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Öffnungzeiten vs. Finanzierbarkeit

Für mich hört sich das alles nach ganz normalen Abwägungen im Geschäftsprozess an, die (in welcher Form auch immer) in den vielen Branchen auftreten. Worauf lege ich meine Produktion, Dienstleistung etc. in welchen Zeiträumen aus, welche Abnahmemengen kalkuliere ich wann anhand welcher Faktoren.
Disponieren, kalkulieren, planen etc. eben.
Ich glaube kaum, dass jemand, der frische Lebensmittel produziert und verkauft, sich nicht vorstellen kann, wie kompliziert das bei Seilbahnen ist. Für den sind das vermutlich eher normale Arbeitsabläufe, so dass er es zwar erfasst und erkennt, aber nicht als bemerkenswert komplex ansieht, da es für ihn quasi normales Tagesgeschäft ist.
 
Dachstein schrieb:
Und wenns dann statt schön wie im Bericht grottenschlecht wird, hast dein Gebiet voll aufgerüstet und brauchst es nicht...
Und in der HS da so zu agieren halte ich auch nicht für klug. Einsparungen können dann gemacht werden, wenn zu 100 % sicher ist, dass ich das Eingesparte nicht brauche (Vor-, Zwischen und Nachsaison). In der HS muss jeder Betreiber damit rechnen, dass er alle Resourcen braucht, die er hat. Und das kostet unter Umständen Geld, wenn er die Ressourcen hat, aber nicht braucht. Und dieses Geld muss wieder irgendwo herkommen bzw. eingespart werden.
Der Wetterbericht ist eigentlich auf Sicht von 4-5 Tage rel. genau, bei stabiler Großwetterlage sogar noch länger. Von dem Problem der schnellen Wetterumschwünge in den Alpen einmal abgesehen.

Ich weiß allerdings nicht, ob die Liftbetreiber die Möglichkeit haben, ihrem Personal kurzfristig freizugeben. Oder Abrufregelungen, d.h. dass einige Mitarbeiter bis 10:00 Uhr auf Abruf sind und danach frei haben. Bis dahin kann man doch sicher den Bedarf schon abschätzen. Wie gesagt, alles nur Beispiele. Ob das Einsparpotential dann wirklich so hoch ist, steht ja wieder auf einem anderen Blatt.

Manchmal habe ich jedoch das Gefühl, dass auch aus Prestigegründen alles offen gehalten wird. Es gibt vermutlich genügend Gäste, die bei ein paar nicht offenen Anlagen in der HS gleich irgend etwas schlimmes vermuten und dann in ein Gebiet fahren, wo alles offen ist. Keine Ahnung.

Vielleicht wollen die Skigebiete auch nur demonstrieren, dass man bei ihnen den max. und besten Service bekommt.
In Ischgl oder am Arlberg würden mir jedenfalls sofort ein paar Anlagen einfallen, die man bei wenig Auslastung schließen könnte, ohne den Betrieb einzuschränken.

VG
 
Eumel153 schrieb:
Der Wetterbericht ist eigentlich auf Sicht von 4-5 Tage rel. genau, bei stabiler Großwetterlage sogar noch länger. Von dem Problem der schnellen Wetterumschwünge in den Alpen einmal abgesehen.

Ich stelle fest, dass ich es trotz Wetterbericht nicht schaffe, meine Geländeaktivitäten in einem relativ kleinen Gebiet auf 4 bis 5 Tage hinaus zu planen. Auch bei unserer Seismik haben wir uns auf ein Zeitfenster von gut 3 Wochen festgelegt... Ich verlasse mich maximal auf eine Vorhersage von 2 Tagen. Der Rest ist zu 90% Kaffeesudleserei.

Presige ist sicher ein Thema, worüber zu diskutieren ist. Ab wann ist es Prestige? Ab wann würde es sich lohnen, gewisse Bereiche zu schließen? Und vor allem, wie reagieren die Gäste, wenn es das Prestige plötzlich nicht mehr gibt? ;)

MFG Dachstein
 
Dachstein schrieb:
Ich stelle fest, dass ich es trotz Wetterbericht nicht schaffe, meine Geländeaktivitäten in einem relativ kleinen Gebiet auf 4 bis 5 Tage hinaus zu planen. Auch bei unserer Seismik haben wir uns auf ein Zeitfenster von gut 3 Wochen festgelegt... Ich verlasse mich maximal auf eine Vorhersage von 2 Tagen. Der Rest ist zu 90% Kaffeesudleserei.
Ich nehme mal an, dass Du schon die wesentlichen Wetterseiten kontaktierst und dass Du Dir die Seiten mit den "besten" Prognosen gewählt hast.
Ich nehme auch mal an, dass wir nicht über potentiell wechselhaftes Wetter reden.
Insgesamt bin ich bin meinen Wetterseiten ganz zufrieden. Bei richtigem Wechselwetter stimmt aber nicht einmal die Prognose für den nächsten Tag.
Ich weiß allerdings nicht, ob die Prognose in den Alpen noch einmal schwieriger ist.

