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Skigebietsanreise - Auto vs. ÖPNV

GMD schrieb:
Viele Menschen verlieren jeden Tag jede Menge Zeit im Stau. Aber das ist ja was gaaanz anderes...

Aber so verliebt wie die Deutschen in das Auto sind, wundert es mich, dass sie überhaupt noch eine Bahn haben!

tut mir leid, aber wann immer ich mit dem Auto in Münster war war ich wesentlich schneller und stressfreier da als mit der Bahn (auch zu Berufsverkehrszeiten). Außerdem hat sich mein Auto auch noch nie entschieden nach der halben Strecke die Weiterfahrt wegen zu großer Versätung abzubrechen, die Bahn schon des öfteren...
 
der öv wird NIE eine alternative zum auto werden, jedenfalls für mich nicht. lieber 2 stunden im stau als 2 stunden im zug :roll:
@gmd
soviel ich weiss wird in der schweiz ja nicht weniger auto gefahren als früher. und zum schwedischen möbelriesen fährt auch keiner mit dem bus oder fahrrad, oder? zum einkaufen auch wenige. das einzige was passiert ist das alles teurer wird, hast nicht du vor einigen wochen uns erklärt das die schweiz auch für die einhemischen teuer geworden ist und auch die sich nicht mehr alles leisten können? das untermauert doch meine theorie vom wirtschaftlichen auslese-prozess.
den vcs finde ich super, weiter so! die kämpfen für mehr platz auf der strasse, otto normalverbraucher soll öv benutzen. solange ich meine reservierten tiefgaragen-plätze habe... beim nächsten schweiz besuch klebe ich mir nen vcs sticker ans auto, versprochen: alles im namen der umwelt! :lol:
 
Auch wennwir hir schon länger zeit OT sind, nun auch mein senf dazu.

Einige Meinungen und Argumentation sind schon zu lachen, aber was solls.

Ich selbst habe am 3.7. in SF auch 11.50 fürs parkieren gazahlt, kurz Scheisse gedacht und das wars dann, die Kohlen sind weg, das Thema für mich erledigt.
Ich war übrigens im Klettersteig Mittaghorn, nicht am Skifahren.

Fakt ist doch, das der Strassenverkehr nicht nur kostendeckend ist, sondern sogar Bahn und Bus queresubventioniert. Wer das nicht glaubt kann ja den Abstimmungstext zur LSVA nachlesen.

@ alle die fürs Kostenverursacherprinzip und überzeugte Bahnfahrer sind:
Dann fangt schon schön mal an zu sparen, damit ihr dann wenn mal der Gotthardtunnel eröffnet ist und ihr für ein paar Sonnensuinden in den Tessin fahrt auch das nötige Kleingeld habt um die neu eingeführte Tunnelmaut für Zugspassagiere zu zahlen.
Bei den Baukosten dürfte da locker ein 50er pro Durchfahrt fällig sein.
 
Ich stelle einfach mal unsere so liebgewonnen unbegrenzte Mobilität in Frage. Müssen wir wirklich jederzeit überallhin fahren können? Der Mensch neigt leider dazu, neue Bequemlichkeiten schnell als Selbstverständlichkeit hinzunehmen. Die Schattenseiten werden dagegen ausgeblendet. Der Homo sapiens ist ein Meister im Verdrängen unangenehmer Tatsachen.

Das Auto ist nun mal nicht nur Segen! Die Ökobilanz ist nicht gerade gut, das kann auch der eingefleischste Autofahrer nicht verleugnen. Ich sehe es ja täglich, wenn ich an der Bushaltestelle stehe: Eine endlose Kolonne rauscht vorbei, jedes Auto im Durchschnitt etwa 1,6t schwer. Und was wird damit transportiert? Im Durchschnitt (offizielle Statistik) 1,2 Personen. Um 100kg Mensch zu transportieren, werden 1600kg in Marsch gesetzt, mit allen darin innewohnenden Konsequenzen. Hier stimmt doch was nicht!
 
