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Schneekanonen und Nachhaltigkeit

stivo schrieb:
Was theoretisch auch möglich wäre, ist dass man "Hallen" in den Berg hinein baut (damit man die Landschaft nicht verunstaltet) und diese Hallen so heruntergekühlt werden, dass darin perfekt Schnee produziert werden kann.

Wobei Du aber den grössten Nachteil nicht genannt hast, dass ein Schnee-Erzeuger von Verdunstungsenergie lebt und man nicht einfach einen Schnee-Erzeuger in einen gekühlten Raum stellen kann um perfekt Schnee zu produzieren :wink:
 
Tribal schrieb:
Teilweise erkennt man zu Naturschnee keinen Unterschied, die Meisten Skiurlauber ist das auch egal. Schlechte Winter hat es immer schon gegeben und wird es auch in der Zukunft geben, das gleiche gilt für Gute. In diesem Sinne ein Hoch auf die Beschneiung!

ich behaupte mal das die meisten Wintersportler keinen Unterschied zwischen technischem Schnee und Naturschnee merken. Alles eine Frage der richtigen Bearbeitung des Schnees.

Meistens ist das worauf wir fahren (auf der Piste natürlich) sowieso ein Mix aus natürlichem und technischem Schnee. Sprich der technische Schnee wird mit dem aus der Natur vermischt.

Und wenns wirklich soweit kommt, dass in paar Jahren alles grün ist, woran ich überhaupt nicht glaube, dann können auch temperaturunabhängige Beschneiungssysteme installiert werden. In Südkorea gibt es Skigebiete die so gut wie nie eine Flocke vom Himmel sehen und wo man mit normalen Schnee-Erzeuger nicht beschneien kann, weil es einfach zu warm ist. Die machen ihren Berg halt mit crushed-ice Anlagen weiss. Der "Schnee" ist zwar nicht der Hit, aber bei Temperaturen überhalb von 0°C ist das eigentlich egal....da wird jeder Schnee sulzig...
 
720° schrieb:
Ich krieg nämlich die Krise wenn ich im Spiegel, der Welt, der FAZ oder sonst einem angesehenen Medium, Berichte lesen, die das Bild der Öffentlichkeit repräsentieren, aber überhaupt nicht stimmen.

Na ja, ich verkauf halt Schneekanonen.

Also ich hab oftmals Probleme die Argumente warum Beschneiung schlecht sein soll, nachzuvollziehen.

Hallo 720°,

den angesagtesten Zeitungen zu widersprechen, da steckt ein Funken Verschwörungstheorie dahinter. Wenn man denen nicht glauben kann wem dann?
"Schlecht" darum geht es den wenigstens. Wissenschaft bedeutet nicht normativ oder wertend zu forschen sondern rein beschreibend (deskriptiv) also geht es nicht darum "gut oder schlecht" sondern um Veränderungen und jetzt mal üebrspitzt zu sagen "welche auswirkung hat eine weggeworfene Kippe am Fellhorn für den Niederschlag am Nebelhorn". Es geht als um Funktionalismus. Welche Funktion hat der maschinenschnee im Ökosystem, welche Änderungen. Wenn man da weit geforscht hat ist es Aufgaben von Ethikern oder Poltikern das Normative hinzuzufügen und Handlungen vorzugebenen (Maschinenschnee ja oder Maschinenschnee nein).
Das wichtigste ist, daß Hersteller, so wie Du erkennen, daß es ein Eingriff darstellt, der etwas verändert und daß Umweltschützer erkennen, daß man es nicht einfch verbieten oder stoppen kann.

Mich würde echt noch interessieren bei welcher Firma du arbeitest, bzw. welchen Job du dabei machst, mir wäre es wichtig mit Herstellern darüber zu sprechen, da sie sehr viel Fachwissen haben und sicherlich auch auf der "Umweltfrage-Ebene" Stellung beziehen können. Ich bin zum Beispiel sehr positiv erstaunt, daß "Kunstschnee" kein "kunst" ist sondern lediglich natürliche Zustaten zu einem neuen Erzeugnis gemacht werden.

