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Pistenunfälle 2015/16

Man sollte hier schon auch differenzieren.
Nicht alle verunfallten Skifahrer sind untrainierte Anfänger oder Ganzjahresbewegungsmuffel die bis auf Ihre 6 Skitage im Jahr nur auf der Couch kleben. Ich wage mal die kühne Behauptung, dass ein nicht unerheblicher Anteil der wirklich schweren Verletzungen sogar recht guten bis sogar sehr guten Skifahrern passieren.
Klar gibt's die Kategorie schnell und schlecht, die nach durchfahrener bzw. durchzechter Nacht in Kaltenbach aus dem Bus kugeln, sich danach in Dauerrücklage auf Ihre Leihski stellen und dann wie blöde ohne jede Kontrolle die Hänge runterballern. Die kann ich auch nicht bedauern, auch wenn die meist mehr Glück als Verstand haben.
Ganz generell läßt sich ziemlich sicher feststellen, je schwieriger die Verhältnisse umso mehr trennt sich die Spreu vom Weizen.
Im Moment kommt dazu, dass nur ca. die Hälfte an Pistenfläche zur Verfügung steht.
 
Also ich hab mich die Tage mal in Hochfügen auf die Alm gesetzt und das Spektakel beobachtet. Ich habe allein am Nachmittag 5x den Heli fliegen sehen und in den 2 Stunden, in denen ich an der Piste saß, kamen 4x allein am Holzalm KSB ein Akia runter.

Im Gespräch mit der Skischule allerdings hieß es das Geschäft laufe so lala bis gut, aber weit entfernt von super.

Also: Wir haben zig völlig überforderte Skifahrer, die mit wenig Können, noch weniger Kraft und Ausdauer Skifahren. Und wir haben ein Angebot an Skischulen für alle Stufen, die nicht ausgelastet sind.

Genau so schaut es aus!

Der Klassiker ist die verbuckelte Talabfahrt mit Engstelle und schon liegen zig Leute auf der Nase. Gut zu beobachten auf der "Stephan Eberharter Goldpiste". Auf einer frisch gefrästen Piste können die fahren. Aber wenn die Buckel die Schwünge vorgeben ist Feierabend. Meistens reicht dann die Kraft im weichen Schnee nicht, und man muss den Tag ja schließlich nutzen, der Skipass ist teuer.

Das Ganze kann man auch super auf der Piste vom Tuxer Fernerhaus zur Sommerbergalm am Nachmittag sehen. Da ist es ab 1500 dann an vielen Stellen ausgefahren und entsprechend verbuckelt und viele kommen nur noch mit Glück heil runter.
 
Naja es kommt aber schon auch immer darauf an, wie man eine Piste fahren will. Ich z.B. bin da jemand, der so lange es geht versucht noch zu carven, auch wenn die Piste schon ziemlich sulzig, zerfahren und mit Haufen durchsetzt ist. Das erfordert dann schon ein hohes Maß an Kondition und Kraft, denn deine Beine müssen natürlich auch die x-ten Wellen/Haufen schlucken können. Wenn man dann mal eine 500hm-Abfahrt bei solchen Verhältnissen durchzieht, halte ich es für vollkommen normal, wenn man unten auch mal etwas pusten muss.

Aktuell kommt es bei Unfällen ja des öfteren vor, dass Leute von der Piste abkommen. Das hat neben der geringen Breite meiner Meinung nach in erster Linie damit zu tun, dass die Leute unkontrolliert über buckelige Pisten fahren und dann eben im wahrsten Sinne des Wortes "die Kurve nicht mehr kriegen".
Gute Skifahrer sind wohl wenn dann eher in Zusammenstöße verwickelt, weil durch eine höhere Grundgeschwindikeit eben auch die Reaktionszeit deutlich länger wird.
 
Naja es kommt aber schon auch immer darauf an, wie man eine Piste fahren will. Ich z.B. bin da jemand, der so lange es geht versucht noch zu carven, auch wenn die Piste schon ziemlich sulzig, zerfahren und mit Haufen durchsetzt ist. Das erfordert dann schon ein hohes Maß an Kondition und Kraft, denn deine Beine müssen natürlich auch die x-ten Wellen/Haufen schlucken können. Wenn man dann mal eine 500hm-Abfahrt bei solchen Verhältnissen durchzieht, halte ich es für vollkommen normal, wenn man unten auch mal etwas pusten muss.
Da spricht ja auch überhaupt nichts dagegen. Wenn es einer wirklich kann und auch entsprechend schnell (dabei aber kontrolliert!) fährt, ist das für mich vollkommen okay.
Derjenige kann da auch gerne runter carven, solange seine Kraft ausreicht und er nicht beim fünften Schwung irgendwo hin ausrutscht und jemanden mitreißt.