[Satiremodus] Na dann solltest Dir mal die Ökobilanz Deines PC's ansehen: Die Teile wurden aus dem Fernen Osten eingeflogen oder mit dem Schiff angeliefert, das Teil frist unnötigerweise Strom aus Kohle oder Öl. Ich glaub es ist besser Du schaltest das Ding aus[/Satiremodus]
 
Ich habe nie gesagt, dass ich perfekt bin. Ich versuche einfach etwas nachhaltiger zu leben.

Aber eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht äussern. Ich ahnte, dass es so herauskommen würde. Ach übrigens, wir sind schon ziemlich lange ziemlich OT.
 
GMD schrieb:
Ich stelle einfach mal unsere so liebgewonnen unbegrenzte Mobilität in Frage. Müssen wir wirklich jederzeit überallhin fahren können?

Müssen wir.
Wie soll ich z.B. zur Arbeit kommen?
Mit ÖPNV geht das nicht. Geht schon, braucht aber 1,5 Stunden.
Mit dem PKW gehts in 30 minuten.

Das Auto spart mir also 2 Stunden Freizeit am Tag, das sind 10 Stunden in der Woche mehr freie Zeit.
Wenn das kein Argument ist.
 
@oliver frank
keine angst, war natürlich nicht 100 % ernst gemeint :wink: falls du dich oder andere sich angegriffen gefühlt haben, entschuldige ich mich hiermit, ok?
uebrigens: ich bin auch ein "normaler mensch"...
 
Ich gewinne dank ÖPNV jeden Tag 15-20 Minuten. Und die Zeitung habe ich auf der Hin- und Rückfahrt auch schon fast gelesen!
 
Jau wenn man dadurch Zeit sparen und entspannter ankommen könnte, würde ich ja auch Bahn fahren. Aber hier ist Bahnfahren zeitintensiv, teuer, unzuverlässig, dreckig, unpünktlich und schlecht ausgebaut.
 
Enigma schrieb:
Jau wenn man dadurch Zeit sparen und entspannter ankommen könnte, würde ich ja auch Bahn fahren. Aber hier ist Bahnfahren zeitintensiv, teuer, unzuverlässig, dreckig, unpünktlich und schlecht ausgebaut.
Ehrlich? Dann bist du in Deutschland die Ausnahme! Die DB könnte ein noch so guter Service bieten, die meisten würden trotzdem eher das Auto nehmen. Es ist nicht umsonst des Deutschen liebstes Kind.
 
Bitte wieder über Sommerski diskutieren.
 
^^Gute Idee!
 
gute idee? Das Thema Sommerski haben wir in diesem Topic doch schon zu Ende diskutiert :)
 
Downhill schrieb:
Dann wird das Verursacherprinzip aber nicht sonderlich streng durchgezogen - wie erklärt man sich dann, daß Fußgänger für eine Fahrt zum Gipfel oft mehr bezahlen als eine Skitageskarte?
Die Frage ist da sowieso, wo man anfängt mit den "Verursachern". Um nochmal auf obiges Supermarktbeispiel zu kommen, könnte man auch Leute mit dreckigen Schuhen einen Extra-Eintritt abknöpfen. Ich sehe dann auch nicht ein, daß ich mit meinen sauberen Schuhen die tägliche Reinigung subventionieren soll... :stupid:


Tja da wird wohl etwas vermischt.

1. Solange die Bergbahn keine Ortschaft erschliesst, wird sich der Staat bezüglich Tarife nicht einmischen.
2. Das Verursacherprinzip gilt vorallem für staatliche "Dienstleistungen". Aber wie schon richtig bemerkt, es wird nicht immer konsequent durchgesetzt.
Aber wenn ein privates Unternehmen eine Gebühr für dreckige Schuhe verlangen würde, bekäme es bestimmt Ärger mit dem Anti-Diskriminierungsgesetz.
3. Dass die Parkplätze beim Supermarkt kostenpflichtig sind, wurde von den "Grünen" durchgesetzt und eben unter dem Deckmantel des Verursacherprinzips !

