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Seilbahn Weissenstein will Gondelbahn bauen

Bei schlechtem Wetter würde auch die neue Gondelbahn leer durch die Gegend fahren. Der Weissenstein ist ein typisches Tagesausflugsziel. Ein Kennzeichen solcher Ziele ist, dass sich die Gäste oft spontan zu einem Besuch entscheiden, wenn dort die Sonne scheint. Um es kurz zu sagen: Regen und Wolken = keine Fahrgäste! Egal ob historische VR 101 oder moderne UNI-G.
 
@GMD
Und wie oft hängt Solothurn im Nebel :arschabfrier: und auf dem Weissenstein ist es schön? Da fahren nämlich die Leute lieber mit dem Auto hoch, als sich die Nase auf dem Sessel ab zufrieren.
 
Wenn die Strasse offen und befahrbar ist, werden sie im Auto sitzen bleiben und hochfahren auch wenn da eine hochmoderne Gondelbahn steht.
 
GMD schrieb:
Wenn die Strasse offen und befahrbar ist, werden sie im Auto sitzen bleiben und hochfahren auch wenn da eine hochmoderne Gondelbahn steht.

genau dies werden sie nicht. Das Gesamtprojekt sieht, wie ich informiert bin, die Sperrung der Passstrasse an Sonn- und Feiertagen vor.
Eine tolle Sache zugunsten der Umwelt und der Erholungsqualität.

Kleines Detail am Rande: die Massnahme funktioniert aus Kapazitätsgründen nur mit der neuen Bahn...
 
[/quote]Also Naherholung und Moderne Anlagen schiessen sich Deiner Meinung nach aus? Da werden sie Dir in Reigoldswil was anderes erzählen. Seit die Neue Godelbahn gebaut ist, haben sie Deutlich höhere Frequenzen. Das geht so gar so weit, das es an gewissen Wochenenden lange Wartezeiten gibt.[/quote]

Natürlich nicht. Aber am Weissenstein würde die einmalige Gelegenheit bestehen, aus dem ewigen Einerlei auszubrechen und den Gästen etwas ganz Besonderes zu bieten!

[/quote]Du unterstellst hier einfach, das es nicht Möglich ist eine Gondelbahn in die Landschaft zu integrieren. Imho ist das Quatsch.[/quote]

Natürlich lässt sich jede Bahn in jede Landschaft stellen. Es stellt sich nur die Frage, welche Ansprüche an das Erscheinungsbild gestellt werden und was am Schluss dabei herauskommt. In den Alpen gibt es leider zu viele schlechte Beispiele. In dieser Hinsicht vermisse ich eine gewisse Sensibilität bei den Bauherren und bei den Seilbahnherstellern!

[/quote]Darauf werden die Leute bei schlechtem Wetter gerne verzichten.[/quote]

Wie auch auf eine Fahrt auf den Berg, auch mit Gondelbahn!

[/quote]Wie viele Seilbahn-Freaks gibt es die mit so einer Bahn regelmässig fahren würden? 10000? 1000? 100 oder noch weniger? Gerade für Familien ist dies Bahn untauglich. Da musst Du erst sehen das die Kinder in den Sessel kommen, dann das die Sicherungsbügel ja auch unten ist. Denn Kindern einbläuen das sie das auch ja unten lassen. Usw. Bei einer Gondel steigst Du einfach ein und das war's. Des weiteren hast Du auch keine Probleme mit einem Kinderwagen. Bei der LWI Version fährst Du einfach in die Gondel. Ich würde mir eine Fahrt mit Kindern nicht antun, sondern mit dem Auto hochfahren. Das gleich gilt für Pensionierte, die sind nämlich nicht mehr so beweglich und daher von den Sesseln auch nicht begeistert.[/quote]

Seilbahnfreaks gibt es einige, aber wohl zu wenige, damit sich eine Nostalgiebahn rechtfertigen liesse. Es gibt aber zahlreiche Gäste, die genug haben von Retortenerlebnissen und die das Ursprüngliche, Unverfälschte suchen. Gerade in diesem Punkt hat die oft belächelte Nostalgie eine enorme Zukunft! Viele Anbieter im Tourismussektor haben das mittlerweile gemerkt, nur die Seilbahnbranche hinkt hier gewaltig hinterher und produziert oft am Ziel vorbei!
Im Übrigen unterstellst Du Pensionierten, dass sie alles unbewegliche Tattergreise sind. Ich verlange, dass das einmalige Fahrerlebnis auf der historischen Sesselbahn auch Pensionierten, Familien mit Kindern und Behinderten ermöglicht wird! Wo ein Wille ist, ist ein Weg!

