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Öffis vs. Individualverkehr

Mal meine 2 Cent zum Thema automatisierter LKW:
- Immer weniger, vor allem grosse Speditionen haben eigene LKWs... meist sind das Osteuropäische Subunternehmer mit ihren geleasten Fahrzeugen. Billigarbeitssklaven, die einfach entsorgt werden, wenn se ein Problem haben.... Die leisten sich sicherlich keine Automatisierten LKWs.
- Ob ein Automatisierter LKW günstiger ist, als ein Ost-Europäischer Sklave wag ich mal zu bezweifeln...
- Automatik Konvois, die von übermüdeten, unterbezahlten Sklaven gefahren werden? Na danke...

Wenn die Politik das richtig steuern würde könnte etwas draus werden. Aber derzeit trau ich den Politikern nur noch die Erhöhung der eigenen Diäten zu... zu mehr sind se nicht mehr fähig...

Bei PKWs übrigens ganz interessant: Die neue E-Klasse von Mercedes kann eigenständig Überholen auf der Autobahn, bzw. hat bereit so etwas wie einen Autopiloten.... wusste gar nicht, dass so etwas bereits gesetzlich erlaubt wäre... genau wie die div. automatischen Einparksysteme...

Trotzdem freue ich mich, wenn ich mich in ein paar Jahren gemütlich ins Auto setzen kann, manuell noch auf die Autobahn fahre, dort dann den Autopiloten Richtung Skigebiet aktiviere und mich dann gemütlich zurücklehnen kann. Aber ich bin ja auch kein Autonarr, wie manch anderer hier.

Nur wird diese Zukunft nie im Zillertal ankommen.... die Elektrifizierung und der tw. zweispurige Ausbau der Zillertalbahn wird das Maximum bleiben, was es gibt. Mehr brauchts ned. Auch mit höheren Ölpreisen bleibt das Skifahren überwiegend PKW gebunden, auch wenn das Einige nicht einsehen wollen. Dazu wird die Zillertal-Bundesstrasse entweder ausgebaut, oder (wie lt. Gerüchten bereits in Arbeit) die Parallele Strecke über Bruck, Hart etc... wird zur Entlastungsstrecke ausgebaut.
 
Tyrolens schrieb:
Für Kurzstrecke in die Stadt einen Polo, für Langstrecke einen Q7. Eigentum am Auto ist dann ja prinzipiell nicht mehr notwendig und das ist der eigentliche Knackpunkt.

Kein Eigentum? Ach nein, ist das dann Auto-Kommunismus? Glaube ich nicht. Und wenn die Karre dann einer Firma gehört, die in etwa wie die jetzigen Autovermieter arbeitet? Wer haftet für Schäden? Und sei es auch nur ein verdrecktes Inneres, weil irgend ein Depp seinen Kaffee to go mitnimmt und im Auto verschüttet? Oder die Reste seines Burgers im Auto verteilt? Wie soll das festgestellt werden? Wenn ich ein Auto anfordere, um die zwei Kilometer zur nächsten Bushaltestelle zu fahren, muss dann sowohl beim Ein- als auch beim Aussteigen ein Übergabeprotokoll angefertigt werden? Wenn ja, von wem, wenn das Auto doch automatisch fährt?

Fragen über Fragen, für die es im Moment keine Antworten gibt...
 
Es ist ja zum Teil eine ganz interessante, überwiegend eher amüsante Diskussion hier.

Wenn ich dann allerdings sowas lese....

Bergfan schrieb:
Noch krasseres Beispiel: Wie lange ich mit dem Auto brauche, um ins 7 km entfernte Krankenhaus zu kommen, kann sich jeder Autofahrer ausrechnen, so plusminus 2 Minuten. Mit den Öffentlichen brauche ich eineinhalb Sunden. Sofern sie pünktlich fahren...

...brauhe ich mich nicht zu beteiligen. Eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 210km/h - nichtmals auf der Autobahn - :roll: :biggrin:
 
War wohl ein bisschen überspitzt formuliert ;) Ein anderes Beispiel:
Mit dem Auto brauch ich 8-10 Minuten zur Schule, mit den Öffis mindestens 30 Minuten bis eher 45 manchmal.
Wer sich jetzt noch fragt warum ich mit dem Auto komm... ;)

Mit der Klinik verhält es sich hier ähnlich.

