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Öffnungzeiten vs. Finanzierbarkeit

Dachstein schrieb:
@ mic: Apresski mag ein eigener Markt sein,davon leben kannst auch weider nicht.
Naja deswegen gibts in jedem Kaff ja so ein Schirm weil es sich nicht reniert. :lol:
Du wiederspricht Dir! Auch ein Apresski gehört zum Ganzen und wenn es sich nicht lohnen würde gäbes es ja wohl nicht so viele Locations.
Wenn das den ein oder andern nicht interessiert kann man das verstehen aber das es kein Markt ist kann ja wohl sicher nicht behaupten. Da mußt dich aber mal bei den "Seilbahnern" informieren.
Da wird auch mal ein Haufen Geld liegen gelassen.
Je zentraler an der Talstation desto besser...!
 
Muss hier Mic beipflichten...man beachte nur mal die Hohenhaustennen, die Aprés Locations in Sölden und Ischgl etc....da wird richtig Kohle gemacht.

Tip: Beim Opening mit in die Hohenhaustenne gehen, da siehst mal, was dort alleine zu Saisonbeginn los ist...
 
Naja, auf jeden Fall werden die, die eine Apresskilocation - oder eine Bahn nach Ostern - äh sorry - nach Februar betreiben, das vermutlich nicht aus purer Dummheit und sehenden Auges in den Ruin steuernd tun, sondern weil sie in irgend einer Art geschäftlich davon profitieren, auch wenn manch einer das nicht wahrhaben will :lol:
 
@mic, Af & 3303: Tja, aber die Experten sagen wohl was anderes und Expertenmeinungen scheinen ja ein heiliges Gut zu sein. Nur merkwürdig, dass einige hier Widersprüche feststellen, die auch m.E. bestehen.
 
Die "Seilbahner" mit denen ich schon unterwegs war kannten sich bei beiden Themen aus! :lol:

Naja "Fa. Hohenhaus" ist ja ein Beispiel von was mal leben kann.
http://www.hohenhaustenne.com/

Selbst in der Skikimickihalle Neuss soll Apres immer ein Thema sein! :wink:
http://www.allrounder.de/gastronomie/apres-ski-partys.html

Und über Ischgl, Sölden, St.Anton, SHL, Mayrhofen, Flachau brauchen wir nicht zu reden.
Das kann man ja bald wieder in RTL2, VOX und KABEL1 sehen.

Kann sich jemand noch an das Cafe Christine in Ischgl erinnern? :lach:
 
snowflat schrieb:
@mic, Af & 3303: Tja, aber die Experten sagen wohl was anderes und Expertenmeinungen scheinen ja ein heiliges Gut zu sein. Nur merkwürdig, dass einige hier Widersprüche feststellen, die auch m.E. bestehen.
Also, nach meiner Erfahrung ist es so, dass auch Experten bei ähnlichen Grundvoraussetzungen durchaus zu unterschiedlichen Lösungsansätzen und Strategien kommen.
Ich habe mich ja auch schon bei Gebieten, die lange geöffnet haben erkundigt, wie sich das rechne. Von den "Experten" der Bahnen kam dann zB die Antwort, dass Öffnungszeiten von Ende Novmber bis Anfang Mai einfach eine "Prestige"angelegenheit ist, um sich als schneesicheres, hochalpines Gebiet zu positionieren. (Ein Gebiet hat sogar die saison verlängert) Da gibt es ja Gebiete, die machen das so seit Jahrzehnten und sagen, dass es sich, auch wenn Einzeltage defizitär betrachtet werden müssen, in der Gesamtbetrachtung rechnet.
Für Andere ist das dagegen herausgeschmissenes Geld.
Beides "Experten".
Es kommt eben drauf an, welche Potentiale das Gebiet hat und was das "Management" erreichen will etc..
 
Gurgl ist sicher so ein Kandidat.

Die Zugspitzbahn Ag hat Interesse daran, von Mai bis Mitte Oktober eine erfolgreiche Sommersaison zu haben und von Ende Oktober bis Anfang Mai Skibetrieb anbieten zu können. Hier erübrigen sich dann auch die oben geposteten Ideen, die Saison dort künstlich zu verlängern.
 
