• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Öffnungzeiten vs. Finanzierbarkeit

Also, ich fahre trotz Allem gerne im Frühjahr und behaupte nach wie vor, dass die Verhältnisse, wenn man weiß, wohin man fahren muss sehr oft gut oder gar am besten sind, auch wenn ich jetzt vielleicht ein Witerporst bin :P
Grands Montets übrigens offen bis 8. Mai 2011 8)
 
jens.f schrieb:
Dann: Fakt ist, das im Sommer weniger Leute in die Berge fahren als im Winter - klar, im Sommer gibt es ja viele andere Reiseziele.


Uhhh...das würd ich jetz mal ned so pauschal sagen...Beispiel Meran/Schenna, Vinschgau...ist ja wohl auch Berge und da ist im Sommer alles voll und im Winter leerer trotz Skigebieten.

Beziehst du das rein auf Skigebiete siehts schon wieder anderst aus. Wobei Serfaus/Fiss und Söll(Hexenwasser) schon rausstechen. Übrigens steh ich im Sommer mindestens genausooft in den Kitzbühler Alpen im Stau, wie im Winter. Nur dass am Samstag in Scheffau ned der Verkehr zusammenbricht.
 
1, ich bin, von meiner Einstellung her, genau bei 3303

2, Man kann einfach nicht alles genau bis ins letzte Detail BWL technisch ermitteln. Auch wenn in einer gewissen Zeit nichts oder fast nichts los ist kann man nicht einfach zusperren. Gäste erwarten einfach einen gewissen Service. Um so "besser" ein Skigebiet ist, desto mehr erwarte ich mir.

Beispiel: Vor ein paar Jahren hat die Corviglia schon am Ostermontag geschlossen, ist nicht noch die ganze Osterwoche gefahren. Mich hats damals fast aus den Schuhen gehauten als ich das an der Kasse erfahren habe. Von kleinen Skigebieten erwarte ich mir nicht das sie bis nach der Osterwoche offenhaben, von großen renomierten Skiorten aber schon. Das ist einfach ein gewisser Service den ich mir erwarte.

Nächstes Beispiel: Ok, Bäckerei gehöt jetzt hier nicht unbedint zu den Topics. Allerdings ist in einer Bäckerei ab. ca. 16.00 extrem wenig los. Aber zusperren kann ich nicht um 16.00. Es wird von mir erwartet daß ich bis um 6 offen habe (auch wenn es für mich nicht kostendeckend ist). Sperr ich um 4 zu kann ich auch gleich zusperren.....
 
Ich hoffe es gibt zwischen diesem Gewalt auch noch Platz für eine Meinung ohne als Laie oder Dumpflaberer weggestellt zu werden. Mal aus betriebswirtschaftlichen Augenpunkt gesehen; Es wird folgendes behauptet (korrigiere mich bitte wenn ich falsch liege...):

1. BZB verliert jedes Jahr Geld
2. Die Ausgaben können wegen die Instandhaltung der Infrastruktur (Zahnradbahn) nur schwer gesenkt worden
3. Die Einnahmen an Hauptsaisonzeiten können wegen Engpässe am Kapizität nicht über Ersteintritte erhöht worden
4. Die Einnahmen können angeblich nicht durch Preiserhöhung verbessert werden, weil die Zugspitze anscheinend nicht diese Premium wert ist (persönlich bin ich nicht sicher diesbezüglich)

Was bleibt dann übrig als massiv auf Vor-, Zwischen- und Nachsaison und die Sommersaison zu setzen, ausser Subventionierung? Weil nur da gibt es Möglichkeiten um ohne direkte Investierungen die Einnahmen zu steigern. So dumm wie es hier gebracht wird, ist diese Gedanken nicht. Vor allem weil es an andere Stellen mehr oder weniger erfolgreich gemacht wird. Wenn es nachhaltig keine Möglichkeit gibt um die Umsatze im Nebensaison zu steigern, gibt es im Markt anscheinend keinen überlebenschance.

Glücklich (für die BZB) gibt es aber immer noch ausreichend Tragfläche um die Verlusten zu "versteuern".
 
