• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Schweizer Seilbahnen: Bilanzen des Grauens

HBB schrieb:
Wombat schrieb:
Von den Skigebieten die ich in Österreich kenne würde ich keines als besser bezeichnen, sondern nur als moderner.
Das ist doch gerade der entscheidende Punkt, besonders im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Schweiz war für Nicht-Schweizer schon immer ein sehr teures Pflaster; das wird durch den momentan sehr starken Franken noch einmal drastisch verschärft. Wenn man dann schon so viel Geld in die Hand nehmen muss, vergleicht man eben auch, was man hier (in Österreich) für deutlich weniger Geld und dort (in der Schweiz) für wesentlich mehr Geld bekommt. Da fällt dann der Modernisierungsgrad der Anlagen und der Infrastruktur schon ins Gewicht - und leider sind viele Schweizer Schigebiete im Vergleich zu den österreichischen deutlich im Hintertreffen, was die Infrastruktur anbelangt.

Wenn ich mal die Preise (in Euro umgerechnet) vergleiche, kann ich über den Daumen gepeilt sagen, dass ich für das Geld, das mich ein drei- bis viertägiger Urlaub in der Schweiz kostet, eine ganze Woche in Österreich bekomme. Und dazu kommt dann noch die vielerorts veraltete Infrastruktur.
So ist für mich die Entscheidung klar, wo es hingeht. Die Schweiz hat wirklich tolle, herausragende Schigebiete, die ich mal wieder gerne besuchen würde - aber nicht bei diesem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Nun können die Schweizer ja nichts für den im Moment sehr starken Franken - für den Modernisierungsrückstand bei der Infrastruktur sind sie aber selber verantwortlich.

Kommt drauf an, was man als Preis-Leistungs-Verhältnis ansieht und worauf man Wert legt. Viele Österreichische Skigebiete sind einfach nur überfüllt. Wer nicht über den Haufen gefahren werden will, fährt lieber in die Schweiz.
 
Foto-Irrer schrieb:
wie wäre es mit EU- und -Währungsraumbeitritt? :D

Bitte nicht, ich möchte nicht mein ganzes Kapital in Gold anlegen müssen. Mit Gold ist es so unpraktisch zu zahlen. :D
Ausserdem freue ich mich schon darauf, in I und D mal wieder tüchtig einzukaufen und essen zu gehen.
 
baeckerbursch schrieb:
Nach dem du in deinem Avatar das Matterhorn hast nehme ich an das der Zermatt Urlaub wohl der beste in der vergangenen Saison war. Daraus folgt das der Skipasspreis doch irgendwie das richtige Preis / Leistungsverhältnis hat.

Es war ein toller Urlaub - aber, nein, das Preis / Leistungsverhältnis stimmt m.e NICHT mehr.
Hätte ich vorher nachgerechnet, hätte ich wohl NICHT Zermatt gebucht.

Wie geschrieben: Für 4 1/2 Tage Skipass (besser: 5 Tage, da es 4 1/2 nicht gab) habe ich 323€ bezahlt.
Dafür bekomme ich 10 Tage Arlberg Skipass.

Und, nein, ich fand Zermatt nicht "doppelt so gut" wie Arlberg - somit werde ich, wenn ich die Wahl habe, dann in Zukunft eher 10 Tage Arlberg als 5 Tage Zermatt nehmen.
Wie gesagt: Hätte ich das vorher nachgerechnet, hätte ich mich vielleicht anders entschieden - ich habe den Zermatt Urlaub ziemlich spontan gebucht und mir darüber nicht so genau Gedanken gemacht. Bei der Skipass-Kasse habe ich dann natürlich einen kleinen schreck bekommen - aber zurückfahren wollte ich auch nicht mehr :ja: :ja:

Zermatt ist mir durchaus einen gewissen Mehrpreis als Arlberg, Sölden etc. Wert - aber definitiv nicht das doppelte.
Oder, ich fahre nach Cervinia - dort kostet der Internationale Skipass für 5 tage 218,0 €. Das ist dann schon eher ein realistischer Preis.
Das ist eh das (auf den ersten Blick) versteckteste an Zermatt - für das gleiche Skigebiet zahlt man ganz verschieden viel, je nachdem, wo man den Skipass kauft.
Leider kann man ja wenn man in Zermatt starten will, nicht einen Cervinia gekauften Pass verwenden...
 
schneesucher schrieb:
Kommt drauf an, was man als Preis-Leistungs-Verhältnis ansieht und worauf man Wert legt. Viele Österreichische Skigebiete sind einfach nur überfüllt. Wer nicht über den Haufen gefahren werden will, fährt lieber in die Schweiz.

