So jetzt mal ein etwas längerer, vielleicht auch abschließender Kommentar von meiner Seite:
Prinzipiell geht es rein wirtschaftlich betrachtet der Familie Volpert (OMA) gar nicht so sehr um ihre beiden Lifte sondern um einen vernünftigen Ganzjahresbetrieb ihrer beiden Almen (OMA, Rauhkopfhütte). Im Sommer läuft es vor allem auf der Maxlraineralm besser als im Winter und im Winter läuft es auf der Rauhkopfalm besser als im Sommer. Allerdings können die jetzt nicht einfach so auf reinen Sommerbetrieb setzen, dann haben sie nur die Hälfte des Jahres Betrieb und das ist auch schwierig vom Personal her zu organisieren. Rein von Tourengehern etc rentiert sich ein Winterbetrieb der beiden Gastronomiebetriebe nicht. Ich weiß nicht mehr wer genau, aber irgendwer hatte Zweifel daran, dass sich der Liftbetrieb an der OMA nicht lohnt: Es rentiert sich der Liftbetrieb sehrwohl! Der Maxlrainerlift hat zwei perfekt zum Carven geeignete Pistenautobahnen, die trotz Südwesthanglage sehr schneesicher sind. Der Personalaufwand ist für beide Lifte mit nur einer Aufsichtsperson in der Bergstation Maxlrainerlift gedeckt und daher sehr niedrig. Desweiteren gibt es noch Treibstoffkosten für den Maxlrainerlift und die Pistenpräparation und Stromkosten für den Taubensteinhanglift. Alles nicht weiter tragisch und kann von den Skifahrern abgedeckt werden. Schließlich gibt's am Maxlrainerlift so gut wie immer zwischen circa 9Uhr und 12Uhr kleinere Wartezeiten, weil viele Gäste die perfekten Pisten dort in "frisch präpariert" nutzen wollen.
Die Idee von Frankenski mit dem im Winter mieten der 4EUB ist erstmal gar nicht so schlecht, allerdings sind es nicht die Schlepplifte die so unrentabel sind sondern die 4EUB höchstpersönlich! Ich kann keine genauen Zahlen nennen, aber der Personalaufwand ist enorm! Ich denke nicht dass sich ein so kleines Unternehmen wie die OMA traut, diesen Koloss im Winter zu mieten.
Was in nächster Zeit eventuell geprüft wird, ist, ob die asphaltierte und gut ausgebaute Straße (ähnlich wie die Straße zur 4KSB Sutten) von der Wurzhütte (das ist bei Spitzingsee Kirche) rauf zur Unteren Maxlraineralm, genauer gesagt bis rauf zur Schwarzenkopfhütte (das ist keine 100m von der TS Lochgrabenlift) für den öffentlichen PKW-Verkehr freigegeben werden kann und dementsprechend ein Parkplatz an der Schwarzenkopfhütte/Talstation Lochgrabenlift (Gelände eben, also perfekt!) angelegt werden kann. Somit bräuchte man keinen Winterbetrieb an der kostenintensiven 4EUB. Dafür müsste die OMA aber die Lifte Lochgraben und Rauhkopf übernehmen sowie einen kleinen Kassenbereich an der Talstation Lochgrabenlift anlegen. Was das Access-System betrifft, bin ich nicht informiert, dürfte aber auch nicht allzu schwer sein. Was ich den Alpenbahnen wiegesagt vorwerfe ist fehlendes Marketing. Ich denke dass die OMA das ändern könnte. Ich will echt nicht übertreiben, aber man kann das Gebiet wirklich ideal als "Freeridezentrum" vermarkten, dort oben ist der Schnee einfach vielzu oft pulvrig und das Freeridegelände ist mehr als groß genug. Der Vorteil dieser Marketingstrategie ist, dass die Lifte auch dann laufen können, wenn für die Präparation noch zu wenig liegt, was die Saisonzeiten deutlich "stabilisieren" könnte. Das sollte natürlich nur die Alternative für schneearme Zeiten sein und nicht heißen dass man die Pisten bei genug Schnee nimmer walzt. Was die Alpenbahnen freilich auch nicht hingekriegt haben, ist die Senkung der Skipasspreise für das Teilgebiet, da könnten die Volperts sicher was ändern. Ich mache jetzt mal eine grobe Rechnung über die Betriebskosten pro Tag inklusive Personal, Strom, Treibstoff: Lochgrabenlift 500€+ Rauhkopflift350€+ OMA-Lifte 450€ =1300€/Tag >> Es müssten 75Tagesskipässe zum Preis von 20€ am Tag verkauft werden und schon wäre der Betrieb rentabel! (zu Versteuerdes hab ich miteingerechnet) Und ich denke, dass man 75 Skipässe selbst am wenig frequentierten Taubenstein mit den schrecklich uralten unkomfortablen Liften locker verkauft. Wenn man es wirklich drauf ankommen lassen möchte, wäre es sogar vorstellbar die Lifte unter der Woche zu betreiben und weitere Highlights wie eine permanente Geschwindigkeitsmessstrecke(Lochgraben) /(Riesen-)Slalomstrecke(RS-SL-FIS-Strecke) oder gar einen kleinen oder auch größeren Funpark z.B. am Maxlrainerlift oder am Rauhkopflift aufzustellen. All das wäre durchaus vorstellbar.
^^ Das soll jetzt aber keine Diskussion anregen und die Wahrscheinlichkeit dass es so kommt ist sehr gering.
In meinen Augen hat man es versäumt den TS zu vermarkten und wenn man irgendwann, und das wird schon in ein par Jährchen sein, den Stümpfling durchmodernisiert hat, dann braucht man neuen Raum für Lifte, die Naturschützer werden bei Neuerschließungen nix zulassen und wenn man die Taubensteinlifte als Ausgleichsmaßnahme für neue Lifte am Stümpfling abgebaut hat, dann wird man auch am TS nichts mehr machen können. Dann ist Schicht im Schacht.
Jetzt mal zurück zum Stümpfling:
@ doblinas: wo soll denn bitte zwischen Speichersee und Vallepplift eine Piste gewesen sein (du kennst das Gelände doch sicher vom freeriden, da stehen ewig alte Laubbäume drin!? ... von den Gräben ganz zu schweigen... )