Es gehört eben nicht grad zu Stärke des Homo Sapiens länger als 3-4 Jahre vorraus zu denken, nun haben wir die Idee der nachhaltigkeit, unter der viele noch so etwas wie "verzicht" verstehen, dabei würde es um die Frage gehen, wie könnt ihr al Schneemaschinen-hersteller auch in 30-40 Jahren erfolgreich sein? Wenn die temperaturen nicht mehr reichen um den Schnee wie bisher herzustellen. Daß dies so sein wird ist keine absolute Wahrheit, wenn man aber dem IPCC (UNO-Umweltorganisation) glaubt (und das sind immerhin 2500 Wissenschaftler aller nationen) wird sich die Erde um mind. 2 Grad erwärmen und laut OECD fält dies in den alpen stärker aus als in anderen Regionen.
 
Zu den crushed-ice-Anlagen von 720 Grad schrieb Yeti01 schon 2004 hier im Forum:
1. Solche Maschinen brauchen sehr viel Strom, weil sie ja wie ein riesiger Eiswürfelautomat funktionieren.
2. Haben sie eine sehr hohe Anschlußleistung, irgendwo bei 50kW oder höher, und die meisten Schneeanlagen sind für so hohe Leistungen nicht ausgelegt.
3. Es sind, so viel ich weiß, riesige Geräte, untergebracht in einem Eurocontainer. Der Transport auf der Piste wäre relativ mühsam.
4. Der Bedarf an solchen Geräten wäre bei uns nur im Spätwinter, und da ist der Andrang in den Skigebieten ja nicht mehr so groß, so daß den immensen Ausgaben (der Anschaffungspreis ist seeehr hoch) nur minimale Einkünfte gegenüberstehen würden.
5. Nicht zu vergessen die Schneequalität, die anscheinend bei weitem nicht an die Qualität herkömmlicher Beschneiungsanlagen heranreicht.
Was den Satz von bisiam
Es gehört eben nicht grad zu Stärke des Homo Sapiens länger als 3-4 Jahre vorraus zu denken,
angeht, kann man dem nur zustimmen.
Es gibt aber schon einige ehemalige Skigebiete, die aufgewacht sind, z.B. der Predigtstuhl. Dort gibt es Skifahren wenn der Naturschnee da ist - was ja auch die sinnvollste Entscheidung ist.
Sicher kann man noch einige Jahre mit immer aufwändigeren Bescheiungssystemen grüne Pisten weiß machen, nur steigt der Aufwand an Energie so rasant, dass sich die ganze Sache im Endeffekt immer weniger rechnet. Einige Gebiete mussten diese schmerzhafte Erfahrung ja schon machen. Dazu passt gut die Karikatur aus der SZ, die ich schon in einem anderen Beitrag gepostet habe.
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Dresdner
 
den angesagtesten Zeitungen zu widersprechen, da steckt ein Funken Verschwörungstheorie dahinter. Wenn man denen nicht glauben kann wem dann?

Nein, falsch, da steckt bei mir Enttäuschung dahinter! Bin überzeugter Spiegelleser, nur wenn ich sehe was die manchmal zu der Thematik "Beschneiung" bringen, dann kriege ein Identitätsproblem und zweifel an einem Medium von dem ich eigentlich überzeugt bin.


"Schlecht" darum geht es den wenigstens. Wissenschaft bedeutet nicht normativ oder wertend zu forschen sondern rein beschreibend (deskriptiv) also geht es nicht darum "gut oder schlecht" sondern um Veränderungen und jetzt mal üebrspitzt zu sagen "welche auswirkung hat eine weggeworfene Kippe am Fellhorn für den Niederschlag am Nebelhorn". Es geht als um Funktionalismus. Welche Funktion hat der maschinenschnee im Ökosystem, welche Änderungen. Wenn man da weit geforscht hat ist es Aufgaben von Ethikern oder Poltikern das Normative hinzuzufügen und Handlungen vorzugebenen (Maschinenschnee ja oder Maschinenschnee nein).
Das wichtigste ist, daß Hersteller, so wie Du erkennen, daß es ein Eingriff darstellt, der etwas verändert und daß Umweltschützer erkennen, daß man es nicht einfch verbieten oder stoppen kann.

