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Olympische Winterspiele 2022 in München?

Deutschland wir immer mehr zum Land der Spiesser.
Ist vielleicht auch besser so, dass man die Spiele dorthin vergibt, wo die Menschen noch begeisterungsfähiger sind.
Nun sind einige Bayern aber nicht gerade für Zukunftsweisheit bekannt :mrgreen:
koanneuer.jpg
 
Rüganer schrieb:
Ist vielleicht auch besser so, dass man die Spiele dorthin vergibt, wo die Menschen noch begeisterungsfähiger sind.
Dann ab nach Nordkorea - dort sind sie echt begeisterungsfähig. Was man da in den Stadien für Choreografien sieht - ein Traum! Außerdem haben sie dort ja grad erst ein neues Skiresort eingeweiht, und der Chef dort kümmert sich um alles höchstpersönlich. Hurra!

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wellblech schrieb:
Kotzen könnt ich... mit dieser Verweigerungsmentalität ist kein Staat zu gewinnen. Hier wird das Problem der direktem Demokratie durch Volksentscheide deutlich. Die (Links)Presse mit all den Vorurteilen setzt den Maßstab.
Jaja, die böse (Links)Presse mal wieder...
Diese paranoiden Theorien von der Verschwörung der Alt-68er und der Gutmenschen gegen die menschliche Vernunft (die offenbar ja nur eine richtige Auffassung zulässt) gehen mir mittlerweile echt auf die Nerven.
Hört sich an wie bei der AfD - ihr kommt da nur zu widersprüchlichen Ergebnissen: Die AfD sagt, die böse böse Links-Presse und die Alt-68er zwingen uns ihr Weltbild auf, daher soll über die entscheidenden Fragen durch Plebiszite entschieden werden. "Wellblech" behauptet mit dem identischem Argument genau das Gegenteil:
Hier wird das Problem der direkten Demokratie durch Volksentscheide deutlich.
Ja was denn nun? Offenbar scheint es ja kein geeignetes demokratisches Mittel zu geben, dem gesunden Menschenverstand und der alleingültigen einen Wahrheit zum Sieg zu verhelfen - oder habe ich da was falsch verstanden?

Wer die (auch in diesem Forum verlinkten) Presseartikel gelesen hat - und zwar von SZ bis FAZ - wird schwer behaupten können, dass es eine einseitige manipulative Berichterstattung gegeben hat - im Gegenteil. Die Argumente der Befürworter und der Gegner wurden umfassend dargestellt, von einseitiger Meinungsmache keine Spur.

Man sollte auch mal eine Niederlage akzeptieren können.
Eine Niederlage für den Sport - wie es von vielen Funktionären (!) jetzt verbreitet wird - war das sowieso nicht. Der Wintersport in Deutschland wird nach wie vor geliebt, das werden die Einschaltquoten in der nun beginnenden TV-Wintersportsaison wieder beweisen. Die Mehrheit der Bevölkerung wollte einfach einem fragwürdigen Privatclub mit besten Kontakten zu den Diktatoren unserer Welt keinen Blanko-Scheck ausstellen - und mal erhrlich: das haben wir doch auch nicht nötig, oder? Auch ohne München 2022 wird Deutschland nicht deindustriealisiert und ins Mittelalter zurückfallen.

Wenn das IOC irgendwann wirklich mal nachhaltige Spiele haben will, können sie ja immer noch auf uns zukommen - aber dann zu unseren Bedingungen. Sollte man beim IOC noch halbwegs bei Verstand sein, wird das Umdenken langsam sowieso beginnen: Jetzt haben sich mit A,CH und D schon drei Ur-Wintersportnationen gegen olympische Winterspiele entschieden.
Diese Erkenntnis wird irgendwann kommen, auch bei den Sponsoren. So lange halt schon mal viel Spaß in Sotschi und co, wenn sich die Jugend der Welt wieder zu den Spielen des Friedens versammelt...
 
^^100% Zustimmung!!! :gut:
Das gemeine Wahlvolk hat mal wieder entschieden. Jeder Demokrat sollte das anerkennen.
Gibt in den Land echt wichtigeres wie solche Spiele.
 
Rüganer schrieb:
Nun sind einige Bayern aber nicht gerade für Zukunftsweisheit bekannt :mrgreen:
Ich glaub es für Deutschland Zeit wieder mal Inseln zu tauschen!
 