Irgendwie kann ich mir die betriebswirtschaftliche Schräglage bei der BZB nicht so recht erklären.
Zumindest im Sommer muss es bei denen doch brennen in der Kasse.
Die haben mit der Zugspitze doch die Cashcow schlechthin, vlt. noch zu vergleichen mit Füssen und Neuschwanstein. Der beste Aussichtsberg der Nordalpen, dazu noch der höchste Deutschlands - bequem mit Badeschlappen zu erreichen. Jede andere Tourimusdestination würde sich nach diesem Alleinstellungsmerkmal die Finger lecken. Am Osterfelderkopf gibt's nun den Alpspix. Ich war unter der Woche dort und es war sehr gut besucht. (Und 98% sind bestimmt nicht zu Fuss da hoch gelatscht) An normalen Sommerwochenden stehen die Leute Schlange um in die Norwand-Ferrata der Alpspitze einzusteigen. Auch hier fahren die meisten mit der Bahn hoch. Die einfache Talfahrt, die ich mir nach meinem Aufstieg durchs Höllental dann gegönnt habe, hat 16.50 Euronen gekostet. Beim Anblick des Zugspitzgipfels mit Deutschlands höchstem Biergarten, deutschlands höchster Bratwurst etc. fühlt man sich eher ans Oktoberfest erinnert.
Im Klartext heißt das: Die Bude ist gerammelt voll. Es kann doch nicht nur an den Betriebskosten der Bahnen liegen, dass es woanders funtioniert und ausgerechnet bei der BZB nicht. Hier muss doch irgendwo anders der Hase im Pfeffer liegen. Zumal ja die defizitären Saisonrandzeiten auf der Zugspitze so gut wie nicht mehr bedient werden.
 
Die Tickets sind einfach zu billig und der Markt ist zu übersättigt mit hochsubventionierten Seilbahnen, so dass man weder mehr Gäste rekrutieren, noch kostendeckende Preise durchsetzen kann.
Insgesamt gibt es in vielen Alpenregionen offenbar ein Überangebot an Seilbahnanbetreibern, die nur durch diese massive Subventionierung überleben können. Vollbeschneiung, Hochleistungsanlagen, explodierende Investitions- und Betriebskosten, das alles rechnet sich in den meisten Fällen überhaupt nicht und die Tickets müssten wesentlich teurer sein. Also es zahlt der Steuerzahler. Dadurch auch die Entwicklung zu Großgebieten, die dank öffentlichem Interesse eine bessere Lobby haben und so mehr finanzielle Mittel zugeschossen bekommen.
Eigentlich ein Unding den Betreibern gegenüber, die selbst wirtschaften müssen.
Da sollte die EU-Kommission mal aktiv werden anstatt sinnlose Bananenkrümmungsnormen und Feuerzeugrichtlinien zu iniziieren.
Vielleicht könnte GAP für die Zugspitze dann auch 10 Euro mehr für die Berg-Talfahrt nehmen.
 
@Nuno:

genau so schätze ich das auch ein...
Das Classic Gebiet müsste für die BZB die Verluste ausgleichen, die im Gebiet Zugspitze unvermeidlich sind, und zwar im Sommer, da wo eben noch Kapazitäten frei sind.

Aktuelles Beispiel:
Am Sonntag waren wir drüben an der Kandahar. Blauer Himmel, Sonnenschein, bestes Ausflugswetter für Tagesgäste.
Die Kreuzeckbahn fuhr nahezu leer, man hätte auch nur 2 Kabinen dranhängen können, hätte völlig ausgereicht.
Die Alpitzbahn dagegen war relativ gut frequentiert... und warum? Weil die Leute auf die neue Alpspix-Plattform wollen.
Diese Attraktion wurde in den Medien gut untergebracht und nun kommen die Tagesausflügler tatsächlich um sich das anzuschauen.
Sogar Rollstuhlfahrer und Kinderwagen haben die netten Seilbahner in der Talstation rauf und runtertransportiert.
Der neue Kinderwagen- und Behindertengerechte "Erlebniswanderweg" + "AlpspiX-Plattform" locken genau diese Besucher an.
Es funktioniert also.

