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Ski-Weltcup 04/05

Ich gratuliere hiermit Bode Miller zum Gewinn des Gesamtweltcups, er war heuer sicherlich der kompletteste Skifahrer und irgendwie ist es auch gut, wenn wieder einmal ein Nicht-Österreicher vorne ist, das wird insgesamt das Interesse am Skisport eventuell wieder steigern.
 
Jou, da ist es sich echt für alle gut ausgegangen:
- Bode gewinnt verdient den Gesamt-Weltcup, gerade beim Finale hat er seine super Form wiedergefunden
- Benni gewinnt mit ordentlich Dusel den RTL-Cup (wenn man bedenkt, wie schlecht er teilweise am Beginn der Saison RTL gefahren ist, Platz 13 in Sölden oder Platz 23 in Val d´Isère)
- Alois Vogl holt mit einer super Leistung Platz 2 im Slalom und zeigt mit Rang 5 im Slalom-Weltcup das er dort zur absoluten Weltspitze gehört
 
Oesterreichische Reporter sind wohl erst dann zufrieden, wenn ihre Landsleute alle Kugeln abgeräumt haben. Was Benni Raich in dem Interview gerade an Fragen über sich ergehen lassen musste war eine Zumutung.

Wenn viele Oesterreich die Erfolge nicht gönnen. liegt das nicht an den großartigen Sportlern, sondern den extrem patriotischen Presseheinis im ORF.
 
das interview von bode miller in sport am sonntag war aber auch nicht schlecht. da hat er sich ziemlich über das niedrige preisgeld beschwert. er hat für seinen 4. platz in garmisch nur 5000 euro bekommen, obwohl er dabei sein leben riskiert hat.
außerdem geht ihm der ganze rummel um ihn (sprich die vielen fans) schon ziemlich auf den geist. das leben in österreich ist für ihn fast schon zu viel. er hat immer noch seine wohnung in patsch, dort ist er aber nur noch 10 tage pro jahr.
ob bode nächstes jahr noch fahren wird, hat er nicht gewusst.
 
Laut seinem Trainer hört er spätestens nach der nächsten Saison (mit Olympia) auf...
 
schifahrer schrieb:
Oesterreichische Reporter sind wohl erst dann zufrieden, wenn ihre Landsleute alle Kugeln abgeräumt haben. Was Benni Raich in dem Interview gerade an Fragen über sich ergehen lassen musste war eine Zumutung.

Wenn viele Oesterreich die Erfolge nicht gönnen. liegt das nicht an den großartigen Sportlern, sondern den extrem patriotischen Presseheinis im ORF.

Ja, ORF-Sportjournalisten sind unerträglich und gehören mit zu dem peinlichsten was Österreich zu bieten hat. Ich seh mir an sich gerne ab und zu Skirennen im TV an, aber ich bin nur noch froh, dass die Saison nun vorbei ist (... totale Übersättigung durch Dauerberichterstattung und ellenlange Analysen selbst von nicht stattgefundenen, da abgesagten Rennen und dauernd dieser aufdringliche Hurra-Patriotismus der ORF-Journalisten).

Aber es kann noch schlimmer werden :wink: :!: Diese F1-Saison fahren ja (zumindest teilweise) gleich ganze zwei Österreicher mit. Da kann sich Prüllheinzi wieder so richtig austoben :evil:
 
gletscherfloh du musst die f1 nicht anschauen, ich tue es auch nicht. es gibt bessere sportarten (wenn man bei der f1 überhaupt von sport reden kann).
 
Stimmt, die Kommentatoren sind etwas nervig im ORF, aber da Assinger ist der beste Co-Kommentator...
 
Robert Seeger mit seinem pseudopatriotischen Gefasel gehört in den Wind geschossen. Dieses Jahr ging er mir so auf den Geist, daß ich in Garmisch auf den ZDF umgeschalten habe. Die deutschen Reden zwar auch nicht intelligenter, aber zumindest nur halb so viel...

Das Duo Oliver Polzer/Mario Reiter ist eine Wohltat gegen Robert Seeger/Thomas Sykora.
 
Empfange hier leider keinen ORF mehr, hab daher keinen aktuellen Vergleich. Aber viele deutsche Sportjournalisten sind wohl nicht viel besser.

Am peinlichsten finde ich immer, wenn versucht wird auf Teufel komm raus jeden Sportler auf Deutsch zu interviewen. Zumindest fließendes Englisch und Französisch sollte man von so einem Interview-Heini doch erwarten können?

Als Kommentator finde ich immer noch den Rubi am besten, leider macht's der nicht mehr so oft. Und natürlich "unser Wasi", wenn er mal wieder ne Abfahrtsstrecke vorstellt :D
Der Bittner geht mir in letzter Zeit etwas auf den Geist mit seinem ewigen Schlechtgerede.
 
Der schlimmste ARD/ZDF-Ko-Kommentator den ich erlebt habe war Frank Wörndl, gut dass es der nicht mehr macht.
Insgesamt finde ich die ARD/ZDF-Berichterstattung wohltuend unaufgeregt, nicht auszudenken wenn das ein Privater übertragen würde ("hoffentlich gibts zehn schlimme Stürze, dann steigt die Quote").
ORF1 habe ich bis 1998 regelmäßig geschaut, vor allem wie sich die österreichischen Kommentatoren regelmäßig bis zum Herzinfarkt aufregen ist einfach nur spitze.
 
Am schlimmsten ist mmn das Geschrei der Eurosport-Kommentatoren. Das hält keiner länger als 10 Minuten aus...
 
Zu den Live-Übertragungen im ORF hab ich eine mmn sehr gelungene Kolumne im Kurier gefunden:

Sessellift live

von Guido Tartarotti

Zuerst fünf Stunden lang Skiweltcup-Finale live, jede Sesselliftstütze wird exklusiv für den ORF um ihre Meinung gefragt. Danach "Sport am Sonntag". Drei Viertel der Sendezeit werden mit Skiweltcup-Finale gefüllt. Dann Abendsport. Thema: Skiweltcup-Finale . . . Irgendwann an diesem Tag hatte man das Gefühl, alle 20 Minuten ein Benjamin-Raich-Interview ins Gesicht geklatscht zu kriegen. Und es gibt kaum etwas, das so quälend langweilig ist, wie Benjamin-Raich-Interviews.

Also Flucht zu ATVplus. Die zeigen eine ironisch kommentierte Zusammenfassung von Austria gegen Rapid - um diese allen Ernstes mittendrin für einen elendslangen Werbeblock zu unterbrechen, der die Zuschauer pünktlich zum Beginn der"ZiB" wieder zu ORF zurücktreibt. Wer hat sich das ausgedacht?

Wer am Sonntag Abend eine zumindest ansatzweise gelungene Sportreportage sehen wollte, musste sich zu den RTL II-"News" verirren: Der Bericht von der Mexiko-Rallye, in die sich übereifrige Streifenpolizisten einmischten, war sehr heiter.

Die besten Leistungen zeigte der ORF dieser Tage übrigens wieder einmal bei einer Sportart, die bei uns wenig gilt: Die Berichte von der Biathlon-WM waren sehr gelungen. Boris Jirka ist eitel, aber lustig.

Das mit der Biathlon-Übertragung kann ich bestätigen, nichts übertriebenes, alles wichtige hat man aber erfahren. Dazu 2 sehr gut Kommentatoren und das wars..
 
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