Ab wann ist es Prestige?
Wenn man mal die Kostenseite und Prognosemöglichkeiten außen vor läßt, dann ist Prestige für mich, wenn Lifte offen gehalten werden, die keinen Bedarf haben (Überkapazität) und dessen Pisten auch von anderen Liften abgedeckt sind.

Bsp. Ischgl: Wenn man jetzt mal die Fußgänger außen vor läßt, dann braucht man z.B. bei wenig Betrieb keine 3 Aufstiegsanlagen ins Gebiet. Die Fimbabahn ist überflüssig. Auch von den 2 Liften aufs Idjoch könnte einer geschlossen werden. Im Höllental könnte man sicher auch 2 oder 3 Lifte schließen und das ganze Gebiet wäre noch erreichbar.
Wie gesagt, das Kosten / Nutzen Verhältnis mal nicht berücksichtigt.

VG
 
Eumel153 schrieb:
Ich nehme mal an, dass Du schon die wesentlichen Wetterseiten kontaktierst und dass Du Dir die Seiten mit den "besten" Prognosen gewählt hast.

Wetterseiten? Da nehme ich nur die ZAMG her. Sonst Flugwetter am Flughafen oder unsere Kollegen vom Institut für Meteorologie. In den Alpen ist das Wetter viel lokaler. Es gibt durchwegs Tage, wo man am Gletscher in den Wolken fährt und wonaders im gleißenden Sonnenlicht, obwohl nur wenige Kilometer Liftlinie dazwischen sind. Wetterscheide halt...

MFG Dachstein
 
Eumel153 schrieb:
Manchmal habe ich jedoch das Gefühl, dass auch aus Prestigegründen alles offen gehalten wird.

Da vergesst ihr aber etwas entscheidendes: Zumindest in Österreih gibt es für Seilbahnen/Skilifte eine Betriebspflicht. Mann darf die Anlage nicht einfach Mangels andrang für eine Woche stillsetzten (Parallelanlagen am ausgenommen). Man dar eine Bahn nur Wegen Schneemangel, Sturm, techn. Gebrechen, ... stillsetzen.
Früher musste man sogar die Saisonszeiten an das Ministerium schicken, das die wissen wollten, von wann bis wann die Anlagen zu laufen haben.

@Personal: das wird sich bedanken, wenn man bis 10:00 Uhr herumwartet und dann frei kriegt. In allen Skigebieten die ich kenne, wird der Dienst zumindest bei den Seilbahnbediensteten mit einem Dienstrad eingeteilt 10 Tage Arbeiten - 3 Tage frei zb.
 
ist ja bekannt!
http://www.saalbach.com/de/winter/skicircus/skipasspreise/power-of-zehn.html
Hier kann man mal wieder sehen wie es geht. Am Samstag (BETTENWECHSEL) wird die Gruppe "der Jungen", die Kunden der Zukunft, für kleines Geld angefordert.
Und die werden kommen, da bin ich sicher.

Was soll das ganze Wertschöpfungsgelabber. So gehts! Und kommt mir jetzt blos nicht das die sich nicht auskennen. :lol:
 
Nochmal:

Ich habe nichts gegen die Theorie des ganzen Talnutzens (oder wie immer sich die auch nennt), die mag schon richtig sein, keine Frage.

Aber manche Betrachtungen sind so einfach nicht richtig. Und da brauch ich kein Prof. für Tourismusforschung zu sein, da genügt der "normale" BWL Sachverstand um Verhältnisse zu sehen.

Und einerseits wird geschrieben:

Ich sags mal so: der Tagesgast bringt zwar Geld ein, erfordert aber auch einen höheren Aufwand.

Ich wiederlege das mit meinen Argumenten

Und dann kommt das:

Der Tagesgast erfordert weit mehr Logistik, als du glaubst. Das Problem ist eben, dass der Tagesgast viel schwerer disponierbar ist.

Das steht doch in fast keinem Zusammenhang!

