• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

ropeway ballet (Aufschaukeln eines Sessels durch Wind)

"Evacuation verticale" wie es unsere Nachbarn nennen, also Abseilen.

Interessant ist es, dass dann diese Anlage sehr schnell wieder in Betrieb genommen wurde. Möchte mal wissen, ob das BEA (amtliche französische Unfalluntersuchungsbehörde, deren Unabhängighkeit (von Regierung, Airbus Industries usw.) und Neutralität übrigens in diversen Fachkreisen sehr stark umstritten sind) und des STRMTG vorort waren bevor die Anlage wieder freigegeben wurde.


BTW Defekte Windmesser sind nicht so selten. Habe selbst diverse Bahnen mit defektem Windmesser angetroffen (bei Normalbetrieb) und ich vermute ATV könnte darüber ein Buch schreiben.
Merkwürdigerweise werden die wesetlich zuverlässigeren Ultraschallwindmessgeräte nur selten bei Seilbahnen eingesetzt (vermutlich wegen dem Interfacing und der Speisung).
 
Die Ultraschallwindmessgeräte sind auch teurer als die "Mechanischen".

Oder vielleicht gibt es auch den Grund, das diese "Behördlich" nicht anerkannt sind.
 
seilbahner schrieb:
...aber das sind eher Einzelfälle.

Da muss ich dir leider wiedersprechen. Ich bin zwar kein Seilbahnfachmann und auch
kein "Nur-Doppelmayr-und-ja-nichts-anders-Fan", aber du brauchst gar nicht weit
von dir aus gehen, um das beobachten zu können.
Die 6KSB/B Kapellen auf der Steinplatte ist so ein Kandidat, wo sich ständig die
Bubbles beim kleinsten Windstoß von selbst öffnen.
Selbst bei dem neuersten Modell von Leitner-Bubblesessel ist dies immer wieder
zu beobachten (Königsleithe in Serfaus). Die Bahn ist gerade mal ein Jahr alt,
und bei minderstens 3-4 Sessel, die mir entgegen gekommen sind hat die
Haubenverriegelung nicht richtig funktioniert.

Mir fällt da noch eine Bahn ein, die du leider aus Negativ-Erfahrung sehr gut kennst.
Diese leidet auch an ständig sich selbst öffnenden Bubbles.
Diese Bahn steht richtig schlecht zur Windrichtung, der Wind kommt von unten
in den Bubble rein und schwups-die-wups ist das Ding offen.

Dies soll jetzt keine Kritik an Leitner-Bahnen sein, aber an dieser Stelle
würde ich mir Nachbesserungen wünschen.
 
Und wenn ich dann die Tafel aufhänge wegen Sturm geschlossen schieben den ein Haufen Leut nen Aufstand.

Warum?

Antworten bitte.
 
Einfach einen Monitor aufstellen und eines oder mehrere der hier verlinkten Videos in einer Endlosschleife zeigen. Wer es dann noch nicht kapiert, dem ist eh nicht mehr zu helfen...
 
Die reichen bei dem Typ Passagiere noch nicht, dafür bräuchte man eines wo das FBM an der Stütze zerkracht und Blut + Faschiertes dann fotogen am Stützenkorpus runterrinnen...:ja:

Manchmal bist du ganz schön sarkastisch! Persönlich mag ich ja schwarzen Humor, aber trotzdem muss ich als Moderator hierbei zu vorsichtigen Gebrauch raten!

Es grüsst, GMD
Moderator Technisches
 
Ram-Brand schrieb:
Die Ultraschallwindmessgeräte sind auch teurer als die "Mechanischen".

