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Neues in Tschiertschen

Logisch will niemand die Lifte still legen....in Hochwang übrigens auch nicht, und trotzdem laufen sie dort zumindest nächste Saison nicht. Ich persönlich finde Tschiertschen auch super gerade zum Freeriden....aber hier geht es ja nicht um persönliche Interessen. Sonder nur noch was realistisch ist und machbar ist.
 
Das ist schon absurd, da das Skigebiet gar nicht mal so abgelegen ist. Ein paar km weiter stehen sich die Leute in ALH die Beine in den Bauch. Was Tschiertschen einfach mal braucht ist eine schlagkräftige Beschnneiung und mehr Hotellerie im Ort. Aber wer soll das bezahlen :nein:
 
Wieso wird eigentlich nur eine Verbindung nach Arosa, durch das den Umweltschützern so wichtige Urdental, in Betracht gezogen?

Nach Churwalden wäre es nicht viel weiter. Oder ist das auch ein Umweltschutzgebiet?
 
j-d-s schrieb:
Wieso wird eigentlich nur eine Verbindung nach Arosa, durch das den Umweltschützern so wichtige Urdental, in Betracht gezogen?

Nach Churwalden wäre es nicht viel weiter. Oder ist das auch ein Umweltschutzgebiet?

Die erste Frage kann ich dir nicht beantworten, ich habe aber nie so etwas gesehen in der Variantenprüfung.

Zur zweiten Frage: Ob es nach Churwalden nicht viel weiter ist, hängt davon ab, von wo du misst. Wenn du vom Joch aus misst, stimme ich dir zu, das würde aber bedeuten, dass man das Joch weiter betreibt, und auch die Piste dorthin und von dort beschneit um die Verbindung zu sichern. Das glaube ich eher nicht, denn sowohl Skilift als auch Piste am Joch sind im neuen Richtplan aus dem Skigebiet gestrichen worden.
Wenn wir aber von Tschietschen Dorf aus messen, dann ist Churwalden etwa doppelt so weit wie das Weisshorn. Ausserdem stellt sich dann die Frage, wo man die Talstation in Churwalden hinstellen soll, damit eine vernünftige Verbindung entsteht.

Ein Landschaftsschutzgebiet hat es dort auch, das Regionale Landschaftsschutzgebiet "Churer Joch - Fanülla - Usserberg". Dann hat es dort noch Flachmoore von nationaler Bedeutung.

Auf das Weisshorn gibt es ja noch die Variante auf das Brüggerhorn, bei welcher die PB das Landschaftsschutzgebiet Urdental nur minimal streift. Beim Landschaftsschutzgebiet Urdental handelt es sich auch "nur" um ein regionales, bei einem nationalen Landschaftsschutzgebiet wäre eine Erschliessung wohl von vornherein nicht möglich.

Tschiertschen-Arosa.jpg
 
Nocki schrieb:
Ich habe mal nachgefragt:
Das Stilllegen der Skilifte ist überhaupt kein Thema.
Zu dem schon von User Basalt verlinkten Dokument:
Das Dokument bezieht sich auf die Anbindung von Tschiertschen an das Skigebiet Arosa-Lenzerheide mittels Pendelbahn. Dieses Projekt ist noch in der Planungsphase und braucht letztlich auch eine Zustimmung der Gemeindeversammlung Tschiertschen. Selbst wenn mit der Pendelbahn alles reibungslos ablaufen würde, rechne ich mit einem Zeithorizont von 10+ Jahren. Solange bleiben die Skilifte sicher in Betrieb.
Also- Es wird auch noch mittelfristig die Lifte Gürgaletsch und Jochalpe geben. :D
P.S: Posterlaubnis liegt vor :wink:
In der jüngsten Aroser Zeitung wurde für den kommenden Freitag, 16. Juni 2023 (19:00 Uhr in der MZH Tschiertschen) eine öffentliche Informationsveranstaltung angekündigt sowie folgende Erklärung publiziert:

