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Schweizer Seilbahnen: Bilanzen des Grauens

piano schrieb:
frank123 schrieb:
vielfach eine miserable Qualität zu überhöhten Preisen geboten
Du hast ja schon genügend Posts verfasst, indem du Schweizer Skigebiete pauschal in diese Schublade steckst. Was du als Tagesordnung beschreibst, ist viel eher die Ausnahme. Qualitätsansprüche sind sowieso subjektiv. Da du Fan von Gratisskitagen bist: solche gibts auch in der Schweiz. In Cari hast du für 20 Euro ein sonniges Skigebiet, alles per KSBs erschlossen. Z.B. in der Lenzerheide gabs im Dezember Tageskarten für den halben Preis, weil wegen Wind nur 2/3 des Skigebiets offen waren. Im Val d'Anniviers gibts für weniger als 40 Euro 200km Pisten, die meisten kuppelbar erschlossen. :wink:
Diesen Winter ging bei mir nur der Tag in Saas Fee etwas ins Geld, allerdings war da Ende März immer noch Vollbetrieb, was an fast allen Orten in den Alpen zu der Zeit nicht mehr möglich war, künstliche Beschneiung hin oder her. Und nein, man machte sich dabei die Skis nicht kaputt...
Interessanterweise (dass ist nicht auf dich bezogen) sind es häufig Leute, die nur die obere Preisklasse (St. Moritz, Zermatt, Laax, Grindelwald) kennen, welche sich über die teure Schweiz beschweren.

Ich will hier nichts pauschalieren, auch bin ich nicht unbedingt ein Fan von Gratisskitagen bzw. fahre gezielt in solche Regionen, aber wenn ein Skigebiet langfristig erfolgreich betrieben werden soll, braucht es nunmal den entsprechenden Gästezulauf und der Durchschnittsgast nimmt durchaus das Preis-Leistungsverhältnis war. Ich finde kleine, altmodische Skigebiete mitunter auch toll, nur muss man eben feststellen (das zeigt auch der Artikel), dass diese mittel- und langfristig Probleme bekommen werden und einen Investitionsstau kann man wohl in vielen Schweizer Gebieten nicht leugnen - ich fahre trotzdem hin und wieder gerne in die Schweiz. Bzgl. Sass Fee: Wäre auch ein Armutszeugnis, wenn bei dieser Höhenlage kein Vollbetrieb möglich gewesen wäre.
 
piano schrieb:
Interessanterweise (dass ist nicht auf dich bezogen) sind es häufig Leute, die nur die obere Preisklasse (St. Moritz, Zermatt, Laax, Grindelwald) kennen, welche sich über die teure Schweiz beschweren.
Natürlich liegt es an dem, was ATV geschrieben hat und man darf sich dann auch nicht direkt vor Ort beschweren, denn die legen ja nicht den Franken-Euro-Kurs fest. Und wenn Leute St. Moritz mit Lech vergleichen bezieht sich das tatsächlich auf die Preisklasse, man würde aber auch zum selben Ergebnis kommen, wenn man Braunwald mit Klausboden vergleicht.
Bei meiner Alpentour letztes Jahr waren wir für jeweils doch recht viel Geld eine Nacht im Kanton Glarus, eine Woche in Brig und eine Nacht im Bergell, jeweils in keinem eigentlichen touristischen Gebiet. Die zwei Tage danach direkt in Sulden und eine Nacht in Ehrwald haben fast die Hälfte gekostet.

Die Schweizer Touristik kann sich ja nicht allein tragen sondern ist auf ausländische Gäste aus dem Euroraum angewiesen. Bei gleichem Angebot wird der Euro-Gast dann natürlich den Euroraum vorziehen. Also müssen die Seilbahnen bzw. Tourismusverbände vor Ort irgendetwas attraktives vorweisen. Wer bringt denn am meisten Geld ein? M.E. dürften das doch die weither angereisten Wochengäste sein, die Skipass und Hotel bezahlen. Gibt es da eine Statistik, wieviel Geld wer am Tag im Gebiet lässt?