Die größten Stärken hat der öffentlich Verkehr eben nur auf der Kurzstrecke in Städten, auf der Mittelstrecke als Zubringer in die Metropolen und in der Fernstrecke zwischen Großstädten. Für alles andere ist das Auto die erste Alternative, und das wird auch noch lange so sein.
 
whiteout schrieb:
War wohl ein bisschen überspitzt formuliert ;)
Glaube ich kaum....


whiteout schrieb:
Mit dem Auto brauch ich 8-10 Minuten zur Schule, mit den Öffis mindestens 30 Minuten bis eher 45 manchmal.
Wer sich jetzt noch fragt warum ich mit dem Auto komm... ;)
Es gab mal Zeiten, da war es völlig normal das Schüler mit dem Bus fahren :roll:
 
extremecarver schrieb:
Und wer als Pensionist der primär zu Hause ist ein Auto braucht - macht was falsch.
Jetzt brauchts halt nur dass die Generation Auto als Statussymbol so langsam abkratzt :surprised:
Ich gehörte nie zu denjenigen für den ein Auto ein Statussymbol ist sondern das war von Anfang an immer nur ein Mittel zum Zweck - sieht man auch daran das ich das Waschen ausschließlich dem Regen überlasse..:ja: Gerade für nen aktiven Pensionisten ist zumindest auf dem Land ein eigenes Auto ein wichtiger Bestandteil zur Erhaltung seiner Lebensqualität wenn er nicht zuhause sitzend schnell einem geistigen Abbau anheim fallen will. Und gerade ich der vermutlich bis zur Rente fast durchgehend in der Freizeit zuhause beschäftigt sein wird hab auf alle Fälle keinesfalls die Absicht mich dann wenn ich wieder Zeit für Aktivitäten hätte mir diese dann vermiesen zu lassen.
Carsharing käme aus mehreren Überlegungen für mich auch keinesfalls in Betracht was schon beim Punkt Rauchen im Auto beginnt, ich auch keine Lust habe jedesmal meinen Standardmobilwerkzeugsatz zwei Stunden lang ein - oder auszuräumen und/oder nen Großputz hinzulegen und mich für jede Innenraummacke rechtfertigen zu müssen wenn ich mal paar Bauteile transportiere wenn´s irgendwo was zu tun gibt und auch nicht für jene anderen Carsharingnutzer indirekt mitzuzahlen die ihr Fahrzeug aus mangelndem Wissen oder auch Wollen nicht so verschleißschonend bewegen wie ich. Auch fällt beim Sharing die Ersparnismöglichkeit weg durch Reparatureigenleistungen Geld zu sparen oder für mich paktikable Modifikationen beispielsweise an Sitzpositionen, Pedalsposition, Schalthebellänge etc. durchzuführen.

ThomasK schrieb:
Man kann ja über das autokratische System in Singapur denken, was man will, aber es ausgerechnet bei der Verkehrsplanung zu kritisieren, wo die Autokratie es bei weitem besser macht als die Demokratie, ist nun wirklich amüsant.
In dem Fall hört sich für mich jede Art von Amusement auf denn mit ähnlicher Argumentation kam u. a. auch Hitler an die Macht...:sauer: Die Wissenschaft mag zwar in ihren Ergebnissen undemokratisch sein aber in der Umsetzung ihrer Ideen hat sie sich ohne Diskussion in einer Demokratie schlicht der Meinung des Volkes zu beugen denn das ist nunmal der Souverän. Auch ein Grund warum ich eindeutig für mehr Instrumente einer direkten Demokratie plädiere.
 
noisi schrieb:
Es ist ja zum Teil eine ganz interessante, überwiegend eher amüsante Diskussion hier.

Wenn ich dann allerdings sowas lese....