HBB hat das schön geschrieben, volle Zustimmung!
 
Downhill schrieb:
Na dann bleibt halt alles beim Status Quo, wunderbar!

D.h. die nächsten Jahrzehnte ohne wichtige Verkehrsprojekte im Werdenfelser Land (werden ja erst seit 30 Jahren geplant), ohne 2. S-Bahn-Stammstrecke in München, und die Fertigstellung der A99 ist wohl endgültig begraben.

Ist ja auch wurscht, laut Hirneis & Co. ist die Welt im allgemeinen (und München im Besonderen) in ihrem aktuellen Status perfekt, Weiterentwicklung ist nicht nötig.
Wo sind da die Betonköpfe, frag ich mich.

Ja, aber das ist doch nicht an Olympia gekoppelt. Es ist ein Trugschluß, dass wir ein bestimmtes Großprojekt benötigen, um andere Großprojekte durchzusetzen. Wenn wir es so machen, wird das Großereignis nur dazu benutzt um Gegner bei anderen kritisch beäugten Großprojekten mundtot zu machen. Was wiederum das Großereignis schädigt. Und die Ablehnung kein Wunder ist.

Wir benötigen wieder eine Gesellschaft, welche sich für die Gemeinschaft interessiert, auch mal gewisse persönliche Einschränkungen akzeptiert, wenn es der Gemeinschaft hilft.
Derzeit ist dieser Rückhalt wohl nur beim Fußball gegeben. von Sommermärchen ist wohl nicht mehr viel übrig. Dazu war die Kampagne aber auch viel zu verschlafen.

Es sind doch die Garmischer/Oberauer/Verkehrsteilnehmer, welche die Umfahrungen von Oberau, Garmisch benötigen. Es sind die Münchner, welche einen zweiten S-Bahn Tunnel benötigen. Es ist nicht Olympia, was den Tunnel braucht. Rein Volkswirtschaftlich ist es sowieso günstiger auf das Großereignis zu verzichten, da sich in den letzten Jahren gezeigt hat, dass Olympia ein riesiges Verlustgeschäft ist (mit unklarem längerfristigen Nutzen).

Olympia führt in unserer Gesellschaft heute nicht mehr zu purer Euphorie. Und das ist auch richtig so. Leider ist das IOC zu einer gewaltigen Werbe-, Geld- und Veranstaltungsgesellschaft mit undurchsichtigen Regelungen verkommen. Man bekommt keine Spiele mehr ohne olympisches Gesetz (anstatt dass olympische Spiele im Rahmen des bestehenden rechtlichen Rahmens durchgeführt werden), Werbeverbote in den Orten (mindestens für Zufahrtswege und Sportstätten) für alle nicht an das IOC gebundene Werbepartner (was gegen bestehende Gesetze bei uns ist) ...
Allein deswegen müsste man guten Gewissens sagen, dass Olympia nicht taugt. Ausser man will es wirklich.

Ich denke München benötigt keine olympischen Spiele. Aber längerfristig benötigen die olympischen Spiele wieder Städte wie München - Turin war noch was - aber wer freut sich auf Sotschi?!? Gerade deswegen lohnt es sich derzeit keine Spiele zu berherbergen. Dann werden auch die Vertragsbestandteile wieder freiheitlicher...
 
Auch eine schöne Meinung. Ausserdem darf man nicht vergessen, Bayern ist nicht nur München. Auch der Bürger in Alzenau, Hof oder Niederbayern freut sich auf vollendete Projekte, dem ist mit Olympia in München nicht geholfen. Eine Abstimmung in ganz Bayern hätte auch kein anderes Ergebnis gebracht, wahrscheinlich ein noch schlechteres. Und in ganz Deutschland noch viel mehr.
 
Fab schrieb:
Rüganer schrieb:
Nun sind einige Bayern aber nicht gerade für Zukunftsweisheit bekannt :mrgreen:
Ich glaub es für Deutschland Zeit wieder mal Inseln zu tauschen!

