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Niesenbahn defekt

Ich wäre einfach zu Fuss abgestiegen, Licht hat auch jeder mit dem Handy dabei. Aber gut, so sind ein paar Flipflop-Touries zu einem Gratis-Heliflug gekommen. Die Rega ist praktisch die einzige Organisation, die nachts solche Flüge durchführen kann (und darf).
 
In der Nacht mit der Handy-Pfuntzel in dem Gelände? Da reichen nach kurzer Zeit dann zwei Rega-Helis nicht mehr.
 
Da ist ja nach ein paar Minuten der Akku leer. Die Bergbahnen verdienen sich dumm und dämlich, dann müssen sie auch wieder die Leute herunterbringen.
 
Ab der Mittelstation sind es nur 980hm. Die obere Sektion würde ich nachts auch nicht machen, die untere ist nur ein Waldweg. Die LED von meinem Handyblitz reicht locker zur Beleuchtung aus, habe ich schon öfters mal nachts benutzt. Ist weder eine Funzel noch geht der Akku nach Minuten leer.
 
ski-chrigel schrieb:

Wie die Sattel-Hochstuckli AG mitteilt, sei die genaue Ursache für die Panne noch am Sonntag eruiert worden. «Die Störung ist auf einen Defekt in einem Bruchstabschalter zurückzuführen.» Das defekte Teil sei ersetzt und zur exakten Analyse dem Bahnhersteller überbracht worden.
Quelle: https://www.bote.ch/nachrichten/schwyz/stuckli-rondo-laeuft-wieder-art-1495639
 
sheridan schrieb:
Ab der Mittelstation sind es nur 980hm. Die obere Sektion würde ich nachts auch nicht machen, die untere ist nur ein Waldweg. Die LED von meinem Handyblitz reicht locker zur Beleuchtung aus, habe ich schon öfters mal nachts benutzt. Ist weder eine Funzel noch geht der Akku nach Minuten leer.

Ich wäre auch zu Fuß abgestiegen.

Allerdings wäre es mit der Mondphase knapp geworden. Aktuell ist erstes Viertel, was bedeutet, dass der Mond Mittags aufgeht und um Mitternacht unter. Da das erste Viertel der Sonne um 3 Monate vorauseilt, bedeutet dies, dass der Mond jetzt ungefähr den Sonnenstand von Ende November hat, sodass man ganz grob sagen kann, dass der Mond ungefähr gegen 23 Uhr am Niesen untergegangen sein dürfte, was zeitlich wohl etwas knapp gewesen wäre. Wenn man nachts die Treppe am Niesen neben der Standseilbahn geht und man wegen der Akkommodation der Augen ein paar Minuten wartet, dann sollte das eigentlich auch ohne Mondlicht klappen zumal man als kleine Orientierung zur Not auch noch Jupiter verwenden kann, der aktuell gegen 23 Uhr aufgeht.

Als ich 2017 die 100 km Wanderung München - Mittenwald mitgegangen bin, kamen wir nachts ganz gut zurecht. Viele hatten die Handybeleuchtung an, aber da es nicht bewölkt war, kam man auch so ganz gut durch.

Als die Neubaustrecke Hannover - Würzburg noch im Bau war, bin ich, als die Tunnels im Rohbau fertig waren und noch kein Gleis lag zu Fuß durch den 10778 m langen Landrückentunnel gegangen. Auf den südlichen 8 km liegt der Tunnel in einer Geraden; die nördlichen 2,8 km in einer Kurve, sodass man, wenn man 8 km vom Südportal entfernt ist, dieses noch als gleißend hellen Punkt wahrnehmen kann, aber im Norden nichts sieht. Ich hielt dann mitten im Tunnel meine Zeitung hoch. Den Text konnte ich zwar nicht lesen, sehr wohl aber die Überschrift und gerade so eben noch erkennen, wieviele Absätze der Artikel hat und wie viele Zeilen die einzelnen Absätze umfassten.