Und da wird gemeckert daß der Tagesgast so schwer zu durchschauen ist wie viele FBM´s ich am Morgen aus der Garage hole :lol: Was soll ich da sagen? Ich gehe mit meinen Produkten den ganzen Tag in Vorleistung! Ob ich am Abend nur 10 oder 50% davon wegwerfe ist wohl nicht ganz unrelevant.... Im Gegensatz dazu ist die (Tages) Planung eines Skigebietes geradezu lächerlich einfach. Ist der Sonntag schön werden halt alle FBM´s aus der Garage geholt, regnets halt nur 2/3 (halt Erfahrungswerte).

Nochmal kurz:
- Ich sehe, und sah, schon immer ein daß ein Mehrtagesgast für eine Region sinnvoller ist als ein Tagesgast. (Hotels, Anfahrtswege, usw.)
- Ich sehe, und sah, schon immer ein daß die Bahnbetreiber lieber Mehrtageskarten verkaufen. (Planbarkeit)

Aber der 08/15 Tagestourist zahlt eben für seine Tageskarte viel mehr als der Mehrtagesgast! Damit sind wohl alle "Mehrkosten" für den Liftbetreiber abgegolten; nicht umsonst setzt er ja diesen Betrag an!

Sicher ist es das. Nur ist es eben ein kleiner Unterschied ob ich ein Einzelhandelskaufmann bin, der zwei bis 3 Angestellte hat, oder ob ich ein Seilbahnbetreiber bin, der über 100 Mann beschäftigt, da wird sie Sache zusehens komplex, vor allem dann, wenn verschiedene Aufgabenbereiche zu ahndeln sind. Fehlplanungen können sich aber beide nicht erlauben.
Wenn du das auf mich beziehst - glaub mir, ich weis von was ich rede :wink:

Und bevor das Thema Personal so breit getreten wird: In der Gastronomie ist es ab und zu üblich daß in der Früh angerufen wird ob man arbeiten muss. Gerade die Planung von Außengastronomie ist sehr schwierig. Aber das ist das Thema der Hütten, der Seilbahnbetrieb wird wohl kaum auf einmal 400% mehr Personal brauchen (schlechter Wettertag / schöner Wettertag)
 
Irrtutm, du bestätigst mich. Und zwar damit:

baeckerbursch schrieb:
Ich sags mal so: der Tagesgast bringt zwar Geld ein, erfordert aber auch einen höheren Aufwand.

Ich wiederlege das mit meinen Argumenten

Und dann kommt das:

Der Tagesgast erfordert weit mehr Logistik, als du glaubst. Das Problem ist eben, dass der Tagesgast viel schwerer disponierbar ist.

Aber der 08/15 Tagestourist zahlt eben für seine Tageskarte viel mehr als der Mehrtagesgast! Damit sind wohl alle "Mehrkosten" für den Liftbetreiber abgegolten; nicht umsonst setzt er ja diesen Betrag an!

Irgendwo muss das Geld für den Mehraufwand herkommen, und das kommt dann wohl vom Tagesgast. Und um den Tagesgast dann in die Region zu holen, wann man ihn auch haben will, macht man Tirolertage oder solache Anktionen wie SBH. Weil da füllt der Tagesgast die Lücke - er kommt dann, wenn ich ihn einplane, der Rest der Tage kosten dann die Tageskarten doppelt so viel. Somit wird beinhart gesteuert, wann der Tagesgast kommen soll und wann nicht. Freilich ist es ihm unbenommen, am Montag zu kommen, nur ist es dann eben doppelt so teuer... Wenn der Tagesgast so beliebt wäre und keinen erheblichen Mehraufwand benötigt, wie hier manche Leute behaupten, müssten diese günstigen Tarife wohl auch unter der Woche ausgegeben werden. Nicht umsonst wird der Tagesgast mit Angeboten geködert, und zwar dann, wann er gebraucht wird....

Und irgendwie hab ich das Gefühl, dass wir uns etwas im Kreis drehen... Eventuell sollten wir das bei einem gemeinsamen Skitag ausdiskutieren, eventuell werden dann die Argumente der einzelnen Personen klarer. ;)

Und bevor das Thema Personal so breit getreten wird: In der Gastronomie ist es ab und zu üblich daß in der Früh angerufen wird ob man arbeiten muss. Gerade die Planung von Außengastronomie ist sehr schwierig. Aber das ist das Thema der Hütten, der Seilbahnbetrieb wird wohl kaum auf einmal 400% mehr Personal brauchen (schlechter Wettertag / schöner Wettertag)

Ich beziehe mich auf die Hütten, die den Bergbahnbetrieben selber gehören. Das gibts mittlerweile öfter als dass man denkt.