Wenn man nun ähnliche Attraktionen auf den Kreuzeckgipfel pflastert, dann bringt das genauso neue Tagesausflügler.
Sommerrodelbahn bis ins Tal neben der Kandaharpiste z.B. - da kreuzt man nichtmal ne Piste.
Am besten gleich mehrere Bahnen, damit es auch hier keinen Stau und Wartezeiten gibt.
Die Wasserkuppe macht es erfolgreich vor: http://www.sommerrodelbahnen-wasserkuppe.de/

Dasselbe am Hausberg... ich wiederhole mich da gerne: Mountainbikestrecken, Konzertarena, Hotels, Erlebnisgastronomie, Wellnessangebote, Whirlpools, Schwimmbecken, Rutschen,
Kinderattraktionen, wie z.B. Ponyreiten... (http://www.allgaeuer-berghof.de/)
Wenn man das alles bieten kann, dann darf man auch höhere Preise verlangen, wie z.B. in Serfaus.
Da haben wir für eine Woche über Weihnachten gut 3000 Euro gezahlt, aber dafür auch exakt das bekommen, was versprochen wurde und wir hatten nie das Gefühl, ausgenommen worden zu sein. Der Urlaub war diesen Preis wert, und unser Nachwuchs schwärmt heute noch davon und will unbedingt wieder hin.
Wenn man soweit ist, dann hat man als Gästebetrieb gewonnen, denn über die Kinder erreicht man die Eltern, die dann das Geld mitbringen.

Nur blockiert man in GAP irgendwie solche Investitionen in jederlei Hinsicht.
Investoren, die gerne ein paar hochklassige Hotels bauen wollen, stehen laut Medien Schlange.
Klar, damit lässt sich schließlich Geld verdienen.
Und solange das so bleibt, muss man eben zuschauen, wie die Touristen lediglich durch GAP hindurchfahren... auf dem Weg nach Österreich usw.
Man beruft sich ja in GAP gerne auf die unberührte Natur als Argument für GAP-Tourismus... naja, die Menschen im Tal müssen halt wissen was sie wollen.
 
La Grave closing 25.4.! - man schaffts dort nicht mal die Webcam zu reparieren - jetzt sieht man die Skipaßverkäuferin statt dem Gletschergebiet :lach: ? Und der Skipass wurde die letzten beiden Jahre massiv erhöht...irgendwann kauft sich Mann dann Tourenski :oops:

Da gibts die Säntisbahn -schreibt scheinbar ohne Ende schwarze Zahlen, hat aber keinen "echten" Skibetrieb
 
@ Wiesel: Du weißt doch selbst am besten, wie Teile der Bevölkerung auf die Plattformen am Osterfelder reagiert haben. Was glaubst du wird wohl passieren, wenn am Hausberg eine Sommerrodelbahn entstünde? Die Reaktionen auf die geplante Flying Fox Anlage am Osterfelder waren schon eindeutig. Solange der Markt da die Hand drauf hat, wird sich nicht viel ändern, denn Schmid führt, und das solltest du auch wissen, sein Imperium in seinem Sinn.
Da wurden viele Fehler insbesondere bei den Neubauten der Bergbahnen gemacht - auch dass darf man hier sagen ohne als Dummschwätzer oder ewiger Nörgler hingestellt zu werden. Aber das wichtigste ist: Die Verantwortlichen sind zufrieden. Allgemein gilt: Die Bahnen gehören dem Staat, eine kleine Gruppe kann drüber entscheiden, was passiert. Diese ist mit der Entwicklung zufrieden und gut...! Wem das nicht passt, steht es halt frei, woanders hinzufahren!
 
noisi schrieb:
Ich würde allerdings mal behaupten das etwa 99% der zahlenden Gäste ziemlich zufrieden damit sind, dass es diese Sesselbahn gibt.
Sogar ich bin froh, wenn ich nicht den ganzen Tag SL fahren muss :) Aber wenn es die Wahl gegeben hätte, Erhalt DSB NW oder Neubau 6KSB -> wäre mir die DSB NW auch lieber gewesen.

