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Poma-Klemme

Habe am Mo, 29.12.2003 den Köpflelift bei Muggenbrunn besichtigt, den Michael Meier mal im Rateforum hatte. Bin dran vorbeigefahren, leider war es schon etwas dämmerig.

Die Stangen zu den Teller haben hier Federn. Der ganze Lift ist schon etwas ungewöhnlich, wenn man so was noch nicht gesehen hat. Besonders klein finde ich die Umlenkscheibe.

Leider lag zu wenig Schnee, so daß der Lift nicht in Betrieb war. Ich muß unbendingt mal mit so einem fahren.
 
Noch ein Paar Bilder un Patentschriften. Sollte das Teil wohl erklären oder?
 
Noch ein paar Erfahrungswerte:

Auf flacheren oder gar leicht abschüssigen Stücken bei langsameren Liften konnte man sich mitsamt dem Gehänge am Seil nach vorne arbeiten. Wenn man schneller als das Seil fährt, hält die Verkantung nicht und die Ringöse rutscht nach vorn. Dazu musste jedoch die Ausziehfeder gänzlich eigefahren werden können - und die harte Feder (im obersten Bereich) war dann natürlich auch nicht mehr gespannt. Zwischen Morgins/Châtel und Torgon hatte es so einen "Flachlift".

War eine Stangenfeder wiedermal ausgelatscht, so musste die eine Hälfte der Öse (um's Seil) aufgeschraubt werden und die ganze Stange incl. Gehänge wurden abmontiert, wenn die Stangen auf der Schiene in Warteposition war.

Zur Auslösung wurden Federschranken mit Ampeln eingesetzt, die man mit den Beinen/Skischuhen beim Vorbeifahren auslöste, so dass das Gehänge von der Schiene losgelös wurde und sich am Seil verkanten konnte, um loszufahren. Manche Leute machten sich einen Spass daraus, neben der Schranke in die Abfahrtsposition zu fahren und dann mit dem Skistock die Schranke auszulösen, indem mit dem Skistock von hinten die Barriere nach vorne gehauen wurde. Da konnte es schon mal passieren, dass die Barriere hängenblieb und mehrere Stangen leer losfuhren (und die nächsten Nutzer eine nasse Hose kriegten).

Wie schon erwähnt: die Seile hielten einige wenige Saisons. Wer so ein Seil schon mal genauer angeschaut hat, sieht das auch: das Seil ist übersät mit gröberen Beschädigungen an den Litzen.
 
Hi,
Ich habe hier im Forum jetzt bereits mehrfach Bilder von "Kuppelstangenschleppliften" gesehen,aber weiß praktisch nicht was das so wirklich ist.

Was ich weiß:
-Gibts auschließlich in der Schweiz
-So eine Art Kuppelbarer Schlepplift

Was ich gerne wissen würde:
-Wer stellt sowas her?
-Wie funktioniert das mit dem Kuppeln und wie werden die Stangen bewegt so lange sie ausgekuppelt sind?
-Förderkapazitäten?
-Technisches wie Stationen,Fahrgeschwindigkeit etc.?
-Warum kuppelbar und Stangen?! statt T-Bügel?

Wäre toll wenn mir jemand Bilder posten kann und das erklären kann,wenns gut ist können wirs ja ins Alpinforum-Wiki stellen

Grüße
Mark

Edit: Ab hier war es ein eigenes Topic, welches ich an ein Bestehendes angehängt habe.

Gruss
GMD, Moderator Technisches
 
Hallo, ich antworte mal, soweit ich es weiß. Gerne ergänzen oder verbessern!

skier3000 schrieb:
-Gibts auschließlich in der Schweiz
Nein auch in vielen anderen Ländern. Weit verbreitet z.B. auch in Frankreich.

skier3000 schrieb:
Was ich gerne wissen würde:
-Wer stellt sowas her?
Poma und Montaz Mautino

skier3000 schrieb:
-Wie funktioniert das mit dem Kuppeln und wie werden die Stangen bewegt so lange sie ausgekuppelt sind?
Entlang einem Gefälle auf einer Schiene?!

skier3000 schrieb:
-Förderkapazitäten?
Ich schätze bis 800 Pers./h.

skier3000 schrieb:
-Technisches wie Stationen,Fahrgeschwindigkeit etc.?
Bis 4m/s
 
Das passiert wenn eine Klemme sich auf der Strecke löst und die nachfolgenden Stangen mitsamt den sich verzweifelten an den Stangen festklammerndern Skifahrern in die gelöste Stange hineinfährt :D:
Da ist erst mal der gesamte Lift stillgelegt...

cimg6349.jpg
 
Kommt mir aber insoferne etwas unlogisch vor weil sich jene Klemmen die durch nen Passagier zugbelastet sind eigentlich nicht lösen können sollten. Eher hätt ich da den Verdacht das zuerst einer auf der Strecke ausstieg und die nachfolgenden Liftbenützer der Reihe nach aus Panik vor der auf sie zurutschenden Gehängestange welche dann die weiteren unbelasteten "sammelte" ebenfalls ausstiegen. Wenn der erste cool geblieben wäre und die unbesetzte Stange mit seinem Gehänge "eingefangen" hätte wär vermutlich gar nix passiert außer das einem das blöde Ding dann bis zum Ausstieg eben vor der Nase rumfuchtelt.
 