3303 schrieb:
snowflat schrieb:
@mic, Af & 3303: Tja, aber die Experten sagen wohl was anderes und Expertenmeinungen scheinen ja ein heiliges Gut zu sein. Nur merkwürdig, dass einige hier Widersprüche feststellen, die auch m.E. bestehen.
Also, nach meiner Erfahrung ist es so, dass auch Experten bei ähnlichen Grundvoraussetzungen durchaus zu unterschiedlichen Lösungsansätzen und Strategien kommen.
Ich habe mich ja auch schon bei Gebieten, die lange geöffnet haben erkundigt, wie sich das rechne. Von den "Experten" der Bahnen kam dann zB die Antwort, dass Öffnungszeiten von Ende Novmber bis Anfang Mai einfach eine "Prestige"angelegenheit ist, um sich als schneesicheres, hochalpines Gebiet zu positionieren. (Ein Gebiet hat sogar die saison verlängert) Da gibt es ja Gebiete, die machen das so seit Jahrzehnten und sagen, dass es sich, auch wenn Einzeltage defizitär betrachtet werden müssen, in der Gesamtbetrachtung rechnet.
Für Andere ist das dagegen herausgeschmissenes Geld.
Beides "Experten".
Es kommt eben drauf an, welche Potentiale das Gebiet hat und was das "Management" erreichen will etc..

Wie schon geschrieben:
Das ist einfach ein ganz "normaler" Markt-Prozess.
Die Nachfrage sinkt erheblich.
Würden nun ALLE Gebiete auf Teufel komm raus bis in den Mai aufhaben, würden ALLE Gebiete wahnsinnig Verlust machen.

Daher ergibt es sich eben fast automatisch, das einige Gebiete eher schliessen, und andere eben länger aufhaben um dann durch die Konzentrierung der Kunden wenigstens eine halbwegs passable Auslastung zu bekommen.

Warum nun genau ein bestimmtes Gebiet schleißt oder nicht, dass ist natürlich keine so einfache Sache - hier kommen dann viele Sachen zusammen (eben auch, was man darstellen will).

Aber wie gesagt: Sowas beobachtes Du überall im Freien Markt.
Ein gutes Beispiel sind auch Diskotheken:
In den meissten Orten könnten die Discos ja jeden Abend bis x Uhr aufhaben (solange es hier keine Sperrzeiten gibt).
Machen aber die meissten nicht, da in der Woche zuwenig Leute kommen - also wird nur am Wochenende udn vor Feiertagen aufgesperrt.
Ein paar wenige haben aber dann trotzdem auf uns sammeln somit die wenigen Leute.

Gruß, Jens
 
Da gibt es ja Gebiete, die machen das so seit Jahrzehnten und sagen, dass es sich, auch wenn Einzeltage defizitär betrachtet werden müssen, in der Gesamtbetrachtung rechnet.


Genau das versuche ich auch schon seit längerem klar zu machen. Es ist nicht immer klar wann man Verlust macht und wann nicht. Es gibt rießige Grauzonen in denen sich eigentlich keiner genau auskennt. Und am Ende zählt das Gesamtbild (die Saison oder sogahr mehrere Saison), nicht eine Momentaufnahme (der Tag, die Stunde oder die Woche)

Im Studium ist das noch immer einfach - dort gibt es schwarz und weiss und nur wenig zwischen drin. Für die meisten Menschen, die im berufsleben mit solchen Rentabilitäten nichts zu tun haben, gibt es sowieso nur schwarz und weiss.

Wenn man aber, egal in welcher Branche, mag genauer damit zu tun hat wird man schnell feststellen daß alles auf einmal doch nicht so klar ist. Bei vielen "Produkten" oder auch "Öffnungstagen" oder "Öffnungszeiten" fischt man mehr oder minder im trüben.
 
.. und auf die Idee, im Mai nur am Wochenende bei schönem Wetter aufzusperren, kommt halt nur Prali. Und da ist dann genug los, dass es sich rentiert.
 