Wenn man das Glück hat, nicht auf Schulferien angewiesen zu sein und sich die Reisen "gut" Aussucht (sprich: Nicht gerade zu Fasching, Krokus-Ferien etc.) hatte ich hier auch in Ö noch nie Probleme - weder in Anton, Ischgl, Sölden. Überall war es zu den Zeiten wo ich dort war relativ leer.

Beispiel: Ich war dieses Frühjahr 3 mal kurz nacheinander weg:
20.3.2011-23.3.2011 St. Anton am Arlberg
30.3.2011-3.4.2011 Zermatt
9.4.2011-12.4.2011 Sölden

Ich fands in Zermatt am vollsten...
Die Regel stimmt also so global nicht.

Klar, wer in den Winterferien ins Zillertal fährt, der hat natürlich selbst Schuld.
 
Man darf aber hier bei unserer kleinen gemütlichen Diskussion nicht vergessen, dass der Tourismus nur einen kleinen Teil des Bruttosozialproduktes der Schweiz ausmacht.
Wenn nicht mehr soviel Deutsche kommen, kommen halt mehr Chinesen, Inder und Araber. Die geben auch deutlich mehr Geld aus als wir...
Der Rest der schweizer Wirtschaft läuft doch ganz gut.

Und Z ist sein Geld schon wert. Wo kann man den Skitag so edel beginnen wie mit der Gornergratbahn und dem Blick aufs Matterhorn ?
Ich fand die Preise im Supermarkt dort ganz angemessen...
 
jens.f schrieb:
schneesucher schrieb:
Kommt drauf an, was man als Preis-Leistungs-Verhältnis ansieht und worauf man Wert legt. Viele Österreichische Skigebiete sind einfach nur überfüllt. Wer nicht über den Haufen gefahren werden will, fährt lieber in die Schweiz.

Wenn man das Glück hat, nicht auf Schulferien angewiesen zu sein und sich die Reisen "gut" Aussucht (sprich: Nicht gerade zu Fasching, Krokus-Ferien etc.) hatte ich hier auch in Ö noch nie Probleme - weder in Anton, Ischgl, Sölden. Überall war es zu den Zeiten wo ich dort war relativ leer.

Beispiel: Ich war dieses Frühjahr 3 mal kurz nacheinander weg:
20.3.2011-23.3.2011 St. Anton am Arlberg
30.3.2011-3.4.2011 Zermatt
9.4.2011-12.4.2011 Sölden

Ich fands in Zermatt am vollsten...
Die Regel stimmt also so global nicht.

Klar, wer in den Winterferien ins Zillertal fährt, der hat natürlich selbst Schuld.
Vielleicht, Zillertal scheint mir aber immer relativ gut besucht zu sein. Zermatt gehört sowieso zu den besser besuchten Gebieten, besonders im Frühling. Wo gibt es aber den Fall in Österreich, dass wegen einem Besucher in einem Skigebiet mit Top-Pisten extra der Lift angestellt wird oder dass man sich eine Piste mit vielleicht 2-3 anderen Besuchern teilen muss?
 
schneesucher schrieb:
Viele Österreichische Skigebiete sind einfach nur überfüllt. Wer nicht über den Haufen gefahren werden will, fährt lieber in die Schweiz.
zu pauschal und zuviele Faktoren, wobei m.E. insbesondere Erreichbarkeit für Tagesgäste eine große Rolle spielt.
Zermatt < Obergurgl < Jungfrauregion < Sölden (alles drei Hauptsaison)
 
Für Z kann ich sagen, dass die Buchungslage in den Hotels in der letzten Saison aus verschiedenen Gründen (CHF-Umtauschkurs, Ostern spät, Feiertage) sehr schlecht war.
Gäste aus D u. GB sind spürbar geringer nach Z gekommen. Gehe davon aus, dass die Hotels reagieren. In der Parahotellerie kann man die Kosten als Gast ja einigermaßen steuern.