Hab aber schon mehrmals erlebt, dass die Klemme gerutscht ist, während ich im Lift war. Ist kein angenehmes Gefühl ...
 
Naja, ich glaub das war doch noch etwas anders: Irgendwie hat sich die erste Stange an der Stützenkonstruktion verhedert, so dass diese dort hängen geblieben ist. Die weiteren Stangen sind dann mitsamt Skifahrer auf die steckengebliebene Stange aufgefahren und ebenfalls stecken gebklieben.
Die Auffahrunfallsituation, die ich live verfolgen konnte, war jedenfalls nicht angenehm dür die Skifahrer, aber komischerweise hat keiner vorher losgelassen, alle sind sie in die vorderen Stangen reingerauscht :?.
 
Heißt das also die Stange wird in der Station ausgekuppelt (auch manuell?),bleibt stehen,der Skifahrer schnappt sie sich und dann kuppelt der Liftler sie wieder ein und es geht von 0 auf 4m/s in 1 Sekunde 8O ?

Wie sieht diese Klemme aus? Und kann es also dadurch auch zu unregelmäßigen Abständen kommen?
 
 
Ganzschön flott die Teile.Heißt das also die Abstände sind unregelmäßig und Vorteil der Dinger ist das man mit ihnen relativ einfach Kurven machen kann?
 
Es sind nur Teller am Seil wenn sie ein Skifahrer einkuppeln lässt.
 
Die einzige Umlaufbahn, die wirklich immer nur nach Bedaf fährt.
 
Das netteste Video ist immer noch dieses hier - kleine Sünden sprich Übermut straft Gott manchmal sofort...:lach:

 
Mt. Cervino schrieb:
Das passiert wenn eine Klemme sich auf der Strecke löst und die nachfolgenden Stangen mitsamt den sich verzweifelten an den Stangen festklammerndern Skifahrern in die gelöste Stange hineinfährt :D:
Da ist erst mal der gesamte Lift stillgelegt...

cimg6349.jpg

So ein Quatsch ... :irre: ... :lol:

Also: eine Klemme kann sich theoretisch jederzeit und überall auf der Strecke lösen, da sie nur eine ans Seil angelegte Öse ist, die das Seil umschließt und mit einem Hebelarm verkantet wird. Hat das Seil a) genügend Steigung (und kein Gegengefälle) und b) kein zu nah am Boden geführtes Seil (wo die Stangen aufstoßen könnten), und c) der Lift allenfalls sogar noch stehenbleibt oder rückwärts fährt, passiert sowas wie hier abgebildet auch gar nicht. Das dürfte eher ein Problem beim Auslösen der Klemmen beim "Start" gewesen sein, so daß gleich mehrere Stangen durchgerutscht sind. Schummeln kann man damit immer – bei einem korrekt geplanten (kein Gefälle) und gewarteten Lift passiert sowas nicht.

@ATV: wo gibt's die aktuellen Infos, ob die Golatte in Betrieb ist? Deren website ist ja leider down ...

@Petz: "un peu débile" ist aber schon heftig für sowas, was ja gerade bei schnellen Liften mit Katapultstart auch guten Fahrern mal passieren kann; "un peu maladroite" hätte gereicht ... :mrgreen:
 
Ich kann kein Französisch und hab deshalb den Kommentar gar nicht beachtet. Allerdings sollte man angesichts der Pomaeigenheiten keinesfalls so leichtsinnig sein und die Hände von der Stange nehmen; sowas verzeihen einem auch konventionelle Schlepplifte mit schwacher Einzugsfeder und nicht vorhandener Auszugsbremse wie beispielsweise alte Stemags oder die Leitner Skikulis nicht...:wink:
 
Vor allem haben die Stangenschlepper häufig eine Art Gummibandeffekt. Durch den Katapultstart wird die Teleskopfeder hineingedrückt, danach durch das Gewicht des Skifahrers wieder hinausgezogen bis zum Anschlag und voilà: Schon spickt es einem ein zweites Mal nach vorne. Bei einigen Liften folgt nach genau demselben Schema noch ein dritter Satz, aber der ist meistens nicht mehr sehr ausgeprägt und problemlos zu meistern.
 
Naja OK; umgangssprachlich geht der Kommentar zum Video ja schon i.O. – der Soziolekt ist aber üblicherweise eher zu hören als zu lesen; zu Deutsch in etwa:

Eine etwas bedepperte Dame steigt auf den Skilift. Sie schafft zwar den ersten Sprung, sieht aber den zweiten nicht und fliegt voll auf die Fresse ...

Nun: den zweiten Sprung gibt's aber eigentlich ja auch gar nicht zu "sehen"; der ist ja nicht direkt sichtbar ... wobei: man hört ja noch was bei der ersten Person, die nicht gefilmt worden war – die muß es dort auch heftig genommen haben ...

Naja, lassen wir das ... :D ... Gott straft eben wirklich sofort ... :biggrin:

@GMD: man kann den Katapultstart aber auch etwas bewußt provozieren, je nachdem, wieweit man den Stoß mit dem Körper abfängt – oder sich eben spicken läßt ...
 
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