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Schigebiete in Österreich I

Welches Großraumschigebiet in Österreich hat die besten Liftanlagen?

  • Skicirucs Saalbach Hinterglemm

    Stimmen: 1 25,0%
  • Hochzillertal

    Stimmen: 0 0,0%
  • Sölden

    Stimmen: 0 0,0%
  • Zillertal3000

    Stimmen: 0 0,0%
  • Zillertal Arena

    Stimmen: 0 0,0%
  • SkiWelt Wilder Kaiser

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ischgl - Silvretta Arena

    Stimmen: 3 75,0%

  • Umfrageteilnehmer
    4
Aber leider warst du nicht ganz ehrlich bzw. hast nicht ganz genau recherchiert. Die Internet-Site der Silvretta Arena weist 15 Schlepplife, und nicht nur sechs aus!!!

15 SL? Also bewusst verfälscht habe ich nichts, habe halt mal die SLte gezählt, die mir fürs Hauptskigebiet ins Auge gesprungen sind:
- SL Sonnenlift
- SL Greitspitze
- SL Schwarzwasser
- und noch drei offensichtlich :D
Die Tallifte Samnaun habe ich tatsächlich nicht gezählt

In SHL habe ich die Angaben aus dem Prospekt der Wintersaison 2004/2005 und dort aber sogar die Babylifte rausgenommen.

dass der subjektive Eindruck nicht täuscht, und SHL zweifelsfrei ein äußerst modernes Schigebiet ist.

Hab ich nie bestritten. Trotzdem liegt Ischgl trotz der Korrekturen deutlich vorne.

Es scheint sich nun alles auf die Frage zu reduzieren, was mehr Wert ist: Sechs "schnelle Hauptanlagen" und drei SBs, oder 10KSBs. Ist man für die erste Alternative, wird man SHL als das modernste Schigebiet erachten, tendiert man zur zweiten Möglichkeit, stimmt man eben für Ischgl.

Nein, da kann ich dir nicht zustimmen. Die Beförderungskapazität x Höhenmetern ist ein objektives Maß, dass die großen Höhenunterschiede in SHL sehr gut zur Geltung kommen lässt. Wenn nun deine 6 Hauptanlagen plus SBs mehr Höhenmeter x Personen leisten als die 10KSBs, dann ist das nun möglicherweise so. Modernität x Höhenmeter zu nehmen erachte ich aber nicht für sinnvoll. Das Problem, das kleine Anlagen die Großen herunterziehen statistisch gesehen, hat man immer, und umgekehrt = ohne Ausreißer gehts in der Realität eben selten.
Du kannst dir natürlich vorstellen, dass auch die 24 DUB Silvretta mit ihren 961 Hm x 3440 Hm richtig reinhaut, und gleich 1000 p/h mehr schafft als die großen EUBs in SHL, die alle bei 2400 ihr Max haben.
Wo du prinzipiell Recht ist die Tatsache, dass man alle Theorien oder Berechnungsmethoden immer anzweifeln kann indem man ihnen mangelnde Validität oder "vereinfachte Annahmen" vorwirft. Damit bringt man jeden Empiriker zu Fall... :D

Auf alle Fälle danke für deine Korrekturen.

Glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast"...

Den Spruch kann ich nicht mehr hören.
Ich bevorzuge:

"Die Statistik ist wie ein Bikini - sie zeigt Vieles, das Wesentliche aber bleibt verhüllt" :D
 
^^^^^^^^^^
Genau aus diesem Grund wurde in der Umfrage auch nach dem subjektiven Befinden gefragt, weil man praktisch jedem "objektivem" Vergleichsverfahren mangelnde Validität vorwerfen könnte.
Du rechnest beispielsweise alte Pendelbahnen und 4EUBs zu den "Expressanlagen", obwohl diese von der Kapazität her mit einer 4SB nicht mithalten können. Das begünstigt natürlich Ischgl, da es dort noch vier Stück davon gibt.

