BigE: Klar sind die Verhältnisse so unterschiedlich. Die Bediensteten haben eine lange, arbeitsintensive Saison hinter sich, über hundert Tage Streß, Ärger - oder Langeweile, weil kein Fahrgast

- ausgelutscht, urlaubsreif, antriebslos. "Was soll ich jetzt die Pisten noch schön sauber präparieren, kommen morgen ja eh fast keine mehr und dann ist eh schluss für heuer", können es kaum noch erwarten bis der Feierabend des letzten Tages endlich da ist "Ich will um 16 Uhr den Lift schließen und endlich abhauen, wehe es kommt noch so ein blöder Skifahrer um 15:59! Ach, gerade keiner mehr im Lift? Dann mach ich den Lift lieber jetzt um 15:00 Uhr schon zu, bevor da noch einer kommt..."
Genauso gut können die Bediensteten aber euphorisch sein und sich auf den bevorstehenden Urlaub und das Mehr an Freizeit freuen und gut gelaunt in den letzten Tag gehen...
Mit Bediensteten mein ich hier übrigens nicht nur die Angestellten der Bergbahnunternehmen, sondern - und dort m.E. eher negativ präsent - die Bediensteten in den Gastronomiebetrieben im Skigebiet.
Vermutlich haben die Bergbahnunternehmen auch einen gewissen Anteil an der Misere, indem vmtl. die Chefs von ihren Mitarbeitern verlangen "du, räum mal am Sonntag den ganzen Tag die Pistenschilder ein, dann brauchst du morgen nicht mehr kommen, hast frei und ich muss dir morgen kein Gehalt mehr zahlen.". Vmtl. kann auch der Bullyfahrer nicht selbst bestimmen, wieviel Pisten er am letzten Tag noch präparieren soll, sondern das wird wohl auch vom Betriebsleiter aus gesteuert. "Du, für den letzten Tag, da kommen ja eh kaum noch Gäste, Sepp, du kannst daheim bleiben, Toni, du schaust halt dass du ein paar Pisten noch einigermaßen glatt bekommst."
Also. So in etwa stell ich mir das vor, anhand meiner Erlebnisse der letzten Jahre.