@ baeckerbursch: ich kenne Geschäftsstrukturen vom Kleinbetrieb bis hin zu Großbetrieben mit Holdingstrukturen. Und ich denke, du wirst mit warscheinlich zustimmen, wenn ich sage, dass die Personalplanung bei Großbetrieben mit verschiedenen Beschäftigungsarten komplexer ist als bei einem Kleinbetrieb, der nur ein Segment bedient. ;)

mic schrieb:
Hier kann man mal wieder sehen wie es geht. Am Samstag (BETTENWECHSEL) wird die Gruppe "der Jungen", die Kunden der Zukunft, für kleines Geld angefordert.
Und die werden kommen, da bin ich sicher.

Was soll das ganze Wertschöpfungsgelabber.

Genau so gehörts gemacht. Lücke am Samstag füllen, sich eine neue Gästeschicht kreieren, die ein möglicher Mehrtagesgast in der Zukunft ist. Das ist Marketing in Perfektion. Und nochmal: Wertschöpfung ist für eine Region was extrem wichtiges. Ohne diese Wertschöpfung gäbe es heute Orte wie Serfaus in der Form, wie wir sie kennen , nicht. Die ganzen Regionen, die keine Mehrwertgäste haben, haben eben heute mitunter Probleme.

jack90 schrieb:
Zumindest in Österreich gibt es für Seilbahnen/Skilifte eine Betriebspflicht. Mann darf die Anlage nicht einfach Mangels andrang für eine Woche stillsetzten (Parallelanlagen am ausgenommen). Man dar eine Bahn nur Wegen Schneemangel, Sturm, techn. Gebrechen, ... stillsetzen.

Eben darum ist es unerlässlich, vorausschauend zu planen, und genau das hat heuer die Schiwelt gemacht. Auch wenns manchen Leuten nicht passt, dass sie vor Ostern zusperren.

MFG Dachstein
 
Irgendwo muss das Geld für den Mehraufwand herkommen, und das kommt dann wohl vom Tagesgast. Und um den Tagesgast dann in die Region zu holen, wann man ihn auch haben will, macht man Tirolertage oder solache Anktionen wie SBH. Weil da füllt der Tagesgast die Lücke - er kommt dann, wenn ich ihn einplane, der Rest der Tage kosten dann die Tageskarten doppelt so viel. Somit wird beinhart gesteuert, wann der Tagesgast kommen soll und wann nicht. Freilich ist es ihm unbenommen, am Montag zu kommen, nur ist es dann eben doppelt so teuer... Wenn der Tagesgast so beliebt wäre und keinen erheblichen Mehraufwand benötigt, wie hier manche Leute behaupten, müssten diese günstigen Tarife wohl auch unter der Woche ausgegeben werden. Nicht umsonst wird der Tagesgast mit Angeboten geködert, und zwar dann, wann er gebraucht wird....

Sorry, ich verstehe nicht wie das oben geschriebene zu deiner restlichen Argumentation passt. Du schreibst doch eben daß die Tagesgäste doch nicht so schlecht sind und das durch die hohen Tageskartenpreise eben jener Mehraufwand abgegolten ist.

Etwas anderes will ich ja auch gar nicht sagen.

Und irgendwie hab ich das Gefühl, dass wir uns etwas im Kreis drehen... Eventuell sollten wir das bei einem gemeinsamen Skitag ausdiskutieren, eventuell werden dann die Argumente der einzelnen Personen klarer.

Sehe ich auch so.

baeckerbursch: ich kenne Geschäftsstrukturen vom Kleinbetrieb bis hin zu Großbetrieben mit Holdingstrukturen. Und ich denke, du wirst mit warscheinlich zustimmen, wenn ich sage, dass die Personalplanung bei Großbetrieben mit verschiedenen Beschäftigungsarten komplexer ist als bei einem Kleinbetrieb, der nur ein Segment bedient.

Da stimme ich dir durchaus zu, sehe aber momentan keinen Zusammenhang mit Skigebieten.
 
baeckerbursch schrieb:
Sorry, ich verstehe nicht wie das oben geschriebene zu deiner restlichen Argumentation passt. Du schreibst doch eben daß die Tagesgäste doch nicht so schlecht sind und das durch die hohen Tageskartenpreise eben jener Mehraufwand abgegolten ist.

Etwas anderes will ich ja auch gar nicht sagen.

Imo. muss man zwischen Region und Skigebiet differenzieren.