Die Schweiz hat zwar die imposanten Berge und Landschaften als Vorteil gegenüber anderen Alpenländern (ich bin mir immer noch nicht sicher, ob es nächstes Jahr in die Dolos oder nach Zermatt geht, die Berge und Pisten in Z sind mir die Mehrausgaben durchaus wert), müssen aber mit anderen Attraktionen zusätzlich nachziehen, solange Franken-Euro-Kurs so bleibt. Sei es das Angebot der Jungfrauregion mit einem günstigeren Wechselkurs oder halt einer verbesserten Infrastruktur. Dabei interessiert es doch wenig, ob in A oder I diese überdimensioniert ist, wenn es darum geht, Gäste zu halten.
So eine Rechnung geht doch auf lange Sicht nicht auf, wenn man jetzt sagt: ich lasse die Infrastruktur so wie sie ist, verzichte damit auf ausländische Wochengäste (weil die nach A oder I fahren), habe dadurch weniger Ausgaben und konzentriere mich auf inländische Tagesgäste. Super St. Bernard und Erner Galen fallen mir jetzt spontan als pleite gegangene Gebiete ein. Läuft das Geschäft denn rund in Bivio, Beatenberg und Braunwald?
 
Es steht ausser Diskussion, dass die Schweiz ein ziemlich teures Plaster ist, wobei es natuerlich auch zu berücksichtigen gilt, dass das Lohn-Niveau im Vergleich zu Eurolandia auch massiv höher ist (wobei aber aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten die relativ hohen Löhne mehr als nur halbwegs weggefressen werden).

Heruntergebrochen auf Skigebiete/Wintersportferien: Lasst Euch gesagt sein, dass sich sehr wohl auch in der Schweiz teilweise günstig Winterurlaub machen lässt. Man muss nur wissen wo. Ein Extrembeispiel, das allerdings keineswegs repräsentativ ist, dennoch im März 2011 vorgefunden: Übernachtung plus Frühstück in einem schmucken und sauberen Zimmer in einem Gasthof für sage und schreibe 26 Schweizer Franken. Der Kollege aus Hamburg, dem wir diese Bleibe empfohlen hatten, blieb angesichts des extrem tiefen Preises die Spucke weg - uns ebenso. Jedenfalls sensationell, dass es sowas noch gibt.

@Foto-Irrer:
Die Schweiz hat zwar die imposanten Berge und Landschaften als Vorteil gegenüber anderen Alpenländern (ich bin mir immer noch nicht sicher, ob es nächstes Jahr in die Dolos oder nach Zermatt geht, die Berge und Pisten in Z sind mir die Mehrausgaben durchaus wert), müssen aber mit anderen Attraktionen zusätzlich nachziehen, solange Franken-Euro-Kurs so bleibt.

Der teure CHF bzw. der schwache EUR sind ein echtes Problem, insbesondere natuerlich auch für den Schweizer Tourismus. Stellt sich mir bei Deinem Statement dennoch die Frage: An welche "anderen Attraktionen" denkst Du?
 
@Wechselkurs: Das stellt für den Tourismus in der Schweiz sicherlich ein großes Problem dar, da manche lieber im Euro-Raum urlauben werden. Aber die Eidgenossen haben nunmal ihre sichere Währung, auf die jetzt viele bauen. Wir unseren lumpigen Euro, der so langsam den Bach runtergeht. Mir waren die Zeiten 1€=1,60CHF auch lieber, aber davon können wir in nächster Zeit nur träumen. Die Kosten in CH waren schon immer höher, damit muss man leben oder auch nicht. Das Netto-Einkommen ist hier einfach höher.
Man muss das ganze vielleicht auch mal von der anderen Seite betrachten. Für Schweizer ist momentan ein Urlaub in Österreich oder Italien noch interessanter als zuvor. Das ist Skifahren ja quasi ein Schnäppchen :wink:

@Infrastruktur: Ich kenne eigentlich nur größere Skigebiete in der Schweiz und mir persönlich reicht die dortige Infrastruktur (auch dank einiger Investitionen in den letzten Jahren, z.B Zermatt) vollkommen aus. Zum Glück hat hier m.M.n. jeder andere Ansichten, sonst würden wir uns alle in denselben Skigebieten tummeln. Ich brauche keine Senfte vom Hotel bis zur Bahn, habe zum Glück noch gesunde Beine und kann ein paar Meter laufen, was einem Teil unserer übergewichtigen Gesellschaft manchmal auch nicht schaden würde. Ich brauch keine 3 KSB´s vom Tr. Steg zum Furggsattel, für solche Späße kann ich nach Österreich fahren.
Natürlich muss die Schweiz der zahlenden Kundschaft dementsprechend Gegenleistung bieten, ob das nun überall immer gegeben ist, möchte ich nicht beurteilen. Nur sollte man sich auch manchmal die Frage stellen, ob nicht irgendwann mal eine Ende erreicht werden muss. Wieviele Leute verträgt ein Skigebiet täglich, sind die Grenzen schon erreicht oder geht noch was. Gerade in manchen Gebieten kann man in meinen Augen nach der Investition in meiner Kapazität doch auch Probleme wegen der "Überlastung" auf der Piste feststellen. Hier stimmt das Verhältnis in der Schweiz in meinen Augen teils noch eher als in anderen Ländern, wobei darüber keinesfalls pauschal urteilen möchte!
 
So kein Käse das der Euro den Bach runter geht. Ich kanns nicht mehr hören....

Genau wegen einem solchen Käse flüchtet der Anleger in den Franken und die Schweizer bekommen damit Probleme da es die Exporte Verteuert. Genau der gleiche schei* hätten wir Deutschen jetzt auch wenn es die Mark noch geben würden. Der Euro hat doch momentan einen Perfekten Kurs.

Diese ständige Schwarzseherei + totale desinformations wegen totaler VWL Unkenntnis kotzt mich an.
 
Der CHF hat sich auch gegen USD u. GBP verteuert.
In der Schweiz führt teilweise die Industrie schon klammheimlich den € ein.
 
Teilweise ist quatsch. Alle Exportorientierten-Firmen versuchen ein Teil Ihrer Waren mit Euro zu zahlen. Speziell wenn das Halbzeug sowieso aus dem Euroraum stammt. Ein Teil der Firmen gehen ja so weit, das sie die Grenzgänger in Euro Zahlen. Darum leiden Firmen in der Industrie deutlich weniger als der Tourismus.
Probleme haben nur jene Firmen bei denen der Hauptbestandteil des Produkts die Arbeit ist. Wie das in der Uhrenindustrie der Fall ist. Vor ein paar Wochen hat ja die Swatch Gruppe eine Gewinnwarnung herausgegeben.
 
Zum Euro kann jeder seine eigene Meinung haben, er stellt auch nicht das Problem dar, sondern die Staaten die nach und nach aufgenommen wurden und ihn nun mitunter unter Druck setzen.

VWL-Unwissenheit brauche ich mir von dir jedoch nicht unterstellen zu lassen.
 
Hallo!

Ich habe mich mal hingesetzt und mal die Kosten meiner Ski-Urlaube dieser Saison Ausgerechnet...
Da wundert einem das nicht mehr.
Ich denke, nächstes Jahr werde ich eher nicht in die Schweiz fahren.

  • 4 1/2 Tage Stuibaital: 81,78 € pro Tag
    Ski-Pass: 140 €, Unterkunft (incl. HP): 198 €

  • 3 Tage Grindelwald: 116,67 € pro Tag
    Ski-Pass: 100€, Unterkunft (incl. HP): 250€
    Das aber nur, weil wir mit einer Gruppe von 30 Mann unterwegs waren und somit einiges an Rabatt bekommen haben!