Der Begriff Eingriff gefällt mir aber nicht, daher erkenne ich diesen Begriff nicht an. Mein Gott, wir budeln einen Graben in die Erde und legen dort Rohre und Kabel rein. Dann werden noch die Zapfstellen verbaut, die man übrigens auch wieder entfernen kann. Fertig. Wo ist das Problem? Dort wo der Bagger unterwegs war, wächst auch wieder Gras drüber...
Und wenn irgendwo ein Baskettballplatz gebaut wird, schreit kein Schwein danach, das da vorher ne grüne Wiese war. Zumal sich dieser an seine Umgebung nicht wieder anpasst.

Ach ja und wenn es kalt ist, dann pumpen wir Wasser durch die verlegten Leitungen und verdüsen dieses mit Hilfe der Schneekanonen. Die mischen Wasser und Druckluft und im Endeffekt kommt der Schnee heraus. Genaus dasselbe wie in der Natur, nur das wir den Prozess beschleunigen. Ich hab da echt kein schlechtes Gewissen :lol:


Mich würde echt noch interessieren bei welcher Firma du arbeitest, bzw. welchen Job du dabei machst, mir wäre es wichtig mit Herstellern darüber zu sprechen, da sie sehr viel Fachwissen haben und sicherlich auch auf der "Umweltfrage-Ebene" Stellung beziehen können. Ich bin zum Beispiel sehr positiv erstaunt, daß "Kunstschnee" kein "kunst" ist sondern lediglich natürliche Zustaten zu einem neuen Erzeugnis gemacht werden.

www.innovag.de Indoor Schnee für Skihallen, Wellness, Industrie etc.
Also ganz ehrlich, so eine krasse Klimaerwärmung mit grünen Pisten und so, das wäre für unser "Auftragsklima" richtig gut. Ach ja meine Position ist Marketing und PR. Nebenbei arbeite ich noch für einen Partner von uns, dem grössten Outdoor Kanonenhersteller (den Namen der Firma wirst Du sicher durch Deine Recherchen ganz schnell rausfinden:-).
Und auch dort zweifelt keiner, im Gegenteil das Team ist hochmotiviert und freut sich auf die Zukunft.


Es gehört eben nicht grad zu Stärke des Homo Sapiens länger als 3-4 Jahre vorraus zu denken, nun haben wir die Idee der nachhaltigkeit, unter der viele noch so etwas wie "verzicht" verstehen, dabei würde es um die Frage gehen, wie könnt ihr al Schneemaschinen-hersteller auch in 30-40 Jahren erfolgreich sein? Wenn die temperaturen nicht mehr reichen um den Schnee wie bisher herzustellen. Daß dies so sein wird ist keine absolute Wahrheit, wenn man aber dem IPCC (UNO-Umweltorganisation) glaubt (und das sind immerhin 2500 Wissenschaftler aller nationen) wird sich die Erde um mind. 2 Grad erwärmen und laut OECD fält dies in den alpen stärker aus als in anderen Regionen

Wie wir in 30-40 Jahren erfolgreich sind? Ganz einfach, wir verkaufen weiterhin unsere Maschinen. Diese Weltuntergangstheorien und dieses ganze blabla von wegen in 20 Jahren wachsen im Winter Palmen usw. sowas lösst bei uns Kopfschütteln aus. Ich bezweifel ja nicht direkt das sich unser Klima verändert, ich bezweifel aber das unsere Maschinen in 30 Jahren im Museum stehen werden.
 
Dresdner schrieb:
Zu den crushed-ice-Anlagen von 720 Grad schrieb Yeti01 schon 2004 hier im Forum:
1. Solche Maschinen brauchen sehr viel Strom, weil sie ja wie ein riesiger Eiswürfelautomat funktionieren.
2. Haben sie eine sehr hohe Anschlußleistung, irgendwo bei 50kW oder höher, und die meisten Schneeanlagen sind für so hohe Leistungen nicht ausgelegt.
3. Es sind, so viel ich weiß, riesige Geräte, untergebracht in einem Eurocontainer. Der Transport auf der Piste wäre relativ mühsam.
4. Der Bedarf an solchen Geräten wäre bei uns nur im Spätwinter, und da ist der Andrang in den Skigebieten ja nicht mehr so groß, so daß den immensen Ausgaben (der Anschaffungspreis ist seeehr hoch) nur minimale Einkünfte gegenüberstehen würden.
5. Nicht zu vergessen die Schneequalität, die anscheinend bei weitem nicht an die Qualität herkömmlicher Beschneiungsanlagen heranreicht.