Du wohnst doch in Franken, das hat doch nix mit Bayern zu tun, sagen mir meine fränkischen Kumpels immer ;)
 
fettiz schrieb:
...Es ist ein Trugschluß, dass wir ein bestimmtes Großprojekt benötigen, um andere Großprojekte durchzusetzen....
Ich fürchte, jetzt sitzt du einem Trugschluss auf.
Es ist für eine Gemeinde ungleich leichter im Zuge eines Großprojektes finanzielle Mittel vom Land oder gar Bund zu bekommen als ohne.

@Rüganer
Bayern/Franken - Das ist nur Neckerei. Zudem bin ich halber Steirer. Die sind eine franko-bajuwarische Mischung - und ihr werdet getauscht gegen eine schöne südliche Insel. Denke da an Zakynthos oder so.
 
Mir sind 1000 kleine dezentrale unabhängige Sportveranstaltungen lieber, als eine die von zentraler Stelle die Ressourcen von 1000 Veranstaltungen in einer einzigen konzentriert. Letztere mit allen Konsequenzen die die Gegner der Olympischen Veranstaltungen aufzählen.

Also kleine Wettbewerbe, ad hoc von Vereinen organisiert, an denen eine Dorf Community teilnimmt, die die regionale Wirtschaft mit ihren Fähigeiten und Passionen integriert. Menschen ohne den Anspruch auf totale Perfektion die von sich aus das richtige tun. Das finde ich schön. Leute kommen zusammen, gibt dann gutes Essen,lokale Strukturen werden gefestigt ohne auszugrenzen oder andere zu überrollen. Hier findet sich der Olympische Gedanke!
Bei Olympia hingegen: Man denke zB. an Cateringmonster für die Zigtausend für kurze Zeit absurde Preise zahlenden Besucher, gepaart mit dem Markendiktat der Sponsoren. Ist doch nur mehr krank, das hat mit Passion oder gar Olympischen Gedanken nichts mehr zu tun.

An kleinen Wettbewerben habe ich früher gerne Teilgenommen (MTB) und freue mich stets wenn ich sehe wie Menschen für diese Wettbewerbe trainieren oder Fronarbeit leisten, von Kind bis Greis!

Aber Sport im Fernsehen glotzen? Hä? Aus der Couch heraus?
Allenfalls ein 5 Sekundenschnippsel vom Crash ins Fangnetz im Youtube...

Ansonsten ist Olympia für mich sehr wohl eine sehr spannende Maschinerie, die Leistungen die für den Aufbau der Spiele sowie jene der Athleten (die wohl 0,001% der beteiligten Akteure ausmachen) sind auf jedem Fall bewundernswert.
Aber deshalb muss ich das nicht haben wollen.

Aus der Couch heraus kann man auch einen guten Film ansehen!
 
Servus!

Rüganer schrieb:
Fab schrieb:
Rüganer schrieb:
Nun sind einige Bayern aber nicht gerade für Zukunftsweisheit bekannt :mrgreen:
Ich glaub es für Deutschland Zeit wieder mal Inseln zu tauschen!

Du wohnst doch in Franken, das hat doch nix mit Bayern zu tun, sagen mir meine fränkischen Kumpels immer ;)


Aber ich! :twisted: Ich würde Krk oder Rab nehmen, Cres oder eine der Losinjs fänd ich auch gut! :mrgreen:
Wo muss ich meinen Bestellzettel hinschicken? :lach:

Zum Thema lass ich mich jetzt nicht mehr lange aus, der Kas is eh bissn.
Nur so viel:
Die Politik hat hier mal wieder einen Drecksjob gemacht, das zeigt in meinen Augen die Wahlbeteiligung. Da muss sich keiner rühmen, weder Befürworter noch Gegner!

