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Seilbahn Weissenstein will Gondelbahn bauen

Ja genau! Dass ein Halbtax und ein GA hier gleichwertig sind ist auch etwas komisch. Ein GA kostet schliesslich auch mehr als ein Halbtax. Weiss jemand zufällig wie teuer eine Retourfahrt mit der Sesselbahn war? Mich würde der Vergleich interessieren.
 
Nun, offiziell ist das Postauto ein Seilbahnersatz, darum gilt das GA und die TK nicht, das ist soweit klar. Viele Bergbahnen stellen das GA und das HTA gleich, was auch verständlich ist. Mit dem bisschen, was sie dafür erhalten würden, könnte eine Bergbahn, die als touristisches Unternehmen keine Subventionen erhält, kaum überleben. Ausserdem würden einige Bahnen von Ausflüglern wohl regelrecht gestürmt werden, wenn GA und TK gelten würden!
 
Das wird noch für Verwirrung sorgen wenn die GA und TK Inhaber plötzlich für ein Postauto bezahlen müssen!
Ist jetzt schon ein bisschen bei den Haaren herbeigezogen.
Beim Alpine-Ticket funktioniert es ja auch.
Abgesehen davon nehme ich mal an dass die meisten Leute wissen dass es sich dabei um den Ersatzverkehr für die Sesselbahn handelt.

Ja genau! Dass ein Halbtax und ein GA hier gleichwertig sind ist auch etwas komisch.
Ist doch bei Bergbahnen der Normalfall ?

Weiss jemand zufällig wie teuer eine Retourfahrt mit der Sesselbahn war? Mich würde der Vergleich interessieren.
2007 bezahlte ich für eine einfache Fahrt mit GA 7 Franken.
Somit wurden wohl die Tarife von der Sesselbahn übernommen ?
 
Okay, da ich weder GA noch Halbtax habe, habe ich mich zu schlecht geachtet bei den Bergbahnen, dann ist es natürlich schon logisch.
@ TPD Ja, somit wurden sie übernommen.
Die Auslastung des Postautos ist übrigens gemäss einem Fahrer recht schlecht. Ein Bus im Stundentakt ist schon nicht das gleiche wie eine KSB. Ich hoffe, dass der Ersatzverkehr nächstes Jahr trotzdem wieder fahren wird. Auf eine funktionstüchtige Bahn kann man wohl kaum hoffen.
 
Das geht alo offenbar immer weiter und neue Argumente kann ich in dem, was aus dem Bercht hervorgeht, auch nicht erkennen. Das Positionspapier scheint wohl nur dazu zu dienen, damit die Sache nicht ganz einschläft.
Interessante Argumentationskette ist mE übrigens:
Alte Bahn läuft nicht mehr - deswegen wenige Gäste - also muss Gondelbahn gebaut werden.
Dem kann man entgegenhalten:
Alte Bahn läuft nicht mehr - deswegen wenige Gäste - also muss alte Bahn weiter betrieben werden.

Wie ist das eigentlich in der Schweiz, wenn die Genhemigung da ist.
Welche Rechtsmittel hat dann "ProSesseli"?
Gibt es ein Widerspruchsverfahren oder nur die Klagemöglichkeit?
Und wenn Widerspruch eingelegt oder Klage eingereicht wird; wären diese Rechtsmittel dann aufschiebend oder könnte man dann während des Verfahrens (sofern die "Politik" das mit tragen würde), die neue Bahn bauen, um Tatsachen zu schaffen?
 
Der Verein "ProSesseli" ist zu keinem Rechtsmittel legitimiert. Das war schon bei der Anpassung des kantonalen Richtplanes wie auch bei der kantonalen Nutzungsplanung so. Auch zum Entscheid des BAV zum Plangenehmigungsgesuch wird der Verein nichts zu melden haben, namentlich wird "ProSesseli" den Entscheid nicht an die nächste Instanz ziehen können. "ProSesseli" kann nur abwarten, was die "ewig-Gestrigen" der für die Verstaubung unseres Landes verantwortlichen Bundesstellen gegen den Neubau unternehmen werden. Der Verein besitzt also weder die alte Bahn, noch die Möglichkeit der Einflussnahme am weiteren Verfahren und somit macht auch der Weiterbestand des Vereins keinen Sinn. Es bleibt nur das ewige Gejammer und "Gegränne".
 
Ich verfolge das mittlerweile auch schon eine ganze Zeit und glaube, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die neue Bahn gebaut wird.

