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Schnee aus allen Rohren!!!

Olli_1973 schrieb:
Wenn ich mir die beschneiungsteiche in saalbach ( auch anderen tiefen gebieten ) anschaue sieht dasrecht leer aus. Sind die skigebiete in der Lage so etwas wieder nachzufüllen? (stelle mir gerade die dimensionen der pumpen vor. ) oder werden die teiche nicht nachgefüllt?

Nach der "Dürreperiode" sollten die meisten Skigebiete froh sein, wenn sie überhaupt schneien konnten. Normal werden die Speicherseen wohl durch Niederschlag oder Bäche aufgefüllt. Ob da wirklich Wasser "irgendwoher" gepumpt werden darf...?
 
Natürlich sind Speicherteiche über Pumpen nachfüllbar, sofern sie damit ausgestattet sind. Gibt ja auch welche, die ganz oben auf dem Berg liegen (in Saalbach z.B. Schattberg, Wildenkarkogel und Asitz) - bis die durch den natürlichen Niederschlag nur auf der Fläche der Teiche voll sind, würde das ja ewig dauern.
 
schmidti schrieb:
Natürlich sind Speicherteiche über Pumpen nachfüllbar, sofern sie damit ausgestattet sind. Gibt ja auch welche, die ganz oben auf dem Berg liegen (in Saalbach z.B. Schattberg, Wildenkarkogel und Asitz) - bis die durch den natürlichen Niederschlag nur auf der Fläche der Teiche voll sind, würde das ja ewig dauern.

Das schon.
Der normale Aufbau ist aber ein Sammelbecken "unten" und ein Speicherteich "oben". Vom Sammelbecken wird der Teich befüllt und von dort dann die Beschneiungsanlage versorgt. Jedenfalls ist das die energetisch sinnvollste Anordnnung. Mit Sicherheit gibt es aber auch andere Anordnungen, Entnahme aus nahe gelegen Stauseen oder so, aber da ist ja diesen Herbst fast überall die Lage eher prekär.
 
schmidti schrieb:
Natürlich sind Speicherteiche über Pumpen nachfüllbar, sofern sie damit ausgestattet sind. Gibt ja auch welche, die ganz oben auf dem Berg liegen (in Saalbach z.B. Schattberg, Wildenkarkogel und Asitz) - bis die durch den natürlichen Niederschlag nur auf der Fläche der Teiche voll sind, würde das ja ewig dauern.


Dann gehe ich mal davon aus, dass die in Saalbach solche Pumpen haben, sieht nämlich ziemlich mau aus die Dinger.. :D
 
Die Technik ist das eine. Da aber die Wasserentnahmemengen aus Quellen, Bächen und Flüssen begrenzt und über längere Zeit festgelegt sind (unabhängig vom konkreten Beschneiungsbedarf): Was macht ein Skigebiet, das jetzt schon alles raushaut und dann im Lauf der Saison kein Wasser mehr entnehmen darf? Hoffen, dass ab dann nix mehr wegtaut?
 
danimaniac schrieb:
Der normale Aufbau ist aber ein Sammelbecken "unten" und ein Speicherteich "oben". Vom Sammelbecken wird der Teich befüllt und von dort dann die Beschneiungsanlage versorgt. Jedenfalls ist das die energetisch sinnvollste Anordnnung.
In welchem Skigebiet gibt es eine solche Anordnung denn? So auf Anhieb fällt mir nämlich keins ein; in Saalbach entnehmen sie das Wasser soweit ich weiß aus Fließgewässern.

Olli_1973 schrieb:
Dann gehe ich mal davon aus, dass die in Saalbach solche Pumpen haben, sieht nämlich ziemlich mau aus die Dinger.. :D
Ich weiß nicht ob an allen, aber definitiv an einigen. Die Bergbahnen haben ja letztes Jahr den sehr anschaulichen Film Hoch hinaus herausgebracht, wo das auch etwas erklärt wird. Demnach hat der Speicherteich Wetterkreuz sechs Pumpen mit einer Förderkapazität von 300 Liter Wasser pro Sekunde, die "bei Bedarf die Befüllung des Speicherteichs unterstützen".
Übrigens konnte man auf der Schönleiten West-Webcam im Tagesverlauf auch schon einen Anstieg des Wasserpegels im Wildenkarkogel-Speicher erkennen (Webcam-Archiv gibt es ja z.B. auf Bergfex), weshalb ich mir eigentlich keine Sorgen um zu wenig Wasser mache :wink:

DerNiederbayer schrieb:
Die Technik ist das eine. Da aber die Wasserentnahmemengen aus Quellen, Bächen und Flüssen begrenzt und über längere Zeit festgelegt sind (unabhängig vom konkreten Beschneiungsbedarf):
Sicherlich mag es die geben, aber auch Du wirst die genauen Regelungen wahrscheinlich nicht kennen.
Außerdem ist es ja so, dass die Speicherteiche jetzt über lange Zeit hinweg im Sommer befüllt worden sind und damit die Entnahmemengen wohl sehr gering waren. Es ist also jetzt die erste Wiederbefüllung, für die man sich angesichts des Wetters auch zehn Tage Zeit nehmen kann. Zudem führen die Bäche/Flüsse durch das Tauwetter und die heutigen Niederschläge (leider) wieder mehr Wasser, sodass es an dieser Stelle auch nicht so schnell zu Knappheit kommen dürfte.

DerNiederbayer schrieb:
Was macht ein Skigebiet, das jetzt schon alles raushaut und dann im Lauf der Saison kein Wasser mehr entnehmen darf? Hoffen, dass ab dann nix mehr wegtaut?
Es ist doch vollkommen klar, dass die Skigebiete jetzt alles rausgehauen haben was geht, worauf hätte man bitte warten sollen?! Hätten sie es in den zurückliegenden Schneitagen nicht getan, wäre angesichts der Wetterprognose in den nächsten zwei Wochen an eine Öffnung nicht zu denken gewesen. Und wegtauen wird das so schnell schon nicht, solange wenigstens die Luftfeuchtigkeit in den kommenden Tagen nicht ganz so hoch ist, da mach Dir mal keine Sorgen :wink:
 
Auch in einigen Dolomiti Superskigebieten wird das Wasser knapp. Einige Speicherteiche werden leider nur mit Wasser aus kleineren Bächen gefüllt. Andere pumpen das Wasser vom Tal zu den Speicherteichen am Berg. Jedoch gilt bei beiden dass eine bestimmte Restwassermenge dem Gewässer weiter fließen muss. Und nach den doch trockenen Herbst ist das auch recht knapp.
 
schmidti schrieb:
In welchem Skigebiet gibt es eine solche Anordnung denn? So auf Anhieb fällt mir nämlich keins ein; in Saalbach entnehmen sie das Wasser soweit ich weiß aus Fließgewässern.

Ich hatte kurz im Internet gesucht, und dies bei einem Hersteller für Pumpen (auch für Beschneiungsanlagen) als beste Anordnung gefunden. Ich kann es allerdings nicht mehr finden.

Was ich allerdings gefunden habe gerade ist ein "Leitfaden Beschneiung" vom Land Salzburg http://www.salzburg.gv.at/leitfaden_beschneiungsanlagen_band_1.pdf.

Die Bergbahnen Spitzingsee beispielsweise befüllen ihren Speicherteich NUR mit Niederschlag und Schneeschmelze:
Das Wasser für die Beschneiungsanlagen stammt in unserem Gebiet aus einem Speicherteich, der ausschließlich durch Niederschläge und die natürliche Schneeschmelze gespeist wird. Eine durchgehend geschlossene Schneedecke schützt die Vegetation vor Beschädigung, Frost und Erosion.

Der Jahres-Energieverbrauch einer modernen Beschneiungsanlage für eine Fläche von 20 Hektar liegt unter dem für ein kommunales Hallenbad.
(http://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/ueber-uns/pistenpraeparierung/)
 
In Hochgurgl liefen auch ein paar Kanonen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. In Obergurgl kann ich mich an keine laufende Kanone erinnern.
 
Aber nur die rechte Seite oder? An der ein oder anderen Stelle wirkt die Schneedecke am Giggijoch jetzt bereits nicht sonderlich dick.
 
Beschneiung heute Nacht in niedrigen Gebieten auf Talabfahrten sicher drinne, Söll schon -1,1°C, Galtür -3,4°C, Tannheim -2,7°C, Mayrhofen -1,4°C. Zum Vergleich oben: Pitztaler Gletscher 0,6°C Patscherkofel 5,0°C
 
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