Pro wären gerade Infrastruktureinrichtungen gewesen die einfach sonst nicht kommen weil zu viel rumgeeiert wird und heutzutage keiner mehr Verantwortung übernehmen will. Und wenn sind Sie zu blöd (sorry, aber so isses) siehe BER oder Stuttgart 21. Nur mit einer Veranstaltung wie Olympia werden solche Projekte heute noch durchgedrückt. S-Bahn Röhre, schnelle Flughafenanbindung oder gar ein (unterirdischer) Durchgangshauptbahnhof sind damit für München endgültig gestorben, da braucht man sich keine Illusionen machen. Punkt.
Nebenbei: Auch wenn damals noch "Macher" und nicht der Amtsschimmel das sagen hatte: München hätte meiner Meinung nach heute noch keine U-Bahn, wenn es ´72 die Spiele nicht gegeben hätte.
Ironischerweise waren diejenigen, denen in diesen Punkten die Spiele wirklich etwas gebracht hätten - nämlich die Bewohner der riesigen Vorortgemeinden Münchens - traditionell von der Abstimmung ausgeschlossen. Ich mein: Was bringt dem Schwabinger oder Giesinger die zweite S-Bahn Röhre bitte??? Ist dem - sorry - Scheißwurst. der nimmt die U-Bahn (grüße an ´72) oder die Tram.
Aber das war ja die übliche Ignoranzhaltung des (Gott sei dank) bald Ex- OBs Ude. Mal schauen was danach kommt, die Spiele sicher nicht mehr. In so Fern geb ich den Befürwortern Recht, hier wurden Chancen verschenkt.

Auf der anderen Seite:

Kann ich auch die Gegner recht gut verstehen. NOK sowie IOC mitsamt den machtgeilen Funktionären stießen bereits mir persönlich als auch meiner Sportart Snowboard während meiner aktiven Zeit extrem sauer auf - und das ist jetzt bald 20 Jahre her... Der Konflikt "FIS - ISF" (und die Machtposition Olympia) war da eigentlich nur die Spitze des Eisbergs, die den Snowboardsport von einer funktionierenden Massensportart wieder in eine Randerscheinung zurückgeschleudert hat.
Das die heutigen Funktionäre mit der Vertretung der Sportler nichts mehr zu tun haben, sondern nur noch die eigenen - zuletzt immer finanziellen - Interessen vertreten ist nun wirklich kein Geheimnis mehr.
Im Fall von Olympia ist nun mal inzwischen leider klar, daß die Spiele selbst rein von der Bevölkerung - also dem Steuerzahler - finanziert werden. Zugute kommen die Gelder aber nicht den Sportlern sondern den Taschen der Funktionäre und dem daran hängenden Verwaltungsapparat, gezeichnet von Vetternwirtschaft.
Dass hier viele Bürger nicht so einfach mitmachen wollen ist mir völlig klar, in Russland geht so was sicher einfacher...

Aber gut, ich habe Für und Widers (und mich deshalb auch im Vorfeld zurückgehalten)zum Schluß hätte ich Olympia aber befürwortet. Aber ich wurde ja gar nicht erst gefragt - gut 15 km vom Stadtzentrum entfernt ist meine Stimme ja auch nix Wert...


Die eigentliche Schande ist für mich:
Die Politik hat wieder einmal versagt. Ganz ehrlich: Die minimal angesetzte Wahlbeteiligung lag bei 10 bzw. 20 % der Wähler damit das bindend war. HALLO???
Völlig egal, ob jetzt 51, 61 oder 91 Prozent dagegengestimmt haben - hier entscheiden ein paar wenige Bürger über die Geschicke der gesamten Bevölkerung.
Und Sorry, aber das hat mit "Mehrheitsentscheid" für mich eben nicht mehr viel zu schaffen.
Da liegt unser eigentliches Problem in Deutschland: Es interessiert keinen Menschen mahr, was "die da oben" so treiben. Und "Die" sehen auch gar keine Notwendigkeit das zu ändern, die bekommen ja Ihr Salär dafür. Irgendwer zahlts schon...

Es heisst ja Immer "2 Klassen Gesellschaft, das darf nicht sein!" Nun, Zeitpunkt verpasst - die haben wir schon längst. Nur: Das alte Modell hieß "Arm oder Reich". Das heiutige und reelle Modell: Arbeitest du für diesen Staat oder finanzierst du diesen Staat? Jippie, Griechenland wir kommen - und wir sind näher dran als gedacht!
Aber wer weiß:
Vielleicht kommt ja dann der olympische Gedanke auch wieder nach Bayern

Schöne Grüße,
Jan

PS.:

Fab schrieb:
@Rüganer
Bayern/Franken - Das ist nur Neckerei. Zudem bin ich halber Steirer. Die sind eine franko-bajuwarische Mischung - und ihr werdet getauscht gegen eine schöne südliche Insel. Denke da an Zakynthos oder so.
...