Dachstein schrieb:
Mir ist weiters niemand hier im Forum bekannt, der gerne bei Geschäften draufzahlt - warum wird das aber von einigen so vehement von dn Seilbahngesellschaften gefordert?
Vielleicht sollte man Seilbahnen einfach mit Öffentlichen Verkehrsmitteln vergleichen. Wie gut, dass die nicht nur dann fahren, wenn sie proppenvoll sind, oder? Warum muss jemand ausgerechnet um 22 Uhr mit dem Zug fahren? Soll er doch um 18 Uhr den letzten nehmen, danach rentiert sich's nicht mehr. Oder Supermärkte. Haben ja auch immer länger offen, obwohl es sich zu bestimmten Zeiten, v.a. abends/nachts, sicher für die wenigsten rentiert.

Warum muss ich jetzt ausgerechnet bei Bergbahnen Verständnis haben, dass sie nur noch an Schönwettertagen in der Hochsaison von X bis Y Uhr fahren dürfen, weil es sich (aufgrund der teuren Modernisierungen) nur noch dann rentiert? Leuchtet mir nicht ein.
 
starli2 schrieb:
Dachstein schrieb:
Mir ist weiters niemand hier im Forum bekannt, der gerne bei Geschäften draufzahlt - warum wird das aber von einigen so vehement von dn Seilbahngesellschaften gefordert?
Vielleicht sollte man Seilbahnen einfach mit Öffentlichen Verkehrsmitteln vergleichen. ...
Genau, ist doch ganz einfach. Wenn ein Unternehmen mit Steuergeldern subventioniert wird, erwarte ich ganz einfach, dass es auch zum Wohl der Allgemeinheit beiträgt. Wo kämen wir denn da hin, wenn die Gelder, die auch für Soziales oder Schuldenabbau etc. verwendet werden könnten, allein als Gewinne in die Kassen der Bahngesellschaft flössen.
Sofern sich ein gebiet wirklich selbst trägt, also keine Steuermittel bekommt, soll es machen, was es will.
 
starli2 schrieb:
Vielleicht sollte man Seilbahnen einfach mit Öffentlichen Verkehrsmitteln vergleichen. Wie gut, dass die nicht nur dann fahren, wenn sie proppenvoll sind, oder? Warum muss jemand ausgerechnet um 22 Uhr mit dem Zug fahren? Soll er doch um 18 Uhr den letzten nehmen, danach rentiert sich's nicht mehr. Oder Supermärkte. Haben ja auch immer länger offen, obwohl es sich zu bestimmten Zeiten, v.a. abends/nachts, sicher für die wenigsten rentiert.

Warum muss ich jetzt ausgerechnet bei Bergbahnen Verständnis haben, dass sie nur noch an Schönwettertagen in der Hochsaison von X bis Y Uhr fahren dürfen, weil es sich (aufgrund der teuren Modernisierungen) nur noch dann rentiert? Leuchtet mir nicht ein.

Der Vergleich hinkt ohne Ende. Mach Dir mal Gedanken drüber.

Der Bus fährt, gelegentlich auch fast leer, weil Personen die sich keine individuelle Mobilität leisten können oder auf Grund gesetzlicher Einschränkungen (Führerschein ab 18?) oder Verpflichtungen (Schulpflicht?) diese noch nicht haben. Schi fahren ist nach wie vor ein Hobby.

Und jetzt kommt der Hammer:
Warum soll mit UNSEREN Steuergeldern DEIN Hobby subventioniert werden? kauf Dir ein Paar Tourenschi, dann kannst du dir wirklich noch den letzten Schnee gönnen.

Was in Übermaßen im laufenden Betrieb rote Zahlen schreibt ist eigentlich zu schließen, Sinn der Sache ist es Geld zu verdienen. Warum sollen Gebiete die im laufenden Betrieb eine schwarze Null oder sogar Gewinn machen durch staatliches Geld ihre Kunden genommen werden weil da Sachen am laufen gehalten werden die betriebswirtschaftlich keinen Sinn machen?