  • 3 1/2 Tage St. Anton: 114 € pro Tag
    Ski-Pass: 155,5€, Unterkunft (incl. HP): 219€

  • 4 1/2 Tage Zermatt: 188€ pro Tag
    Ski-Pass 323,05 €, Unterkunft (incl. HP): 466€

  • 3 1/2 Tage Sölden: ca. 95€ pro Tag
    Ski-Pass: 144€, Unterkunft (ÜF): 105€, Abendessen: ca. 15€ pro Tag

Hinweis: Natürlich ist der Vergleich nicht ganz fair, da die Unterkünfte natürlich unterschiedlich waren - in Zermatt z.B. war es ein Hotel, dass natürlich einen besseren Standard hatte als die anderen Unterkünfte. Aber gerade die Skipass-Preise finde ich doch sehr bemerkenswert:
Wenn ich mir das so anschaue, werde ich insbesondere auf Zermatt nächstes Jahr wohl verzichten - Zerrmatt ist zwar wirklich nett, aber wenn ich hier sehe, das der Skipass fast das doppelte wie ein Skipass in Sölden, St. Anton etc. kostet, werde ich mir das wohl sparen.

Klar, vieles liegt im Franken-Kurs begründet - aber das interessiert mich als Urlauber eigentlich nicht.
Hier wird sich die Schweiz auf Dauer was einfallen lassen müssen (z.b. höhere Rabatte für Gästekarten-Inhaber, günstigere Package-Angebote) um auf Dauer bestehen zu können,

Gruß, Jens
 
hi
super Aufstellung! Es gibt aber in der CH den Snow’n'Rail pass, gilt in manchen Skigebieten auch fuer 6-Tagesskipaesse. 20 Prozent Reduktion. Das erschwert die Vergleichbarkeit der Preise fuer Skipaesse zwischen AT und CH.
m.
 
martinfalk schrieb:
hi
super Aufstellung! Es gibt aber in der CH den Snow’n'Rail pass, gilt in manchen Skigebieten auch fuer 6-Tagesskipaesse. 20 Prozent Reduktion.

Ich weiss nun nicht genau, wo der gilt - aber: Ich denke, der ist eher für Schweizer interessant.
Ich glaube kaum, dass der auch für ausländische Bahnen gilt, oder?
Somit für Gäste aus dem €-Raum (und um die geht ja hier insbesondere) kein Sinnvolles Angebot.

Außerdem: Was helfen solche Angebote, wenn gerade die ausländischen Gäste sie nicht kennen?
Natürlich habe ich bei allen Reisen versucht, günstige Angebote zu finden..
Und dass ist es, was dabei rausgekommen ist.
Ähnliche Überlegen machen sich eben auch viele andere Urlauber aus Deutschland - und entscheiden sich dann doch eher für das günstigere Österreich.

Gutes Beispiel: Unsere "Firmen-Ausfahrt".
Wir fahren jedes Jahr mit 30-40 Leuten aus unserer Firma für ein verlängertes Wochenende zum Skifahren.
Dieses Jahr sind wir zum ersten mal in die Schweiz (nach Grindelwald) gefahren - Prinzipiell hat es allen sehr gut gefallen, aber die meisten haben gesagt, sie würde nächstes Jahr doch lieber wieder nach Österreich fahren, da ihnen das zu teuer war.
Und das, obwohl wir sehr gute Konditionen bekommen haben!
Bisher waren wir z.B: im Zillertal, Ischgl usw. - also auch keine Kleingebiete...

Zum Thema Bahnfahren:
Ich wohne in Karlsruhe. Im Schnitt fahre ich 350-500 km in die Skigebiete.
Meistens fahre ich mit Kollegen/Freunde, so das wir die Auto idr. mit 3-4 Personen voll bekommen.
Macht also Sprit kosten von 20-30 EUR pro Person (da dass Auto eh da ist, kann man die weiteren Kosten nicht rechnen).
Von daher ist Bahnfahren nicht wirklich eine Alternative.
Von der Verbindungs- und Umsteigeproblematik mal ganz abgesehen.