Haha, glaubst du! :twisted: Aber gegen an Steirer sagt ma nix. Und welche Insel mia nemma, des red ma no, da wea ma uns scho einig... :wink: :biggrin:
 
Was ich an der Sache bedenklich finde:

1, Anscheinend kennt jeder die Verträge des IOC´s und kann sich darüber ein Urteil bilden.
Nur weil man es aus Medien von vergangenen Spielen meint zu kennen muss man nicht unbedingt dazu einen Rückschluss auf etwas ziehen was erst in Jahren unterschrieben wird.

2, Es ging hier im Ersten Schritt um eine Bewerbung für einen Event. Erst in der Bewerbung legt man die Rahmenbedingungen fest die man dann in einen Vertrag fasst. Erst wenn die Bewerbung durch ist unterschreibt man den Vertrag. Wenns nicht passt wird halt nicht unterschrieben bzw. das IOC wählt eine andere Ort aus. Wenn man im Vorherein "Nein" sagt vergibt man Chancen.

Ich finde es schade das man die Chance verpasst hat aktiv ein gutes und Nachhaltiges Konzept vorzulegen das für den bayrischen Alpenraum gepasst hätte. Ohne Gigantomanie, Umweltzerstörung und Schuldenbergen.

Und ich finde es schade das meine Eltern olympische Spiele miterlegen durften und heute noch sagen das bis zum damaligen Attentat eine super Stimmung war. Eben jene die diese Spiele schon mal erlebt haben, haben jetzt der jüngeren Generation dieses Privileg verwehrt.
 
HBB schrieb:
Wenn das IOC irgendwann wirklich mal nachhaltige Spiele haben will, können sie ja immer noch auf uns zukommen - aber dann zu unseren Bedingungen. Sollte man beim IOC noch halbwegs bei Verstand sein, wird das Umdenken langsam sowieso beginnen: Jetzt haben sich mit A,CH und D schon drei Ur-Wintersportnationen gegen olympische Winterspiele entschieden.
Diese Erkenntnis wird irgendwann kommen, auch bei den Sponsoren. So lange halt schon mal viel Spaß in Sotschi und co, wenn sich die Jugend der Welt wieder zu den Spielen des Friedens versammelt...

Da aber leider die Sponsoren das IOC dirigieren wird es so nicht kommen. Wie viele (2-3) Großsponsoren aus Mitteleuropa hat den das IOC? Die meisten kommen doch aus Asien und USA.
 
baeckerbursch schrieb:
2, Es ging hier im Ersten Schritt um eine Bewerbung für einen Event. Erst in der Bewerbung legt man die Rahmenbedingungen fest die man dann in einen Vertrag fasst. Erst wenn die Bewerbung durch ist unterschreibt man den Vertrag. Wenns nicht passt wird halt nicht unterschrieben bzw. das IOC wählt eine andere Ort aus.
So ist es eben gerade nicht! Es läuft vielmehr wie bei einer Ausschreibung: Da kann man ein Angebot zu den vom Auftraggeber festgelegten Konditionen abgeben, oder man lässt es eben, wenn einem diese Bedingungen nicht passen. Erstmal bewerben und dann nachverhandeln funktioniert nicht - im Gegenteil: Schon bei Abgabe der Bewerbung muss der Bewerber dem IOC garantieren, im Falles des Zuschlages den Host-City Vertrag umgehend zu unterzeichnen. Wenn einem die Bedingungen des IOC nicht gefallen, braucht man sich also gar nicht erst zu bewerben - und genau so ist es jetzt ja gelaufen.

baeckerbursch schrieb:
Eben jene die diese Spiele schon mal erlebt haben, haben jetzt der jüngeren Generation dieses Privileg verwehrt.
Sorry, aber das ist ja wohl eine abstruse Aussage. Das war doch keine Frage des Alters; schau Dir mal die Vereinigungen der Befürworter und Gegner an - da ist altersmäßig alles bunt durchgemischt.
 
Servus!

@baeckersbusch:
Ganz ehrlich: Meine Mutter war 72 VIP Olympiahostess und schwärmt heute noch.
Klar hätte ich mich auch gefreut - aber zu einem akzeptablen Preis, sowohl finanziell als auch was das Gewissen gegenüber dem Sport betrifft. Wenn ich mir dein Avatarbild ansehe solltest du der erste sein der das verstehen und nachvollziehen kann...