Und jetzt noch was zum Thema Öffnungszeiten:

Ich bin froh wenn ich nach 9.30 Stunden, davon 8.30 Betrieb, Feierabend habe! Und davon abgesehen haben viele Gäste überhaupt nicht die Kondition um noch länger zu fahren.
 
Genauso könnte ich jetzt sagen, wieso soll mit MEINEN Steuergeldern der ÖPNV finanziert werden, wenn ich ihn nicht benutze? Wieso soll ich mit MEINEN Steuergeldern den Lebensunterhalt von irgendwelchen Arbeitslosen, die nicht arbeiten wollen (und nur die mein ich jetzt), finanzieren? Also wenn du es schaffst, dass deine Steuergelder nur für Dinge verwendet werden, die du toll findest und brauchst, Hut ab! Und wieso soll ich mit meinem teuren Skipass überdimensionierte Seilbahnen (oder das Übungsgelände) finanzieren, die ich nicht brauch?

Außerdem kannst du (und alle anderen, die bei Seilbahnen arbeiten und nicht direkt am Gewinn beteiligt sind) doch froh sein? Je länger die Saison, desto länger habt ihr Arbeit, desto mehr verdient ihr. Und je weniger los ist, desto mehr Ruhe habt ihr!
 
starli2 schrieb:
Genauso könnte ich jetzt sagen, wieso soll mit MEINEN Steuergeldern der ÖPNV finanziert werden, wenn ich ihn nicht benutze?

ÖPNV darf und muss Steuergelder kosten, weil es erstens für viele Menschen keine andere Möglichkeit gibt, mobil zu sein. Und da eine gewisse Mobilität einfach erforderlich ist, ist es Aufgabe eines Sozialstaates, diese zu bieten. Zweitens würde es für den Steuerzahler viel teurer sein, wenn alle Menschen mit Auto fahren würden, weil die externen kosten des Verkehrs (Umweltbelastung, Folgekosten für Krankheiten aus Verkehrslärm etc.) immer noch wesentlich höher liegen als die Einnahmen aus dem Verkehr. Abgesehen könnte unsere Verkehrsinfrastruktur diese Belastung gar nicht aufnehmen und du würdest dich als erster beschweren, wenn du jeden Tag nur noch im Stau stehst, weil keiner mehr die Bahn nutzt.

starli2 schrieb:
Wieso soll ich mit MEINEN Steuergeldern den Lebensunterhalt von irgendwelchen Arbeitslosen, die nicht arbeiten wollen (und nur die mein ich jetzt), finanzieren?

Das ist eher das Problem, dass man die, "die nicht arbeiten wollen", erstmal identifizieren muss. Und wenn die Kontrollmechanismen so teuer sind, dass sie im Endeffekt die Kosten übersteigen, die durch "Schmarotzer" entstehen, ist das eher schlechter.

starli2 schrieb:
Also wenn du es schaffst, dass deine Steuergelder nur für Dinge verwendet werden, die du toll findest und brauchst, Hut ab! Und wieso soll ich mit meinem teuren Skipass überdimensionierte Seilbahnen (oder das Übungsgelände) finanzieren, die ich nicht brauch?

Das kannst du ja ganz alleine entscheiden. Wenn du das nicht willst, dann fahr kein Ski mehr oder geh in Skigebiete, die nicht jedes Jahr X Millionenn für neue Bahnen ausgeben.


Du solltest einfach mal über den Tellerrand hinausschauen und nicht alles aus deiner Froschperspektive betrachten. Dann relativieren sich einige Dinge ganz schnell. Der Vergleich von Liftinfrastruktur mit Verkehrinfrastruktur hinkt vorne und hinten und ist einfach mehr als lächerlich.
 
Ich glaube du hast Starlis Post nicht so ganz verstanden (oder ich nicht) :wink:. Sagt so ziemlich das gleiche aus wie deiner.
 
Ich denke das es schwierig ist die vergleich zum Bus etc. zu machen. Das eine handeld sich um einen Hobby das zweite um Mobalität. Wir als Gemeinschaft haben entschlossen das Mobalität für jeder da sein muss, gleich wie eine Wohnung etc., Schifahren ist als Hobby angemerkt und nicht unbedingt für jeder, nur den die sich es leisten können (und auch schifahren wollen).