Daher glaube ich schon, dass sich das Problem auf die angesprochene Frage reduziert. Was nimmt man lieber in Kauf: Weniger (K)SBs oder weniger EUBs?
 
Bei dem Begriff "Expressanlage" geht es ja auch in erster Linie um die Fahrgeschwindigkeit, was hat das mit der Kapazität zu tun? Eine 2KSB mit 5 m/s und 1200 p/h ist auch eine Expressanlage.

Pardatsch- und Fimba-EUB fahren mit 5 m/s, das ist vielerorts immer noch das maximal erlaubte; die beiden PBs fahren 10 m/s.
 
Allein die Fahrgeschwindigkeit einer Bahn als Maß für die Modernität eines Schigebiets heranzuziehen, ist eindeutig zu kurz gegriffen.
Was hat der Gast von einer Pendelbahn, die vielleicht 10 m/s fährt, die aber trotzdem unkomfortabel ist und die nur 800 Personen pro Stunde nimmt? Und 4EUBs gelten in jedem Schigebiet als Abrisskandidat. Man kann sie nicht zu den modernen Bahnen zählen. Und wenn sie trotzdem als "schnelle Hauptanlagen" gelten, ist das nicht unbedingt ein gutes Merkmal des Schigebiets.
In SHL haben sie erst kürzlich die letzte Pendelbahn durch eine neue 8EUB ersetzt.
 
Interessant. Weiter oben hast du noch geschrieben:

master00max schrieb:
Daher ist es für mich auch nicht so wichtig, ob die Piste nun von einer Funitel oder einer 8EUB "beliefert" wird. Hauptsache, man wird schnell, komfortabel und ohne Wartezeiten nach oben befördert. Auch die Frage 8KSB oder 6KSB halte ich für nicht so wichtig, solange die Liftkapazität ausreicht.
Da stimmte ich völlig mit dir überein.

master00max schrieb:
Allein die Fahrgeschwindigkeit einer Bahn als Maß für die Modernität eines Schigebiets heranzuziehen, ist eindeutig zu kurz gegriffen.
OK, was dann? Baujahr? Sagt nix aus. Soll auch schnelle KSBs und EUBs aus den 80er geben. Und daß die Kapazität ausreichend geplant sein muß, das war sowieso immer eine Grundforderung. Diese Frage kann aber im Endeffekt sowieso nur der Betreiber beantworten, oder jemand der wirklich regelmässig ein Skigebiet besucht.

master00max schrieb:
Und 4EUBs gelten in jedem Schigebiet als Abrisskandidat. Man kann sie nicht zu den modernen Bahnen zählen.
Super Begründung :lol:

master00max schrieb:
In SHL haben sie erst kürzlich die letzte Pendelbahn durch eine neue 8EUB ersetzt.
Echt? Das wussten wir glaub noch gar nicht :wink:

Mal ne andere Frage: in welchen Gebieten, die du in deiner Umfrage genannt hast, warst du denn selber schon?
 
master00max schrieb:
Allein die Fahrgeschwindigkeit einer Bahn als Maß für die Modernität eines Schigebiets heranzuziehen, ist eindeutig zu kurz gegriffen.
Was hat der Gast von einer Pendelbahn, die vielleicht 10 m/s fährt, die aber trotzdem unkomfortabel ist und die nur 800 Personen pro Stunde nimmt? Und 4EUBs gelten in jedem Schigebiet als Abrisskandidat. Man kann sie nicht zu den modernen Bahnen zählen. Und wenn sie trotzdem als "schnelle Hauptanlagen" gelten, ist das nicht unbedingt ein gutes Merkmal des Schigebiets.
In SHL haben sie erst kürzlich die letzte Pendelbahn durch eine neue 8EUB ersetzt.

