Dachstein
Mount Everest (8850m)
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lanschi schrieb:Dass Skigebiete sehr wohl vom Tagesgast leben können, zeigt sich doch gerade in Niederösterreich eindrucksvoll. Das Stuhleck ist tagein, tagaus gerammelt voll - und das meines Wissens nach ohne einer nennenswerten Anzahl an Gästebetten.
Ausnahmen bestätigen die Regel - der Semmering ist eben von Wien aus gut und vor allem günstig erreichbar. Das Hochkar eben nicht. Auch ist die Anlagenstruktur am Semmering (Steiermärkische Seite) weitaus moderner.
Auch am Hochkar hat das doch eigentlich relativ lange sehr gut funktioniert und mit Hinterstoder gibt es ein weiteres Paradebeispiel für ein super laufendes weitgehend von Tagesgästen frequentiertes Skigebiet.
Also wenn Hinterstoder so gut läuft, wie du darstellst, dann wundert es mich doch wieso das Land immer bei den Investitionen in die Pflicht genommen wird.
Das Problem ist meines Erachtens nach jedoch vor allem, dass das Skifahren für den Tagesgast schlicht und einfach zu teuer wurde. Man braucht sich nur ein wenig im Einzugsgebiet umhören (ich wohne ja selbst in Wien) - viele verzichten inzwischen aus Kostengründen auf Tagesfahrten, der Schwerpunkt wird auf den jährlichen Skiurlaub gelegt - auf Kosten der Tagesfahrten.
Hier sind natürlich die Treibstoffpreise zu erwähnen - am Skipasspreis liegt es mit den teilweise fast unschlagbar günstigen Saisonkarten eher weniger, sofern man ein Vielfahrer ist. Für die Leute, die Skifahren wirklich nur sporadisch betrieben, schaut die Sache, wie du sagst, anders aus.
Man wird aber aus dem Hochkar nie ein richtiges Mehrtagesskigebiet machen können - dafür ist es viel zu weit weg vom Schuss und auch sonst ist die Gegend für Mehrtagesgäste nicht wirklich attraktiv. Es gäbe aber durchaus Möglichkeiten, das Skigebiet punktgenau auf Tagesgäste auszurichten. Man kann spezielle Wochentagstarife anbieten (man glaubt gar nicht, wie viele Wiener an Wochentagen Zeit hätten!!! Warum macht das bis heute noch keiner?!) Bus-Shuttledienste aus Landeshauptstädten einrichten (Wien, Linz und St. Pölten sind binnen 2 Stunden erreichbar), eine Talabfahrt + EUB bauen (ich möchte nicht wissen wie hoch die Erhaltungskosten der Straße sind),...
Ich sehe hier zu aller Erst die Region in der Pflicht. Der Tagesgast alleine bietet wie oben schon ausgeführt die Wetterabhängigkeit. Die Gegend muss für den Mehrtagesgast attraktiv werden, nicht nur das Gebiet alleine! Hat man den Gast im Tal, bringt man ihn (den Skifahrer) auch rauf (ganz salopp gesagt). Nur nur ein Skigebiet zu haben, tut es eben nicht. Stichwort Regionalentwicklung.
Und niemand wird dem rechnerisch teuersten Gast (dem Tagesgast) eine Vergünstigung zukommen lassen. Ausgenommen der Saisonkarten, die eh schon relativ günstig sind.
Eine EUB löst des weiteren nicht - die Straße muss weiterhin vorgehalten werden und mit der EUB hat man wieder eine relativ teure Anlage am Hals, die man im Moment wahrscheinlich nicht ansatzweise Auslasten kann. Viel Geld für nichts...
Feststeht, dass das Hochkar als eines der wenigen niederösterreichischen Skigebiete wirklich Potential für die Zukunft hat (schon alleine aufgrund der Höhenlage). Man braucht sich daher denke ich nicht weit aus dem Fenster zu lehnen wenn man davon ausgeht, dass es nächsten Winter dort oben weitergeht.
Zustimmung - das Hochkar hat Potential. Die ganze Region hat Potential - nur nützen muss man sie!
MFG Dachstein
, was der gute Dachstein da wohl im Sinn hatte....