Und nicht zu vergessen:
In dem Bürgerentscheid gings ja eigentlich darum, ob man sich nach einer bereits gescheiterten Bewerbung für 2018 noch mal für 2022 bewerben soll. Die Kosten der Bewerbung wurden mal ganz locker mit knapp 30 Millionen Euro (!) beziffert! Die schon mal versch.....en wurden... Noch mal? Für "Nur mal so bewerben und die Veträge schauen wir uns später an"? Ein wenig teuer um zu spielen.
Wie viel wird gleich noch mal für den Tunnel beim (dann wieder vereinten) E-Garten veranschlagt beim Seehaus??? Und der bleibt...

Wenn es sicher gewesen wäre dass die Spiele kommen wäre das Votum wohl anders ausgefallen.
Aber 30 Millionen hinzulegen um sich blind der Gunst eines Haufens egozentrischer Funktionäre auszuliefern die seit Jahren im Sumpf der Korruption rumrudern - ich glaube DAS waren die eigentlichen Gründe für ein solch deutliches Nein.

Schöne Grüße,
Jan
 
baeckerbursch schrieb:
Und ich finde es schade das meine Eltern olympische Spiele miterlegen durften und heute noch sagen das bis zum damaligen Attentat eine super Stimmung war.
Hoffe sie haben die Jagdtrophäe an die Wand genagelt. Sorry aber ich musste lachen. :lach: Im Bezug auf das Attentat aber schon fast Makaber.

Fab schrieb:
Es ist für eine Gemeinde ungleich leichter im Zuge eines Großprojektes finanzielle Mittel vom Land oder gar Bund zu bekommen als ohne.
Das ist sowieso ein falscher Ansatz. Rate mal von wem denn die finanziellen Mittel vom Land oder gar Bund stammen? Diesbezüglich sollte man auch dann bauen, wenn es demjenigen Nützt der es bezahlt und nicht einem Verband welcher die Gewinne privatisiert und die Verluste an die Allgemeinheit abtritt.
 
baeckerbursch schrieb:
Anscheinend kennt jeder die Verträge des IOC´s und kann sich darüber ein Urteil bilden.
Zumindest ein paar Grundbedingungen sind allgemein bekannt, z.B.: komplette Ausnahme von der Besteuerung der Einnahmen des IOC, Ausschließlichkeit von Produkten der Sponsoren im Umfeld der Wettbewerbe und Anlagen usw. Und ich maße mir sowohl als Steuerzahler als auch als Mitarbeiter in einem steuerzahlenden Unternehmen durchaus an, den ersten Punkt als skandalös zu beurteilen (das gilt im übrigen auch für die gleichartigen Bedingungen der Fifa bei Fußball-WMs oder -EMs. Aber die Kicker scheinen ja völlig sakrosankt, da ist die Aufregung viel gerringer).

baeckerbursch schrieb:
Es ging hier im Ersten Schritt um eine Bewerbung für einen Event. Erst in der Bewerbung legt man die Rahmenbedingungen fest die man dann in einen Vertrag fasst. Erst wenn die Bewerbung durch ist unterschreibt man den Vertrag. Wenns nicht passt wird halt nicht unterschrieben bzw. das IOC wählt eine andere Ort aus.
Wenn Du diese Grundbedingungen nicht akzeptierst, brauchst Du gar keine Bewerbung abzugeben. Wie bei jedem Wettbewerb werden in der Auslobung Teilnahmebedingungen aufgestellt, die man akzeptieren muß. Wenn nicht, kommt es zum Ausschluß und gar nicht zur Chance von Vertragsverhandlungen.

baeckerbursch schrieb:
Eben jene die diese Spiele schon mal erlebt haben, haben jetzt der jüngeren Generation dieses Privileg verwehrt.
Ich glaube nicht, daß "wir Alten" da den Ausschlag gegeben haben. Da bliebe abzuwarten, ob es noch eine detailliertere Wähleranalyse als nur die regionale Verteilung geben wird. Ich (im 72er Stadion gesessen) wäre übrigens wegen der Infrastrukturinvestitionen dafür gewesen - trotz der skandalösen Bedingungen.