Interessant, dann hat Zell am See letztes Jahr einen Abrisskandidaten gebaut, d.h. die neue 4-EUB ist bereits jetzt schon ein Abrisskandidat, aber die reicht doch aus rein kapazitätstechnisch und schnell ist sie auch also warum soll da ne 8-EUB stehen, nur damit ein anderer Lift später gebaut werden kann weil man eine teurere 8-EUB gebaut hat, die kein Mensch braucht weil ne 4er auch reicht?

In anderen Gebieten hat man erst PB's neu gebaut, z.B. Verbindung Mayrhofen -> Rastkogel. Ne PB ist wenn man nicht anstehen muss immer noch schneller als jede EUB, zugegeben ich bin auch nicht der PB-Fan, aber rein von der Schnelligkeit gehört sie wohl zu Express-Anlagen, vorausgesetzt sie wurde für die richtige Kapazität gebaut.

P.S. in Ischgl gibts nur eine 4-EUB, Fimba is nämlich eine 6-EUB
 
Die 4EUB in Zell am See wurde nicht neu-, sondern umgebaut.
Die 4EUB in Ischgl wurde zweimal zu den modernen Bahnen gezählt, da sie über zwei Sektionen verfügt.

Für mich zählt alles ab 3KSB und 6EUB zu den modernen Bahnen. Pendelbahnen gehören nicht dazu, auch wenn sie meinetwegen zweihundert Personen in eine Kabine stopfen. Frag' mal die Pendelbahnbenutzer, was sie vom Erfinder dieses Bahntyps halten. ;-)
 
Wie würde Marius sagen? Da hat wohl wieder einer Rabulistik studiert :twisted:
 
master00max schrieb:
Die 4EUB in Zell am See wurde nicht neu-, sondern umgebaut. ...

Echt? Was hat man da seilbahntechnisches alles von der alten Bahn wiederverwendet?
 
Wenn wir schon beim Formel-Sammeln sind, dann stell ich hier nochmal mein Elaborat zum Vergleich PB-EUB rein, da war damals ohnehin ein Fehler drinnen, den ich jetzt beseitigt hab:

Zuerst einige Definitionen:
AAZ: Abschnall-Anschnall-Zeit - Zeit vom Abschnallen der Ski vor der Talstation bis zum Anschnallen bei der Bergstation
TZT: Transferzeit Talstation - Zeit für das Gehen vom Abschnallplatz bis zum hinteren Ende der Warteschlange
WZ: Wartezeit von Ende der Warteschlange bis zum Einsteigen ins Fördermittel
FZ: Fahrzeit in der Kabine von Einsteigen bis zum Aussteigen
TZB: Transferzeit Bergstation - Zeit für den Weg vom Aussteigen aus der Kabine bis zum Anschnallplatz

Formel:
AAZ = TZT + WZ + FZ + TZB

TZT und TZB lassen sich aus der jeweils zurückzulegenden Wegstrecke errechnen. Wahrscheinlich gibts da keine wesentlichen Unterschiede zwischen PB und UB, allerdings sind vor allem bei älteren Pendelbahnen durchaus längere Gänge und Stiegen in den Stationsgebäuden vorhanden, während man bei UBs häufig oben in den Schnee aussteigt.
FZ ergibt sich aus den technischen Daten der Bahn (Länge, Fördergeschwindigkeit), hier könnte man statistisch relevante Änderungen (z.B. häufiger Langsamfahrbetrieb durch Wind) einrechnen.
Hier wird es in der Regel Vorteile für die PB geben.

