Rückblick auf die Wintersaison 2024/25:
Die Bergbahnen Tschiertschen AG haben für das Geschäftsjahr 2024/25 einen Betriebsverlust von 157'209 Franken ausgewiesen; der Verkehrsertrag von 1,020 Mio. Franken lag auf Vorjahresniveau und 8 Prozent über dem Fünfjahresschnitt, der Gesamtertrag stieg dank Investitionsbeiträgen der ehemaligen Fusionsgemeinde auf 1,624 Mio. Franken gegenüber 1,259 Mio. Franken im Vorjahr. Die Saisonkartenerlöse betrugen rund 280'000 Franken, der Betriebsaufwand inklusive Investitionen stieg auf 1,585 Mio. Franken, elf Prozent über dem Vorjahr und rund 30 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt; zusammen mit Abschreibungen, Steuern und außerordentlichen Erträgen ergab sich das genannte Minus, das der Verwaltungsratspräsident Martin Weilenmann ausdrücklich auf bewusst aus den frei verfügbaren Investitionsreserven getätigte Ausgaben zurückführt und daher vom Verwaltungsrat akzeptiert wird.
Der Saisonbetrieb lief vom 21. Dezember 2024 bis 16. März 2025; anfangs war ausreichend Schnee vorhanden, am Gürgaletsch blieb die Lage jedoch kritisch, der Lift dort war nur 45 Tage in Betrieb, und gegen Saisonende gestaltete sich die Talabfahrt schwierig, sodass die gut gepflegte Notpiste über Furgglis und Zinslikurve den Zugang zur Talstation sicherstellte. Insgesamt wurden 35'083 Eintritte gezählt, das Resultat wurde durch offene Lifte im Unterland über Weihnachten/Neujahr beeinträchtigt, Tagesgäste dominierten mit rund 50 Prozent aus dem Kanton Zürich, reine Schlittenpässe machten 6 Prozent der verkauften Karten aus und der Onlineverkauf erreichte rund 35 Prozent der relevanten Skipässe.
Dank des neuen Finanzierungsmodells von Herbst 2023 konnten im Sommer 2024 mehrere Investitionen realisiert werden, darunter der Ersatz der 400er-Windenmaschine durch eine 600er, der Austausch von Lagern und Steuerung am Gürgaletsch- und Jochlift, die Versetzung der baufälligen Talstation und Trafostation für mehr Platz, der Neubau der alten Talstation Runcs, die Ergänzung der Beschneiung bei Spinezzman mit Wasser-, Stromanschluss und neuen Schneekanonen sowie das Ausgleichen des Jochlift-Trassees zur Verbesserung des Lifterlebnisses. Der Verwaltungsrat tagte sechsmal ordentlich und dreimal außerordentlich, bearbeitete Zukunftsplanung und Führungsfragen, lobt das neu organisierte Führungsteam für den Einsatz im Winter und schlägt an der Aktionärsversammlung Ersatzwahlen für zwei zurücktretende VR-Mitglieder vor, namentlich Jürg Kohler und Thomas Küng, als Kandidaten für die Generalversammlung 2026.
Quelle: Aroser Zeitung, 10. Oktober 2025