3303 schrieb:
Es kommt eben drauf an, welche Potentiale das Gebiet hat und was das "Management" erreichen will etc..

Es kommt eher drauf an, ob die Region mitzieht. Im Falle der Skiwelt wird das offenbar heuer nicht gemacht. Solange sich eine Region ganzheitlich auf ein Konzept einstellt, funktioniert es auch recht gut.

@ mic: ich rede vom Tagesgast, der selber mit dem Auto kommt und nichts in der Region liegen lässt. Bustouristen sind in der Hinsicht besser, da etwas mehr Wertschöpfung in der Region bleibt, da Verträge mit Skigebieten bestehen.
Für den klassischen Tagesgast sind einfach Mengen an Infrastruktur nötig, die massig kostet, aber nur an wenigen Tagen im Vergleich zur gesamten Saison gebraucht wird. Und das ist einfach ein bestehendes Problem. Das ist einfach nicht schönzureden - davon zeugen 8 KSBs, wo man auf jedem Sessel alleine sitzt, leere Parkhäuser und Parkplätze und Hütten,wo man um 13 Uhr locker einen Platz bekommt - sicher für den jeweiligen Gast sehr komfortabel, aber rechnet sich das bei manchen Skigebieten überhaupt? Nein.). Und nochmal: vom Apresski kannst nicht leben. Das ist für eine Region alleine zu wenig. Da gehören noch andere, essentielle Dinge dazu.
Wegen Apresski: du glaubst doch nicht ernsthaft, dass einer, der für einen Tag in ein Schigebiet kommt (es sei denn er ist Bustourist), Apresski macht? Der fährt heim, weil er entweder Müde ist oder es sich aufgrund der Anreise mit dem Auto nicht leisten kann, sich voll gehen zu lassen.
@ Hohenhaustenne: warum glaubst du läuft es bei denen so gut? Leitbetrieb Hintertuxer Gletscher. Der Gletscher ist Garant dafür, dass dort auch was los ist. Geht es mit dem Gletscher bergab, ist es mit der Tenne auch vorbei. Gleiches gilt für das Thema Apresski in der Skihalle. Alles abhängig von einem Leitbetrieb - das Gesamtkonzept der Region stimmt, daher funktioniert es auch. Und das ist vielfach eben nicht der Fall. Klassisches Beispiel Gurgl: bei meinem letzten Besucht der Ort wie ausgestorben, teilweise die Hotels zu, Alpresski gabs keinen mehr. Warum? Und die Tagesgäste waren alle nach Liftschluss unterwegs heim. Das war Minusbetrieb in Reinkultur, und ich frage mich, wie lange sich Gurgl das noch leistet. Mal sehen.

Gesamtbetrachtung: nochmal: wenn die Region als gesamtes mitzieht, dann ja. Aber wenn jeder wieder mal sein eigenes Süppchen kocht, wie es eben mehrfach der Fall ist, dann geht das eben nicht. Klassisches Beispiel: Salzkammergut. Die Beispiele die ihr alle ins Feld führt, sind solche Regionen, die es geschnallt haben, bzw. die seit Jahrzehnten an ihrem Standort gearbeitet haben. Leider gibt es eben Regionen, die nicht so weit sind, bzw., wo die Einigkeit nicht besteht. Und genau von diesen Regionen spreche ich. Dort muss eben etwas geschehen, um Geld zu sparen. Eben zusperren, weil man nicht in der Lage ist, mit den Platzhirschen zu konkurrieren.

Im Studium ist das noch immer einfach - dort gibt es schwarz und weiss und nur wenig zwischen drin. Für die meisten Menschen, die im berufsleben mit solchen Rentabilitäten nichts zu tun haben, gibt es sowieso nur schwarz und weiss.

Ich sags anders: es gibt rote Zahlen, es gibt eine schwarze Null und es gibt schwarze Zahlen. Und irgendwo ist eben die Grenze. Wenn es eine Umwegrentabilität und eine Verlustabdeckung gibt, spricht auch nichts dagegen, in der Nachsaison rote Zahlen zu schreiben, solange ich nicht gänzlich in den roten Bereich komme. Klassisches Beispiel im Leitbetriebekonzept. Nur muss halt die Region auch soweit sein, den Leitbetrieb möglicherweise finanziell zu bezuschussen.

