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Schweizer Autobahnvignette bald 150 EUR ?!

Erhöhung der Autobahnmaut in CH, soviel würde ich bezahlen

  • gar nix, heute schon zu teuer

    Stimmen: 7 14,0%
  • heutiger Preis ok

    Stimmen: 20 40,0%
  • bis 80 EUR

    Stimmen: 4 8,0%
  • bis 120 EUR

    Stimmen: 1 2,0%
  • bis 150 EUR

    Stimmen: 7 14,0%
  • mir egal, meide die Schweiz

    Stimmen: 11 22,0%

  • Umfrageteilnehmer
    50
  • Umfrage geschlossen .
letztes Jahr auf der Rückfahrt von Frankreich gabs einen großen Stau hinter Bern - als das Navi dann schrie, runter von der Autobahn (N1), sind wir die B22 durch Kerzers und dann auf die N6 bis Biel, dann durch Biel durch und anschliessend auf die N5. Ich würde sagen, so 30 bis 60 Minuten ist das länger als wenn die N1 komplett frei ist.
Die N5 an den beiden Seen vorbei hab ich auch noch nicht getestet. Wäre mal interessant, aber neben der Durchfahrt durch Biel ist die Fahrt am Bieler See sehr Ortslastig (wenn ich google maps vertrauen kann).
Grad mal bei google maps Basel - Genf eingegeben, da ist N1 genauso schnell wie die A5 Route. Wäre wirklich mal ein Versuch wert - vielleicht fahr ich da nächstes Jahr mal...
 
Grad mal bei google maps Basel - Genf eingegeben, da ist N1 genauso schnell wie die A5 Route. Wäre wirklich mal ein Versuch wert

Das hatte ich auch gemacht und bin u.a. deshalb neugierig auf diese Strecke.

neben der Durchfahrt durch Biel ist die Fahrt am Bieler See sehr Ortslastig (wenn ich google maps vertrauen kann)

Deswegen suche ich hier nach jemandem der beide Strecken bereits (am besten mehrfach) gefahren ist und sich zu diesen Punkten eine Aussage zutraut.

Die Bieler Umfahrung soll ca. 2016 fertig sein. Dann hat man aber immer noch das nicht ausgebaute Stück (es sind ca. 15 km) am Bieler See entlang. Wobei z.B. Ligerz ja von einem Tunnel unterfahren wird. (diese Orte dort kommen mir alle aus der 8.Klasse so bekannt: Ligerz, Twann, Biel: Dürrenmatt "Der Richter und sein Henker").
 
Die Bieler Umfahrung soll ca. 2016 fertig sein.
Nein, da freust Du dich zu früh.
2016 wird nur der Ostast (Verbindung T6 (Bern)- A5 (Solothurn)) eröffnet.
Da muss man sich dann trotzdem noch durch die Stadt quälen um zur A5 in Richtung Neuchâtel zu gelangen.

Der Westast (Verbindung T6 (Bern) - A5 (Neuchâtel)) wird erst gegen 2030 fertig gestellt sein.

Dann hat man aber immer noch das nicht ausgebaute Stück (es sind ca. 15 km) am Bieler See entlang. Wobei z.B. Ligerz ja von einem Tunnel unterfahren wird.
Sollte meines Wissens kein Problem sein, solange man auf der Hauptsrasse bzw. Pseudoautobahn bleibt.
Wird erst lustig, wenn man auf der alten Strasse bleibt. Denn da gibt es infolge Platzmangel ein längeres Stück, wo für beide Fahrtrichtungen nur eine einzige Spur verfügbar ist. Und da ist es selbstredend, dass es bei der Lichtsignalanlage zur Regelung des Wechselverkehrs zu längeren Wartezeiten kommt.
 
:top:
Jetzt noch den Furka rein und alles ist gut :wink:

Aber wie habe ich das an anderer Stelle gelernt, das Schweizer System ist asozial.
 
Der Autoverlad am Lötschberg, Furka und Vereina sind keine Sache des Bundes, sondern privatwirtschaftliche Angebote der jeweiligen Bahnen. Sie kriegen übrigens auch keine Subventionen dafür, tragen also auch das unternehmerische Risiko.
 
Was mir noch nicht ganz klar ist ist, ob die Erweiterung des Nationalstraßennetzes auch die Vignettenpflicht für die neu aufgenommenen Straßen mit sich brächte (Julierstraße etc.). Zumindest wenn die mit aufgenommenen zunnel mit berücksichtigt werden, wäre das ja nicht ganz unwahrscheinlich.
Immerhin wird ja die Preiserhöhung (auch) mit den durch die Erweiterung steigenden Kosten begründet. Das ist aber natürlich eine klassiche Halbwahrheit, denn durch zusätzliche vignettenpflichtige Straßen stiege ja auch die Anzahl der verkauften Vignetten, was auch bei gleichem Vignettenpreis bereits für Einnahmeerhöhungen sorgt.