Stimmen ja auch soweit die Punkte. Es ist halt kein grossartiger Bedarf da und meiner Meinung nach wird der Bedarf danach auch nicht steigen. Sollte es aber anders werden, so sind sämtliche "Probleme" lösbar. Nur ohne Bedarf, wird da auch nicht viel reingesteckt.

Es gibt aber schon einige ehemalige Skigebiete, die aufgewacht sind, z.B. der Predigtstuhl. Dort gibt es Skifahren wenn der Naturschnee da ist - was ja auch die sinnvollste Entscheidung ist.
Sicher kann man noch einige Jahre mit immer aufwändigeren Bescheiungssystemen grüne Pisten weiß machen, nur steigt der Aufwand an Energie so rasant, dass sich die ganze Sache im Endeffekt immer weniger rechnet. Einige Gebiete mussten diese schmerzhafte Erfahrung ja schon machen. Dazu passt gut die Karikatur aus der SZ, die ich schon in einem anderen Beitrag gepostet habe.

Als ich den ersten Satz gelesen habe, musste ich mal richtig loslachen. Der Predigtstuhl ist also seiner Zeit vorraus? Genauso wie der Wendelstein, die Kampenwand und noch so paar andere Gebiete in Oberbayern? Na klar... und alle Betreiber von modernen Skigebiete sind im Gegensatz zu den genannten, nicht ganz so helle im Kopf?

Ach ja, diese schmerzhaften Erfahrungen, die musste vor allem die Betreiber von Skigebieten im Sauerland machen, die bauen da moderne Beschneiungsalagen und auf einmal haben die wieder richtigen Skibetrieb mit weissen Pisten, wirtschaftlichem Erfolg usw. :roll:
 
und alle Betreiber von modernen Skigebiete sind im Gegensatz zu den genannten, nicht ganz so helle im Kop
Nein, so ist das nicht gemeint. Auch nicht persönlich. Wenn du beruflich derartige Anlagen verkaufst, verstehe ich auch deine Position.
Trotzdem haben sich einige Gebiete meines Wissens mit der "Kunstschneeproduktion" in derartige finanzielle Belasungen verstrickt, das sie diese nicht mehr, oder nur noch mit großen Problemen, stemmen können.
Klimawandel ist nun einmnal Fakt und die Energiepreise kennen nur eine Richtung, in die sie sich entwickeln. Da erscheint es mir sinnvoll - Beispiel Predigtstuhl - dass über generelle Alternativen zum "weißen Sport" nachgedacht wird. Sicher wird es nach wie vor hochalpine Gebiete geben, in denen in Maßen - nicht in Massen - eingesetzter "Kunstschnee" eine sinnvolle Ergänzung zu den natürlichen Gegebenheiten ist.
Dresdner
 
720° schrieb:
den angesagtesten Zeitungen zu widersprechen, da steckt ein Funken Verschwörungstheorie dahinter. Wenn man denen nicht glauben kann wem dann?

Nein, falsch, da steckt bei mir Enttäuschung dahinter! Bin überzeugter Spiegelleser, nur wenn ich sehe was die manchmal zu der Thematik "Beschneiung" bringen, dann kriege ein Identitätsproblem und zweifel an einem Medium von dem ich eigentlich überzeugt bin.

Hi 720°,
du hast ein Bild das erinnert mich an Fler? Richtig oder falsch? Das erinnert mich also an die Diskussion um den Berliner Gangsterrap. Alle Zeitungen haben "massiv" und ausführlich darüber berichtet und die Rapper sagten dann auch "einseitige BErichterstattung | schlecht recherchiert | wie wollt ihr das wissen wenn ihr nicht von der Strasse kommt etc.)

Klar ist doch, daß es Institutionen gibt den man glauben kann. Entweder kann dies die Kirche sein (erhaltung der schöpfung) oder die Wissenschaft mit dem IPCC. Wenn sich die Erde um WENIGER als 2 Grad (Alpen eventuell 3 oder 4) erwärmt bedeutet das ein klares Todesurteil für die Wissenchftler die dies behauptet haben.
Das fatale daran ist dass es nicht um die Verhinderung der Klimaerwärmung geht sondern um die Einschränkung der auf 2 Grad. Ich weiß auch nicht warum das eine Weltuntergangsstimmung sein sollte. Die beste Frage ich ich zu dieser Problematik las war: "Was ist eigentlich bedroht?" Die Antwort: Weder die Natur noch das Klima was bedroht ist ist unsere Vorstellung wie die Natur/welt/Klima sein soll. IN 50 Jahren beobachten wir die Welt (z.B. weniger Naturschnee, weniger Gletscher, mehr Stürme etc) und sagen uns "ne so wollen wir die Natur doch gar nicht."