Meines Erachtens passt es schon dazu, zumal für mich der Tagesgast ja die berüchtigte Heuschrecke ist, die meist kaum planbar dort in Massen einfällt, wo es gerade gut geht, und dann die Kapazitäten zu macht. Der Tagesgast ist für mich maximal ein Lückenfüller - aber nicht mehr. Und daher mache ich halt die Tageskarten so teuer, dass sich der erhöhte Aufwand, den ich habe, abgegolten wird. Die Agrumentation bezieht sich in diesem Fall nur auf Skigebiete, nicht aber auf die Region.
Für die Region ist eben der Tagesgast was schlechtes, weil er keinen bis kaum einen Mehrwert bringt.

Da stimme ich dir durchaus zu, sehe aber momentan keinen Zusammenhang mit Skigebieten.

Ich schon, zumal große Skigebiete durchwegs schon in den Bereich des Personalstands mittlerer Unternehmen vordringen.

btw: wird wohl Zeit, dass wir einen gemeinsamen Skitag einlegen. ;)

MFG Dachstein
 
Imo. muss man zwischen Region und Skigebiet differenzieren.

Meines Erachtens passt es schon dazu, zumal für mich der Tagesgast ja die berüchtigte Heuschrecke ist, die meist kaum planbar dort in Massen einfällt, wo es gerade gut geht, und dann die Kapazitäten zu macht. Der Tagesgast ist für mich maximal ein Lückenfüller - aber nicht mehr. Und daher mache ich halt die Tageskarten so teuer, dass sich der erhöhte Aufwand, den ich habe, abgegolten wird. Die Agrumentation bezieht sich in diesem Fall nur auf Skigebiete, nicht aber auf die Region.
Für die Region ist eben der Tagesgast was schlechtes, weil er keinen bis kaum einen Mehrwert bringt.

Wenn du das so schreibst, und auch schon vor 4 Seiten so geschrieben hättest, bin ich ja (fast) voll deiner Meinung.
 
Hab mir den Thread ehrlich gesagt nicht ganz durchgelesen daher zur zum Anfangspost:

Er hat recht - Die neue Welt war für viele viele Leute die ich kenne (auch die die sie niemals fuhren) DER anziehungspunkt auf der Zugspitze. Das Gebiet ist heutzutage selbst für den durchschnittlichen Skifahrer stinklangweilig und schlecht erschlossen.
Der (geleaste?) 6er-Sessel steht infrastrukturell ungünstig - Die schöne Route rechts davon ist seitdem Anfängergelände und die Pisten sind sowieso stinklangweilig.
Kann mir nicht vorstellen, dass die Zugspitze (die ich vor 4 Jahren zuletzt besucht habe) heutzutage wirtschaftlich erfolgreicher ist als früher. Abgesehen davon steht die BZB seit Jahren vor dem Bankrott, aber will sich auch nicht helfen lassen (eine leider aus Verschwiegenheitsgründen nicht näher nennbare Unternehmensberatung die einige Ski-Freaks hat hat denen vor wenigen Jahren mal eine nahezu (Jahrespass) kostenlose überarbeitung des gesamten Konzepts angeboten die abgelehnt wurde)
Da kann der Betrieb eines einzelnen 2er-Sessels der sicherlich 5% mehr Gäste anziehen würde wenn richtig vermarktet nicht das Problem sein.

In diesem Sinne - Shame on you für die Umbauen in Garmisch (Kandahar-4er - Abriss Olympialift) und auf der Zugspitze (Sinnloser 6er und Stillegung Neue Welt)
 
Dachstein schrieb:
Chense schrieb:
Da kann der Betrieb eines einzelnen 2er-Sessels der sicherlich 5% mehr Gäste anziehen würde wenn richtig vermarktet nicht das Problem sein.

Dann würde ich an deiner Stelle den Rest des Topics auch lesen, denn darin gibt es einen sehr triftigen Grund, warum diese Anlage stillgelegt wurde.

DAB schrieb:
@ Pitz:

"Neue Welt" wurde u.a. aus ökologischen Gründen eingestellt, der Lift war nicht haltbar, die Piste komplett schneefrei.

Ich hoffe, deine Frage beantwortet zu haben. ;)

MFG Dachstein

Das schlimme dran ist, dass mir der Grund sogar bekannt war ... aber im Eifer des Gefechts vergisst man sowas natürlich wieder ... wobei zmd. damals vor wenigen Jahren als der Lift auch schon stillgelegt war die Piste garnicht so schlimm aussah ...
Ich wär noch runter gekommen und starli auch - Das reicht ja wohl ^^
Danke für die Erinnerung
 
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