Oder vielleicht gibt es auch den Grund, das diese "Behördlich" nicht anerkannt sind.
Danke für diese Infos. Sonst findet man kaum was detailiertes über solid-state Ultraschallwindmessgeräte. Kommerzielle Modelle (2D sowie 3D, wobei 2D-Messungen für Seilbahnen ausreichen) gibt es schon ein paar Jahre auf dem Markt. Werden u.a. auch in der Schifffahrt eingesetzt.
Gewisse Modelle messen bis über 200 km/h und funktionieren auch noch im Schneesturm bei -40 °C problemlos. Seitens der Behörden sehe ich kein Problem, da die Windmessung onehin nicht eine sicherheitsorientierte Komponente darstellt, d.h. eine gewöhnlich kommerzielle Industrieausführung wäre ausreichend. Besonderheit ist lediglich die Einbindung in das Seilbahn-Steuerungssystem, da die Informationsübetragung bei Seilbahnwindmessungen im Gegensatz zu Wetterstationen nicht normiert ist. Mechanische Schalen-Windmessgeräte weisen etliche Nachteile auf, nicht nur bzgl. Vereisung sondern auch wegen der mechanischen Trägheit die ein Erfassen von Böen erschwert (siehe UUS Bericht über des Sesselbahnunfall im Scheidegg-Gebiet).

Vereinzelt werden bereits Ultrachallwindmessgeräte bei Seilbahnen eingesetzt.

Übrigens wird nicht nur die Windgeschwindigkeit sondern auch die dominante Windrichtung gemessen. Oft sind mehrere Windmessungen vorhanden.
 
Auch die Windmessung ist Sicherheitsrelevant und von der Behörde zu genemigen
 
GMD schrieb:
Manchmal bist du ganz schön sarkastisch! Persönlich mag ich ja schwarzen Humor, aber trotzdem muss ich als Moderator hierbei zu vorsichtigen Gebrauch raten!
Ich weiß und ich bin ja diesbezüglich auch kein unbeschriebenes Blatt; allerdings fürchte ich in dem Falle, daß ich mit dieser Anmerkung nicht mal übertreibe - frag mal Praktikerkollegen citta dei sassi, der hätte meines Wissens nach einige Stories im Nähkästchen...:wink:
 
Das stimmt wohl leider. Wie stellte schon Albert Einstein fest?
Albert Einstein schrieb:
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit - wobei, bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Nun aber zurück zum Topic! Das Tückische an Winden kann ihre Unberechenbarkeit sein. Dies wurde beispielsweise dem DSB Fallboden im Berner Oberland zum tödlichen Verhängnis.
 
zürs schrieb:
Auch die Windmessung ist Sicherheitsrelevant und von der Behörde zu genemigen
Ist keine sicherheitsorientierte Funtkion im Sinne von SIL3 usw. Wird sicherheitstechnisch gesehen konventionell ausgeführt.
 
So ein Windmesser ist kein sicherheitsrelevanter Bestandteil einer Seilbahn!
Wenn der z.B. durch eine Blitz im Sommer kaputt geht, steht bei der Steuerung halt Ausfall!
Aber die Bahn fährt doch ohne jeglichen fehler, ist halt eine Frage der Verantwortung.
 
Lagorce schrieb:
zürs schrieb:
Auch die Windmessung ist Sicherheitsrelevant und von der Behörde zu genemigen
Ist keine sicherheitsorientierte Funtkion im Sinne von SIL3 usw. Wird sicherheitstechnisch gesehen konventionell ausgeführt.
Werden die einzelnen Anlagen nicht unterschiedlich betrachtet? ("Gefährdungsanalyse", "Einstufung Level")
Es gibt sicher Bahnen da ist es egal. Aber es dürfte auch Bahnen geben die extrem windexponiert stehen bzw. als Rückbringer entsprechend wichtig sind für den Rücktransport der Gäste. Ob es dort egal ist? Kann ich mir schlecht vorstellen.
 
Soviel ich weiss nicht (jedoch ohne Gewähr)..

I d.R. wird es letztendlich dem Betreiber überlassen, zu entscheiden, ob evakuiert wird oder nicht. Klar gibt es Vorschriften bzgl. Windgeschwindigkeit aber der Wind bläst oft nicht mit konstanter Geschwindigkeit und Resonanzeffekte tauchen sehr lokal auf.