720° schrieb:
Der Begriff Eingriff gefällt mir aber nicht, daher erkenne ich diesen Begriff nicht an. Mein Gott, wir budeln einen Graben in die Erde und legen dort Rohre und Kabel rein. Dann werden noch die Zapfstellen verbaut, die man übrigens auch wieder entfernen kann. Fertig. Wo ist das Problem? Dort wo der Bagger unterwegs war, wächst auch wieder Gras drüber...
Und wenn irgendwo ein Baskettballplatz gebaut wird, schreit kein Schwein danach, das da vorher ne grüne Wiese war. Zumal sich dieser an seine Umgebung nicht wieder anpasst.

Mit Gefallen hat es wenig zu tun. Klar ist doch, daß die Natur/Piste vor eurem Eingriff anders ist als danach. Eingriff, Veränderung, Pimp my Piste, wie auch immer, das geht ja ins Sprachphilosophische:-)


Mich würde echt noch interessieren bei welcher Firma du arbeitest, bzw. welchen Job du dabei machst, mir wäre es wichtig mit Herstellern darüber zu sprechen, da sie sehr viel Fachwissen haben und sicherlich auch auf der "Umweltfrage-Ebene" Stellung beziehen können. Ich bin zum Beispiel sehr positiv erstaunt, daß "Kunstschnee" kein "kunst" ist sondern lediglich natürliche Zustaten zu einem neuen Erzeugnis gemacht werden.

www.innovag.de Indoor Schnee für Skihallen, Wellness, Industrie etc.
Also ganz ehrlich, so eine krasse Klimaerwärmung mit grünen Pisten und so, das wäre für unser "Auftragsklima" richtig gut. Ach ja meine Position ist Marketing und PR. Nebenbei arbeite ich noch für einen Partner von uns, dem grössten Outdoor Kanonenhersteller (den Namen der Firma wirst Du sicher durch Deine Recherchen ganz schnell rausfinden:-).
Und auch dort zweifelt keiner, im Gegenteil das Team ist hochmotiviert und freut sich auf die Zukunft.


Ja die Firma scheint echt motiviert zu sein, die Webseite ist gut, nur: ICH KENNE DIE MENSCHEN nicht, wie denken die darüber? Wird darüber diskutiert oder zählt nur dass man jetzt Maschinen nach Kachastan verkauft oder 200 nach da und 300 nach dort?

Werde dir offline mal schreiben.

MFG
Daniel
 
@bisaim:
Warscheinlich bist du ein Spion vom Bund Naturschutz.
 
Tribal schrieb:
@bisaim:
Warscheinlich bist du ein Spion vom Bund Naturschutz.

Musste der Kommentar sein? Ob Naturschützer oder nicht - diese Diskussion ist auf jeden Fall interessanter als so manches andere Thema im AF.
 
Tribal schrieb:
@bisaim:
Warscheinlich bist du ein Spion vom Bund Naturschutz.

Ja ich muss darüber lächeln:-)
Der BUND Naturschutz hat mich vor ein paar Tagen in der Fussgängerzone angehalten mir ein paar Hochglanz-Folien hingepfeffert "Wir machen was für Biodiversität, für Klima und alles ander auch. Hier das Formular zum unterschreiben dass du uns im Jahr 100 Euro zahlst. Nicht? Warum denn nicht, ist dir die Natur nicht wichtig. Wie wagst du es uns nicht zu unterstützen da wir doch die GUTEN sind."

Bin in keiner Vereinigung, alleinschaffend.
 
Gibt es hier im Forum einen Schneemeister?
Habe in einigen Threads bereits über Wirtschaftlichkeit gelesen. Aber: Rechnet es sich immer? Oder ist künstliche Beschneiung auch ein Verlustgeschäft (aber: IMAGE siehe Grasgehren).
 