Ich verstehe eigentlich, dass man dort eine neue Gondelbahn hinauf bauen will, damit man abgesichert ist. Doch ich war vor ca. 2 Wochen auch dort oben und verstehe nicht, was dort so interessant ist. Ich bin auf keinerlei spannende Attraktionen getroffen und der Balmberg ist nicht nur vom Weissenstein erreichbar. Deshalb glaube ich, dass die alte Sesselbahn viel mehr gebraucht werden würde, da man dort dann eine richtige Attraktion hätte.
Der Weissenstein sonst ist für mich nichst spezielles.
Eine langweilige EUB kann ich auch an einem anderen Ort besuchen!!!
 
Der Balmberg hat mit dem Seilpark eine sehr gute Investition gemacht. Wenn ich hier einen Doppelstockbus sehe, der noch von zwei Eindeckern begleitet ist und vollbesetzt in Richtung Balmberg fährt, kann ich dies sehr schön erkennen. Der Weissenstein ist meiner Meinung nacht etwas aus der Mode gekommen.
 
Ein NZZ Artikel vom 16.Juli beschreibt in gewohnter NZZ Qualität die aktuelle Situation. Anscheinend ist der Artikel nicht mehr online Abrufbar, jedoch in der Facebookgruppe von ProSesseli wiedergegeben:

http://www.facebook.com/group.php?v=wall&viewas=0&gid=76915275470#!/topic.php?uid=76915275470&topic=14485

Die Eckpunkte aus dem Artikel zum Status Quo:

* Der Bundesrat genehmigte im März – mit Vorbehalt der Landschaftsverträglichkeit – den Richtplan für die neue Bahn.
* Nun wartet alles auf die Baubewilligung durch das Bundesamt für Verkehr, die im Verlaufe des Sommers eintreffen soll.

* Das Eidgenössische Departement des Innern lehnte eine befristete Unterschutzstellung der Bahn.
* In einem Gutachten der Kommission für Denkmalpflege wurde der Bahn nationale Bedeutung zugesprochen.

* Der Weissenstein ist Teil eines BLN-Gebiet (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung) und liegt in der kantonalen Juraschutzzone.

* Eine inzwischen gegründete Stiftung will der SWAG die Sesselbahn abkaufen, renovieren, sicherheitstechnisch aufrüsten und als historisches Transportmittel vermarkten.
* Gerechnet wird mit Renovationskosten von 4 bis 6 Millionen Franken
* Hilfe ist von Synthes-Inhaber Hansjörg Wyss zugesichert.
* Dass die Baubewilligung für den Neubau via Bundesverwaltungsgericht bis nach Lausanne angefochten würde, ist beschlossene Sache.
* Dauer und Ausgang des Verfahrens sind schwer abschätzbar, ein Kompromiss nicht in Sicht: «Die eigene Lösung – oder keine»,


# Um das Transportmittel alleine geht es den Streitparteien unterdessen längst nicht mehr – zur Debatte stehen inzwischen zwei unterschiedliche Tourismus-Philosophien, die das gesamte Angebot auf dem Weissenstein betreffen:

## SWAG: Kapazitätssteigerung solle einen wirtschaftlichen Betrieb des Kurhauses auf dem Gipfel des Weissensteins erlauben (zwei zusätzlich vorgesehene Anlagen, eine Rodelbahn und eine Tubing-Anlage, wurden von der Solothurner Regierung nicht bewilligt),

## Pro Sesseli: "Unverfälschtes Naturerlebnis", hofft auf einen umsatzbringenden Oldtimer-Effekt.



"P.S. ⋅ Ebenso wie eine Sommerrodelbahn auf einem Berg oder moderne drehbare Gondeln als Transportgefässe kann eine Bergbahn auch mit ihrer (exemplarischen) Unzeitgemässheit verkaufsfördernd sein; die Fahrt mit ihr wird dann zu einer Zeitreise. Im Falle des Erhalts der Sesselbahn auf den Weissenstein wäre die 1950er-Jahre-Atmosphäre zu vermarkten. Einzigartig an dieser Anlage wäre, dass sie auf der Länge von 2,37 Kilometern vollumfänglich als Zeuge ihrer Zeit erhalten bleiben würde. Zwar existieren in der Schweiz Standseilbahnen, die bewusst den Charme der vorletzten Jahrhundertwende konservieren, etwa jene in Freiburg oder am Bürgenstock. In anderen Fällen wechseln sich Traktionsarten verschiedener Zeiten ab, so auf dem Weg zum Stanserhorn, wo die erste von drei Standseilbahn-Sektionen nicht durch eine Luftseilbahn ersetzt wurde."
 
