Olli_1973 schrieb:
Trotz alledem muss ich sagen dass ich bis heute das Knie noch ein wenig merke und immer noch gewissen Bewegungen nicht ausführen möchte! Der Arzt hat mir auch von Joggen Fussball spielen und Ski fahren abgeraten wo ich nur gesagt habe die ersten beiden passen, das letzte werde ich mir nur bei Amputation verbieten lassen.
Ich hab kürzlich in Frankreich auch einen einbeinigen Schifahrer gesehen. Auch das muss also noch nicht das Ende bedeuten
Ich denke, wichtiger als ein bestimmtes Schigebiet auszuwählen ist die mentale Geschichte. Nach dem ersten Kreuzbandriss hab ich eine ganze Weile gebraucht, bis ich beim Schifahren den Kopf wieder richtig frei hatte. War in der Zeit erst eine Weile nicht so schön zu fahren. Nach dem zweiten Kreuzband ging dann der Einstieg schon deutlich schneller und auch die nächste Meniskus-OP hab ich weggesteckt wie nix.
Daran, dass es immer wieder mal irgendwo zwickt oder piekt, hab ich mich mittlerweile gewöhnt. Das geht meistens nach ein paar Tagen auch wieder vorbei. Als ich vergangenen Sommer erfahren hab, dass das geflickte Kreuzband auch schon wieder durch ist (wobei ich keine Ahnung hab wann und wo das passiert sein soll) hat mich das kaum noch wirklich schocken können. Der Doc hat gesagt, ich soll´s einfach probieren, viel mehr könnte ich jetzt eh nicht mehr kaputt machen.
War auch kein Problem, hab am ersten Tag anfangs noch ein wenig ins Knie hineingehorcht, aber das hat sich nicht groß anders angefühlt und obwohl die Verhältnisse wirklich nicht so besonders gewesen sind, waren die Gedanken trotzdem bald nur noch beim Fahren. Wobei ich gegenüber früher jetzt viel mehr Wert darauf lege, bewusst an meinem Stil zu arbeiten. Dabei bin ich schon auch immer anspruchsvollere Pisten angegangen, aber eben Schritt für Schritt. Unterm Strich macht´s mir dadurch heute sogar mehr Spaß als früher, insofern hat die ganze Sache schon beinahe auch was positives gehabt. Aber wichtig ist eben, dass man wieder Vertrauen ins Knie bekommt, locker bleibt und Spaß dabei findet. Ich denke, wenn man dauernd daran denken muss, dass was passieren kann, und dadurch eher verkrampft, ist das viel gefährlicher.
Insofern würd ich dir einfach dazu raten, das schönste und tollste Gebiet zu nehmen, das du kennst, damit du so viel Spaß hast, dass du dein Knieproblem ganz schnell weider vergisst.
Der Witz war dann, nach sechs sturzfreien Tagen auf der Piste hat´s mich dann doch erwischt - beim Apres Ski!!!
Knie umgeknickt, ein Teil vom Meniskus, der eh schon wieder etwas lädiert war, ist abgerissen und hat sich im Knie verklemmt, so dass ich nicht nur zwei volle Schitage verschenkt habe, sondern danach auch drei Wochen lang nichtmal mehr ordentlich laufen konnte. Letzte Woche war dann endlich OP-Termin, der ganze Schrott aus dem Knie herausgeholt und ich konnt direkt vom OP-Tisch aufstehen und besser nach hause laufen als auf dem Weg ins Krankenhaus. Jetzt ist erstmal wieder ordentlich Training angesagt, um den ganzen Muskelschwund wieder aufzuholen, dann hoffe ich, dass ich so im März doch nochmal wieder auf die Bretter steigen kann. Der Doc hat gesagt, das sollte sich ausgehen. Ist eben auch wichtig, einen Arzt mit der richtigen Einstellung zu finden...