@ snowflat: die Widersprüche bestehen einerseits nur oberflächlich, weil eben nicht jede Geschäftsidee auf alle Gebiete und Regionen gleich anwendbar ist. Beim einen geht es, beim anderen eben nicht. Und im Endeffekt sprechen die Zahlen unterm Strich eine sehr genaue Sprache darüber, ob's geht oder nicht. Und dort wo zu gesperrt ist, ist man halt draufgekommen, dass es nicht so geht wie gewünscht.

@ 3303: Prestige muss man sich leisten können. Das ist und bleibt das Problem. Und viele können es sich eben nicht leisten.

MFG Dachstein
 
ich rede vom Tagesgast, der selber mit dem Auto kommt und nichts in der Region liegen lässt. Bustouristen sind in der Hinsicht besser, da etwas mehr Wertschöpfung in der Region bleibt, da Verträge mit Skigebieten bestehen.

???

Warum sind für die Region nun Bustouristen besser als Tagestouristen? Wo hat das die Region mehr Wertschöpfung? Was haben die Verträge mit den Skigebieten damit zu tun? (wenn ich für eine Busfahrt nur unwesentlich mehr ausgeben muss als für eine Tageskarte kann man sich locker vorstelen daß es die Skikartn für die Busse zu einem stark rabattieren Preis gibt)

davon zeugen 8 KSBs, wo man auf jedem Sessel alleine sitzt, leere Parkhäuser und Parkplätze und Hütten,wo man um 13 Uhr locker einen Platz bekommt - sicher für den jeweiligen Gast sehr komfortabel, aber rechnet sich das bei manchen Skigebieten überhaupt?

Das mit den 8er KSB´s ist ein schlechtes Beispiel. Ich kann ja nicht so ein Ding bauen und mich später beschweren daß es halb leer ist. Und dann den bösen Tagestouristen die Schuld geben. Da muss ich mich halt als Bahnbetreiber entscheiden. Wartezeit an manchen Tagen (was für mich kein Problem ist) gegenüber leeren Bahnen in der Vor / Nachsaison.

Und Skihüttn bei denen es nach 13 Uhr locker einen Platz gibt: Die bauen halt nun mal von der Größ her so daß man zwischen 11.30 und 13.00 möglichst einen Platz bekommt. Dann ist das Mittagsgschäft vorbei.
 
baeckerbursch schrieb:
Warum sind für die Region nun Bustouristen besser als Tagestouristen? Wo hat das die Region mehr Wertschöpfung? Was haben die Verträge mit den Skigebieten damit zu tun?

a) Infrastrukturkosten: Ein Bus brauch nur einen Parkplatz (OK, der ist grösser) und belegt nur einmal die Zufahrtsstrasse.
(Bedenke: Parkplätze sind in den meisten Ski-Gebieten kostenlos oder nicht Kosten-deckend - bezahlt werden Sie aber trotzdem - über die Liftkarte). Und die Ausbaukosten für die Zufahrtsstrassen sind oft gewaltig...

b) Aprés Ski: Die Autofahren fahren idR. nach dem Ski-Fahren direkt heim - klar, zumindest einer muss ja Fahren.
Die Bus-Leute hingegen können ja im Bus schlafen - und können also noch ein bischen Party machen.
Dazu kommt:
Der Bus fährt ja erst zu einer festen Uhrzeit los, wenn alle da sind - wenn nun ein Teil der Leute eher vom Berg kommt, vertreibt er sich die Zeit an der Talstation - und womit? :musik:

c) Verträge: Die "grossen" Tagestour-Unternehmen nehmen hier sicher feste Kontingente ab - das bedeutet somit Planungssicherheit und feste Einnahmen - das ich auch Gold wert.
Auch spart das Skigebiet natürlich an weiteren kosten (Kassen, Kreditkarten-Gebühren), da je die Ski-Tickets gesammelt vom Reiseleiter geholt und dann sicher nicht per Kreditkarte gezahlt werden