* Eine inzwischen gegründete Stiftung will der SWAG die Sesselbahn abkaufen, renovieren, sicherheitstechnisch aufrüsten und als historisches Transportmittel vermarkten.
Und was ist, wenn die SWAG die Sesselbahn nicht verkaufen will? Was dann? Die SWAG, die ja die Gondelbahn will, wird den Teufel tun, dem Gegner in die Hände zu spielen.
* Gerechnet wird mit Renovationskosten von 4 bis 6 Millionen Franken
* Hilfe ist von Synthes-Inhaber Hansjörg Wyss zugesichert.
* Dass die Baubewilligung für den Neubau via Bundesverwaltungsgericht bis nach Lausanne angefochten würde, ist beschlossene Sache.
* Dauer und Ausgang des Verfahrens sind schwer abschätzbar, ein Kompromiss nicht in Sicht: «Die eigene Lösung – oder keine»,
Sprich ein jahrelanges Hickhack steht uns bevor. Ich sehe es kommen: Schlussendlich wird es gar keine Bahn geben: Die SWAG wird die Sesselbahn nicht an Pro Sesseli verkaufen, die SWAG wiederum wird es nicht schaffen, eine Gondelbahn auf einen Hügel zu finanzieren, die dem Besucher ausser einer bescheidenen Aussicht kaum was bieten kann. Die für einen rentablen Bahnbetriebsanlagen benötigten Zusatzanlagen wurden ja nicht bewiligt, und wer glaubt, man könne die für den Hügel völlig überdimensionierte 6er Gondelbahn rentabel betreiben, der glaubt auch an den Storch. Ich habe schon zweimal den Weissenstein besucht, ich musste noch nie anstehen, und das natürlich bei der viel kleineren Sesselbahn. Hier wäre zur Abwechslung mal kleckern statt klotzen angesagt, zum Beispiel mit weniger, oder kleineren Gondeln.
 
Wie ist das eigentlich in der Schweiz, wenn die Genhemigung da ist.
Welche Rechtsmittel hat dann "ProSesseli"?
Laut neuem Seilbahnhesetz gar keine.

Wer will kann das in einem der beiden Dokumente in diesem Link nachlesen. Weis grad nicht in welchem der beiden es drin ist.
http://www.seilbahnen.org/Recht_Seilbahnen.html

* Dass die Baubewilligung für den Neubau via Bundesverwaltungsgericht bis nach Lausanne angefochten würde, ist beschlossene Sache.
Man hofft wohl wieder mal irgendwo einen Richter zu finden der seine Kompetenzen überschreitet, was in CH ja nun nicht grad eine seltenheit ist.
 
Das ist doch Quatsch. Bei wievielen Shopping-Center etc. haben Umweltverbände eine Einsprache eingereicht? Bei unzähligen! Eine Seilbahn ist schlussendlich auch nur ein Bauwerk...
 
Soll doch der ProSesseli die Bahn abbauen und irgendwo sonst aufbauen und betreiben, was auch allen, die für die Gondelbahn sind, Freude bereiten würde. :D
Dann kann die Seilbahn Weissenstein AG ihre EUB bauen, wobei ich eine Kombibahn bauen würde (das Vorbild Braunwald) :)
 
Wie oft wurde in diesem Topic schon über einen Wiederaufbau an einem anderen Ort diskutiert :?: ...
Nein, dies würden schon die Gesetze nicht zulassen.
Somit muss die Bahn entweder am bestehende Ort renoviert werden oder sie landet auf dem Schrott.
Andere Lösungen für den Erhalt dieser Anlage sind zur Zeit wohl eher Utopie.
 
Danke für die Info.
Dann soll meiner Meinung die alte Bahn weg und ne Neue hin
 
TPD schrieb:
Somit muss die Bahn entweder am bestehende Ort renoviert werden oder sie landet auf dem Schrott.
Also mindestens Teile der Bahn sollten schon in ein Museum kommen, und nicht auf den Schrott! Hoffen wir dass es nicht so weit kommen muss.
 
^^
Die Sessel wird man bestimmt in unzähligen Gärten finden. Eventuell werden auch noch ein paar Klemmen und eine Rollenbatterie gerettet.
Aber für den Rest der Technik sehe ich eher schwarz. Als Ersatzteilspender kann man sie ja auch nicht mehr wirklich gebrauchen.
 
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