Bergfan schrieb:
Noch krasseres Beispiel: Wie lange ich mit dem Auto brauche, um ins 7 km entfernte Krankenhaus zu kommen, kann sich jeder Autofahrer ausrechnen, so plusminus 2 Minuten. Mit den Öffentlichen brauche ich eineinhalb Sunden. Sofern sie pünktlich fahren...

...brauhe ich mich nicht zu beteiligen. Eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 210km/h - nichtmals auf der Autobahn - :roll: :biggrin:

Dann beteilige dich eben nicht. Ich brauche für die 7 Kilometer eine gewisse Zeit, je nach dem ob ich grüne oder rote Ampeln habe mal zwei Minuten mehr, mal zwei Minuten weniger, also x plus/minus 2 Minuten. Aber da du ja Spitze in Mathe bist, kannst du bitte auch die Durchschnittsgeschwindigkeit der Öffis ausrechnen, da brauche ich nämlich von der Bushaltestelle, zu der ich 2 Kilometer laufen muss, 91 Minuten bis zum Krankenhaus. Natürlich nur tagsüber; nachts, wenn kein Bus fährt, würde ich zu Fuß schneller ankommen.
 
AndyGAP schrieb:
noisi schrieb:
Bergfan schrieb:
Dann beteilige dich eben nicht.
Mach ich normal auch nicht. Wenn ich so einen Scheiss lese schon :lach:

Was stimmt denn nicht daran, dass es bei einer Strecke von 7 Kilometern zu zeitlichen Abweichungen von +/- 2 Minuten kommen kann?

Nichts stimmt daran nicht.
Nur das man für 7 Kilometer +/- 2 Minuten braucht stimmt nicht. Ist aber auch egal....
Ich hab mir eigentlich nur beispielhaft ein Zitat herrausgesucht. Das hätte genauso gut von der Bahnfraktion/ einem anderen User sein können.
 
Aaaah, ein gutes altes Missverständnis: Ich habe es von Anfang an so aufgefasst, dass man eine gewisse Zeit für 7 Kilometer braucht. Diese kann verkehrsbedingt schwanken (+/- 2 Minuten). Dass man 7 Kilometer in 2 Minuten schafft, glaubt - denke ich mal - niemand hier :wink:
 
Teilweise wirkt die Diskussion mittlerweile etwas skuril - und sie ist auch ziemlich off-topic geworden (ich mach hier jetzt auch weiter), was in diesem Teilforum wohl auch nicht sooo arg stört.

Was die 7km und 2min betrifft war ich auch erstmal stutzig, aber letzten Endes kann es ja nur so gemeint sein: man braucht eine Zeit x (z.B. 7min bei Durchschnittsgeschwindigkeit 60 km/h) und dann eben mal 2min mehr, mal 2min weniger (was aber dann schon 84 km/h im Durchschnitt entspräche).

Ansonsten hab ich persönlich auch große Probleme mit autokratischen, undemokratischen Systemen, aber manchmal auch mit direkter Demokratie. Ein System in dem wirklich alle Menschen gleich behandelt werden und gleich viele Ressourcen zur Verfügung haben wird es leider sicher nie geben. Manchmal ist es auch nicht verkehrt, wenn eine Regierung aus Überzeugung handelt, auch wenn ein Teil der Bevölkerung etwas dagegen hat. Den realen Teil der Befürworter und Gegner wird man eh nie herausfinden, da viele Leute auch nicht wählen gehen, was aber nicht unbedingt gleichbedeutend mit "egal" ist. Wenn aber eine Regierung entgegen gewisser Werte handelt, dann ist das auf keinen Fall zu tolerieren. Direkte Demokratie kann eine schöne Sache sein, aber auch hier ist das Problem, dass es nicht immer zielführend wäre, ein Volk über Rechte von Minderheiten abstimmen zu lassen: "Was kümmern mich die [bitte einzetzen: Moslems/Juden/Sinti/Roma/Queeren/...]?" In solch einer Gesellschaft in der letzten Endes nur das Angepasste und "Gleiche" Überhand hat, möchte ich nicht leben.
 
