wenn mehr Tiere und Pflanzen nach dem Bau anwesend sind wie zu vor und ob diese dann auch bleiben dürfen. Um dies umzusetzen darf die Schneise des Gipfelliftes im Sommer nicht als Wanderweg genutzt werden, sondern muss Weideland werden, entsprechende Abzäunungen sind vorzunehmen. Aber das lassen wir jetzt, da kommt jetzt meine persönliche Meinung zum Tragen und die hat hier nichts verloren.

Danach kam, was wirklich wichtig ist, die Sache mit dem Lärm und damit verbunden der Gästelenkung im Ort. Da wird doch ernsthaft an ein Parkleitsystem gedacht. Oha, das wird spannend denn das Problem mit den Parkplätzen haben wir durch die Hängebrücke jetzt schon, kann aber noch gehandhabt werden. Wenn jetzt der Lift auch noch dazu kommt wird Todtnauberg dann doch eher zu einem großen Parkplatz. In diesem Punkt gab es dann auch einen Einspruch zu diesem Planfeststellungsverfahren von einem direkten Anwohner den ich verstehen kann. Respekt muss ich dem Herrn zollen das er ganz offen und ehrlich seinen Einwand gebracht hat und nicht irgendwie heimlich aus dem Hinterhalt mit Anwalt. Und auch nicht den Lift beeinspruchte, sondern nur das Verkehrskonzept und weiters die Frage aufgeworfen hat, ob man sich mit diesem Verkehr nicht das Prädikat Luftkurort gefährdet. Hier bin ich jetzt gespannt, was da herauskommt.

Gebaut werden soll ein fest geklemmter 4-er Sessellift aus dem Hause Doppelmayr mit Einstiegsförderband im Winter und 2200 Personen/Stunde.
Was nicht erläutert wurde war die Frage nach der Erweiterung der Beschneiung.

Somit ein kurzer Überblick über die drei Stunden gestern die durchaus kurzweilig waren.
 
Da bin ich ja dann am mal gespannt 😁
 
Tirolldk schrieb:
In Pettneu ist damals eine Kombibahn von mehreren Millionen hingestellt worden. Der fixe 4er hier kostet ganz sicher weitaus weniger!
Egal was geplant wird - gemeckert wird immer!

In Pettneu wurde keine Kombibahn gebaut, sondern eine ganz normale EUB. Und es ging auch garn nicht darum wie teuer das ist, sondern um die grundsätzliche Annahme, die Betreiber wüssten schon was sich rechnet. Man kann sich auch mit einer fixen 4er überheben. Pettneu hatte z.B. ganz sicher deutlich mehr Betriebstage um die teurere Anlage zu finanzieren.
 
Neandertaler schrieb:
Gestern, 9.10.2023, hat die Stübenwasenlift GmbH&CoKg ihr jetzt fast genehmigte Projekt vorgestellt.
wie wurde denn "fast genehmigt" begründet? Und von welcher Seite mit welchen Risiken?
 
Neandertaler schrieb:
So, den Platzhalter gelöscht und hier der Erlebnisbericht.

Danke für den Bericht ... für jemanden, der in seiner Jungend mehrere Jahre verzweifelt und ohne Erfolg am Stübenwasenlift oben versucht hat seine Weltcuphocke zu perfektionieren ein schöner Einblick, und ich hoffe wirklich das es hilft diesen wirklich schönen und für Schwarzwaldverhältnisse langen Lift zu erhalten. Ich war das letzte Mal vor ca. 3-4 Jahren da, wenig Schnee, aber immer noch ein toller Hang !!

P.S. mein Vater hat früher immer die Jugend vorne auf die Motorhaube der Opel Record gesetzt, damit die Traktion für die Auffahrt zum Parkplatz am Stübenwasen gereicht hat ... :biggrin:
 
Was passiert jetzt mit dem Gipfellift?
 
Wooly schrieb:
P.S. mein Vater hat früher immer die Jugend vorne auf die Motorhaube der Opel Record gesetzt, damit die Traktion für die Auffahrt zum Parkplatz am Stübenwasen gereicht hat ... :biggrin:
Das mussten wir oft machen, als wir im Winter immer auf den Notschrei gefahren sind. Das waren noch Zeiten.
 
Julizzi schrieb:
Das mussten wir oft machen, als wir im Winter immer auf den Notschrei gefahren sind. Das waren noch Zeiten.

ganz ehrlich ... ich habe es mit meinen Kindern nicht gemacht ... es waren vielleicht andere Zeiten, aber keine Besseren .... eher bescheuertere ;-)
 
Julizzi schrieb:
Was passiert jetzt mit dem Gipfellift?

der muss natürlich bleiben ... schon wegen dem Trainingseffekt für die obere Armmuskulatur .. :mrgreen:
 
Harzwinter schrieb:
Hab' auch schon gegrinst. :wink: Frontantrieb gab's bei keiner Baureihe des Opel Rekord und beim Kadett ab Modell D von 1979. Vielleicht war ja so ein Kadett gemeint. Beim Opel Rekord hätte man die Kinder zwecks besserer Traktion auf Schnee in den Kofferraum sperren müssen. :lach:

Jetzt wird es schwierig ... wir hatten einen Opel Record und einen Kadett ... aber so weit ich mich erinnere sind wir immer mit dem Record Skifahren gegangen. Man muss allerdings dazu sagen, das mein Vater genau wie ich weder irgendeine Beziehung zu Autos noch Ahnung von ihnen hatte ... kann also gut sein, das er das mit Frontantrieb nur angenommen hat ... :biggrin:

Und wo ihr es sagt, das würde auch erklären warum wir oft 3-4 Anläufe gebraucht haben um nach Hofsgrund hochzukommen ... :biggrin:
 
Julizzi schrieb:
Was passiert jetzt mit dem Gipfellift?

Der soll wohl durch einen richtigen Lift ersetzt werden, damit die schöne Abfahrt dahinter bleibt. Wenn's der Naturschutz nicht cancelt.
 
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