Wenn man durch den Gotthardtunnel von Airolo nach Göschenen fährt, dann ist es so, dass man, wenn man um die Kurve fährt und noch 8 km von Göschenen entfernt ist, auch dort schon das Nordportal erkennen kann. https://www.youtube.com/watch?v=rruCFVrCjlk (Führerstandsmitfahrt Locarno - Gotthard Bergstrecke - Arth Goldau)

Das nördliche Tunnelportal taucht 8 km entfernt bei 1:18:56 auf (dritter Punkt von links, die anderen Punkte sind Signale). Der SBB-Lokführer weist explizit auch darauf hin.

https://youtu.be/rruCFVrCjlk?si=Jb-OpH25TSN28Yuj&t=4710

______________

Die menschlichen Augen sind zwar längst nicht so leistungsfähig wie die Augen von Katzen, aber durchaus leistungsfähig genug, um sehr viel aus der Resthelligkeit herauszuholen.

Wenn es jetzt nicht total bewölkt ist, dann sollte es schon gehen, nachts ohne Licht die Treppe in Flip Flops zu gehen. Allerdings ist es durchaus möglich, dass man dann von der Mittelstation zur Talstation mit so einem scheiß Schuhwerk 90 Minuten unterwegs ist, weil schneller als mit 1,5 km/h, also einem Drittel des normalen Fußgängertempos, kann man damit auf der Treppe nicht gehen.
 
Ich hätte vor allem wegen meines rechten Knies Probleme gehabt, die lange Treppe abwärts zu gehen. Da macht mir mein Meniskus zu schaffen und wenn ich eine längere Strecke abwärts gehe, schmerzt mein Knie. Vielleicht sollte man sicherheitshalber mit einem defekten Knie auch keine Bergbahnen benutzen, da man im Notfall nicht ohne weiteres zu Fuß wieder zurück ins Tal kommt.
 
ThomasK schrieb:
sheridan schrieb:
Ab der Mittelstation sind es nur 980hm. Die obere Sektion würde ich nachts auch nicht machen, die untere ist nur ein Waldweg. Die LED von meinem Handyblitz reicht locker zur Beleuchtung aus, habe ich schon öfters mal nachts benutzt. Ist weder eine Funzel noch geht der Akku nach Minuten leer.

Ich wäre auch zu Fuß abgestiegen.

Allerdings wäre es mit der Mondphase knapp geworden. Aktuell ist erstes Viertel, was bedeutet, dass der Mond Mittags aufgeht und um Mitternacht unter. Da das erste Viertel der Sonne um 3 Monate vorauseilt, bedeutet dies, dass der Mond jetzt ungefähr den Sonnenstand von Ende November hat, sodass man ganz grob sagen kann, dass der Mond ungefähr gegen 23 Uhr am Niesen untergegangen sein dürfte, was zeitlich wohl etwas knapp gewesen wäre. Wenn man nachts die Treppe am Niesen neben der Standseilbahn geht und man wegen der Akkommodation der Augen ein paar Minuten wartet, dann sollte das eigentlich auch ohne Mondlicht klappen zumal man als kleine Orientierung zur Not auch noch Jupiter verwenden kann, der aktuell gegen 23 Uhr aufgeht.

Als ich 2017 die 100 km Wanderung München - Mittenwald mitgegangen bin, kamen wir nachts ganz gut zurecht. Viele hatten die Handybeleuchtung an, aber da es nicht bewölkt war, kam man auch so ganz gut durch.

Als die Neubaustrecke Hannover - Würzburg noch im Bau war, bin ich, als die Tunnels im Rohbau fertig waren und noch kein Gleis lag zu Fuß durch den 10778 m langen Landrückentunnel gegangen. Auf den südlichen 8 km liegt der Tunnel in einer Geraden; die nördlichen 2,8 km in einer Kurve, sodass man, wenn man 8 km vom Südportal entfernt ist, dieses noch als gleißend hellen Punkt wahrnehmen kann, aber im Norden nichts sieht. Ich hielt dann mitten im Tunnel meine Zeitung hoch. Den Text konnte ich zwar nicht lesen, sehr wohl aber die Überschrift und gerade so eben noch erkennen, wieviele Absätze der Artikel hat und wie viele Zeilen die einzelnen Absätze umfassten.

Wenn man durch den Gotthardtunnel von Airolo nach Göschenen fährt, dann ist es so, dass man, wenn man um die Kurve fährt und noch 8 km von Göschenen entfernt ist, auch dort schon das Nordportal erkennen kann. https://www.youtube.com/watch?v=rruCFVrCjlk (Führerstandsmitfahrt Locarno - Gotthard Bergstrecke - Arth Goldau)

Das nördliche Tunnelportal taucht 8 km entfernt bei 1:18:56 auf (dritter Punkt von links, die anderen Punkte sind Signale). Der SBB-Lokführer weist explizit auch darauf hin.

https://youtu.be/rruCFVrCjlk?si=Jb-OpH25TSN28Yuj&t=4710

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Die menschlichen Augen sind zwar längst nicht so leistungsfähig wie die Augen von Katzen, aber durchaus leistungsfähig genug, um sehr viel aus der Resthelligkeit herauszuholen.