WZ ist am schwierigsten zu berechnen, weil da die meisten Variablen mitspielen:
Gehen wir einmal von einer PWS von 0 aus (PWS = Personen in der Warteschlange), hier gilt für die Umlaufbahn:
Wenn PWS=0, dann WZ = 0
Bei der Pendelbahn ist es schon schwieriger, da man hier die Intervalle der Abfahrten berücksichtigen muß. Bei fixen Abfahrtszeiten, z.B. alle halbe Stunde (zur Erinnerung, PWS = 0), muß man mit einer durchschnittlichen Wartezeit von der Hälfte des Intervalls sprechen (FI = Fahrtintervall), d.h.
durchschn. WZ (fixe Zeiten) = FI/2
bei fortlaufendem Betrieb hängt die Wartezeit von der Länge der Bahn und der durchschnittlichen Ein-Aussteigdauer (EAD) ab
durchschn. WZ (Dauerbetrieb) = FZ/2 + EAD/2

Wenn nun eine Warteschlange existiert, dann läßt sich die Wartezeit bei der Umlaufbahn aus der Anzahl der Personen (PWS) und der durchschnittlichen Transportkapazität (TK = Transportkapazität pro Stunde) errechnen:
WZ = 60 x PWS / TK, die Multiplikation mit 60 ist nötig, weil die Transportkapazität ja pro Stunde angegeben ist.
Ahnlich gehts bei der PB, wobei man hier dann zwar von einem Dauerbetrieb ausgehen kann, sich die EAD bei vollen Gondeln aber etwas erhöht.
WZ = EAD/2 + FZ/2 + 60 x PWS/TK


Gesamtformel für die UB, alle Zeiten in Minuten:

durchschn. AAZ-UB (min) = TZT + 60 x PWS/TK + FZ + TZB

und für die PB:

durchschn. AAZ-PB (min) = TZT + EAD/2 + FZ/2 + 60 x PWS/TK + FZ + TZB


Beispiele:
Gehen wir von einem fiktiven Geschwindigkeitsunterschied von 100% zugunsten der PB aus. Fahrzeit PB 5 Minuten, EAD PB 1 Minute, FZ UB 10 Minuten. Transferzeiten in den Stationen lassen wir gleichlang sein und nehmen wir mit jeweils 1 Minute an. Wartezeiten nehmen wir mit 0 an. Damit beträgt die durchschnittliche AAZ bei der PB:
TZT (1Min) + EAD/2 (30 Sec.) + FZ/2 (2 Min. 30 sec.) + FZ (5Min) + TZB(1min) = 10 Min.
AAZ bei UB:
TZT (1Min) + FZ (10Min) + TZB (1Min) = 12 Minuten.
Die AAZ bei der PB ist also auch durchschnittlich kürzer, variiert aber zwischen 7 und 13 Minuten, je nachdem, zu welchem Zeitpunkt des Intervalls man bei der Talstation ankommt, im günstigsten Fall ist man (bei fehlenden Warteschlangen) in unserem BEispiel also um 5 Minuten schneller als bei der UB, möglicherweise sogar noch etwas schneller, weil - sollte die Bahn auch ohne Andrang im Dauerbetrieb fahren (was unwahrscheinlich ist) - die EAD geringer wird. Wahrscheinlicher ist jedoch bei der PB ohne Andrang ein Umstieg auf Intervallbetrieb, was dann die durchschnittliche AAD rasch vergrößert (bei Intervall von 30 Minuten etwa auf durchschnittlich 17 Minuten, absolut zwischen 7 Minuten (TZT + FZ + TZB) bis 37 Minuten, wenn man gerade die Gondel versäumt.
Die Geschwindigkeitsvorteile für die PB sind also abhängig vom Zeitpunkt des Eintreffens an der Talstation.
Komplizierter wird es beim Vorhandensein von Warteschlangen, weil dann auch die Transportkapazitäten mitspielen, die meist Vorteile für die UBs bringen.
 
master00max schrieb:
Für mich zählt alles ab 3KSB und 6EUB zu den modernen Bahnen.

Rofl, so kann man das aber NICHT sagen. Es gibt genauso moderne 2KSB's, die mit 5m/s fahren und manchmal sogar Bubbles haben. Da gibt es ältere 3KSB's die nicht so "komfortabel" und modern sind! Und 4EUB's können auch modern sein, siehe Davos, wo jetzt eine KOMPLETT neu gebaut wird...
 