[/quote]Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Ohne Seilfänger wird die Bahn wohl keine Konzession bekommen. Da müsstest Du dann vor Gericht ziehen und gegen das Bundesamt Klagen und das ganze mit ungewissem Ausgang.[/quote]

Wer behauptet denn, eine VR101-Bahn habe keine Seilfänger? Studiere mal das Gutachten.

[/quote]Faul! :sonicht: Da scherst Du Alle Sommerrodelbahnen über einen Kamm. Es gibt sichere Bahnen! Und wie Du inzwischen wissen solltest kommt das so oder so nicht. Der Landschaftsschutz hat sich da durchgesetzt. Und von wegen Wirtschaftlichkeit: Es gibt ja noch alternativen die günstiger sind z.B GUB oder 4KSB.
GUB wollen sie denk nicht, weil das nicht ohne umsteigen an der Mittelstation geht.
KSB wollen sie denk nicht. weil der Transport von Kinderwagen, Rollstühlen und Mountainsbikes erschwert ist.
Also ist es für mich nur logisch das sie auf einer EUB beharren.[/quote]

Ach ja? Neuste Tests von Sommerrodelbahnen haben aber andere Resultate hervorgebracht!
Eine neue Bahn ist heute dermassen komplex und kostspielig, dass sie ohne massive Frequenzerhöhung nicht wirtschaftlich betrieben werden kann.

[/quote]Und noch was. Warum hat man keine Aufstand gemacht als die EUB in Reigoldswil ersetzt wurde. Die Müller Bahn war genau so erhaltenswert. Oder die Bell Bahn in Bad Ragaz. Ist nur eine Von Roll Bahn erhaltenswert? Erkäre mir mal das. :nixweiss:[/quote]

Der Heimatschutz hat auf all die genannten Bahnen hingewiesen und einer Erhalt gefordert. Die einzelnen Umstände lagen aber jeweils anders als am Weissenstein und so haben wir nun leider den Verlust von technischem Kulturgut zu beklagen.
 
C. Gentil bringt es glaub ich ziemlich auf den Punkt. Was den Brandschutz angeht: die Bahn soll ja auch für viel Geld renoviert werden! Ich glaube nicht, dass da die Stationsgebäude nicht überarbeitet würden! Und die neuen Gebäude wären ja auch aus Holz.

Und nochwas: Ich glaube kaum, dass alte Gebäude den aktuellen Richtlinien entsprechen müssen. Im besten Fall ist es Pflicht, überall Feuermelder zu installieren. Das ändert aber nicht, dass das Ganze abfackeln würde wie Zunder.
 
Also in D kann brandschutzmäßig auch bei bestandsgeschützen Gebäuden sehr viel nachgefordert werden.
Brandmelder bringen beispielsweise nichts, wenn der zweite Fluchtweg bei Verrauchung des Ersten nicht entsprechend sichergestellt ist.
Allerdings kann ich mir bei einer Sesselbahnstation kein ernsthaftes Fluchtwegeproblem vorstellen, das sich nicht lösen ließe.
Andereseits (mal ehrlich jetzt) sieht mir die alte Stationsarchitektur (nicht auf Seilbahntechnik bezogen) auch nicht gerade schützenswert aus.

Holz ist aber übrigens oft nicht so das Problem, denn ab bestimmten Querschnitten behält es im Brandfall länger seine statische Tragfähigkeit als Stahl, der allein durch Hitze instabil wird.
Eine Brandlast bleibt es natürlich trotzedem. Das nur am Rande.
 
@ C. Gentil
Erst mal learn to quote.

C. Gentil schrieb:
Natürlich lässt sich jede Bahn in jede Landschaft stellen. Es stellt sich nur die Frage, welche Ansprüche an das Erscheinungsbild gestellt werden und was am Schluss dabei herauskommt. In den Alpen gibt es leider zu viele schlechte Beispiele. In dieser Hinsicht vermisse ich eine gewisse Sensibilität bei den Bauherren und bei den Seilbahnherstellern!

