ZF ist zwar ein führender Hersteller in verschiedenen Bereichen, nur halte ich absolut nichts von solchen idiotischen modisch gewordenen Animationen, diese sind umso schlimmer wenn sie durch Werbegrafiker erstellt werden, die nichts von der Technik verstehen. Aber wenigstens sind hier die Gehänge nach aussen ausgerichtet. Habe mehrere für teures Geld erstellte Animationen gesehen, wo die Gehänge die Stützen nicht passieren können.
Ursprünglich wurden diese Getriebe von Lohmann + Stolterfoht GmbH hergestellt, Firma wurde dann von Rexroth übernommen und danach wurde leider Rexroth nach der Aufteilung von Manessmann wegen der Telekomabteilung von Bosch übernommen und irgendwann verkaufte Bosch Lohmann + Stolterfoht GmbH an ZF und wurde ZF Industrieantriebe Witten GmbH. So vereinfacht geschildert. Genaueres hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/ZF_Industrieantriebe_Witten
Während Bosch Rexroth sehr viele Unterlagen online zur Verfügung stellt, ist da ZF viel zurückhaltender, auch die (leider Bosch-)Rexroth Unterlagen sind oft vorbildlich gestaltet. Zurzeit sind die Rexroth Dokus als ZF noch bei ZF donwloadbar.
AFAIK stellt Kissling Teile nicht selbst her, was keinen negativen Einfluss hat, verschiedene Maschinenhersteller produzieren grosse komplexe Maschinen ohne eigene Teilefertigung, jedoch Elektrotechnik vollständig intern.
Man könnte auch Seilbahnen so herstellen nur wäre der Endpreis dann wohl zu hoch.
Bolliger & Mabillard Ingénieurs Conseils SA in Monthey stellt unglaubliche weltklasse Roller Coaster ohne interne Fertigung her. Deren Sicherheitskultur ist übrigens höchst beeindruckend, Walter Bolliger war diesbzgl. stets kompromisslos (René Mabillard habe ich leider nie getroffen).
B & M könnte m.E. Seilbahnen bauen wenn sie wollten, ist jedoch nicht deren Geschäft, Roller Coaster Rettungs-Windenstandseilbahnen für die Kettenliftstrecke sind IIRC von Inauen-Schätti.
Die L-P Direct Drives sind intern nicht so teuer herzustellen wenn man R&D (F&E) abzieht, insbes. bei den FUs Modulen sind die Margen sehr hoch, vermute sogar dass ein Direct Drive + FU intern ohne R&D billiger kommt als ein zugekauftes Getriebe + Motor.
Einzig die Wahl des A-seitigen Lagers der L-P DD erstaunt mich sowie, jedoch nebensächlich, die Montage der beiden spiegelbildlich montierten COTS single-turn-absolut Hohlwellenencodern mit SSI Schnittstelle für die redundante und drehrichtungsgegensinnig codierte Rotorlagerückmeldung, Deckel hätte ich Statorseitig mit Flansch verschraubt, nicht mit Innengewinden in der Wandstärke des Statorstämders (Schnittzeichnungen sieht man in Werbevideos und -unterlagen).
Sonst sind diese Motoren für mich überzeugend und insbes. auch sehr zuverlässig. Hätte jedoch die FUs einfach auschliesslich Luftgekühlt ausgeführt, bei 250 kW pro Modul kann man sowas um 2-4 % Verlustleistung problemlos luftgekühlt bewältigen wobei die Modulen etwas grösser werden. Die Wartung ist nicht so einfach weil der Aufbau sehr kompakt ist, trotz herausfahrbarer Seitenmontageplatte. Die LeitWind Modulen sind stand-alone Single-Drive-Einheiten (kein gemeinsamer DC-Zwischenkreis) bei denen ausser logischerweise die Wasserglykolrückkühlung alles integriert ist. Umwälzpumpen sowie etwaige Restwärmerückgewinnungsplattenwärmetauscher sind in einem getrennten Schrank, der Flüssigkeitskühler mit Elektrolüfter ist getrennt aufgestellt.
Dass Doppelmayr nicht einen ähnlichen Antrieb mit z.B. ABB ACS 880 FU Modulen mit Spezialfirmware entwickelt hat, war für mich stets erstaunlich, ist nicht so komplex, habe die Entwicklung eines grossen PM-Synchronmotors als Prrotoyp selbst mitverfolgt, ist durchaus machber jedoch sehr teuer (u.a. Hochleistungsmagnete (mehrere kg pro Stück, auf Mass gesintert und geschliffen) sowie kundenspezifisch lasergeschnittene Statorbleche). Für Mechanik, termische Simulation, Kühlluftfluss sowie Magnetsystem gibt es spezielle finiteelementbasierte Softwaresuites.