M.E. wäre es sinnvoll, Videokameras so anzubringen, dass die gesamte Strecke entweder direkt oder mittels Videoüberachung beobachtet werden kann. Witterungsfeste Kameragehäuse sind jedoch nicht ganz bilig. Oft wird nur die Bergstation videoüberwacht damit man beim morgigen Anfahren von der Talstation aus eine Ahnung hat was oben los ist.
 
Nicht jedes Teil was vielleicht Sicherheitsrelevant ist muss SIL 3 sein!
Kommt immer darauf an wofür es ist.

So gibt es etliche Endlagenschalter bei Liften die nicht SIL 3 sind, aber durch doppelte Ausführung "ein" Fehlverhalten erkannt wird.
 
Ram-Brand schrieb:
Nicht jedes Teil was vielleicht Sicherheitsrelevant ist muss SIL 3 sein!
Kommt immer darauf an wofür es ist.

So gibt es etliche Endlagenschalter bei Liften die nicht SIL 3 sind, aber durch doppelte Ausführung "ein" Fehlverhalten erkannt wird.
... Gibt ja auch SIL1 und 2 bzw. 4.
SIL3 ohne "Elekronik" wird schlecht hinhauen. (Überwachung der Messung).
Kenne das auch nur aus der Chemie. Da werden die Anlagen so betrachtet:
http://www.abb.de/product/ap/seitp330/8d777885d500c2a1c1256e4b004883bd.aspx
Es ist also wie Lagorce sagte "Auslegungssache" sofern für solche Bahnen Risikoanalysen gemacht werden! Wovon ich aber ausgehe.
Hier noch eine weitere Info:
http://www.automation.siemens.com/W...ow.aspx?PageIndex=1&PostID=210977&Language=en
 
Über SIL-Betrachtungen wurde bereits in verschiedenen Topics geschrieben.

Wichtig ist, dass alleinig die SIL (Safety Integrity Level) Zertifizierung einer Komponente (z.B. einer programmierbaren Sicherheitssteuerung) bedeutunglos ist. Das effektive Sicherheitslevel wird für eine System bzw. Subsystem ermittelt. Werden SIL 3 Komponenten falsch eingesetzt, was leider nicht so selten vorkommt, kann das Sicherheitslevel massiv degradiert werden.

Im Seilbahnsteuerungsbereich (wie auch in andersweitig) werden je nach Funktionalitäten gezielte Sicherheitslevels bestimmt. Kritisch sind z.B. Bremsfunktionen und Geschwindigkeitsüberwachungen sowie bei Pendelbahnen und Standseilbahnen die Kopierwerksfunktionen. Für solche Funktionen wird SIL 3 gefordert (vgl. PL e). Früher galten Steuerungskategorien (EN 954 usw.) sowie AK (DIN V 19250 usw.) wobei keine direkte Äquivalenzvergleiche mit den SIL oder PL (Performance Levels) nicht möglich sind.
Antriebsabschaltungen sind SIL 3, Geschwindigkeitsregulierungen und Bremsregulierungen sind nicht SIL 3, Streckenüberwachung ist SIL 3 usw.

Typische Sicherheitssteuerungen ermöglichen SIL 3. Höhere Anforderungen wie SIL 4 sind nicht so gängig und bedürfen meist nicht freiprogrammierbaren Steuerungen, zumindest im üblichen Industriebereich. Für Avionics sowie zivile und militärische Nuklearbereiche gelten spezielle Regelungen.

Bei SIL Betrachtungen ist zu erwähnen, dass es sich eigentlich um eine gleitende Einstufung handelt, da diese auf die Wahrscheinlichkeit eines unentdeckten gefährlichen Fehlers beruht.
Rechnerisch wäre also z.B. SIL 2.999 oder SIL 3.001 möglich, wobei SIL 2.999 nur als SIL 2 gilt und SIL 3.001 bereits als SIL 3 obwohl der Unterschied in der Praxis nur unwesentlich ist (und zudem subjektiven Einschätzungen von Parametern unterliegt).
SIL 3.9 ist wesentlich sicherer als SIL 3.1 aber dies ist nur in der detailierten Berechnung ersichtlich, da letztendlich nur volle SIL Zahlen berücksichtigt werden.

