Kosten der Beschneiung: Wie schon dargestellt, sind die Anschaffungskosten für die Erzeuger sowie die Infrastruktur mit Wasserspeichern, Zuleitungen und Fundamenten die größten Kostenträger. Der Betrieb wäre relativ einfach zu berechnen:
Nennleistung der Schneekanone, laut Techno Alpin rund 17 KW. Wasser ist eigentlich umsonst, in Winterberg aber eben nicht, denn die meisten Speicherteiche füllen sich nicht natürlich, sondern werden durch tiefer liegende Gewässer mittels Pumpen gefüllt. Wie viele Pumpen mit welcher Leistung da im Einsatz sind, kann ich schlecht beurteilen. Wenn von rd. 35 cbm Wasser je Stunde gesprochen wird, muss ja ordentlich Wasser gepumpt werden.
Noch vor fünf Jahren waren die Winterberger davon überzeugt, erst ab 15.12. sinnvollerweise in die Schneeproduktion einzusteigen. Die milden und verregneten Weihnachtsferien der letzten Jahre haben dazu geführt, dass nun bereits die Kälteperioden ab Mitte November für die Schneeproduktion genutzt werden. Auch wenn von der ersten Ladung vor gut zwei Wochen sicherlich 70 % wieder den Berg herunter geflossen sind, die Wettervorhersage lag mit starkem Regen und deutlichen Plustemperaturen über vier TAge im Vorfeld richtig. Das nimmt man offenbar in Kauf, denn ein gesichertes Weihnachtsgeschäft wäre mal wieder notwendig. Zwar ist Winterberg in der Regel dann ausgebucht, aber Wintersportler wollen Schnee und die zwei Wochen sind nun mal mit Abstand die lukrativste Zeit, gefolgt von den Krokusferien.
Die letzten 48 Stunden sind bestens genutzt worden, bleibt zu hoffen, dass sich der Schnee auch hält.