Und das mit den Parkplatzgebühren ist nun mal so: wenn eine große Mehrheit der Gäste extra zur Kasse gebeten wird, ist das eine verdeckte Preiserhöhung, die man - wenn man fair ist - auch auf den Preis aufrechnen muß.
Nun die Parkgebühren musst Du zu den Anreisekosten (Benzin, Maut etc) zählen. Ich als ÖV-Benutzer habe ich auch noch nie das Bahn-Ticket zum Skipass addiert.
 
Wenn ihr gerne Zug fahrt, probiert das mal in Afrika, z.B. in Tansania hat es die Bahn geschafft auf der Strecke zwischen Tabora und dem Tangajika-See sage und schreibe 75 Stunden Verspätung einzufahren! :D
 
Jau wenn man dadurch Zeit sparen und entspannter ankommen könnte, würde ich ja auch Bahn fahren. Aber hier ist Bahnfahren zeitintensiv, teuer, unzuverlässig, dreckig, unpünktlich und schlecht ausgebaut.

auch wenn es viele die mich kennen nicht glauben möchten: ich habe mir lange zeit überlegt (als ich mein jetziges auto kaufen wollte), ob ich nicht mein altes verkaufen sollte und mir dafür für knapp 2000 ¤ im jahr ne bahncard 100 inklusive vollem nahverkehrsticket zu kaufen. habe auch einen monat (letzten oktober) bis auf den damals anfallenden umzug meinerseits versucht so viel wie möglich bahn zu fahren. ich sprech mal lieber nicht davon warum ich mich dazu entschieden habe, doch wieder 10 jahre bahncard zu investieren und mir ein gescheites auto zu kaufen.
es funktioniert nicht mal mitten in stuttgart, wie hier bei mir. wenn ich mit der ubahn ins fitnessstudio fahr, brauch ich ganze 57 minuten. wenn ich mit dem fahrrad fahre 30 wenn ich mit dem auto fahr 15.
das nur so "nebenbei"....

des weiteren: alle "normalen" einkäufe werden bei mir hier beim lidl/minimal um die ecke getätigt, studieren tu ich 10 minuten zu fuß von hier, arbeiten 3 minuten zu fuß von hier.
aber erklär mal meiner freundin, dass ich sie im 20 km entfernten kaff besuchen soll, und dafür knapp 2 stunden mit den öffis brauch. und dann mit der letzten bahn um 22.34 schon wieder von ihr weg muss... da is dann nix mit "ins kino gehen" "was trinken gehen" "bisschen spazieren gehen" "gemütlich abendessen gehen". das ist ja das schlimme...

und aus diesem und weiteren gründen hab ich mich fürs auto entschieden und bereue es bis heute nicht, ok ich fahr auch sehr gerne auto... trotzdem....

+sich in rage geredet hat, jetzt besser aufhört+
 
Frag mal K"K wies auf dem Besentreffen mit dem letzten Zug war :D :D :D :D
 
Zusammenfassend...
Wer den ÖV benutzt braucht oftmals weniger Zeit und oftmals mehr Zeit als mit dem Auto. Wer Auto fährt zahlt oftmals mehr und oftmals weniger Geld als mit dem ÖV. Je nach Situation, Land und persönlichen Verhältnissen ist das unterschiedlich. Ich denke, die Polemik nach dem Motto "Unser ÖV ist besser als eurer" kann man sich sparen.

Aber: ich finde es naiv, davon auszugehen, dass man keine Parkplatzgebühren zu zahlen braucht. Sei das jetzt in Saas-Fee, Magdeburg, Ouagadougou oder beim Supermarkt um die Ecke - jeder der ein Fahrzeug in den Verkehr bringt ist sich bewusst, dass es Orte gibt, wo man eben nicht gratis parkieren kann. Wie schon erwähnt ist es jedem selbst überlassen, den ÖV zu wählen. Schlussendlich hängt dies von den persönlichen Präferenzen und den Opportunitäskosten (ach wie ich das Wort liebe) ab. Nur... wenn man sich für ein Verkehrsmittel entschieden hat, dann muss man die Nachteile halt einfach schlucken.
Wenn die Bahn 10 Minuten Verspätung hat, dann kann ICH wenig dran ändern. Zwar kann ich mich drüber aufregen, aber da ist niemandem mit geholfen, am wenigsten mir. :wink:
 