Das Problem ist die hohe mögliche Geschwindigkeit in Verbindung mit nachlassenden Reaktionsfähigkeiten (Müdigkeit, Kraft, Alkohol). Da knallt es dann gleich richtig, wie hier leider auch mehrmals zu lesen war.

Der Grat ist da sehr schmal, Zusammenstöße bei heute normalen Geschwindigkeiten beim Skifahren enden im Normalfall im Krankenhaus und wenn es blöd läuft auf dem Friedhof.
Wenn ich mir manche Leute beim Fahren anschaue scheint denen das nicht bewusst zu sein.
 
abgemeldet
 
http://www.suedostschweiz.ch/panorama/2015-12-31/rund-30-meter-abgestuerzt

Ein Snowboarder wollte von einer Hütte in Savognin abfahren und von der Piste abgekommen.

http://www.blick.ch/news/schweiz/zentralschweiz/tragischer-skiunfall-auf-der-melchsee-frutt-frau-18-stirbt-nach-sturz-aufs-gesicht-id4517488.html

Und ein tragischer Todesfall. Eine junge Frau stirbt nach Sturz auf die Piste an Kopfverletzungen. Trotz Helm.



Grade noch gefunden:
http://www.1815.ch/news/wallis/aktuell/air-zermatt-im-dauereinsatz/

2015 war ein Rekordjahr in Sachen Rettungseinsätze. Allein in der Weihnachts/Silvesterwoche 112 Hubschrauberrettungen und 80 Ambulanzeinsätze.
Mich würde die Statistik von Ischgl mal interessieren. Ich hab, glaub ich, noch nie so oft den Heli fliegen sehen, wie in der letzten Woche
 
Bei dem 1. Unfall musste ich fast lachen: Ganz ehrlich mit Stirnlampe und dann langsam runter wär das nicht passiert. Hab ja seit Silvester auch immer eine Stirnlampe mit dabei, nachdem das Verhockpotenzial in den Kitzbühlern sehr hoch ist, vermutlich in Savognin nicht anders, wenn der erst um 22:00 runter ist)
Brille oder sonstwas nutzt Nachts nix. Da kann man sich höchstens vom Mond den Weg ausleuchten lassen. Die Lampe bleibt jetzt eh erstmal in der Schijacke. Kenns ja von mir selber. Wenn man oben hocken bleiben kann, bleib ich im Jänner und bedingt Februar meistens bis Einbruch der Dunkelheit oben, ab März wird's zu spät Dunkel.

mFg Widdi
 
ging mir mit dem Lachen bei 1. ähnlich, @Widdi. Im Text "Unterwegs verlor er den Anschluss zu den Kollegen und liess sein Snowboard zurück" (ungehöriges Ding aber auch!) haben wir schon den Salat. Ob dann die Skibrille oder in dem Fall "Sehbrille" mit 0,5 oder 2,5 oder 7,8 Dioptrien verlustig ging war wohl Nebensache. Jedenfalls gut, dass er sein Handy incl. der App bedienen konnte und, nicht so gut 6 Leutz minimum + Flaschenzug (welch treffendes Wort) mitten in der Nacht zu beschäftigen. + Transport + Spital. Ich tippe und hoffe mal, für den Obolus als Privatrechnung hätte er mehrere Wochen jeden Abend in einem Bergrestaurant seiner Wahl schlemmen dürfen. Daher machst Du es schon richtiger (bist ja auch 6 Jahre älter und wesentlich erfahrener *g*). Aber gib Obacht; die Gefahr lauert bis weit in das 80-ste Lebensjahr hinein :wink:
 
ski-chrigel schrieb:
Zwar eine etwas "spezielle" Piste, aber trotzdem erwähnenswert. Nicht der Unfall selbst, aber die Dreistheit, für so viel Dummheit auch noch Geld verlangen zu wollen!
http://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/13869117

Ganz im Gegenteil,
der Betreiber der Schanze hätte den jungen Mann wegen Hausfriedensbruch anzeigen und die Rettung hätte sich die Unfallkosten ersetzen lassen sollen.
Wo kommen wir den bitte hin wenn sich jemand bei Straftaten verletzt und dann auch noch den oder die Leittragenden vor Gericht zieht und sich schadlos halten möchte?
 
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