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Olympische Winterspiele 2022 in München?

ATV schrieb:
Das ist sowieso ein falscher Ansatz. Rate mal von wem denn die finanziellen Mittel vom Land oder gar Bund stammen? Diesbezüglich sollte man auch dann bauen, wenn es demjenigen Nützt der es bezahlt und nicht einem Verband welcher die Gewinne privatisiert und die Verluste an die Allgemeinheit abtritt.
Ich muss da nicht raten :D

Mir geht es auch nicht um Zuckerlis für Verbände, sondern um Infrastruktur, die von den jeweiligen Gemeinden erwünscht (teilweise ersehnt) wird. Für eine Olympiade macht speziell der Bund extra Mittel locker die es sonst nicht gibt.
Hab das in München 72 schon mal beobachten können.
 
Auch auf Pump, das war damals schon nicht anders.
 
baeckerbursch schrieb:
Da gebe ich dir recht. Allerdings möchte ich auch kein Politiker sein der eine solche Entscheidung verantworten muss und dann vom "Mob" durch die Gegend getrieben wird. Denn der "Mob" weis immer alles besser und hat sehr schlaue Alternativen :D (Bin gerade gestern erst wieder mit der S-Bahn vom Flughafen München heim und hab in jedem Kuhdorf gehalten)
Mich hat der Ausgang der Entscheidung zwar enttäuscht, aber auch nicht gewundert. Wenn man durch einen Großteil der betroffenen Landkreise fährt merkt man einfach das der Wille etwas zu gestalten fehlt. Man ruht sich auf dem erreichten aus und akzeptiert nur schwer die Veränderungen. Alleine die Ortskerne von vielen Gemeinden sprechen Bände.... Gestalten meint in diesem Sinne übrigens nicht das Zubetonieren von Flächen sondern das behutsame modernisieren und das Ausrichten auf die nächsten Generationen.

Das ist, wie ich finde, eine ziemlich arrogante Haltung, die sich auch in den Aussagen vieler Befürworter nach der Abstimmung findet. Das Motto lautet: "Schade, dass ihr zu dumm wart, unsere Argumente zu verstehen, und deshalb falsch abgestimmt habt."
Wahrscheinlich ist es gerade diese Geisteshaltung vieler Funktionäre, Politiker und auch mancher Sportler, die erst den Groll gegen diese Organisationen richtig befördert hat.
Exemplarisch bemerkt: Eine Höfl-Riesch und seine Hoheit, der Kaiser, - übrigens beide wohnhaft in Kitzbühel (Steuern?!) - empfehlen uns dringend, (unser) Steuergeld für einen IOC-Circus zu riskieren und haben als Argument kaum mehr zu bieten, als das Gerede vom leuchtenden Fest der Völker (in dessen Glanz sie sich dann wieder ganz gut selber sonnen/verdienen können); geht's dann anders aus, wird der Wähler beleidigt - das nenn' ich Sportsgeist! Das werdet ihr noch bereuen, sagt der Kaiser. Frau Höfl-Riesch sagt: „Ich habe gar nichts mitbekommen, weil ich schon lange nicht mehr in Garmisch war. Ich lebe in Kitzbühel, aber ich dachte, gerade Garmisch wäre nun gar kein Problem.“ (Quelle) Da ist kein weiterer Kommentar erforderlich.
Dass es auch anders geht, hat Christian Neureuther mit seiner Aussage bewiesen (gleiche Quelle): „Die anderen haben die besseren Argumente gehabt. Das ist okay so.“ Respekt - so reagiert ein Sportsmann!

Übrigens ist die Aussage, dass Plebiszite grundsätzlich zur Ablehnung von Großprojekten führten, einfach nicht richtig: Man denke hier nur an Stuttgart 21. Da hat im Vorfeld wirklich die Luft gebrannt, dagegen war die Nolympia-Geschichte ein laues Lüftchen. Und was passiert? Sogar in Stuttgart selbst stimmt eine Mehrheit für das Projekt.
 
HBB schrieb:
Übrigens ist die Aussage, dass Plebiszite grundsätzlich zur Ablehnung von Großprojekten führten, einfach nicht richtig: Man denke hier nur an Stuttgart 21. Da hat im Vorfeld wirklich die Luft gebrannt, dagegen war die Nolympia-Geschichte ein laues Lüftchen. Und was passiert? Sogar in Stuttgart selbst stimmt eine Mehrheit für das Projekt.

In der Schweiz wurde die NEAT mit Gotthard und Ceneri Basistunnel vom Volk gutgeheissen. Kein kleines Projekt.
Genauso wichtig wie der Ausgang des Volksententscheides ist die öffentliche Auseinandersetzung mit der Thematik, in der Interessensgruppen Stellung beziehen und im Wettstreit der Argumente stehen. Oft sind diese Auseinandersetzungen erstaunlich sachlich, auf vielen Ebenen. Jedenfalls hat man die Möglichkeit, Diskussionen auf sachliche Ebenen zu verfolgen.

Ohne Volksentscheid würde dieser "gesunde" meinungsbildende Prozess nicht stattfinden, hingegen stellt hier die Politik schöne Olympia Maskottchen entlang den Strassen auf und das Promimenteriat zeigt sich im Fernsehen begeistert, stellvertretend für das stillgestellte Volk.

Insofern war Die Oympiaabstimmung eine sehr inteerssante "Übung" für Deutschland, gleichauf mit jener Nichtraucherschutz in BY und S21 in BaWü.
 
