@Nuno:
genau so schätze ich das auch ein...
Das Classic Gebiet müsste für die BZB die Verluste ausgleichen, die im Gebiet Zugspitze unvermeidlich sind, und zwar im Sommer, da wo eben noch Kapazitäten frei sind.
Aktuelles Beispiel:
Am Sonntag waren wir drüben an der Kandahar. Blauer Himmel, Sonnenschein, bestes Ausflugswetter für Tagesgäste.
Die Kreuzeckbahn fuhr nahezu leer, man hätte auch nur 2 Kabinen dranhängen können, hätte völlig ausgereicht.
Die Alpitzbahn dagegen war relativ gut frequentiert... und warum? Weil die Leute auf die neue Alpspix-Plattform wollen.
Diese Attraktion wurde in den Medien gut untergebracht und nun kommen die Tagesausflügler tatsächlich um sich das anzuschauen.
Sogar Rollstuhlfahrer und Kinderwagen haben die netten Seilbahner in der Talstation rauf und runtertransportiert.
Der neue Kinderwagen- und Behindertengerechte "Erlebniswanderweg" + "AlpspiX-Plattform" locken genau diese Besucher an.
Es funktioniert also.
Wenn man nun ähnliche Attraktionen auf den Kreuzeckgipfel pflastert, dann bringt das genauso neue Tagesausflügler.
Sommerrodelbahn bis ins Tal neben der Kandaharpiste z.B. - da kreuzt man nichtmal ne Piste.
Am besten gleich mehrere Bahnen, damit es auch hier keinen Stau und Wartezeiten gibt.
Die Wasserkuppe macht es erfolgreich vor:
http://www.sommerrodelbahnen-wasserkuppe.de/
Dasselbe am Hausberg... ich wiederhole mich da gerne: Mountainbikestrecken, Konzertarena, Hotels, Erlebnisgastronomie, Wellnessangebote, Whirlpools, Schwimmbecken, Rutschen,
Kinderattraktionen, wie z.B. Ponyreiten... (
http://www.allgaeuer-berghof.de/)
Wenn man das alles bieten kann, dann darf man auch höhere Preise verlangen, wie z.B. in Serfaus.
Da haben wir für eine Woche über Weihnachten gut 3000 Euro gezahlt, aber dafür auch exakt das bekommen, was versprochen wurde und wir hatten nie das Gefühl, ausgenommen worden zu sein. Der Urlaub war diesen Preis wert, und unser Nachwuchs schwärmt heute noch davon und will unbedingt wieder hin.
Wenn man soweit ist, dann hat man als Gästebetrieb gewonnen, denn über die Kinder erreicht man die Eltern, die dann das Geld mitbringen.
Nur blockiert man in GAP irgendwie solche Investitionen in jederlei Hinsicht.
Investoren, die gerne ein paar hochklassige Hotels bauen wollen, stehen laut Medien Schlange.
Klar, damit lässt sich schließlich Geld verdienen.
Und solange das so bleibt, muss man eben zuschauen, wie die Touristen lediglich durch GAP hindurchfahren... auf dem Weg nach Österreich usw.
Man beruft sich ja in GAP gerne auf die unberührte Natur als Argument für GAP-Tourismus... naja, die Menschen im Tal müssen halt wissen was sie wollen.