Fab schrieb:
......und der Lötschberg soll in der Vignette enthalten sein. Das wäre für uns Touristen ein Entgegenkommen.

http://www.1815.ch/wallis/aktuell/autoverlad-in-goppenstein-bald-in-der-vignette-67368.html
Eine weitere Halbwahrheit, denn dann würde der Tunnel ansich vignettenpflichtig.
 
Soviel ich weiss werden diese Strassen nicht vignettenpflichtig. Aber Preiserhöhung ist u.a. auch die Quittung für diese Kostenverlagerung von den Kantonen zum Bund.
 
Hallo,
GMD schrieb:
Der Autoverlad am Lötschberg, Furka und Vereina sind keine Sache des Bundes, sondern privatwirtschaftliche Angebote der jeweiligen Bahnen. Sie kriegen übrigens auch keine Subventionen dafür, tragen also auch das unternehmerische Risiko.
na ja, das ist eine etwas verkürzte Darstellung. Wenn man genau hinschaut wurde z.B. beim Lötschberg die Finanzierung der Strecken durch den FinöV bewerkstelligt, der sich überwiegend wenn nicht ganz aus öffentlichen Miitteln speist. Die Betreibergruppe BLS gehört zu 85% der öffentlichen Hand (Kanton Bern, Bund, andere Kantone und Gemeinden). Ihre Erträge aus "Abgeltungen" machen mit rund 400 Mio CHF etwa 43% der Gesamterträge aus und sind höher als die Erträge aus Verkehrsleistungen.

Die Rhätische Bahn (Vereina) gehört zu 95% der öffentlichen Hand (Bund und Graubünden sowie Gemeinden). Zitat aus dem Geschäftsbericht: "Die Finanzierung der Infrastruktur konnte als Leistungsvereinbarung 2011 und 2012 mit Bund und Kanton sichergestellt werden." Mit etwa 150 Mio CHF machen die öffentlichen Leistungen ebenfalls fast die Hälfte der Erträge aus. Darunter so köstliche Positionen wie "Gestützt auf Art. 28 Abs. 1 und Art. 33 Abs. 1 PBG leistet der Bund eine Zusatzabgeltung von CHF 3,8 Mio für Einnahmeausfälle in Zusammenhang mit der Frankenstärke."

In beiden Fällen kann von privatem Risiko ohne Subventionen kaum die Rede sein.

Die MGB (Furka) ist über die BVZ Holding wohl tatsächlich weitestgehend in privaten Händen (insbesondere einer Familie mit schillernden Mitgliedern) - dennoch: "Während die Matterhorn Gotthard Bahn als konzessioniertes Transportunternehmen Anspruch auf öffentliche Abgeltungen hat,...", und die machen mit 33 Mio CHF noch über 25% der Erträge aus.

Nochmals: nix mit keine Subventionen
 
@gfm49: Der Autoverlad ist am alten Lötschbergtunnel! Der ist von 1913 und da gab es noch keinen Finöv! Dieser war bei der Finanzierung des 2007 eröffneten Basistunnels beteiligt. Da gibt es aber keinen Autoverlad.

Die Subventionen welche die erwähnten Bahnen sind meines Wissens nach für die Leistungen welche sie im Rahmen der öffentlichen Erschliessung ausführen, sprich für die Reisezüge. Allenfalls wird auch noch der Güterverkehr subventioniert. All diese Subventionen sind wenn ich mich nicht irre zweckgebunden. So gesehen läuft der Autoverlad durchaus auf eigenes Risiko. Für rein touristische Angebote wie beispielsweise den weltbekannten Glacier-Express gibt es übrigens auch keinen Rappen!

Aber noch zwei andere Punkte gilt es zu bedenken. 1. Sollte der Autoverlade gratis werden, dürfte der Verkehr so stark zunehmen, dass die Kapazitäten kaum mehr reichen werden. Einfach mehr Züge zu kaufen reicht da nicht weil auch die Strecken selber nicht viel mehr Kapazitäten zulassen. Furka- und Vereinatunnel beispielsweise sind eingleisig mit zwei bzw. einer Ausweiche. Da geht halt irgendwann einfach nicht mehr! 2. Gratis wäre in dem Fall wirklich gratis, da das Auto selber ja steht. Die Fahrgäste in den Reisezügen hingegen zahlen einen versteckten Zuschlag in Form von erhöhter Kilometerzahl, d.h. für die Berechnung der Fahrkarte werden für den Tunnel mehr Kilometer taxiert als er effektiv lang ist. Diese Asymetrie bei den Benutzern des Tunnels ist unschön.
 