Die Bergbahnen sind damit einen Privatuntermen und die mussen Profit machen für die shareholders (ich weiss nicht wie die auf Deutsch heissen). Damit werden die nur dann laufen wenn es rendiert. Wenn es genugend leute gibt die noch länger pro Tag oder pro Saison fahren wollen werden die Bergbahnen auch länger offen sein (wenn es von der Schnee her auch geht), sonst nicht. Ich war zum Beispiel letzten Ostern am Weinebene, super (neu)Schnee aber nur 10 bis 15 Leute da, dann verstehe ich das die nach dem Ostermontag schluss machen.

Vielleicht würde es die Losung für Starli2 sich selber einen Schigebiet zu kaufen (vor einige Jahren was da zum Beispiel der Salzstiegl zum kaufen), dann kann er selber ausmachen wenn und wie lange er das Gebiet offen hält.
 
Im Wesentlichen bei der Ausführung der Bahnen:

1. Hausbergbahn:
Hier weiß ich von vielen Skilehrern, dass den meisten eine Kombibahn lieber gewesen wäre, da hier das Abschnallen der Ski entfällt und sich die ganze Situation am Einsteig, dank der AUfteilung entzerrt. Die Skischulen mit den Kindern hätten die Gondeln benutzt, ein Großteil der Skifahrer (spätestens ab 10:30Uhr sind es primär Wiederholungsfahrer) hätten die Sessel benutzt, ein Gedränge beim Einstieg wäre, so die Annahme, ausgeblieben. Da soll es wohl mit den kleinen Kindern schon unschöne Situationen gegeben haben, wenn von hinten gedrückt wird. Ich habe das selbst noch nicht erlebt, ich weiß aber, dass Skischulen inzwischen häufig vom Personal vorgelassen werden.
Allgemein gilt: Horn und Dreh sind klassische und geniale Wiederholungspisten, die Gondel ist hier nicht das beste Betriebsmittel, aber ich persönlich bin froh, dass die Pendelbahn mit bis zu 90 Minuten Wartezeit Geschichte ist.

2. Kreuzeckbahn:
Technisch ist die Bahn einwandfrei, und sicherlich ein absolutes Highlight. Abgesehen von der geringen Gesamtkapazität ist am Kreuzeck kaum Platz für die vielen Menschen, die da hoch kommen. 75% der Fahrgäste nutzen dann den mittleren Skiweg, der im vorderen Teil nicht verbreitet wurde. Auch hier gab und gibt es unschöne Ereignisse (Unfälle usw.) und gefährliche Situationen. Sinnvoller wäre es gewesen, die alte Bahn stehen zu lassen, nur Ausflugsgäste zu befördern und ähnlich wie die Predigtstuhlbahn als historische Anlage zu vermarten. Für den Skisport wäre eine KSB bis zum Himmelreich der Kandahar mit Anschluss an die jetzige KSB besser gewesen...! Der Anschluss zum Osterfelder bleibt über den Krreuzjoch-Skiweg eh gewart. Nach dem ähnlichen Muster hat man in Seefeld den Härmelekopf recht erfolgreich erschlossen

Garmisch hat viel Geld in seine Anlagen investiert, ich glaube beide Gondeln haben zsm. 20 Mio Euro gekostet. Beide Bahnen sind technisch perfekt. Noch dazu sind sie schnell und bequem und lassen die Wartezeiten von früher vergessen. Doch die Probleme des SKigebietes haben sie nicht behoben: Die vielen Skiwege am Berg, die dank der höheren Kapzitäten noch stärker genutzt werden, die Konzentration auf die Talabfahrten mit andauerndem an- und abschnallen usw. Wer beispielsweise die Kandahar nutzen will, muss immer erst durch Hexenkessel und mittleren Skiweg (Damenschneise). Positiv ist jedoch, wie oben erwähnt, dass die Wartezeiten weg sind und man an Tagen mit mittlerem Besuchaufkommen nun locker durchschwingen aber auch weiterhin schieben kann.
 
Zurück
Oben