Dazu kommt noch: Hasst Du schon mal versucht, mit Ski-Gepäck einen ICE zu besteigen? Ich, als ich früher mal mit der Bahn zum Ski-Urlaub fahren wollte, fast des Zuges verwiesen, da mein Gepäck (in diesem Fall die Skier) zu gross wären - es sei nur "normales" Reisegepäck erlaubt.
Wenn man sich das Platzangebot im ICE anschaut, wundert das auch nicht wirklich...

Und noch was: Rabatt-Angebote gibt es auch im Ausland oftmals - z.B. in Österreich ist es in vielen Gebieten so, das man mit Gästekarte einen Rabatt bekommt.
Oder, das die Hotels die Skipässe günstiger Anbieten können.

Fazit: Ich denke, dass die Schweizer Gebiete hier massiv Probleme bekommen werden, wenn sie hier nicht gegensteuern.
Klar, es gibt auch einen nicht kleinen Kundenkreis, für die der Preis nicht so wichtig ist - aber die Mehrheit der Leute muss doch etwas auf Geld achten - und von der Fahrzeit/Strecke her ist es für die meisten Deutschen relativ egal, ob Ö oder CH.
Für mich in Karlsruhe ist es so, das Prinzipiell Schweiz sogar besser zu erreichen wäre - trotzdem fahre ich öfter nach Österreich...
 
vielleicht hat die CH doch kein problem

winter season logiernaechte
nov/april nov april SFR/EUR
2006/2007 15819312 1.61
2007/2008 16843733 1.62
2008/2009 15844383 1.51
2009/2010 15932474 1.47
2010/2011 15818690 1.30
quelle BFS

Trotz Euro-Abwertung von 20 Prozent keinen Einbruch in den logiernaechten (muss man natuerlich noch genauer untersuchen)
m.
 
Jedenfalls ist es zurzeit so ungünstig für Ausländer (besonders aus dem Euroraum) in der Schweiz, wie in den letzten 30 Jahren nicht. (Wie es davor war, weiß ich nicht)
Wenn man am Automaten für 100 Euro nicht mal mehr 120 CHF bekommt, dann überlegt man als Normalverdiener schon genau, was man mit dem Geld tut.
In der Gastronomie, besonders beim Café zahlt man in der Schweiz ca. das dreifache von dem, was man nebenan in Italien bezahlt. Unabhängig davon, ob das Preisgefälle aus Lohngründen etc. nun unvermeidlich ist, ist das einfach ein gewichtiger Faktor.
Was aber garnicht geht ist mE, dass in der Schweiz bislang keine/kaum eine Preisreduktion für aus dem Euroraum importierte Artikel erkennbar ist.
Es kann nicht sein, dass ein Skistiefel aus Italien im Euroraum 500-550 Euro kostet, in der Schweiz aber 900 CHF (ca. 750 Euro). Allein in einem Jahr ist der Euro ferner um über 15% gefallen; das muss sich auch in den entsprchenden Preisen (besonders bei denen, die eher vom Produkt selbst, als von Personalkosten etc. ahängen) widerspiegeln, sonst braucht sich der Schweizer Einzelhandel nicht zu wundern, dass die Leute ihre Sachen aus dem Ausland mitbringen, was ja zB auch bei Haushaltsgeräten (wo sich dann auch noch Mehrwertsteuer sparen lässt) in großem Stil gemacht wird.
Italienischen Café (Pulver, Bohnen) zB konnte man bis vor wenigen Jahren gut in CH kaufen, in D war er teurer. Jetzt ist er in der Schweiz am teuersten, ca. doppelt so teuer wie in Italien.
Ich kaufe ihn mir jetzt eben in Italien und nicht mehr in der Schweiz. Reagierte der Schweizer Einzelhandel auf den gefallenen Euro-Kurs, würde ich ihn auch wieder in der schweiz kaufen, so aber nicht.
Gleiches galt für die Skistiefel. Ich bin und war immer bereit, vor Ort für Beratung und Service etwas mehr zu zahlen, zB 50 oder mehr Euro mehr für die Stiefel. Aber nicht 250 Euro, also 50% Mehrpreis.
Was die Liftpreise angeht, werde ich mein Verhalten eher nicht ändern. Ich fahre in erster Linie dort hin, wo ich hin will und nicht irgendwo anders, nur weil ich da für 10 Euro weniger mehr KSBs bekomme. Insofern bin ich da schon bereit, für viele Schweizer Gebiete allein wegen Landschaft und Ambiente auch mehr zu bezahlen, als für ähnlich Große zB in AT. Lifttickets sind ja auch so kaum Wechselkursabhängig, so dass dort mein Argument, den Einzelhandel betreffend Produkten aus dem Euroraum nicht greift. (Meine Besuche in IT könnten allerdings durchaus etwas ansteigen.)
 