Letztlich fehlt es der Politik am Mut zu Entscheidungen für richtungweisende Entscheidungen. Wenn man die Entscheidung auf die Bürger abwälzt, wird man bei nahezu jedem Großprojekt zu einer Ablehnung kommen. Erst recht natürlich, wenn man so kuriose Voraussetzungen schafft, wie daß das Nein eines einzigen Austragungsorts gereicht hätte, das ganze Projekt zu killen (was aber ex post betrachtet ohnehin nur Theorie war).
 
Hoffe sie haben die Jagdtrophäe an die Wand genagelt. Sorry aber ich musste lachen. :lach: Im Bezug auf das Attentat aber schon fast Makaber.

Muss ich das verstehen?


Zumindest ein paar Grundbedingungen sind allgemein bekannt, z.B.: komplette Ausnahme von der Besteuerung der Einnahmen des IOC, Ausschließlichkeit von Produkten der Sponsoren im Umfeld der Wettbewerbe und Anlagen usw.

Ok. Das sind sicherlich Punkte die zu diskutieren sind. Allerdings: Wer nicht drüber redet (sich bewirbt) der braucht auch nicht drüber reden. Der erste Punkt (Besteuerung) ist im übrigen gar nicht so weit von anderen internationalen Unternehmen weg - der Apfel besteuert z.B. seine Gewinne auch da wo es ihm passt. Das nur Produkte der Sponsoren im Umfeld genannt werden ist in jeder anderen Großveranstaltung auch so - immerhin brauchen Sponsoren ja auch ein paar Exklusivrechte (sonst gäbe es die ja nicht).


Wenn Du diese Grundbedingungen nicht akzeptierst, brauchst Du gar keine Bewerbung abzugeben. Wie bei jedem Wettbewerb werden in der Auslobung Teilnahmebedingungen aufgestellt, die man akzeptieren muß. Wenn nicht, kommt es zum Ausschluß und gar nicht zur Chance von Vertragsverhandlungen.

Mag schon sein. Man kann aber auch "frech" sein und sich seiner Sache sehr sicher. Hast du noch nie auf Bewerbungsgesprächen hoch gepokert und evlt. gewonnen? Warum soll hier die Sache anders sein?

Letztlich fehlt es der Politik am Mut zu Entscheidungen für richtungweisende Entscheidungen. Wenn man die Entscheidung auf die Bürger abwälzt, wird man bei nahezu jedem Großprojekt zu einer Ablehnung kommen.

Da gebe ich dir recht. Allerdings möchte ich auch kein Politiker sein der eine solche Entscheidung verantworten muss und dann vom "Mob" durch die Gegend getrieben wird. Denn der "Mob" weis immer alles besser und hat sehr schlaue Alternativen :D (Bin gerade gestern erst wieder mit der S-Bahn vom Flughafen München heim und hab in jedem Kuhdorf gehalten)

Mich hat der Ausgang der Entscheidung zwar enttäuscht, aber auch nicht gewundert. Wenn man durch einen Großteil der betroffenen Landkreise fährt merkt man einfach das der Wille etwas zu gestalten fehlt. Man ruht sich auf dem erreichten aus und akzeptiert nur schwer die Veränderungen. Alleine die Ortskerne von vielen Gemeinden sprechen Bände.... Gestalten meint in diesem Sinne übrigens nicht das Zubetonieren von Flächen sondern das behutsame modernisieren und das Ausrichten auf die nächsten Generationen.
 
Muss ich das verstehen?

Ein ziemlich peinlicher Verschreiber, der zu diesem abstrusen Gedankengang führen kann.


Und ich finde es schade das meine Eltern olympische Spiele miterlegen durften und heute noch sagen das bis zum damaligen Attentat eine super Stimmung war.

Aber jetzt bitte wieder zurück zum ursprünglichen Thema !
Gruss TPD

Moderator Medienberichte
 
Es gab eine demokratische abstimmung in den betroffenen Landkreisen. Die Einheimische Bevölkerung war absolut dagegen und das soll man akzeptieren. Die Wahlbeteiligung war gar nicht so gering wie hier behauptet wurde finde zumindest ich.
Und das Ergebnis spricht für sich. Also warum noch drauf herumhacken, das Volk hat entschieden.
Ich wohne auch in einer der betroffenen Gemeinden und bin froh dass sich das jetzt erübrigt hat.
Punkt aus.
 
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