Auf weitere Einzehleiten wird hier nicht eingegangen da SIL Berechnungen ziemlich komplex sind. Es geht heir viel mehr um dar allgemeine Prinzip.
 
Hallo, vor ein paar Tagen hatte ich ein Erlebnis auf dem Sessellift wo ich fast richtige Todesangst bekam. Auf der suche nach einem Sessellift - Forum bin ich dann schließlich hier gelandet. Es handelt sich ja um ein Alpin - Forum, aber auch am Mittelrhein oder der Mosel gibt es ja kleinere Seilbahnen und Sessellifte. Hoffe daher, das ich mein Thema auch mal hier anbringen kann und nicht ganz falsch bin. :?:

Ich hatte einen freien Tag, kam eigentlich von Bingen und wollte nur über Koblenz zurück in den Westerwald fahren. Als ich bei Boppard war, fiel mir ein, das ich vor über 15 Jahren das letzte mal am Gedeonseck, oder auch Vierseenblick genannt, war. Das ist quasi ein toller Aussichtspunkt oberhalb von Boppard, den man mit einem Sessellift erreicht, wo sich ein Restaurant mit Biergarten befindet und man eine tolle Aussicht auf den Rhein hinunter hat.

Ganz spontan und kurzentschlossen bog ich also links zum Lift ab. Es war bereits Nachmittag und ich dachte, fahre ich einfach mal hoch und trinke oben gemütlich ne Tasse Kaffee. Es zogen zwar schon ein paar Wolken auf, aber zwischendurch blinzelte auch die Sonne. Im schlimmsten Fall hätte ich also vielleicht mit Regen gerechnet, aber auf keinen Fall, das mich im oberen Bereich auf einmal heftige Windböen im Lift packen. 8O Ich wurde da oben auf einmal hin und her geschleudert und dachte nur noch, hoffentlich komme ich heil da oben an. Ich hatte auf einmal mächtige Angst, der Wind könnte den Sessel aus der Verankerung reißen. Ich dachte schon, wenn ich jetzt hier Abstürze ist es vorbei. Auch wenn sich der Lift nicht im Hochgebirge befindet, so geht es stellenweise doch ganz schön tief runter. 8O

Die Fahrt erschien mir schließlich endlos lange, bis ich dann doch am Ende sicher oben ankam. Aber ich hatte es zunächst richtig im Magen. Ich war fast ein klein wenig benommen, schlimmer als auf einem wilden Fahrgerät einer Kirmes, so kam es mir vor. Zum Glück geht unterhalb der Seilbahn auch noch ein Wanderweg nach unten ins Tal. Ich war heilfroh, das ich nicht wieder die Seilbahn besteigen musste und bin dann zu Fuß runter gelaufen. Dabei war ich gar nicht mal der einzige, dem es so erging. Unterwegs kam ich mit einigen älteren Leuten ins Gespräch, denen es ähnlich erging. Auch Sie hatten die Berg- und Talfahrt gebucht, entschieden sich aber für die Wanderung, obwohl einige wohl nicht mehr ganz so gut auf den Beinen waren.

Der Sessellift fuhr unterdessen noch immer weiter. Einige meinten dann sogar, das wirtschaftliche Interessen evtl. vor Sicherheit gehen würde. Später als ich dann zu Hause war, habe ich in der Unwetterzentrale gesehen, das sogar eine Vorwarnstufe für den Bereich mit Sturmböen von 80 bis 100 kmh aktiv war.

Jetzt meine Frage: Hat jemand schon ähnliches erlebt ? Gibt es da Richtlinien, bis zu welcher Windstärke ein Sessellift fahren darf ? Ich besteige jedenfalls glaube ich so schnell keinen Lift mehr und gehe lieber zu Fuß :!:
 
Zurück
Oben