(…) „Es hat sich gezeigt, dass die Abklärungen hinsichtlich einer möglichen Anbindung an Arosa Lenzerheide mehr Zeit in Anspruch nehmen und darum noch keine verbindlichen Aussagen zur Machbarkeit einer solchen Skigebietsanbindung gemacht werden können. Deshalb sollen weiterhin andere Lösungen im Rahmen des bestehenden Angebots weiterverfolgt werden. Hierzu wurde nun ein umfassendes und nachhaltiges Konzept inklusive eines Gesetzes entwickelt, das einerseits das vorhandene Potenzial sichert und andererseits eine Weiterentwicklung fördert. Damit das Konzept jedoch realisiert werden kann, muss die Finanzierung gemeinsam von Einwohnern, Zweitwohnern und Aktionären der BBT AG sichergestellt werden. Es handelt sich hierbei um zusätzliche Mittel, die mittels einer Aktienkapitalerhöhung, einer Erhöhung der Gästetaxe, einer Erhöhung der Liegenschaftssteuern sowie der Erhebung einer Gemeindeabgabe auf den Strompreis generiert werden sollen. An der öffentlichen Informationsveranstaltung vom 16. Juni 2023 soll über den Zweck und den Inhalt dieses Konzepts informiert werden. Am Freitag, 30. Juni, wird anlässlich einer Gemeindeversammlung darüber abgestimmt. Die ausserordentliche Aktionärsversammlung der BBT AG findet am Samstag, 8. Juli 2023, statt.“
 
ski-chrigel schrieb:
Der Erhalt der Sesselbahn Waldstafel ist dann wohl eher den Schlittlern und Fussgängern geschuldet, oder?
Ich fand die Pisten am unteren Sessel gar nicht mal so schlecht. Es braucht aber gute Schneelagen, und die gab es letzte Saison definitiv nicht.
 
Unterlagen zur Gemeindeversammlung vom Freitag, 30. Juni 2023 sind online verfügbar.

https://tschiertschen-praden.ch/unterlagen-zur-gemeindeversammlung-vom-freitag-30-juni-2023/

Es gibt auch ein Radiobeitrag im Regionaljournal Graubünden vom 21.06.2023 dazu.

Aus der Sendung es sind Abklärungen beim Kanton im Gang über eine Pendelbahn Verbindung ins Skigebiet Arosa Lenzerheide (Richtplan Karteneintrag). Wie auch den Rückbau der ganzen Anlagen.
Im Weiteren prüft die Stadt Chur die Aufnahm der Gemeinde ins Stadtgebiet.

Quelle: https://www.srf.ch/audio/regionaljo...heid-fuer-skigebiet-tschiertschen?id=12408565
abgerufen am 22.06.2023
 
Basalt schrieb:

In Chur wird bei der Bahn das Geschäft hauptsächlich im Sommer gemacht aber in dem Kaff da oben bekennt man sich weiterhin zum Wintertourismus.... :lol: :lol:
Währenddessen rollt in der Lenzerheide und Arosa der Rubel im Sommer mit den Bikern, Chur bekommt auch noch etwas ab und Tschiertschen ist nur ein Durchzugsort auf dem Weg nach Chur runter mit dem Bike.
 
Die a.o. Aktionärsversammlung der BBT AG vom 8. Juli knüpft erwartungsgemäss an die Entscheide der jüngsten Gemeindeversammlung an und stellt mit der beschlossenen Aktienkapitalerhöhung eine weitere wichtige Weiche im Hinblick auf den mittelfristigen Erhalt des Skigebiets Tschiertschen.

https://www.tschiertschen.ch/de/aktuelles-ao-generalversammlung-bbt

Derweil hatte der Churer Stadtpräsident Urs Marti bereits an der Gemeindeversammlung in Tschiertschen vom 30. Juni verlauten lassen, dass die angestrebte politische Fusion von Tschiertschen-Praden mit der Stadt Chur schon am 1. Januar 2025 Tatsache sein könnte. Ob diese Gemeindefusion für den Bestand bzw. die Weiterentwicklung des Skigebiets Tschiertschen langfristig vorteilhaft ist, wird die Zukunft allerdings noch weisen müssen.
 
Gemäss einer Meldung in der AZ wurde die Kapitalerhöhung bei den Bergbahnen Tschiertschen zu einem unerwarteten Erfolg. Statt der mindestens benötigten 600’000 Franken wurden Aktien in Höhe von 1,2 Mio. gezeichnet. Zu diesem Erfolg beigetragen haben 290 neue und 330 bestehende Aktionäre sowie die laut Gemeindepräsident Roderick Galantay «spektakuläre Unterstützung vieler Einwohner und Zweitheimischer». Insgesamt haben die Bergbahnen Tschiertschen damit jetzt knapp 2000 Aktionäre. Damit ist der Betrieb der Bergbahnen Tschiertschen für mindestens die nächsten 10 Jahre gesichert. Mit den rund 600 000 Franken, welche über die mindestens erforderliche Aktienkapitalzeichnung hinausgehen, wollen die Bergbahnen Tschiertschen Reserven für inflationsbedingte Mehrkosten oder schneearme Winter bilden. Der flächendeckende Aufbau einer technischen Beschneiung werde vom Verwaltungsrat dagegen skeptisch beurteilt.