Wenn es jetzt nicht total bewölkt ist, dann sollte es schon gehen, nachts ohne Licht die Treppe in Flip Flops zu gehen. Allerdings ist es durchaus möglich, dass man dann von der Mittelstation zur Talstation mit so einem scheiß Schuhwerk 90 Minuten unterwegs ist, weil schneller als mit 1,5 km/h, also einem Drittel des normalen Fußgängertempos, kann man damit auf der Treppe nicht gehen.

UFF ! :roll:
 
osorno schrieb:
Ich hätte vor allem wegen meines rechten Knies Probleme gehabt, die lange Treppe abwärts zu gehen. Da macht mir mein Meniskus zu schaffen und wenn ich eine längere Strecke abwärts gehe, schmerzt mein Knie. Vielleicht sollte man sicherheitshalber mit einem defekten Knie auch keine Bergbahnen benutzen, da man im Notfall nicht ohne weiteres zu Fuß wieder zurück ins Tal kommt.

Selbstverständlich bringen die Bergbahnen im Notfall die Fahrgäste in Sicherheit.

Wenn man als Fahrgast anbietet, nachts die Treppe neben der Standseilbahn bergab zu gehen, dann ist das natürlich freiwillig.

Ich hätte in so einem Fall unter Berücksichtigung der Gesamtumstände entschieden.

Wenn jetzt wegen mir der Hubschrauber hätte extra fliegen müssen, dann wäre ich zu Fuß gegangen, um den Rettungskräften einen früheren Feierabend zu ermöglichen und um die Anwohner in ihrer Nachtruhe nicht zu stören, denn es ist klar, dass einige Anwohner nicht unbedingt begeistert sind, wenn da mitten in der Nacht der Hubschrauber über Mülenen herumknattert.

Aber angenommen, da wäre sowieso ein LKW die Forststraße unterwegs gewesen und man hätte auf der Ladefläche Platz genommen, dann wäre ich einfach mitgefahren, weil das keinen Zusatzaufwand bedeutet hätte, ob da jetzt 30 oder 31 Personen auf dem LKW mitfahren. In einem anderen Zusammenhang bin ich auch schon einmal auf der Ladefläche eines Traktoranhängers ein paar Kilometer mitgefahren. Schneller als 30 km/h fahren die auf den Forststraßen sowieso nicht.
 
osorno schrieb:
Vielleicht sollte man sicherheitshalber mit einem defekten Knie auch keine Bergbahnen benutzen, da man im Notfall nicht ohne weiteres zu Fuß wieder zurück ins Tal kommt.
Wenn das alle so machen würden, hätten die Bergbahnen einen grösseren Ausfall an Einnahmen. Grad wer mobil eingeschränkt ist, macht gerne mal einen Ausflug mit einer Bergbahn.
So ähnlich ist es mir vor ein paar Jahren auf dem Stoos / Fronalpstock passiert: Ich lief nach einer Knie-Operation an Stöcken und gönnte mir eine Fahrt auf den Fronalpstock. Infolge eins plötzlich auftretenden Sturms musste dann die obere Sektion der 4KSB eingestellt werden, während ich im Bergrestaurant sass. Ich bekam es nur mit, weil sich plötzlich viele Leute auf dem Wanderweg zur Mittelstation machten. Für mich wäre dies unmöglich gewesen. Ich ging dann rüber zur Bergstation, worauf der Mitarbeiter mir sagte, er würde dann zum Ende der ordentlichen Betriebszeit einen Sessel bereit machen und mit mir die Talfahrt antreten. Die erfolgte dann sehr langsam im heftigen Sturm und mit ständiger Funkverbindung des Mitarbeiters zur Talstation.
 