Jetzt weiß ich nicht ob ich den Kopf schütteln oder mich totlachen soll:

Zum einen kommt jetzt die CDU um die Ecke und fordert noch mal abzustimmen:
http://www.welt.de/politik/deutschl...ker-fordert-neuen-Olympia-Volksentscheid.html

Frei nach dem Motto: Jetzt stimmen wir so lange ab bis die dummen Bayern endlich ja sagen.

Und zum anderen freut sich Berlin, da die Chancen für eine Bewerbung der Hauptstadt jetzt besser geworden sind. Die Spiele würden Berlin gut stehen:
http://www.tagesspiegel.de/meinung/...t-fuer-berlin-eine-grosse-chance/9060310.html

Ja aber sicher. Berlin chronisch Pleite und bringen noch nicht mal den Flughafen fertig. Aber halt! Stimmmmmmmt! Ist ja gar nicht das eigene Geld was man da verpulvern würde, kommt ja über den Länderfinanzausgleich eh aus Bayern, also los! Wenn die schon zu geizig sind die Spiele selber auzurichten sollen sies doch uns finanzieren, was wollen denn diese Bauern da unten auch mit dem ganzen Geld, lieber hübsche bunte Spiele für uns hier!!!

Ja aber sicher nicht... :evil:

Jan
 
^^ Haha, sehr genial, unfassbar die Berliner!

HBB, sehr schön geschrieben, die Kommentare sind ja wirklich...naja.
 
Kris schrieb:
In der Schweiz wurde die NEAT mit Gotthard und Ceneri Basistunnel vom Volk gutgeheissen.
... aber auch das Minarettverbot

Dessen ungeachtet hat die Schweiz eine ganz andere Historie, was Volksentscheide angeht.
 
Und das ist auch völlig gerechtfertigt-wir sind in der Schweiz und nicht in Pakistan.Frag da mal ob du eine christliche Kirche mit Turm bauen darfst;-)

Zurück zum Thema:
Finds schade das Olympia abgelehnt wurde.Gehen wir eben woanders hin wo Menschenrechte und Umweltschutz ja viel ernster genommen werden wie in Deutschland:evil:

Nunja,ich hoff das die Spiele nach Oslo gehen.In China will ich sie nicht haben weil das was da abgeht lässt sich noch weniger mit dem "Olympischen Gedanken" vereinbaren wie Sotchi.
 
freerider13 schrieb:
Zum einen kommt jetzt die CDU um die Ecke und fordert noch mal abzustimmen:
Bitte nicht!!! Am Ende kommt die FDP über 5% und taucht wieder auf...! :lach:

(ja da war ein Witz)
 
Der Kaiser faselt viel Mist wenn der Tag lang ist. Richtig übel nehmen kann man ihm das nicht.
Leute, dass die Sportler für solche Veranstaltungen im eigenen Land sind, das liegt wohl in der Natur der Sache.
Zum Teil auch, dass der eine oder andere keine Geistesgröße ist...

Die Ablehnungsgründe sind sicherlich vielschichtig. Vom Groll gegenüber den Funktionären und deren Machenschaften bis zu dem Punkt, dass der eine oder andere einfach seine Ruhe haben oder kein Geld für sowas ausgegeben sehen will.
 
skier3000 schrieb:
Und das ist auch völlig gerechtfertigt-wir sind in der Schweiz und nicht in Pakistan.Frag da mal ob du eine christliche Kirche mit Turm bauen darfst;-)
Wie schön, daß Du damit die Schweiz auf eine Stufe mit einer nur sporadisch funktionierenden Dritte-Welt-Demokratie stellst - ich würde mich das nicht trauen.

Deine Frage läßt sich mit einem Blick ins Internet beantworten; Beispiele für christliche Kirchen in Pakistan findet man dort zuhauf, albe hat eines der prominenten Beispiele des älteren Bestandes herausgesucht (konkret 1881). Es gibt aber auch noch zeitgenössische Bauten:

Baumaßnahme 2013 im Laufen: http://theorthodoxchurch.info/blog/news/2013/06/construction-of-first-ever-orthodox-church-in-pakistan-on-progress-alongside-mission-work-exclusive/

St. Thomas in Islamabad (1980er): http://i61.photobucket.com/albums/h53/kbboy101/ISLAMABAD/254853187_7123946621_b.jpg

Fatima Church Islamabad (1979 - zwar kein "richtiger" Turm, aber nicht weniger prominent): http://www.panoramio.com/photo/20593450

skier3000 schrieb:
Zurück zum Thema:
ja :)

skier3000 schrieb:
Gehen wir eben woanders hin wo Menschenrechte und Umweltschutz ja viel ernster genommen werden wie in Deutschland:evil:
z.B: in die Schweiz (zumindest beim Umweltschutz ja durchaus vergleichbar, den Rest lassen wr mal :lol: ) - aber die hat ja auch abgewunken. Im übrigen haben diese hehren Ziele weder bei Olympia noch bei Fußball irgendeinen wirklichen Stellenwert.

skier3000 schrieb:
ich hoff das die Spiele nach Oslo gehen.
ist jetzt nach dem Münchner Debakel auch mein Favorit
 
Bernie Ecclestone könnte das IOC übernehmen, glaub er braucht mal wieder was zu tun....
 
Kris schrieb:
Bernie Ecclestone könnte das IOC übernehmen, glaub er braucht mal wieder was zu tun....
.. aber als entscheidende Qualifikation muß er erst vor Gericht beweisen, daß er wirklich bestochen hat
 
Ob es nochmal einen Versuch für 2030 geben wird? Wird vermutlich auch davon abhängen ob Innsbrucxk den Zuschlag für 2026 bekommen wird
 
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