Was hat man da seilbahntechnisches alles von der alten Bahn wiederverwendet?
...mehr wie die beiden Gebäude dürfte das nicht sein. Eine meiner Lieblingsbahnen (mega schnell unterwegs).
 
jul schrieb:
Rofl, so kann man das aber NICHT sagen. Es gibt genauso moderne 2KSB's, die mit 5m/s fahren und manchmal sogar Bubbles haben. Da gibt es ältere 3KSB's die nicht so "komfortabel" und modern sind! Und 4EUB's können auch modern sein, siehe Davos, wo jetzt eine KOMPLETT neu gebaut wird...
Ich habe das bisher aber immer so gehalten. Aber wenn es dich beruhigt, zähle ich in Zukunft alle 2er Bubbles und alle 4EUB, die erst letztes Jahr gebaut wurden, ebenfalls zu den modernen Bahnen. Ich glaube aber nicht, dass das irgendetwas zu Gunsten von Ischgl ändern würde.
Ihr fragt doch selber immer ganz nervös, wann denn endlich die 4EUB in Ischgl erneuert wird. Also tut jetzt nicht so, als wäre diese Bahn ein Wunderwerk der Technik.

@Gerrit: Danke für den Typen-Vergleich!
Ich glaube aber nicht, dass die Annahme, dass die Fahrzeit der Pendelbahnen nur die Hälfte der Fahrzeit von Umlaufbahnen beträgt, zulässig ist. Das räumt sogar die Ischgl-Webseite ein.
Die Fahrzeit dauert vom Anfahren der Gondel bis zum Halten der Gondel. Und bei Pendelbahnen werden die ersten bzw. die letzten Meter der Strecke im "Schneckentempo" zurückgelegt. Erst wenn die Kabine weit genug von der Station entfernt ist, dass sie durch Windböen diese nicht mehr streifen könnte, kann auf die Geschwindigkeit von 10 m/s beschleunigt werden. Daher schrumpft der Fahrzeitvorteil von 100 % gegenüber einer EUB gewaltig.

Beispiel:
Luftseilbahn Samnaun (80er Pendelbahn)
Schräge Länge: 2300 m
Fahrzeit: 6,0 min
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 6,4 m/s

Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Pendelbahn auf ihrer Bergfahrt ist demnach also um ganze 3,6 m/s geringer als die Angabe der Geschwindigkeit von 10 m/s suggeriert. Die Angaben habe ich von der offiziellen Betreiberseite. Es kann jeder selbst nachrechnen, der es nicht glaubt.
Für die neuere Pendelbahn (180er Kabinen) sieht die Rechnung kaum besser aus. Hier dauert die Fahrt auch nur 18 Sekunden kürzer. Es ergibt sich eine Geschwindigkeit von 6,7 m/s.
 
Mangels genauerer Kenntnis über die tatsächlichen Geschwindigkeiten hab ich mal fiktiv die doppelte angenommen, um die Formel auszuprobieren, auch die Ein-Aussteigdauer ist bei der Gondel mit 1 min sicher viel zu kurz angenommen, objektiv gesehen wird fast immer die Umlaufbahn schneller sein, auch wenn es Fälle gibt, in denen man zumindestens subjektiv die PB als schneller empfindet.
 
@master00max: Wenn du die Diskussion hier schon weiterführen willst, dann geh BITTE ab sofort auch mal ab und zu auf Argumente deiner Vorposter ein. Du stellst immer wieder irgendwelche Behauptungen auf, die so nicht stimmen. Auf die Korrektur derselben reagierst du mit neuen Behauptungen. So nicht :twisted:

Und damit weiter mit den modernsten Skigebieten, danke.
 