In den kommenden zehn Jahren könne nun ohne Zeitdruck überlegt werden, wie es langfristig mit dem Tourismus in Tschiertschen-Praden weitergehen kann. Die geplanten Investitionen würden sogar einen Betrieb um weitere 20 Jahre ermöglichen – vorausgesetzt, es gibt Schnee. Weiterhin aktuell bleibe die Überlegung einer Pendelbahn von Tschiertschen nach Arosa. Der Verwaltungsrat sieht dies als geeignete Lösung, um den Wintertourismus in Tschiertschen um weitere 20 plus Jahre zu verlängern, nachdem lokal alle Möglichkeiten ausgenutzt wurden. Das von der Gemeindeversammlung beschlossene Konzept und Gesetz über die touristische Infrastruktur- und Standortförderung, das unter anderem eine Erhöhung der Gästetaxe und der Liegenschaftssteuer sowie die Erhebung einer Gemeindeabgabe auf den Strompreis beinhaltet, fokussiert dabei nicht nur auf der Sicherstellung des Wintertourismus. Aus den daraus resultierenden Mehreinnahmen soll darüber hinaus der Ausbau des Sommertourismus, generell eine zeitgemässe Weiterentwicklung des Tourismus in Tschiertschen-Praden und ein zielgerichtetes Marketing angestrebt werden. Damit positioniere sich Tschiertschen-Praden «klar zum Tourismus als Standbein auch in der Zukunft». Weiter soll auch die politische Fusion von Tschiertschen-Praden mit der Stadt Chur per 1. Januar 2025 realisiert werden.
 
Danke für’s Update, das ist top. Hoffentlich sind die Ein- und Zweitheimischen drüben am Hochwang ebenso stark verbunden mit ihrem Skigebiet.
 
Basalt schrieb:
Weiterhin aktuell bleibe die Überlegung einer Pendelbahn von Tschiertschen nach Arosa. Der Verwaltungsrat sieht dies als geeignete Lösung, um den Wintertourismus in Tschiertschen um weitere 20 plus Jahre zu verlängern, nachdem lokal alle Möglichkeiten ausgenutzt wurden.
Langfr führt kein Weg an einer Verbdg mit ALH vorbei, gut das das der VR gemerkt hat.
 
švi-nigel schrieb:
Langfr führt kein Weg an einer Verbdg mit ALH vorbei, gut das das der VR gemerkt hat.
Aber ich sehe nicht, wie die Genehmigungen erteilt werden könnten. Schon für den 1:1 Ersatz von Anlagen gibt es Einwände, also für eine Seilbahn durch ein unberührtes Tal sehe ich nicht, wie WWF etc erlauben würden...
 
Wenn Tschiertschen die Verbindung nach Arosa wirklich will, wird es sie irgendwann auch bekommen. Da gibt es mehr als genug, das man der Natur als Kompensation für eine Weisshornbahn und Heimfahrtspiste durchs Urdentäli anbieten kann. Aber in den nächsten paar Jahren wird man das Thema erst mal ruhen lassen und sich auf den Beitritt zu Chur konzentrieren.
 
švi-nigel schrieb:
Basalt schrieb:
Weiterhin aktuell bleibe die Überlegung einer Pendelbahn von Tschiertschen nach Arosa. Der Verwaltungsrat sieht dies als geeignete Lösung, um den Wintertourismus in Tschiertschen um weitere 20 plus Jahre zu verlängern, nachdem lokal alle Möglichkeiten ausgenutzt wurden.
Langfr führt kein Weg an einer Verbdg mit ALH vorbei, gut das das der VR gemerkt hat.

Langfristig führt kein Weg an einem Sommerbetrieb vorbei, siehe Chur. Das wäre dann ein unglaubliches Bikerevier mit Chur und Lenzerheide-Arosa.
 
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