Gruß, Jens
 
baeckerbursch schrieb:
Warum sind für die Region nun Bustouristen besser als Tagestouristen? Wo hat das die Region mehr Wertschöpfung? Was haben die Verträge mit den Skigebieten damit zu tun? (wenn ich für eine Busfahrt nur unwesentlich mehr ausgeben muss als für eine Tageskarte kann man sich locker vorstelen daß es die Skikartn für die Busse zu einem stark rabattieren Preis gibt)

Das hat Jens.f recht gut beantwortet und so in der Art sehe ich es genau so. ;)

davon zeugen 8 KSBs, wo man auf jedem Sessel alleine sitzt, leere Parkhäuser und Parkplätze und Hütten,wo man um 13 Uhr locker einen Platz bekommt - sicher für den jeweiligen Gast sehr komfortabel, aber rechnet sich das bei manchen Skigebieten überhaupt?

Das mit den 8er KSB´s ist ein schlechtes Beispiel. Ich kann ja nicht so ein Ding bauen und mich später beschweren daß es halb leer ist. Und dann den bösen Tagestouristen die Schuld geben. Da muss ich mich halt als Bahnbetreiber entscheiden. Wartezeit an manchen Tagen (was für mich kein Problem ist) gegenüber leeren Bahnen in der Vor / Nachsaison.

Gut, dann halt 6 KSB. Egal, in der Bergbahnbranche gibts ein "Gesetz": um Wartezeiten zu verhindern, hilft nur eines: Überkapazität. Der Betreiber muss halt entscheiden, was ihm wichtiger ist: keine Wartezeiten an den Spitzentagen, oder weniger Kosten. Und anscheinend wird halt eher auf wenig Wartezeiten tendiert, denn sonst würde es an manchen Hängen, wo eine 6 KSB/B steht, eine DSB auch tun, rein von der Forderleistung betrachtet (nicht von der Geschwindigkeit).

Und Skihüttn bei denen es nach 13 Uhr locker einen Platz gibt: Die bauen halt nun mal von der Größ her so daß man zwischen 11.30 und 13.00 möglichst einen Platz bekommt. Dann ist das Mittagsgschäft vorbei.

Brauche ich also für 1,5 Stunden von 24 am Tag viel Platz. 22,5 Stunden habe ich zu viel Platz, den ich bewirtschaften muss, und im Sommer steht er leer. Und jetzt die gute Frage - 3303 schreibt ja selber von einer

Entzerrung der Saison
.

Warum keine keine Entzerrung der Essenszeiten? Weil es sich eben, wie bei der Schisaison, die eben zwischen Weihnachten und Fasching bzw. Ostern so eingebürgert hat. Du kannst die Pferde zwar zur Tränke führen, sauffen müssen sie schon selber. So gesehen werdet ihr der Masse Leuten nicht beibringen können, dass sie im Oktober Schifahren gehen sollen und dann noch zwischen 3 und 4 Mittagessen. ;)

MFG Dachstein
 
Also erst waren es pauschal alle Tagesgäste, die uninteressant waren, jetzt nur noch die, die mitm Auto anreisen und keinen Apresski machen und auch nur ausgesuchte Skigebiete. Welche Abstriche kommen als nächstes, damit die Meinung von Experten noch zählt?

Also, dass für Tagesgäste ein gewisser Teil an Infrastruktureinrichtungen vorgehalten wird, soll unbestritten sein, aber nicht in dem Maße, in dem es hier geschildert wird. Parklplätze braucht man auch für die Wochengäste, die nicht zu Fuss oder mit dem ÖPNV morgens zu den Talstationen kommen. Dort wo das Parken noch Geld kostet, spielt dieses Thema eh keine Rolle mehr.