Florian86 schrieb:
Direkte Demokratie kann eine schöne Sache sein, aber auch hier ist das Problem, dass es nicht immer zielführend wäre, ein Volk über Rechte von Minderheiten abstimmen zu lassen: "Was kümmern mich die [bitte einzetzen: Moslems/Juden/Sinti/Roma/Queeren/...]?" In solch einer Gesellschaft in der letzten Endes nur das Angepasste und "Gleiche" Überhand hat, möchte ich nicht leben.
Ist klar aber wenn die Mehrheit der Bevölkerung in einer Volksabstimmung eine Entscheidung trifft in einer bestimmten Art und Weise leben zu wollen hat man die meiner Ansicht nach zu akzeptieren und müsste schlimmstenfalls eben auswandern wenn man damit gar nicht zu Rande käme. Mit eventuellen Konsequenzen müssen die dann natürlich ebenfalls fertigwerden wie sich anhand der schweizer Einwanderungsabstimmungsproblematik aktuell zeigt weil diese alle existenten bliateralen Abkommen mit der EU bei einer Realisierung aushebelte. Auswanderungsbedarf könnte mich persönlich aufgrund der EU - Zukunftspläne gegenüber den Rauchern durchaus auch noch in der Rente treffen und ich muß diesbezüglich leider rechtzeitig auch meine Fühler ausstrecken.

Ich glaube jedenfalls nicht das sich die Bevölkerung in westlich - demokratischen Gesellschaften eine Abschaffung bzw. größere Einschränkung ihrer Individualmobilität aufoktroyieren liesse. Einem Ausbau der Öffis wird dort wo es wirklich sinnvoll ist jeder zustimmen und wenn die Kostenstruktur und Transportzeiten stimmig sind sie auch gerne nutzen aber sich auch sicher nicht die Möglichkeit nehmen lassen individuell mit einem eigenen Fahrzeug mobil zu sein. Mit einer generellen Verkehrszunahme ist aufgrund der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung dann nicht zu rechnen wenn man einer Arbeitsmarktentwicklung politisch gegensteuert die Menschen praktisch zu einer höheren Mobilität aufgrund von zu großen Einkommensunterschieden zwingt. Das größte Mobilitätsbedürfnis verursacht nach wie vor der Pendlerverkehr aber niemand sucht sich zum Privatvergnügen einen entfernteren Arbeitsplatz der ja nicht nur zusätzliche Fahrtkosten verursacht sondern auch noch jede Menge Zeit kostet die einem niemand zahlt.
 
Es sind ja derzeit nicht ein mal die Hauptverkehrsrouten gut ausgebaut. Innsbruck - Wien dauert mit dem Zug vier Stunden. Das sollte doch locker in 2 Stunden zu schaffen sein. Frankreich macht es vor.
 
Das dürfte bei uns aufgrund der Topographie praktisch nicht verwirklichbar sein es sei denn man baute komplette Neubaustrecken mit praktisch Diretissimalinien und unzähligen Tunnels.
 
Ja, und? Schon mal in Japan gewesen?
 
Nicht nur dort. Gewisse Strecken des ICE und TGV gehen auch durchs Gebirge.
 
Tyrolens schrieb:
Es sind ja derzeit nicht ein mal die Hauptverkehrsrouten gut ausgebaut. Innsbruck - Wien dauert mit dem Zug vier Stunden. Das sollte doch locker in 2 Stunden zu schaffen sein. Frankreich macht es vor.

Naja zwischen Innsbruck und Wien ist die größte Bremse wohl auf dem deutschen Streckenabschnitt zwischen Kufstein und Salzburg, dort wird eine Durchschnittsgeschwindigkeit von kaum 100 km/h gefahren, während in der Unterinntaltrasse sowie in Ostösterreich Geschwindigkeiten um 200 km/h und darüber gefahren werden.
 
Ihr dürft gerne eine neue Strecke auf eurem eigenen Staatsgebiet bauen wenns euch zu langsam geht :wink: :D
 
David93 schrieb:
Ihr dürft gerne eine neue Strecke auf eurem eigenen Staatsgebiet bauen wenns euch zu langsam geht :wink: :D

keine Mittel mehr verfügbar, wird alles im Zillertal verbuddelt. ;D
 
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