Hallo,
GMD schrieb:
Die Subventionen welche die erwähnten Bahnen sind meines Wissens nach für die Leistungen welche sie im Rahmen der öffentlichen Erschliessung ausführen, sprich für die Reisezüge. Allenfalls wird auch noch der Güterverkehr subventioniert. All diese Subventionen sind wenn ich mich nicht irre zweckgebunden. So gesehen läuft der Autoverlad durchaus auf eigenes Risiko.
Da bin ich mir nicht ganz so sicher. Zwar erhält die RhB nach ihrem Bericht 2011 keine Abgeltungen mehr für den Autoverlad, bis 2010 bekamen die aber sehr wohl Subventionen dafür. Die Bundessubventionen insgesamt für den Autoverlad betrugen gemäß Statistik 2000 noch 9 Mio CHF und 2010 noch 2,2 Mio CHF; der Voranschlag 2011 sah 2,4 Mio CHF dafür vor und der Voranschlag 2012 sogar 2,5 Mio CHF (also wieder steigende Tendenz). Wenn die RhB nichts mehr bekommt, erhalten das ja wohl MGB und BLS (und evtl. noch SBB/Simplon - oder habe ich da eine Strecke übersehen?).

Das ist aber ohnehin nur ein Teilaspekt. Ohne den hoch subventionierten Personenverkehr (und evtl. Güterverkehr) wären die Bahnen nämlich gar nicht in der Lage, den Autoverlad als Zusatzangebot darzustellen. Dann gäbe es sie nämlich schlicht und einfach nicht mehr.
GMD schrieb:
Aber noch zwei andere Punkte gilt es zu bedenken. 1. Sollte der Autoverlade gratis werden, dürfte der Verkehr so stark zunehmen, dass die Kapazitäten kaum mehr reichen werden. Einfach mehr Züge zu kaufen reicht da nicht weil auch die Strecken selber nicht viel mehr Kapazitäten zulassen.
Das ist imho das zentrale Problem, das derartige Überlegungen zum Scheitern verurteilt.
 
Keine Ahnung woher der Walliserbote die Info hat, dass die Vignette beim Autoverlad auch am Lötschberg gelten soll ? ;)

Ja, der Autoverlad soll im Nationalstrassennetz aufgenommen werden, da auch schon die Zufahrtsstrassen nach Kandersteg und Goppenstein dem Bund gehören.
Jedoch von einer "gratis" Nutzung war nie die Rede. Da haben einige Politiker und Medien einen schlechten Traum.
 
Hallo,
TPD schrieb:
Ja, der Autoverlad soll im Nationalstrassennetz aufgenommen werden, da auch schon die Zufahrtsstrassen nach Kandersteg und Goppenstein dem Bund gehören.
Jedoch von einer "gratis" Nutzung war nie die Rede.
im Klartext heißt das dann wohl, daß die Zufahrtstrassen nur noch mit Vignette befahrbar sind (und mit Vignette dann "gratis" :twisted: ). Das allerdings könnte den Autoverlad uninteressanter machen und die Bahnen schädigen.
 
Nicht alle Nationalstrassen sind Vignettenpflichtig.
Die Nationalstrassen sind in drei Kategorien unterteilt. Kat. 1 und Kat. 2 (Autobahnen und Autostrassen) sind Vignettenpflichtig.
Hingegen die Zufahrt nach Kandersteg und Goppenstein ist Kat. 3 und somit ist keine Vignette erforderlich.
 
Immerhin - die Diskussion geht langsam in eine langfriestig betrachtet realistische Richtung.
In ca. 30 Jahren von 30 auf 70 CHF - das entspricht ungefähr der Entwicklung der Skipasspreise.
 
Ja, ich finde das auch eine sehr gute Richtung, selbst wenn ich im Endeeffekt mehr bezahle, da ich trotzdem maximal ein bis zweimal im Jahr die Tunnel nutze (meistens gar nicht, leider wird auch dieses Jahr keine Wallishochtour drin sein...) Aber dann schafft man wirklich eine Verkehrsverlagerung auf die Schiene. Jetzt brauchts nur ne Motorradsondermaut für die Pässe ;)
 
Ha ha.
Offensichtlich weiss das Parlament selbst nicht, was es da abgestimmt hat.
Die Nutzung des Nationalstrassennetz ist entweder gratis oder es gilt eine Vignettenpflichtig. Für eine zusätzliche Maut fehlen die gesetzlichen Grundlagen.
Ergo durch die Aufnahme der Eisenbahntunnels im Nationalstrassennetz ist der Autoverlad gratis oder Vignettenpflichtig.
Aber ich denke mit Ausnahme der Tourismusbranche liegt ein Gratis-Verlad wohl kaum im Interessen des Staatskassen und vom Mehrverkehr wollen wir gar nicht sprechen.
Dadurch könnte sich dieser Gratis-Verlad durchaus zu einem Eigentor entwickeln, da die Vignette entweder massiv teurer wird oder sogar die gesetzlichen Grundlagen für eine Maut oder RoadPricing geschaffen werden. :twisted:
 
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