Das Thema Liftkapazitäten: Zur Nebensaison (z.B. Mitte bis Ende Jänner) sind diese zu hoch, ja. Denn im Großteil der Skigebiete sind diese auf die Hochsaisonzeiten ausgelegt. Spitzenzeit stellt da u.a. Weihnachten/Jahreswechsel dar. Um hier den Gast zufrieden zu stellen, wartet man mit den Kapazitäten (die vielfach dennoch nicht ausreichen) auf. Hier eine Verbindung zum Tagestourismus herzustellen kann ich nicht nachvollziehen (außer Gebiete die sich darauf spezialisiert haben ... aber um die geht es bei Dir ja eh nicht).

Und wenn die Tagesgäste Deiner Meinung und der von Experten nach so viel kosten und daher von der Rentabilität her uninteressant sind, dann sollens doch auf den Liftberieb bezogen die Tageskarten so teuer machen, dass sich auch noch jeder Tagesgast rentiert, dazu für den Parkplatz Geld nehmen, Kassen abschaffen und Automaten aufstellen etc. Bleiben dann etwa die Tagesgäste weg? Oh, aber nicht schlimm, weil es ja die um ein vielfaches rentableren Mehrtagesgäste gibt. Also, was spricht dagegen?
Ganz nebenbei ... im Vergleich zu Mehrtageskarten kosten Tagesskipässe im Tagesschnitt eh viel mehr, meist sind es um und bei 10 Euro/Tag. Damit sehe ich den so oft hervorgehobenen Infrastrukturbedarf abgegolten, den ich aber weiterhin nicht in dem genannten Grad nachvollziehen kann.
 
snowflat schrieb:
Also erst waren es pauschal alle Tagesgäste, die uninteressant waren, jetzt nur noch die, die mitm Auto anreisen und keinen Apresski machen und auch nur ausgesuchte Skigebiete. Welche Abstriche kommen als nächstes, damit die Meinung von Experten noch zählt?

Prinzipiell ist jeder Gast interessant, sofern er für die Region eine Synergie erzeugt. Das tun eben nicht alle. Das ist und bleibt unbestritten. Den Bustouristen möchte ich eben auch nicht unter dem klassischen Tagesgast laufen lassen. Der klassische Tagesgast, wie wir ihn kennen kommt mit dem Auto zum Schifahren, kauft eine Liftkarte und geht maximal noch essen. Das meine ich.

Also, dass für Tagesgäste ein gewisser Teil an Infrastruktureinrichtungen vorgehalten wird, soll unbestritten sein, aber nicht in dem Maße, in dem es hier geschildert wird.

Doch. Und zwar ganz besonders in den Skigebieten, die Tagesgästelastig sind. Und davon gibt es leider welche. Und gerade von diesen ist eben die Diskussion ausgegangen - Garmisch und der Großraum München, Hinterstoder und Linz, usw...

Parklplätze braucht man auch für die Wochengäste, die nicht zu Fuss oder mit dem ÖPNV morgens zu den Talstationen kommen. Dort wo das Parken noch Geld kostet, spielt dieses Thema eh keine Rolle mehr.

Und warum kostet es Geld? Weil es ein Problem darstellt, die Parkplätze zu bewirtschaften. Das Zeug ist alles teuer. Oder der Skipass ist halt teuer... Irgendwie muss man sich eben das Geld holen, sonst gibts ein Problem.


Das Thema Liftkapazitäten: Zur Nebensaison (z.B. Mitte bis Ende Jänner) sind diese zu hoch, ja. Denn im Großteil der Skigebiete sind diese auf die Hochsaisonzeiten ausgelegt. Spitzenzeit stellt da u.a. Weihnachten/Jahreswechsel dar. Um hier den Gast zufrieden zu stellen, wartet man mit den Kapazitäten (die vielfach dennoch nicht ausreichen) auf. Hier eine Verbindung zum Tagestourismus herzustellen kann ich nicht nachvollziehen (außer Gebiete die sich darauf spezialisiert haben ... aber um die geht es bei Dir ja eh nicht).

Das sind eben Kapazitäten, die man die Restzeit nicht braucht, was wiederum Geld kostet.