irgendwer hatte hier doch neulich irgendwo ein paar Zahlen gepostet zum Anteil einheimische und ausländische Gäste. Ich hab da noch so Zahlen im Kopf:
Österreich 20% Inland - 80% Ausland
Schweiz 50/50
Frankreich 80% Inland - 20% Ausland

Jens, ich habe für mich auch so eine Aufstellung bzgl. dieses Jahr Dolomiten und Schweiz gemacht. Eine Woche Urlaub in Z ist zu zweit doppelt so teuer wie Dolomiten (beides übrigens von Hamburg aus gleich weit entfernt).
Ich muss aber auch sagen, dass ein doppelt so teurer Skipass in Zermatt gegenüber Sölden o.ä. mir das auch wert ist, wenn man überlegt, was man Seilbahntechnisch und Landschaftlich sowie an Abfahrten geboten bekommt! Mich stört dann eher Vergleich von Unterkünften und Verpflegung, woran halt der Euro schuld ist.
 
Ach, sooooo teuerist die Schweiz doch nicht.
Habe gerade ein Appartement in Zermatt für 203 € die Woche vom 10.-17.12.2011 gebucht.
Geht doch :D
edit: Nun kostets 280 die Woche....kann aber leider nicht fahren :(
 
Das die Preise in der Schweiz höher sind liegt nicht nur am Wechselkurs. Das hat mehrere Ursachen: Ersten an den Margen. Wenn in D die Marge bei 25% ist. Wollen sie mindesten 50%. Es kann aber auch sein das sie 100% draufschlagen.
Import Monopole: Für gewisse Produkt gibt es nur einen Importeur und der kann dann entsprechende Preis von den Geschäften verlangen. Die wollen einfach die hohe Kaufkraft in der Schweiz ausnutzen, so was nennen ich einfach Abzocke. Ein Besonders krass Beispiel ist das mit den Parfümen und Aftershaves. In D kann man zum Teil Parfüms zu einem Preis kaufen, die der Landen in der Schweiz nicht mal im Einkauf beim Importeur bekommt.
Und drittens Lohne. Das wird gerne als Argument für die hohen Preise genannt. Stimmt aber nur zum Teil. Im Vergleich zu D haben wir mehr ausbezahlt. Aber die Abzüge im Sozialsystem sind eben ganz anders. Der Prozentsatz für die Rente ist geringer. Für die Krankenkasse ist jeder für sich selbst verantwortlich usw. Wenn man dann alles zusammen nimmt ist der unterschied noch bei bei 25% (bei vergleichbarer Tätigkeit.)
 
Zerrmatt ist zwar wirklich nett, aber wenn ich hier sehe, das der Skipass fast das doppelte wie ein Skipass in Sölden, St. Anton etc. kostet, werde ich mir das wohl sparen.

Nach dem du in deinem Avatar das Matterhorn hast nehme ich an das der Zermatt Urlaub wohl der beste in der vergangenen Saison war. Daraus folgt das der Skipasspreis doch irgendwie das richtige Preis / Leistungsverhältnis hat.
 
Wombat hat schon recht, es wird stinkfrech versucht, die Kursdifferenzen einzusacken. Aber: Das Problem mit den Löhnen bleibt bestehen! Unsere Löhne müssen runter, und zwar schnell! Natürlich müssen im Gegenzug auch die Preise runter, aber da sehe ich leider schwarz.
 
wie wäre es mit EU- und -Währungsraumbeitritt? :D
 
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