Wenn man die Skipasskosten Z u. Arlberg vergleicht, dann sind die Unterschiede mittlerweilen schon gravierend (7 Tage ca. € 400,-- zu € 247,--). Ich persönlich fahre aber lieber für € 400,-- in der Sonne als für 247,-- im Nebel ;D

Z ist nicht der Punkt - das steht für sich und wird immer seine Kunden haben.
Wirklich problematisch ist es wohl für schweizer Allerweltsskigebiete mit Ö u. den Dolos zu konkurrieren.
 
schneesucher schrieb:
Vielleicht, Zillertal scheint mir aber immer relativ gut besucht zu sein. Zermatt gehört sowieso zu den besser besuchten Gebieten, besonders im Frühling. Wo gibt es aber den Fall in Österreich, dass wegen einem Besucher in einem Skigebiet mit Top-Pisten extra der Lift angestellt wird oder dass man sich eine Piste mit vielleicht 2-3 anderen Besuchern teilen muss?

Wie gesagt: Sowohl in Sölden als auch St. Anton waren wir teilweise fast völlig alleine auf den Pisten unterwegs - solange man nicht gerade auf den Hauptpisten unterwegs war..

Anbei mal ein Bild aus St. Anton..
 

Anhänge

  • 2011-05-01 17.25.53.jpg
    2011-05-01 17.25.53.jpg
    41,4 KB · Aufrufe: 3.132
jens.f schrieb:
schneesucher schrieb:
Vielleicht, Zillertal scheint mir aber immer relativ gut besucht zu sein. Zermatt gehört sowieso zu den besser besuchten Gebieten, besonders im Frühling. Wo gibt es aber den Fall in Österreich, dass wegen einem Besucher in einem Skigebiet mit Top-Pisten extra der Lift angestellt wird oder dass man sich eine Piste mit vielleicht 2-3 anderen Besuchern teilen muss?

Wie gesagt: Sowohl in Sölden als auch St. Anton waren wir teilweise fast völlig alleine auf den Pisten unterwegs - solange man nicht gerade auf den Hauptpisten unterwegs war..
Das ist interessant. Mir persönlich wärs aber zu weit.

Wems in der Schweiz zu teuer ist, kann ja hier mitstimmen :-)
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=18123
 
Fab schrieb:
Wenn man die Skipasskosten Z u. Arlberg vergleicht, dann sind die Unterschiede mittlerweilen schon gravierend (7 Tage ca. € 400,-- zu € 247,--). Ich persönlich fahre aber lieber für € 400,-- in der Sonne als für 247,-- im Nebel ;D

Also, ich fahre jedes Jahr zum Arlberg - im Nebel war ich dort glaube ich insgesamt nur einen Tag - meistens war ich auch bei Sonne dort..

Fab schrieb:
Z ist nicht der Punkt - das steht für sich und wird immer seine Kunden haben.
Wirklich problematisch ist es wohl für schweizer Allerweltsskigebiete mit Ö u. den Dolos zu konkurrieren.

Klar, ich wollte die Diskussion jetzt auch nicht primär auf Zermatt legen. Zermatt wird immer Kunden haben - das Matterhorn ist einfach Gold wert :D. Auch ich werde bestimmt irgendwann mal wieder nach Zermatt fahren, wenn auch nicht so bald... (Oder eben Cervinia, dort kosten 6 Tage 252,00 € - inkl. Zermatt..)

Aber ich stimme Dir 100% zu - die "normalen" Skigebiete werden hier mehr zu leiden haben.
Bei eben Zermatt oder anderen "spitzen" Gebieten beißt man dann mal in den sauren Apfel und zahlt den Preis - bevor man aber in einem "normalen" Gebiet in der Schweiz mehr oder genau soviel wie in einem Spitzengebiet in Ö/I/F zahlt, dann wird man sich das als z.B. Deutscher schon sehr genau überlegen.
Solange man nicht direkt im Rheingraben wohnt (also sündlich von Karlsruhe, Richtung Freiburg), macht das vom Fahren her nicht so viel aus...
 
Zurück
Oben