@Rolf_BN:
Also wenn Du schon das Ischgl-Bashing nach fast drei Monaten wieder aufgreifen willst, möchte ich jetzt doch mal widersprechen, wie es ja damals schon einige völlig zurecht getan haben.
Erstens widersprichst Du Dir selbst. Erst schreibst Du:
Ich war beeindruckt, welche Menschenmassen die ersten Sektionen mittlerweile auf den Berg schaffen. Hier wurde enorm modernisiert und maximiert seit meinem letzten Besuch. Oben auf dem Berg hat sich dagegen relativ wenig getan
Dann widerlegt s.oliver78 Deine Behauptung:
Ich glaube es gibt kein Skigebiet in den Alpen, oder sogar Weltweit was in den letzten 15Jahren so viel Geld in Lifte und Infrastruktur gesteckt hat wie Ischgl.
Was mir so spontan einfällt: Palinkopf, Flimjoch, Lange Wand, Sonnenbahn, Nachtweidebahn, Pia Val Gronda, Mullerbahn, Viderjoch II. Die wurden alle nach 2003 gebaut und zwar nur oben im Skigebiet
Und Du sagst dann sinngemäß, "genau, sag ich doch" ?!???
Das ist m. E. ja auch der springende Punkt. Es wird rauf gekarrt, was das Zeug hält, ohne dass das Skigebiet nennenswert gewachsen wäre.
Abgesehen von dieser in sich unlogischen Aussage, möchte auch ich Dir ganz entschieden widersprechen:
Erstens: Natürlich, eine höhere Förderkapazität führt generell zu mehr Leuten auf den Pisten - das ist aber überall so und die meisten Schigebiete haben ihre Anlagen modernisiert und ausgebaut, wenige allerdings so konsequent und komfortabel wie Ischgl. Gleichzeitig hat man - in Ischgl - auch die Pistenflächen erweitert; das mit teilweise großem Aufwand und fast überall, wo es irgendwie geht. Als ein Beispiel von vielen möchte ich die schwarzen Abfahrten um die Lange Wand herum nennen. Den Großteil dieser Abfahrten gab es früher nämlich nicht. Auch sonst entstehen ständig Pistenverbreiterungen, neue Umfahrungen etc. Ich behaupte, dass ich diese Entwicklung gut beurteilen kann, weil ich seit mittlerweile knapp 30 Jahren regelmäßig nach Ischgl fahre.
Zweitens: Deine Aussage
Nebenbei bemerkt war ich erschrocken, welche Massenabfertigung, auch in den Restaurants, praktiziert wird
kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Auch in die Gastronomie wurde sehr viel investiert, das Angebot ist bunt und vielfältig; ob einem die Architektur gefällt, ist sicher Geschmackssache - aber es ist wohl alles auf einem top Niveau. Zeig mir mal ein anderes Skigebiet, dass in seinen Restaurants durch die Bank derart saubere Sanitäranlagen bietet!
Drittens:
Mag alles sein. Was ich noch vergessen habe, und was mich besonders gestört hat: Um 16.00 Uhr machen bei bestem Wetter und strahlendem Sonnenschein plötzlich alle Lifte zu (okay, der Rück-Bagger gen Samnaun lief etwas länger). Das finde ich in Anbetracht der Jahreszeit (Februar) und der vollen Pisten extrem dreist.
Musst Dich halt vor der Buchung informieren; die Betriebszeiten stehen auf der HP - auf deutsch und in Druckbuchstaben. Und wenn Dir 16.00 zu früh ist, dann geh halt nach der Umstellung auf die Sommerzeit nach Ischgl, dann laufen die Lifte nämlich bis 16.30 Uhr. (Nebenbei bemerkt: Auch ein Service, denn andere nicht bieten.) Dann könntest Du z.B. um 16.30 Uhr nochmal auf den Palinkopf fahren, runter zum Höllboden, wo Dich die Bahn bis 17.00 Uhr wieder zur Idalp bringt. Dann fährst Du ab ins Tal und bist um 17.15 Uhr unten. Und das soll nicht reichen? Und außerdem darf man sich echt nicht wundern, wenn es in
der Ski-Woche des Jahres, wo wirklich fast in jedem Land Ferien sind, voll ist. Und selbst da findet man ruhige Teile und schöne Abfahrten, wenn man sich geschickt anstellt.
Ich könnte noch viel schreiben, hab jetzt aber keine Lust mehr. Bringt wahrscheinlich eh nichts und außerdem steh' ich ja nicht auf der Gehaltsliste von Ischgl. Ich ärgere mich nur immer, wenn man mit so objektiv unrichtigen Äußerungen vom Leder zieht und dann auch noch die Gegenargumente so verdreht, dass es wieder ins Weltbild passt.
Nur das noch:
Ski fahren ist bei vielen Gästen in Ischgl offenbar nicht der Hauptgrund, um dort hin zu fahren
Auch so ein Vorurteil aus der Mottenkiste. Fehlt nur noch die Verlinkung zu irgendwelchen RTL2-"Dokus".