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Schifffahrt Topic

ThomasZ schrieb:
aber welchen Zwang hast du bei einer Kreuzfahrt erlebt?
Gar keinen, weil ich noch nie mit so einem Dampfer gefahren bin. Ich finde allerdings auch Cluburlaub, etc. alles andere als berauschend - um nicht zu sagen ziemlich abschreckend. Allein die Vorstellung, unter 3 oder 4000 Deutschen/Österreichern im Ausland sein zu müssen... :wink:
 
thun schrieb:
Gar keinen, weil ich noch nie mit so einem Dampfer gefahren bin. Ich finde allerdings auch Cluburlaub, etc. alles andere als berauschend - um nicht zu sagen ziemlich abschreckend. Allein die Vorstellung, unter 3 oder 4000 Deutschen/Österreichern im Ausland sein zu müssen... :wink:

Und genau das ist ein Problem - im Fernsehen bekommt man immer das Klischee serviert, eine Kreuzfahrt ist mit einem Cluburlaub vergleichbar - mit Nichten! Man kann mit der Herde mitrennen, keine Frage, aber man muss eben nicht. Und ich bin nie mit der Herde mitgelaufen. ;)

Auch sind auf solchen Schiffen mehrere Nationen vertreten, als nur Deutsche, Österreicher oder Italiener.

MFG Dachstein
 
Hab eine Frage. Am anderen Elbufer, z. B. auf dem Bild mit dem Schaufelraddampfer, ist das der Ortsteil Övelgönne?
 
Mein längster Auffenthalt auf einem Schiff war die Fähre von Ancona nach Igoumenitsa (inkl. Nächtigung). Seitdem bin ich dem Thema Kreuzfahren etwas positiver gestimmt. Südsee und so wäre "natürlich" nicht mein Fall, aber nach Spitzbergen, oder den Atlantik über Grönland nach Amerika zu queren - das würde mich schon irgendwann mal reizen.
 
ja, ist Övelgönne und wahrscheinlich der einzige Stadtteil auf der Welt mit nur einer Strasse und die dann auch nicht öffentlich ist :grin:
(alleine schon wegen den vielen Fußgängern)
 
starli schrieb:
... oder den Atlantik über Grönland nach Amerika zu queren - das würde mich schon irgendwann mal reizen.

... dann hier schonmal ein kleiner Vorgeschmack:
 

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Jens: Ja, das wäre schon eher mein Fall als eine Mittelmeer- oder Südseekreuzfahrt.

Wie lang wart ihr da auf dem Schiff unterwegs? Retour dann mit dem Flieger?

Gibt es Tage, wo man tatsächlich nichts außer Meer sieht? Keine Inseln, keine Schiffe, keine Eisberge? Oder hat man (fast) jeden Tag immer mal wieder irgendwas im Blick?
 
Die Tour dauerte 16 Tage und ging von Hamburg über Invergordon, Reykjavik, Prinz Chrisitan Sund Passage, Quaquartoq, St. John's, Halifax, Bar Habour nach New York. Zurück gings dann mit dem Flugzeug.
Im Prinzip ist es grob so, dass zwischen jedem Tag Landgang ein Seetag liegt, an dem man außer Meer, das Schiff, nen Wal oder Delphine auch nichts sieht. Wobei die beiden letzgenannten ehr selten zu sehen sind. Andere Schiffe sieht man evtl. noch während des Seetages zwischen Hamburg und Schottland. Am Seetag vor New York sieht man dann allerdings wieder sehr viele Schiffe.
 
ja genau das ist es. bei einer Mittelmeerkreuzfahrt, egal ob östliches oder westliches, oder Karibik oder Nordsee oder Ostsee, habe ich eine Woche lang jeden Tag eine andere Stadt. Nordmeer oder mit der Queen Mary über den Atlantik langweile ich mich die Hälfte der Zeit.
 
Naja, gibt ja mittlerweile Satelliten-Internet auf den Schiffen.