@bisaim: Oh Gott nein, das ist nicht Fler, das ist Saad, Nachwuchsrapper aus dem Hause Bushido. Die Berichterstattung über den Gangsterrap ist nicht unbedingt einseitig. Ein Rapper wie Bushido der auf jeden Fall nicht auf den Kopf gefallen ist, der bezieht auch Stellung zu der Diskussion. Zum Beispiel der Auftritt bei Kerner, hat bei vielen Leuten ein anderes Denken über diesen Menschen ausgelöst. Es war nur immer sehr auffällig, das die nicht gerade als intellektuell angesehenen Medien, ziemlich schlechte Sachen schreiben und andere Medien wie beispielsweise die Zeit oder die NY Times, die Sache neutral betrachten und versuchen diesem Erfolgsphänomen auf den Grund zu gehen. Dann darf sich Bild und TZ auch nicht wundern, wenn einer wie Bushido sich am Brandenburger Tor vor 100.000 Leuten hinstellt und sagt "ich scheiss auf die Bild"

Aber ich glaub die Diskussion die passt nicht wirklich ins Alpinforum :D

Hmmhhh wenn wir jetzt über die Begriffe Eingriff, pimpen und sonstwas philosophieren, dann nehme ich den Begriff Aufwertung. Die Skipiste wird quasi aufgewertet.

Na ja einen Mitarbeiter von Innovag kennst Du ja jetzt. Und ehrlich gesagt dieser Umweltaspekt und diese Diskussionen in den Medien, die gehen an uns vorbei, da wir auf Indoor Schnee spezialisiert sind. Uns ist schon klar das Indoor Schnee einiges an Energie braucht, wir versuchen aber auch den Energiebedarf in Grenzen zu halten und setzen konsequent auf Energierückgewinnung. Ein schlechtes Gewissen braucht bei uns aber keiner zu haben, wir waren ja auch schon mal alle in einer Eishalle, im beheizten Schwimmbad und schauen uns die Formel 1 an :wink:

Es geht auch nicht darum möglichst hohe Stückzahlen zu verkaufen. Wir wollen zufriedene Kunden und wenn irgend jemand etwas plant was nicht zu realisieren ist, bzw. wo unternehmerische Risiken entstehen, dann wird der Kunde auch darauf hingewiesen. Beispielsweise ruft beinahe jeden Tag irgend jemand an, der eine Schneekanone mieten möchte, um damit seinen Weihnachtsmarkt, die Firmenfeier oder sonst was zu beschneien. Die Leute können auch gerne eine Maschine mieten, nur informiere ich die ausführlich darüber und schlage sogar Alternativen vor (für so Eventzeugs eignet sich zum Beispiel eine crushed ice Anlage deutlich besser).
 
bisaim schrieb:
Gibt es hier im Forum einen Schneemeister?
Habe in einigen Threads bereits über Wirtschaftlichkeit gelesen. Aber: Rechnet es sich immer? Oder ist künstliche Beschneiung auch ein Verlustgeschäft (aber: IMAGE siehe Grasgehren).

Du stellst aber auch Fragen die im Forum schon öfters diskuttiert worden sind!

Natürlich rechnet es sich nicht immer zu beschneien. Es kann Dir zum Beispiel passieren, dass Du anfängst zu schneien, die Wetterprognosen sind positiv, Deine Piste ist beinahe eingeschneit und dann.... dann kommt plötzlich Regen und Frühlingstemperaturen und Du kannst Deiner Piste beim abtauen zuschauen.

Das Wetter lässt sich leider nicht vorraussagen. Auf der anderen Seite wäre es ein noch grösserer Verlust, dieses Risiko nicht einzugehen und Dein Wettbewerb öffnet seine Pisten.

Bevor man aber eine Beschneiungsanlage baut, muss man sowieso erstmal die jeweilige Situation analysieren und Prognosen erstellen was eine Beschneiungsanlage für die Zukunft bringen kann (abgesehen von Schnee :D ). Wenn man nicht über die jeweils benötigte Masse an Publikum verfügt und es auch nicht vorstellbar ist, durch den Bau der Beschneiungsanlage die Situation zu verändern, dann braucht man garnicht erst anfangen.