Da magst Du recht haben. Das noch zu viele nur auf das Geld schauen und keine architektonischen Akzente setzen, wie in St. Anton mit der Galzig Bahn.

C. Gentil schrieb:
Darauf werden die Leute bei schlechtem Wetter gerne verzichten.

Wie auch auf eine Fahrt auf den Berg, auch mit Gondelbahn!
Die Diskusion zwischen GMD, joe-72 und mir hast Du wohl überlesen.

C. Gentil schrieb:
Wie viele Seilbahn-Freaks gibt es die mit so einer Bahn regelmässig fahren würden? 10000? 1000? 100 oder noch weniger? Gerade für Familien ist dies Bahn untauglich. Da musst Du erst sehen das die Kinder in den Sessel kommen, dann das die Sicherungsbügel ja auch unten ist. Denn Kindern einbläuen das sie das auch ja unten lassen. Usw. Bei einer Gondel steigst Du einfach ein und das war's. Des weiteren hast Du auch keine Probleme mit einem Kinderwagen. Bei der LWI Version fährst Du einfach in die Gondel. Ich würde mir eine Fahrt mit Kindern nicht antun, sondern mit dem Auto hochfahren. Das gleich gilt für Pensionierte, die sind nämlich nicht mehr so beweglich und daher von den Sesseln auch nicht begeistert.

Seilbahnfreaks gibt es einige, aber wohl zu wenige, damit sich eine Nostalgiebahn rechtfertigen liesse. Es gibt aber zahlreiche Gäste, die genug haben von Retortenerlebnissen und die das Ursprüngliche, Unverfälschte suchen. Gerade in diesem Punkt hat die oft belächelte Nostalgie eine enorme Zukunft! Viele Anbieter im Tourismussektor haben das mittlerweile gemerkt, nur die Seilbahnbranche hinkt hier gewaltig hinterher und produziert oft am Ziel vorbei!
Im Übrigen unterstellst Du Pensionierten, dass sie alles unbewegliche Tattergreise sind.

Da interpretierst Du etwas, was so nicht da steht. Anscheinend kennst DU den Unterschied von "nicht mehr so beweglich" und "Tattergreis" nicht.

C. Gentil schrieb:
Ich verlange, dass das einmalige Fahrerlebnis auf der historischen Sesselbahn auch Pensionierten, Familien mit Kindern und Behinderten ermöglicht wird! Wo ein Wille ist, ist ein Weg!
Klar gibt es diesen Weg. Nur scheuen die Betreiber den Aufwand. Bei Querschnitt gelähmten bleibt Dir nicht anderes übrig als den Passagier zu zweit in den Sessel zu heben.

C. Gentil schrieb:
Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Ohne Seilfänger wird die Bahn wohl keine Konzession bekommen. Da müsstest Du dann vor Gericht ziehen und gegen das Bundesamt Klagen und das ganze mit ungewissem Ausgang.

Wer behauptet denn, eine VR101-Bahn habe keine Seilfänger? Studiere mal das Gutachten.
Ich habe mich nur darauf verlassen was weiter oben steht.

C. Gentil schrieb:
Ach ja? Neuste Tests von Sommerrodelbahnen haben aber andere Resultate hervorgebracht!
Eine neue Bahn ist heute dermassen komplex und kostspielig, dass sie ohne massive Frequenzerhöhung nicht wirtschaftlich betrieben werden kann.

Ach ja? :wink: Dann schau Dir mal den Bericht vom Schweizer Fernsehen an. Link
 
Wombat schrieb:
Ach ja? :wink: Dann schau Dir mal den Bericht vom Schweizer Fernsehen an. Link

Also ich weiss beim besten Willen nicht, wie Du diesen Bericht interpretierst. Mir sagt er, dass der grössere Teil der getesteten Rodelbahnen ein Sicherheitsproblem hat! Und das passt in meinen Augen einfach nicht zusammen: Den Bergbahnbetreibern werden bei ihren Seilbahnen grosse Auflagen in Sachen Sicherheit gemacht, und gleichzeitig dürfen sie derart risikobehaftete Rodelbahnen betreiben.
Aber eine weitere Diskussion über Sinn und Unsinn von Rodelbahnen erübrigt sich im Fall Weissenstein, denn eine solche wird wohl nie gebaut werden können.