Da geht man halt essen, bissl spazieren und schaut stundenlang auf den Ozean, man kann die Berichte vom Landgang vom Vortag schreiben, die Fotos bearbeiten ... Ein Tag so und dann am nächsten dann wieder Landgang. Glaub das würde mir schon gefallen. Mir wird ja egtl. auch sehr schnell langweilig und ich muss immer was machen, aber an einem Berggipfel mit Blick auf die Po-Ebene, oder auf einem Schiff den Wellen hinter her schauen, da halt ich's komischerweise problemlos auch 2 Stunden aus.
 
Ich fand die Seetage sehr erholsam. Hatte vorher auch gedacht, dass mir an den Tagen langweilig werden könnte, kam aber nicht so.
Das Schiff bietet ja auch einiges an Beschäftigung, wie z.B. Essen :-) , Fitness, Sauna, Vorträge von Lektoren über die nächsten Ziele, Kunstauktionen, Vorstellung von Ausflügen der nächsten Ziele, Spieleprogramm, Workshops, man kann was lesen oder einfach nur an Deck oder im Schiff chillen, usw.
 
alex96 schrieb:
Da hast du schon Recht mit der Besatzung, aber die Kellner und Putzkräfte kommen meistens aus sehr armen Ländern wie Madagaskar zum Beispiel. Klar ist es ein Hungerlohn aber für diese Leute sehr viel Geld und die ernähren damit oft einen großen Teil der Familie. Deswegen sind diese auch trotz allen Umständen mit ihrer Arbeit zufrieden (das ist zumindest mein Eindruck).

Es ist bei uns genau das gleiche. Ein filipinischer Mannschaftsdienstgrad verdient einen Bruchteil von dem, was ein eurpoäischer Schiffsoffizier verdient (von den Lohnnebenkosten mal ganz abgesehen). Der Unterschied ist aber, dass er es trotzdem schafft damit mehr Leute zu ernähren. Man muss allerdings auch sehen, dass sie keinerlei Altersvorsorge haben und keine Krankenversicherung. Solange sich das Rad aber weiterdreht und ein Jüngerer aus der Familie zur See fährt, ist das alles kein Problem.

Foto-Irrer schrieb:
Auslaufparade vom Hamburger Hafengeburtstag:
Strategisch günstig hatten einige Hamburger Fotofreaks sich an einem Fähranleger versammelt, von dem man aus bis tief in den Hafen und weit flußabwärts schauen kann, ohne dass irgendwelche störenden Bauten im Weg sind. Zudem waren nicht viele hier, da der "Aussichts"punkt nicht ausgeschildert ist und tief im Hafen liegt, wo sich sonst eigentlich niemand hin verirrt.

Du kannst dich ja mal am 2. Juli auf die Lauer legen und ein heimkehrendes Forenmitglied knipsen. Heimkehrend allerdings nicht auf einem Schiff der "weißen" Flotte. Schöne Fotos jedenfalls. Der Ausflug hat sich gelohnt.
 
Hab gerade mal etwas im Nordmeer rumgesurft - also, besser gesagt, mich nach Fähren umgesehen.

Die armen Briten!

- es gibt seit 2008 keine Fährverbindungen mehr von GB nach NO (früher gab's da wohl mehrere, von Schottland nach Bergen usw.)
- es gibt keine Fährverbindung mehr von Schottland nach Island
- es gibt keine Fährverbindung mehr von Norwegen (z.B. Bergen) nach Island
- Fährverbindung nach Island gibt's nur noch von Dänemark (d.h. die fährt ja quasi an Schottland vorbei!), damit natürlich länger, damit natürlich (wesentlich) teurer

... versetzt euch da mal in die Lage von britischen Camping-Urlaubern, die nach Island wollen - und nun aberwitzigerweise über Dänemark fahren müssen. Oder die schottischen Camper, die früher direkt nach Norwegen schippern konnten und nun einen Umweg über Dänemark einlegen müssen.

Oder ganz krass Schotten, die auf die Färöer-Inseln wollen - selbst hier gibt's anscheinend keine Fährverbindungen mehr, nur noch die aus Dänemark. (Luftlinie direkt 420km, Umweg via Dänemark jenseits von gut und böse)

(Nicht nur die Schotten trifft es, ich wäre vielleicht auch die eine oder andere Route gerne gefahren (wenns preislich OK gewesen wäre)....)
 