Mich würde aber auch mal interessieren, welche Gebiete durch den Bau einer Beschneiungsanlage in Schwierigkeiten gekommen sind? Ich kenne nämlich nur positive Beispiele, die oftmals dazu führen, dass nach dem Bau der Beschneiung, auf einmal sogar Geld für neue Lifte etc. vorhanden ist :wink: Ach doch, wenn ich mich richtig erinnere, hat man irgendwo im Schwarzwald mal ne Lanzenanlage gebaut, die dort überhaupt nicht hingepasst hat und die auch nicht richtig gelaufen ist. Da hat man den Betreiber was verkauft, was für seinen Zweck überhaupt nicht geeignet ist... soviel zum Thema Beratung und zufriedene Kunden :lol:
 
Was mir auf jeden Fall bisher aufgefallen ist, daß die Fronten verhärtet sind. Hersteller nehmen Umweltschutzberichte und Forderungen vom BUND oder Alpenschutzkommission etc. nicht ernst und umgekehrt. Die Schützer nehmen die Sorgen der Betreiber der Lifte um die wirtschaftliche Lage nicht ernst.

Könnte man nicht mehr miteinander reden. Wenn nicht geredet wird dann wird es ein ewiges "der will mir was wegnehmen" bleiben.
 
Zu Wasserproblemtatik.
In Frankreich tragen die Flüssei m Sommer bis 70% weniger Wasser. Es handelt ist demach kein Wasserverbrauch aber eine Wasserumverteilung.

Also zu dieser Behauptung würde ich gerne eine Quelle sehen, denn ich halte das für maßlos übertrieben - zumindest wenn es um Wasser für Beschneiung gehen sollte.

Zur Presseberichterstattung: ich kann 720° nur zustimmen: beim Thema "Wintersport etc." wird vor allem von alpenfernen Medien, aber auch von der SZ teilweise hanebüchenes Zeug geschrieben - wenn man sich mit den Themen ein bisschen auseinandersetzt wird einem das sehr schnell bewusst.
 
Emilius3557 schrieb:
Zu Wasserproblemtatik.
In Frankreich tragen die Flüssei m Sommer bis 70% weniger Wasser. Es handelt ist demach kein Wasserverbrauch aber eine Wasserumverteilung.

Also zu dieser Behauptung würde ich gerne eine Quelle sehen, denn ich halte das für maßlos übertrieben - zumindest wenn es um Wasser für Beschneiung gehen sollte.

Die Quell hierzu
Geowissenschaften
Schneekanonen trocknen Alpen aus
Die Welt - 18.April 2007

Die Skipisten der Alpen werden pro Jahr mit 95 Millionen Kubikmetern Wasser beschneit, das entspricht dem Wasserverbrauch einer Millionenstadt. Einige Flüsse führen bereits bis zu 70 Prozent weniger Wasser als vor Einführung der Schneekanonen.
Schneekanone im Skigebiet Fellhorn, Allgäu, Schwaben, Bayern, Deutschland
Foto: Bildagentur Huber
Wasservernichter: Schneekanonen in den Alpen
Die künstliche Beschneiung von Skipisten droht die Alpen auszutrocknen. Davor warnte die deutsche Wissenschaftlerin Carmen de Jong vom Hochgebirgsinstitut der Universität von Savoyen in Wien. Insgesamt würden rund 24000 Hektar Skipisten mit rund 95 Millionen Kubikmetern Wasser im Jahr beschneit. Das entspreche dem Wasserverbrauch einer Großstadt mit 1,5 Millionen Einwohnern, betonte de Jong am Rande der noch bis Freitag andauernden Generalversammlung der Europäischen Geowissenschaftlichen Vereinigung (European Geosciences Union).
Weiterführende links

* Die Alpen stehen unter Klima-Stress
* Abschied von Gletscher und Edelweiß
* Wintersport in den Hochalpen bedroht die Natur