Dann darf ich also nochmals die wichtigsten Fakten zusammenfassen:

Die hohe Schutzwürdigkeit der Sesselbahn halten die vom Bundesrat eingesetzten Fachkommissionen (Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege EKD und Eidgenössische Natur und Heimatschutzkommission ENHK) in ihrem Gutachten vom Juni 2007 fest. Von diesen Stellen wird deshalb auch der Erhalt der historischen Sesselbahn verlangt.

"Die Sicherheit der Seilbahn auf den Weissenstein ist gewährleistet, auch mit den neuen Vorschriften des Bundesamts für Verkehr (BAV). Es gibt keinen Grund, den Betrieb zu schliessen", sagt BAV-Sprecher Gregor Saladin. (Solothurner Tagblatt, 22.11.2008)
Aussage des BAV-Sprechers nach dem Vorfall bei der Sesselbahn Fallboden.
Auch im unabhängigen Gutachten, herausgegeben am 2. März 2009 von Hili Manz, dipl. Masch.-Ing. HTL, Seilbahnsachverständiger, findet sich kein einziges sogenanntes Killerkriterium, welches gegen eine Sanierung und einen Weiterbetrieb der Sesselbahn sprechen würde.

Die Finanzierung einer allfälligen historischen Sesselbahn Weissenstein würde über ein völlig neues Geschäftsmodell ablaufen: Die gesamte Infrastruktur wird von der neu gegründeten Stiftung "Historische Sesselbahn Weissenstein" übernommen, die sich um den Erhalt, die Sanierung (in mehreren Etappen möglich) und deren Finanzierung kümmert. Das operative Geschäft (Betrieb und Unterhalt) wird einer separaten Betreiberfirma übertragen (entweder der bestehenden SWAG, die dies aber kategorisch ablehnt, oder einer anderen, neu zu bestimmenden Firma. Diesbezügliche Verhandlungen mit einem etablierten, professionellen öV-Unternehmen haben bereits stattgefunden).

Die Befürworter einer neuen Gondelbahn müssen sich warm anziehen: Der Druck aus verschiedenen Kreisen gegen das Neubauprojekt ist in der letzten Zeit massiv gestiegen. Beharren beide Parteien auf ihren Positionen (was anzunehmen ist), ist der Weg durch die Instanzen und damit eine weitere Verzögerung vorgezeichnet.

Ich betrachte die Diskussion damit vorläufig für beendet. Schauen wir erst mal, wie sich die Sache weiter entwickelt!
 
Es ist schon lustig zu lesen, wie hier argumentiert wird: Es ist von "Befürwortern" und "Gegnern" der neuen Bahn die rede, man spricht immer wieder von einer "schützenswerten Sesselbhan", welche natürlich unter überhaupt keinem Schutze steht. Man fragt sich, ob die neue Bahn denn auch rentieren würde, wenn die Rodelbahn nie gebaut werden sollte. Man geht sogar noch weiter; man setzt sich entweder für einen Neubau oder aber für den Erhalt der bestehenden Bahn ein, ganz nach den persönlichen Wünschen und Interessen. Man gründet einen Verein um die Kräfte der einen Seite zu bündeln und zu kommunizieren, während dem die andere Seite munter weiter plant.

Aber was wundere ich mich eigentlich, denn die bestehende Sesselbahn befindet sich ja im Besitze der Eidgenossenschaft. Wir (das Schweizer Volk) werden in Bälde alle an der Urne über Neubau der Gondelbahn oder Erhalt der Sesselbahn abstimmen können. Es sind unsere Steuergelder die investiert werden, weshalb wir uns alle grosse Sorgen über die Rentabilität des Bahnbetriebes machen müssen. Und weil die bestehende Bahn ja im Besitze der Eidgenossenschaft liegt, bedarf der Betrieb auch weder einer Konzession noch einer Betriebsbewilligung; das BAV drückt hier beide Augen zu und sogar auf sonstige Sicherheitsnachweise kann vollumfänglich verzichtet werden.