Naja, all zu viele wird das nicht treffen, sonst gäb's die Verbindungen noch. Ist zwar ärgerlich wenn man eine der Routen benutzten wollte, aber das sind eben die Gesetze der Marktwirtschaft, was sich nicht lohnt wird eingestellt.
 
Ryanair hat sie alle besiegt :wink:
 
die skandinavischen Fährgesellschaften hätten schon längst viele Routen eingestellt, wenn die Staaten sie nicht massiv unterstützen würden!
 
Ja eben, ich versteh nicht, warum da die EU nicht irgendwelche Unterstützungen locker macht ... Thema Freier Warenverkehr oder ÖPNV oder so ;-)
 
doch, die gibt es! Norwegen als Non-EU müssen wir ja ausklammern. Die anderen haben zu den vielen Inseln noch ihre eigentlich völlig unrentablen kleinen Fährverbindungen (z.B. Postbote auf den Scheren), und die werden nicht nur von den Staaten unterstützt sondern auch durch die EU. Also verständlich, warum die EU Island nicht subventioniert, sondern nur inländische bzw. EU-Verbindungen.

Bzgl. freier Warenverkehr darf man nicht vergessen, dass Island immerhin schon zur EEA (European Economic Area) gehört (zusammen mit Norwegen und Lichtenstein, aber ohne z.B. die französischen Überseequartiere). Dadurch genießt Island andere Vorteile (fragt mich nicht welche, weiß nur aus meinem Fachbereich, dass die drei ordentlich davon profitieren. Ich selber kenn nur, dass z.B. kein eigenes Arzneimittelgesetz verfassen werden muss, sondern man darf sich an EU-Gesetz binden. Das ist tatsächlich von Vorteil, wenn z.B. ein isländisches Arzneimittelunternehmen in einem EU-Mitgliedsstaat eine Arzneimittelzulassung bekommen will. )
 
ah ok, hatte ich jetzt gar nicht so am Schirm, dass Island auch nicht bei der EU ist. Und dass die Färöer und Grönland auch nicht "richtig" zur EU gehören ... dann gibt's da natürlich auch keine Unterstützung, klar. Schottland / UK kann's dann auch egal sein, ob es da Fährverbindungen gibt (weil es nicht dazu gehört) - also wäre es wohl nur eine Frage des Tourismusverbands/ministeriums/... von den Färöern/Island, Fährverbindungen zu GB/UK/NO zu unterstützen - und dafür war dann wohl der Bedarf zu niedrig..

Trotzdem, Schade, wenn jahrhunderte alte Fähr- bzw. Schiffsverbindungen aufgelassen werden und man plötzlich als Reisender Dinge, die früher möglich waren, nun gar nicht mehr machen kann.

Jedenfalls hab ich durch diese Nachforschungen nun auch verstanden, warum man in manchen Karten Fährverbindungen sieht, die ich im Internet nicht mehr buchen kann - weil sie einfach aufgelassen wurden. Wäre Stoff für ein "LFCP" analog zu LSAP - ein Lost-Ferry-Connections-Project. So ein Vergleich auf Europakarten aufgezeichnet mit den jeweils tatsächlich existenten Fährverbindungen anno 1960, 1980, 2000 und 2010 - wäre sicherlich interessant.
 
Nach der Party in Kiel fuhr meine Freundin auf dem Rückweg spontan zuhause vorbei runter zum Hafen und ich hatte noch die Gelegenheit für ein paar nette Bilder um 4 Uhr. Heute abend folgt Nachschlag, wenn QM und QE gleichzeitig mit Feuerwerk verabschiedet werden.

Der Fotograf neben mir verzweifelte. Kein Wunder bei F11 und 4sek. Belichtungszeit :lach: War aber auch verdammt hart, das Teil zu erwischen, so wie das durch den Hafen gebraust ist.
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Die Elbphilarmonie ist doch zu was gut!!! Ein überdimensionaler Spiegel (irgendwie mit Löchern), der die Morgendämmerung reflektiert.
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