Die Kosten der Beschneiung lägen bei rund drei Milliarden Euro. Die schon jetzt sichtbaren Folgen für die Umwelt: In den französischen Alpen etwa führen betroffene Flüsse in den Wintermonaten bereits bis zu 70 Prozent weniger Wasser als vor Einführung der Schneekanonen.
Erklärungen der Tourismusindustrie, wonach die künstliche Beschneiung keinen Einfluss auf die Umwelt habe, wies de Jong zurück. Bereits bei der Beschneiung selbst verdunsteten bis zu 30 Prozent des Wassers. Nur ein Teil falle als Schnee auf die Pisten. Um das Wasser aus den Reservoirs im Winter pumpen zu können, würden diese künstlich eisfrei gehalten, was große Mengen zusätzlich verdunsten lasse.
Tourismusindustrie will Flächen für Beschneiung ausweiten
Schlagworte
Geowissenschaften Umwelt Alpen Schneekanonen Wassermangel
Die Folgen träfen nicht nur den Wintertourismus, betonte de Jong. Niedrigere Wasserstände in den Flüssen schränkten auch sommerliche Freizeitaktivitäten wie etwa Rafting ein. Die Gletscherforscherin Astrid Lambrecht von der Universität Innsbruck erläuterte, verschärft werde die Situation, da auch die Gletscher langfristig als Wasserreservoirs in den Bergen spürbar schrumpften. Bisher hätten die riesigen Eisreserven Hitze- und Trockenperioden bis zu einem gewissen Grad ausgleichen können.
Die Klimatologen und Hydrologen warnten in Wien vor Plänen, die Fläche für die künstliche Beschneiung in den kommenden Jahren zu vervierfachen, um damit einem Schneemangel durch den Klimawandel zu begegnen. De Jong geht davon aus, dass der Trend zur Beschneiung schon bald auch an wirtschaftliche Grenzen stoßen wird. Wenn das Wasser knapp wird, müssten zusätzliche Speicherbecken gebaut oder das Wasser aufwendig aus immer tieferen Erdschichten gepumpt werden. Schon jetzt gebe es Konflikte zwischen der Nutzung von Wasser für Trinkwasserzwecke und für die Beschneiung. Die Tourismusindustrie „muss einfach erkennen, dass sie nicht mehr Schnee produzieren und eine Skisaison von Dezember bis April um jeden Preis haben kann“, mahnte de Jong.
dpa/oc

http://www.welt.de/wissenschaft/article818483/Schneekanonen_trocknen_Alpen_aus.html?print=yes

Bitte auf korrekte Zitate achten, Quote-Tags waren hier falsch gesetzt.

Gruß vom Mod
 
@bisaim: Na ob das eine seriöse Quelle ist?? Ist zwar ein angesagtes Medium, aber ob das auch seriös recherchiert ist??

Na ich les mir das mal morgen durch... muss jetzt in Bett, denn morgen früh darf ich wieder technischen Schnee produzieren und damit Menschen glücklich machen :wink:
 
bisaim schreibt
Wenn man denen nicht glauben kann wem dann?

Ich empfehle Veröffentlichungen jeglicher Art erst einmal grundsätzlich nicht zu glauben, sondern sie lediglich zur Kenntnis zu nehmen.

Die Verifikation aus verschiedenen Quellen ist etwas mühsam, aber der einzige Weg, da die Recherchen auch von sogenannten Qualitätszeitungen voller Halbwahrheiten stecken. Noch oberflächlicher sind Fernsehreportagen.
Die seltenen Fälle in denen Berichte aus dem eigenen Lebensumfeld Gegenstand medialer Berichterstattung sind haben mir die Augen geöffnet wie schlampig da gearbeitet wird.

Dazu kommt noch daß die deutschen Medien nicht objektiv sondern Parteirichtungen zuzuordnen sind.

SZ, Spiegel, Stern, Frankf. Rundschau u. DIE ZEIT z.B. haben sich auf der linken, grünen Seite des Spektrums positioniert. Wenn ich da eine Überschrift "Kunstschnee" lese, weiß ich tendenziell schon was drin steht.
Das gilt umgekehrt auch für Welt, FAZ, Focus, Rheinischer Merkur.
Tja, so ist das leider. Das muß man wissen.


Mal eine provozieredne Frage:
Warum wird so wenig über alternativen nachgedacht? Nicht nur im Wintersport. Auch über alternative Staatsformen zum beispiel. Etablierte Wahrheiten schmilzen erstaunlich langsam

Jetzt informiere Dich erst mal gründlich über alle Aspekte des Kunstschnees bevor Du dir alternative Staatsformen ausdenkst. :wink:

Auf Probleme der modernen Gesellschaft haben wir ja binnen 100 Jahren den Kommunismus u. den Nationalsozialismus hervorgebracht. Ich zweifle nicht daran daß irgend ein Schlauberger einer philosophischen Fakultät an einer Ökodiktatur zimmert.
 
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