Und wenn die Tagesgäste Deiner Meinung und der von Experten nach so viel kosten und daher von der Rentabilität her uninteressant sind, dann sollens doch auf den Liftberieb bezogen die Tageskarten so teuer machen, dass sich auch noch jeder Tagesgast rentiert, dazu für den Parkplatz Geld nehmen, Kassen abschaffen und Automaten aufstellen etc.

Die sind ja eh schon teuer! Und zwar erheblich teurer als eine Mehrtageskarte! Und warum? Weil oben genannte Gründe zum Tragen kommen.

Im Vergleich zu Mehrtageskarten kosten Tagesskipässe im Tagesschnitt eh viel mehr, meist sind es um und bei 10 Euro/Tag. Damit sehe ich den so oft hervorgehobenen Infrastrukturbedarf abgegolten, den ich aber weiterhin nicht in dem genannten Grad nachvollziehen kann.

Sicher ist das so (und habe ich gerade oben geschrieben). Aber man braucht sich eben nicht mehr wundern, wenn Skigebiete zusperren, wenn der Aufwand eben nicht mehr abgegolten wird. Und davon ist ja die Diskussion augegangen.

MFG Dachstein
 
Warum geht ihr eigentlich immer auf die Querfinanzierung? Der Apreeski bzw. die Restaurants haben doch im Normalfall nichts mit der Rentabilität der Lifte und dessen Nebenkosten zu tun, z.B. eine Stunde Schneekatze macht 100 Euronen. (Jaichweisesgibtauchbergbahnendie....). Bei Parkplätzen kann man drüber streiten ob diese mit in den Skipass gerechnet werden oder nicht, wenn die noch mal extra kosten.

Es geht nach wie vor um die Frage warum denn da zu gesperrt wird auch wenn da noch Schnee liegt. Kann es vielleicht auch daran liegen das einfach schon zwei Jahre im Voraus ein Termin ausgemacht wird damit alle planen können? Und warum soll es dann noch länger offen sein wenn alle Hotels schon zu sind?

ES LOHNT SICH NICHT FÜR 50 LEUTE EIN GANZES GEBIET OFFEN ZU LASSEN!

Und auch immer daran denken, wir befinden uns hier im Alpinforum in dem sich Leute gesammelt haben die am allerliebsten zum Teil den Sommer abschaffen würden.
 
ES LOHNT SICH NICHT FÜR 50 LEUTE EIN GANZES GEBIET OFFEN ZU LASSEN!

Das kann man so pauschal nicht sagen! Sicherlich lohnt es sich an diesem Tag nicht - unbestritten. Nur wird eben die "Rechnung" oder die Bilanz nicht nach einem Tag, sondern erst nach einer Saison gemacht.

Prinzipiell ist jeder Gast interessant, sofern er für die Region eine Synergie erzeugt.

Man könnte auch anders sagen: Jeder Gast ist interessant den man maximal "melken" kann. Ist so sicherlich richtig. Aber wenn ich eben betrachte daß ein Mehrtagesgast ca. 100,- pro Tag in der Region lässt und ein Tagesgast ca. 50,- kann ich doch nicht sagen: Den nehm ich nicht - das ist mir viel zu wenig. Das wäre na so als ob ich sag: Was nur ne Breze? Unter 1,- bekommst bei mir nichts (meine Verkäuferin kostet nähmlich Buchhalterisch pro Einkauf 0,90)

Zitat:
Und wenn die Tagesgäste Deiner Meinung und der von Experten nach so viel kosten und daher von der Rentabilität her uninteressant sind, dann sollens doch auf den Liftberieb bezogen die Tageskarten so teuer machen, dass sich auch noch jeder Tagesgast rentiert, dazu für den Parkplatz Geld nehmen, Kassen abschaffen und Automaten aufstellen etc.


Die sind ja eh schon teuer! Und zwar erheblich teurer als eine Mehrtageskarte! Und warum? Weil oben genannte Gründe zum Tragen kommen.