Also ich hab mir am morgen 5 Minuten mit der Bahn gespart. Im Gegensatz zum Auto. Zudem stand ich nie in den Schweizer Standartstaus auf der A3 zwischen Prattel und Verzeweigung Hagnau, Auf der Rheinstrasse zwischen Frenkendorf und Pratteln und vor dem Dreispitz in Basel. Ich bin genau 1 mal mit dem Auto zur Arbeit gefahren das hat mir gereicht. Hinfahrt ging noch aber Rückfahrt au weia. Der Totale Verkehrskolaps.

Anderes Beispiel. Ich war am Dienstag rasch in Lausanne. Fahrzeit ab Basel 2h und 10 Minuten davon 10min Pause in Bern zum umsteigen. Macht das mal wer mit dem Auto! Glaub nicht, dass man auf der Autobahn durchgehend 160 fahren darf. Naja jetzt brauch ich das Auto sowieso noch weniger. in 2min Fussweg bin ich an der Talstation. :lol:

Zum Thema Quersubventioniert. Das ist sogar prima und Richtig. Viele Staaten darunter auch unserer haben das Kiotoprotokol unterschrieben. Aber mit dem unterschrieben ist es nicht getan. Alle zeigen auf die Bösen bösen Amerikaner die unsere Umwelt so sehr verschmutzen und unser Klimatemperatur erhöhen weil sie den Fötzel nicht unterschrieben haben. Was ändert das unterschreiben eines Fötzels am Klima?? Nur ein reines gewissen für den Staat und rumhacken auf denen die nicht mitmachen und wenigstens so ehrlich sind und es zugeben. Wenn schon unterschrieben, dann muss man auch dafür sorgen und das ganze Umsetzten. Die Bahn fährt mit Strom. Der Strom komm, zumindest bei uns, aus Atom oder Wasserkraft. Beides saubere Stromquellen (zugegeben ich bin für Atomkraft, andere finden das schlecht).
Die LSVA soll dazu dienen die Lastwagen auf die Bahn zu bringen. Nur wenn beides gleich teuer ist, überlegen es sich die Spediteure (nicht die Lastwagenfahrer die währen froh wenn sie mit dem Zug ausspannen könnten). Was aber mit dem Geld?? Einfach dem Staat in den A... schieben?? Nein das Geld wird dazu genutzt saubere Verkehrssysteme auszubauen und zu verbessern, wie zum Beispiel der Gotthard Basistunnel (längster Eisenbahntunnel der Welt) und damit der Schadstoffemmission entgegen zu wirken wie es das Kiotoprotokoll verlangt welches man ja auch unterschrieben hat. Was für andere Massnahmen gibt es dan sonst?? Hätte wir wie die Amsi nicht unterschreiben sollen dan hätten wir reinen Tisch alles Prima und müssen nicht mehr so lange auf diesen doofen Planet wohnen. Aber einfach unter dem Deckmantel Kioto wir sind die Guten weiter spielen ist doch nicht fair gegenüber den Amerikanern. Immer mit dem Finger auf die zeigen weil sie nicht mitmachen, aber selber macht man nix. Zähl mir mal einen Punkt auf wo die Deutschen oder Österreicher ernsthaft versuchen dem Kiotoprotokol entgegen zu kommen?? Gletscher abdecken?? :lol: Das machen wir in unserem Skigebiet auch. Nicht mal ihre Eisenbahn elektrifizieren tun sie. Siehe das Bild von mic. Mit so einem ÖPV würd ich auch nicht fahren.

Och wenn du dir die 50 Franken nicht leisten kannst um in 30min im Süden zu sein. So schnell und billig bis nid mal mit Easyjet in Lugano. Ich bazahl die 50 Franken für eine deratige Pioniertat mit freuden. Ich mein der Skipass in Zermatt kostet auch 75 Franken und da wirst nicht mit 220km/h durch die Alpen geschossen und bist in 30min im Süden. :lol:
 
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