ski-chrigel schrieb:
Wenn das alle so machen würden, hätten die Bergbahnen einen grösseren Ausfall an Einnahmen. Grad wer mobil eingeschränkt ist, macht gerne mal einen Ausflug mit einer Bergbahn.
So ähnlich ist es mir vor ein paar Jahren auf dem Stoos / Fronalpstock passiert: Ich lief nach einer Knie-Operation an Stöcken und gönnte mir eine Fahrt auf den Fronalpstock. Infolge eins plötzlich auftretenden Sturms musste dann die obere Sektion der 4KSB eingestellt werden, während ich im Bergrestaurant sass. Ich bekam es nur mit, weil sich plötzlich viele Leute auf dem Wanderweg zur Mittelstation machten. Für mich wäre dies unmöglich gewesen. Ich ging dann rüber zur Bergstation, worauf der Mitarbeiter mir sagte, er würde dann zum Ende der ordentlichen Betriebszeit einen Sessel bereit machen und mit mir die Talfahrt antreten. Die erfolgte dann sehr langsam im heftigen Sturm und mit ständiger Funkverbindung des Mitarbeiters zur Talstation.


Was mich sowieso wundert, warum man nicht vom Stosssee in einer Sektion eine Anlage auf den Fronalpstock gebaut hat. Zwei Sektionen Stoos - Fronalpstock sind meiner Meinung nach völlig überflüssig.
Wenn, dann hätte ich eher noch eine direkte Pendelbahn Sisikon - Fronalpstock gebaut, weil dann die Erreichbarkeit des Fronalpstocks gewaltig verbessert wäre.
 
sheridan schrieb:
Ab der Mittelstation sind es nur 980hm. Die obere Sektion würde ich nachts auch nicht machen, die untere ist nur ein Waldweg. Die LED von meinem Handyblitz reicht locker zur Beleuchtung aus, habe ich schon öfters mal nachts benutzt. Ist weder eine Funzel noch geht der Akku nach Minuten leer.

Die Treppe ist trotzdem Bestandteil der Standseilbahn und damit haftet die Bahn für allfällige Unfälle, da können die Besucher noch lange sagen, sie seien freiwillig runtergelaufen. Es sind immerhin über zwei Kilometer und 1000 Meter Höhenunterschied. Das ist nicht zu unterschätzen, auch nicht für trainierte Besucher. Dazu müsste dann die Standseilbahn entgültig gesperrt werden, bis alle unten sind.
Darum war das Ausfliegen der Gäste per Helikopter der einzig richtige Weg.
 
Ich rede nicht von der Treppe, dort gilt ein Betretungsverbot. Den Wanderweg sollte jeder normale Mensch schaffen. Kleine Kinder, Schwangere, Fußkranke usw mal ausgeschlossen.
Glaube aber nicht, dass das auf 100% der ausgeflogenen Gäste zugetroffen hat. Da werden schon noch ein paar mit Vollkasko-Mentalität auf ihre Rettung gewartet haben.

Ich bin übrigens auch schon mal die obere Sektion abgestiegen bei Abenddämmerung, weil oben eine massive Warteschlange war. Hab es komischerweise überlebt.
 
Entschuldigung Kolkege sheridan, aber jetzt muss ich dich doch korrigieren.
Vollkaskomentalität ist, wenn man erwartet dass einem andere aus den Problemen raushehelfen wo man sich selber eingebrockt hat und zwar immer, überall und sofort.
Das ist hier nicht der Fall, also ist die Vermutung zwangsweise falsch.
Die Vollkaskofraktion sind die, wo in solchen Situationen die Anweisungen missachten und nicht oben warten wollen und dann unten im Wald rumschreien wenn sie sich die Beine gebrochen haben.

Es gibt sicher Bahnen und Situationen wo das selber runter gehen die beste Option ist, aber sicher nicht auf der Strecke und um diese Zeit.
Klassische Ausflugsbahnen ohne familientaugliche Wanderwege haben übrigens tendenziell einen höheren Anteil an nicht so mobilen Fahrgästen und zum Abendessen mit Famile oder Verein zieht man sich auch eher leicht an.

Was hier zu tun war ist glasklar und es wurde das richtige getan.
 
Ich habe nie gesagt, dass die Bergbahnen hier etwas falsch gemacht hätten. Mein Punkt ist, dass man sich auch selber zu helfen wissen sollte. Sagen wir mal, es wäre abends noch Nebel aufgezogen und kein Abtransport per Heli möglich gewesen. Was ist dann besser: in der Abenddämmerung selber abzusteigen oder eine unbequeme Nacht auf dem Gipfel zu verbringen?
 
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