Du sagst doch schon daß die Tageskarten teurer sind, da die Tagesgäste mehr infrastruktur brauchen. Ist ja ok. Die Karte ist teurer! Wo ist jetzt das Problem


a) Infrastrukturkosten: Ein Bus brauch nur einen Parkplatz (OK, der ist grösser) und belegt nur einmal die Zufahrtsstrasse.
(Bedenke: Parkplätze sind in den meisten Ski-Gebieten kostenlos oder nicht Kosten-deckend - bezahlt werden Sie aber trotzdem - über die Liftkarte). Und die Ausbaukosten für die Zufahrtsstrassen sind oft gewaltig...

b) Aprés Ski: Die Autofahren fahren idR. nach dem Ski-Fahren direkt heim - klar, zumindest einer muss ja Fahren.
Die Bus-Leute hingegen können ja im Bus schlafen - und können also noch ein bischen Party machen.
Dazu kommt:
Der Bus fährt ja erst zu einer festen Uhrzeit los, wenn alle da sind - wenn nun ein Teil der Leute eher vom Berg kommt, vertreibt er sich die Zeit an der Talstation - und womit?

c) Verträge: Die "grossen" Tagestour-Unternehmen nehmen hier sicher feste Kontingente ab - das bedeutet somit Planungssicherheit und feste Einnahmen - das ich auch Gold wert.
Auch spart das Skigebiet natürlich an weiteren kosten (Kassen, Kreditkarten-Gebühren), da je die Ski-Tickets gesammelt vom Reiseleiter geholt und dann sicher nicht per Kreditkarte gezahlt werden

a, Wo normalerweise Ein Bus steht parken ca. 10? Autos. Macht bei 2 Personen pro Auto ca. die hälfte Personen als im Bus. Macht das wirklich so viel aus?
b, die Busmitfahrer können aber auch im Bus schon einen löten... oder... oder... oder... das sind Pauschalisierungen Macht das wirklich so viel aus?
c, längerfristige Verträge= glaub ich nicht! Die Busunternehmer wären ja blöd wenn sie sich die flexibilät nehmen würden. Kasseneinsparungen: Sind sicherlich vorhanden - aber wie viel setzt denn ein Skigebiet pro abkassieren an? 1,- - 2,-? Dafür wird ja dann auch der volle Preis gezahlt

Gut, dann halt 6 KSB. Egal, in der Bergbahnbranche gibts ein "Gesetz": um Wartezeiten zu verhindern, hilft nur eines: Überkapazität. Der Betreiber muss halt entscheiden, was ihm wichtiger ist: keine Wartezeiten an den Spitzentagen, oder weniger Kosten. Und anscheinend wird halt eher auf wenig Wartezeiten tendiert, denn sonst würde es an manchen Hängen, wo eine 6 KSB/B steht, eine DSB auch tun, rein von der Forderleistung betrachtet (nicht von der Geschwindigkeit).

Sehe ich ja genau so. Aber warum ist jetzt da der böse Tagestourist schuld? Nur weil er sich erdreistet nur 1 Tag Skifahren zu gehen?
 
citta dei sassi schrieb:
Es geht nach wie vor um die Frage warum denn da zu gesperrt wird auch wenn da noch Schnee liegt.

Meiner Meinung nach ging es um ein Gebiet das tiefrote Zahlen schreibt, schwer subventioniert ist und trotzdem es nicht schafft ein vernunftige Kundenzufriedenheit zu erzielen. Kann aber auch sein dass ich falsch liege/

Die Argumentation und Verständnis für die Strategie ist schön und toll, sie hat aber die BZB nix gebracht. Ich würde auch mal behaupten dass selbst wenn Sie nur auf die Hauptsaison beschranken sollte, trotzdem weiterhin rote Zahlen geschrieben wurde.

Nur mal so nebenbei, jeder BWler oder Unternehmen weiss dass er kein schwarzen Zahlen, selbst kein Null schreiben muss. Wenn die Einnahmen grösser sind als die Variabele Kosten, lohnt sich dem Betrieb. Und das hat nichts mit Luxus zu machen, nur mit Buchhaltung. Wenn die Einnahmen nur eine Euro beitragen am Fixkosten, erhöht die gesamtrentabiliät des Unternehmens. Nur so wegen dem Argument was ich jetzt schon zehn mal gesehen habe.
 
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