:stupid: Mickey-Mouse-Scheisse:
Ich habe gerade geträumt! Die Verhältnisse sind natürlich ganz anders; wie wir alle wissen gehört die Bahn einer AG, welche zum grössten Teil in privatem Besitze ist. Verkauft wird die Bahn nicht, auch nicht an eine Stiftung, so interpretiere ich jedenfalls die Haltung der SWAG. Sich hier über die Rentabilität Sorgen zu machen, das ist reine Amtsanmassung, das geht ausser den Aktionären der SWAG niemanden etwas an und ist unnötig. Natürlich kann jeder seine eigene Meinung zu einem privaten Projekt haben und diese auch äussern, aber schliesslich ist es doch sinnlos, monatelang öffentlich rum zu zicken, und so zu tun, als ob man etwas an der Sache ändern könnte.

Ich lese die Diskussion hier gerne mit, ich habe auch eine eigene Meinung zum Problem und sehe sowohl Vor- als auch Nachteile der beiden Varianten Neubau oder Erhalt der alten Sesselbahn. Ich sehe aber ein, dass hier nicht das Volksinteresse gefragt ist, sondern das Interesse einer privaten AG im Mittelpunkt steht. Im Übrigen glaube ich auch, dass bei einer Volksabstimmung klar der Neubau favorisiert werden würde, aber darüber zu spekulieren macht genau so wenig Sinn wie die Finanzplanung eines privaten Projektes in Frage zu stellen.

Fakt ist, dass die alte Bahn ab einem gewissen Tag stillstehen wird und dass stillstehende Bahnen nach Seilbahngesetz fachgerecht zu entsorgen sind. Ob ich der alten Bahn nun nachtraure oder nicht, eine Bahn wie die Gumenbahn hat mit einer VR101 gar nichts gemein.

Masset euch keiner fremden Sorgen an!
 
wasserfäller schrieb:
Fakt ist, dass die alte Bahn ab einem gewissen Tag stillstehen wird und dass stillstehende Bahnen nach Seilbahngesetz fachgerecht zu entsorgen sind. Ob ich der alten Bahn nun nachtraure oder nicht, eine Bahn wie die Gumenbahn hat mit einer VR101 gar nichts gemein.

Dass die alte Bahn eines Tages nicht stillstehen wird und entsorgt werden muss, daran wird mit Hochdruck gearbeitet!
Die alte Gumenbahn war eine VR101, genauso wie die Weissensteinbahn! Und die neue Gumenbahn ist eine hundskommune Doppelmayrbahn, die einfach einen Zweck zu erfüllen hat, ohne jeglichen historischen oder emotionalen Wert!
 
Den einzigen Fehler den man meiner Meinung nach gemacht hat ist, dass man an den Anlagen in Kandersteg und Braunwald keine Crashtests durchgeführt hat, wie z.B. mit vollem Speed auf eine mit dem Seil im Seilfänger befindlichen Rollenbatterie los zu rasen.
 
Pilatus schrieb:
Den einzigen Fehler den man meiner Meinung nach gemacht hat ist, dass man an den Anlagen in Kandersteg und Braunwald keine Crashtests durchgeführt hat, wie z.B. mit vollem Speed auf eine mit dem Seil im Seilfänger befindlichen Rollenbatterie los zu rasen.
DM hat sicher Test gemacht die werden wohl eine Versuchsanlage haben. Aber eigentlich ist klar was geschieht, es gibt da drei Möglichkeiten. 1 die Klemme Rutscht auf dem Seil wenn sie hängen bleibt, oder die Klemme rupft den Seilfänger weg. Und drittens die Klemme gleitet drüber.

Nachtrag: Aber eigentlich sollte das gar nicht geschehen, wenn das Seil ab der Rolle springt, muss es einen Nothalt geben. Schliesslich wird das überwacht.
 
Doppelmayr hat das wohl gemacht, aber nicht mit einer VR101! Das Problem ist ja die Klemmenform und die damit verbundene Reaktion beim Auftreffen auf die Rollenbatterien.

Das die Bahn bei Nothalt abschaltet dürfte auch in 95% der Zwischenfälle dazu führen, das nichts weiter passiert. Problematisch wird es aber, wenn das Seil gerade in dem Moment hinausfällt, in dem die Klemme auf die Rollenbatterie trifft. Da ist dann der Bremsweg zu gross und das Seil bewegt sich trotzdem noch ein Stückchen. Allerdings denke ich, dass die Chance das ein Seil exakt in diesem Moment entgleisst, noch kleiner ist als normal, da das zusätzliche Gewicht des Betriebsmittels das Seil noch stärker auf die Rollenbatterie presst. Desshalb gab es wohl noch nie einen nennenswerten Zwischenfall.
 