Ich glaube, für einen derartigen Diskussion sollte man erstmals das Begriff "modern" definieren. Bisher hat aber niemand behauptet dass 4eub's und PB immer modern sind, nur das es Expressanlagen sind.
 
Na da habe ich ja eine schöne Diskussion angestoßen, freut mich sehr, denn nur so kommt man weiter.

Vielleicht hilft es uns weiter, wenn ich ein wenig erkläre, wie ich zu den oben geposteten Kenngrößen gekommen bin:
Als rational denkender Mensch und auch ein wenig Daten-Freak verweigere ich mich der Feststellung, dass eine keine halbwegs einfachen, nachvollziehbaren und validen Kenngrößen geben sollte, mit denen man auch für Laien die Qualität von Liftsystemen beurteilen kann. Die Idealvorstellung wäre hier natürlich die Fallstudie für jedes Gebiet, möglichst über eine ideale Saison hinweg beobachtet. Da wir für solche Vollerhebungen aber nicht Zeit und Geld genug haben und dabei auch wieder sog. "Interviewer"-Effekte zu berücksichtigen wären (vergleicht mal, wie verschiedene User zur fast selben Zeit die Situation in manchen Gebieten eingeschätzt haben!), greifen wir zu Sekundärdaten, also z.B. zur Seilbahnstatistik, die zwar auch ihre Fehler hat, aber im Großen und Ganzen die Realität wiedergibt. Dass wir die Realität nie vollkommen abbilden können - geschenkt! Wir können nicht Witterung, Freizeitverhalten von Tagesausflüglern, Buchungsverhalten von Urlaubsgästen, technische Pannen o.Ä. berechnen oder stochastisch modellieren um z.B. Wartezeiten vorherzusagen. Was wir aber können ist, die PHm-Kapazität eines Skigebietes mit der Bettenanzahl in der Destination und der Nähe zu größeren Agglomerationen zu vergleichen um dann festzustellen, dass es zur Hochsaison bei Prachtwetter zu Endpässen kommen könnte.
Nun weiter zum Punkt, den Kenngrößen: da es verschiedene Liftsysteme und -typen gibt, die sich unterschiedlich stark unterscheiden und unterschiedlich häufig verbreitet sind, muss man gewisse Typen zusammenfassen um Relationen berechnen zu können. KSB allein würde vielleicht in den USA ausreichen, wo es teilweise nur KSB oder "nicht KSB" als Lifttypen gibt. Was ist also naheliegender als zu dieser Unterscheidung in schnelle Anlagen und langsame Anlagen auf der einen Seite die SLte zu addieren (Poma-SL wären wieder ein Streitpunkt) und auf der anderen Seite EUBs, ZUBs, DUBs, PBs und wie sie alle heißen. Das Kriterium ist hier Schnelligkeit, nicht Kapazität. Kapazitätsstarke Skigebiete gab es in den 1980ern schon auch, schaut euch Plagne oder Tignes an, die wie erwähnt schon Ende der 80er fast nur 3SB oder 4SB gefahren sind. Gewartet wird man damals auch nicht ewig haben, aber es ging recht langsam und nicht wirklich komfortabel vorwärts. Man könnte auch unterstellen dass die genannten "schnellen Anlagen" generell komfortabler sind als die langsamen Typen. Bei "Pferch-PBs" und Stehgondeln gilt dies natürlich nur eher bedingt, aber bei einer Köberl-Funitel-Kabine oder einer Omega III-CWA-Kabine wohl doch. Zudem sollte man die Häufigkeit dieser Anlagen richtig einschätzen. Allzu häufig sind PBs nun wirklich nicht als richtige Ski-Aufstiegshilfen.
Das Gegenargument, eine PB oder 4EUB mit geringer Kap sind nicht positiv weil Wartezeitenverdächtig sehe ich ein und ich weiß aber auch nicht, wie es auszuschalten wäre. Keine Kap-Grenze einführen? Aber wo? Bei 600, 800, 1000 p/h? Dann hat man schnell die PBs oder viele 4EUBs komplett draußen und jeder kann sagen, "okay das ist Mist, warum hast du die Grenze genau hier gezogen".
Problematisch wird es, wenn vom Konzeptionellen abgesehen und der Einzelfall fokussiert wird, was bei einer alpenweiten Übersicht nicht wirklich sinnvoll ist. Wenn man will, findet man natürlich schnell Argumente gegen oder für diese oder jene Bahn, aber gerade die Abstraktion vom Einzelfall ist es, die für mich das Wesentliche dieser Methode ausmacht. Nur wenn die Ausreißer sich häufen (Musterbeispiele: EUBs am Kronplatz, wenig 6KSB in Italien, Poma-SLte), dann muss nachgefragt werden, zur Not mit einem Experteninterview beim Betreiber.
Ich denke jedoch, dass meine Variante halbwegs einfach ist, nicht zu aufwändig zum berechnen, aber viel mehr aussagt, als die reinen Kap- und Liftstrukturaussagen im Skiatlas.