Ich glaube, Pilatus meinte, man hätte die erwähnten Tests bei einer VR101 machen sollen. Wie das bei einer modernen Bahn läuft, das wissen wir ja alle.

Bei der VR101 wäre eine Entgleisung ein echtes Problem, leider springen die Schalter an den Überwachungsrollen und die Bruchstäbe erst viel später an als eine induktive Seilüberwachung dies tun würde. Eine induktive Seilüberwachung ist übrigens nicht möglich bei diesem Rollentyp.

So, und dann geschieht es also: Wenn es genau bei der Rollenüberfahrt einer Klemme zur Entgleisung kommt, dann bleibt die Klemme im Seilfänger hängen, bis der Antrieb endlich abschaltet fährt das Seil mehrere Meter weiter, und dann? Dann treten entweder die von Wombat genannten Möglichkeiten eins oder zwei ein (die dritte Möglichkeit ist nachgewiesenermassen nicht möglich). Beide Möglichkeiten wären für die Passagiere verheerend. Am wahrscheinlichsten ist aufgrund des maroden Zustandes der Stützenfundamente der Umriss einer Stütze, das wäre dann der GAU, und der ist nach dem Prinzip des geringsten Widerstandes tatsächlich sehr wahrscheinlich.

Die Sicherheitsfrage ist also nicht ganz ohne, auch wenn bis jetzt keine tödlichen Unfälle passiert sind. Und die Probleme würden sich auch nicht einfach in Dampf auflösen, wenn die Bahn von erfahrenen Eisenbahnnostalgikern aus den Alpen betrieben würde.
 
wasserfäller schrieb:
Bei der VR101 wäre eine Entgleisung ein echtes Problem, leider springen die Schalter an den Überwachungsrollen und die Bruchstäbe erst viel später an als eine induktive Seilüberwachung dies tun würde. Eine induktive Seilüberwachung ist übrigens nicht möglich bei diesem Rollentyp.
Kannst du mir das technisch mal erklären?

Zum Rest der Diskusion werd ich mich nicht äussern.
 
Dann treten entweder die von Wombat genannten Möglichkeiten eins oder zwei ein (die dritte Möglichkeit ist nachgewiesenermassen nicht möglich).

Vielleicht, vielleicht auch nicht? Ob es evtl. nicht doch Möglich ist, dass die Klemme unter gewissen Umständen irgendwie über die Rollenbatterie geschränzt wird ist nirgends geschrieben. Desshalb wäre ja ein Versuch interessant gewesen.

Am wahrscheinlichsten ist aufgrund des maroden Zustandes der Stützenfundamente der Umriss einer Stütze, das wäre dann der GAU, und der ist nach dem Prinzip des geringsten Widerstandes tatsächlich sehr wahrscheinlich.

"Am wahrscheinlichsten"? Also das kann ich ja sogar ohne Fachkentnisse als absoluten Quatsch abstempeln.
 
Zudem: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass gerade das passiert? Ausserdem möchte ich nochmals auf die Statistik verweisen. Selbst eine alte und angeblich nicht mehr sichere Seilbahn ist viel weniger gefährlich als ein modernes Auto mit all seinen Sicherheitseinrichtunge! Trotz Knautschzone, Aufprallschutz, Gurten, Gurtstraffer, Airbag, ABS, ESP usw. alleine in der Schweiz an die 600 Tote und eine vierstellige Zahl an Verletzten. Vergleicht das mal mit einer VR101, bevor ihr diese als unsicher abstempelt! Sie gewinnt übrigens auch dann haushoch, wenn man es auf die zurückgelegten Personenkilometer umrechnet, was einen fairen Vergleichswert ergibt.
 
wasserfäller schrieb:
Eine induktive Seilüberwachung ist übrigens nicht möglich bei diesem Rollentyp.
Warum? Sind die Rollen aus Alu? Dann müsste man sie nämlich einfach durch Stahlrollen ersetzen.
 
Wombat schrieb:
wasserfäller schrieb:
Eine induktive Seilüberwachung ist übrigens nicht möglich bei diesem Rollentyp.
Warum? Sind die Rollen aus Alu? Dann müsste man sie nämlich einfach durch Stahlrollen ersetzen.
Kannst Du mir erklären wieso das geht? und wieso nicht mit Alurollen? Wie funktioniert die Technik?
 
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