@mastermax: ich bin sehr dankbar für eine konstruktive Kritik (bzgl PB/4EUB), aber ich kann mich des subjektiven Eindrucks nicht entledigen, dass du am Ende des Tages lediglich Pro-Saalbach und Contra-Ischgl-Argumente suchst. Klar zähle ich die Pardatschgrat-Sektionen einzeln, das mache ich in Saalbach aber auch (bitte argumentiere nicht mit der Kohlmais-Bahn, oder steigst du dort regelmäßig an der Mittelstation ein und aus?). Die Pardatschgratbahn "haut" in jedem Fall rein, bei 1252 Hm bringt sie als "antiquierte" 4EUB (1600 p/h) weit über 1 Mio. PHm, nicht auszudenken, die stellen eine 8EUB mit 2800 p/h hin. Die nach deiner Argumentation sehr viel modernere 12 EUB Schönleiten packt übrigens auch "nur" 2048 p/h und produziert auch Warteschlangen.
 
Wie war es mit das Teilen von Phkm von Expressanlagen durch die totalen Kapazität? So werden Skigebiete "gestraft" für langen (=nicht Übungs-) Schlepper und fixen Bahnen.

Zum Ausfiltern von Zubringerkapazität konnte man die Einstufung vom Liftstatistik benutzen. Ein Sportbahn zahlt für 100% mit, und ein reine Zubringer für 0%. Die Silvrettabahn wurde z.B. als 50% eingestuft worden.

So gibt es zahlreichen, objektiven Kriteria um die Skigebieten ein zu ordnen. Aber immer wird es einer nicht gefallen ;-)
 
Wie war es mit das Teilen von Phkm von Expressanlagen durch die totalen Kapazität? So werden Skigebiete "gestraft" für langen (=nicht Übungs-) Schlepper und fixen Bahnen.

Diese Methode ist mir nicht ganz klar. Kannst du das bitte ausführlicher erklären?

Anlagen, die keine Abfahrten erschließen, fallen bei mir heraus, z.B: die 6KSB Leissières in Val d´Isère oder die 12EUB Orelle.
 
Ganz einfach:

4KSB: 2400 p/h, 500 hm, 1.200.000 Phm/h
SL: 1200 p/h, 250 hm, 300.000 Phm/h

Total: 1.500.000 Phm/h
Anteil Expressanlagen: 80%, wo es nur 50% sein im normalen Liftangebot

Nun, mit eine weiteren Bahn, der für 50% als Zubringer dient:

8EUB: 2000 p/h, 600hm, 1.200.000 Phm/h
4KSB: 2400 p/h, 500 hm, 1.200.000 Phm/h
SL: 1200 p/h, 250 hm, 300.000 Phm/h

Total: 2.700.000 Phm/h
Anteil Expressanlagen: (50%*1.200.000 + 1.200.000)/2.700.000 = 66%
 
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