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Skipass-Preisdiskussion Saison 2014/15

Status
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also knausern bis zum letzen möchte ich im Skiurlaub nicht. Aber Unterkünfte für 100Euro die Nacht sind für uns nicht drin. Unsere Preisklasse ist bis 60Euro im DZ. Mehr kann und will ich nicht zahlen. Und dann aber auch keine ganze Woche. Frankreich wird mir immer symphatischer und rückt stark ins Blickfeld auch bezüglich des Preises. Ansonsten schau ich nach Schnäppchen wie z.B. bei Radiogutscheine.de, ebay oder ricardo. Da kam ich schon öfter wirklich sehr günstig zum Ski fahren.
 
Manchmal wundere ich mich schon. So eine Geiz- u. Selbstkasteiungsdiskussion ist wirklich nur in D denkbar. Versuche mir grad französische o. italienische Touristen vorzustellen die aus Geiz auf eiskalten Rucksackfraas umstellen. :nein:

Ich geh mal davon aus dass ein Großteil hier ein Einkommen hat. Da hat man dann ja normalerweise ein Jahresbudget für Freizeit/Tourismus. Da werden doch 200€ rauf oder runter keine Rolle spielen. Das ist eine Frage der Wertigkeit.
 
Ich verstehs auch nicht. Gerade hier, wo von vielen im November/Dezember darüber gemotzt wird, dass es nicht genügend Schneekanonen gibt um innerhalb von 3 Tagen ein ganzen Gebiet zu beschneien oder wenn man einmal an einem Tag mal eine DSB fahren muss. Klar wird Skifahren immer teurer, die Schneekanonen, Speicherteiche, Energie, qualifizierte Mitarbeiter, neue Pistenraupen, neue Liftanlagen, neue Restaurants wollen eben bezahlt werden. In fast allen österreichischen Skigebieten steigt auch die Qualität jedes Jahr...

Überlegt mal: Verzichtet ihr auf 2 Bier im Urlaub, habt ihr die Differenz schon wieder drin...

Und bzgl. Schweiz und die Vorfreude: Auch dort wird der Preis sicher um durchschnittlich einen Euro steigen. Grund zur schweizerischen Euphorie ist also nicht gegeben.
 
man muss ja nicht um Urlaub sparen, sondern könnte seine privaten Ausgaben sicher optimieren, ohne zu verzichten: Strom, Gas, Versicherung, etc. Man kann dabei so viel sparen, dass man dann doch sich sicher ein Getränk auf der Hütte leisten kann. Die 200 EUR Mehrkosten kann man, sofern man es überhaupt muss, ganz locker einsparen. Es ist doch alles eine Frage der Budgetierung. Und selbst bei einem vermeintlich knapperen Einkommen: Eine Jeans weniger und ein mal Essen gehen weniger im Jahr...

Gruß,
Markman
 
Wasan einigen Rechnungen hier nicht aufgeht: Vielleicht ist in der Finanzierung des Skiurlaubs ja auch jetzt schon der Verzicht an anderen Stellen drin?
Klamotten hab ich ewig nicht gekauft. (Es sei denn, man zählt Ski- und Laufschuhe zu Kleidung.) Ich trag die Jeans meiner Tochter auf :lach:
Um meinen Skikauf wiede rauszuholen, habe ich eine Woche im Auto gewohnt.
Essen auf den Hütten ist für mich eh nur selten drin. (Ich muss glutenfrei essen und das bekommen die in gefühlten 99% der Hütten eh nicht hin.)

Ein bißchen woanders sparen mag gehen, wenn es ein Skiurlaub pro Jahr ist und das womöglich noch der Jahresurlaub.
Aber wenn man besessen ist (und dazu auch noch Norddeutsch, da haut auch die Fahrerei ordentlich rein) wird das echt etwas teuer.

Und selbst diejenigen, die einfach nur in den Skiurlaub fahren: Wer sagt denn, dass die das jetzt nicht schon darüber finanzieren, dass sie auf anderes verzichten?

Die Sachen aus dem eigenen Rucksack als "Fraß" zu bezeichnen ist - im Vergleich zu dem was es auf einigen Hütten so gibt- irgendwie seltsam.
 
Die Diskussion über Essenspreise ist aber wirklich typisch deutsch, da hat Fab schon recht und es etwas drastisch ausgedrückt :D

Ich persönlich kann garnicht soviel zu Mittag essen, dann macht mir Skifahren mit vollem Magen keinen Spass mehr.
Wenn ich hier manchmal so die Fotos vom Essen sehe - wäre mir zuviel.
Und ne gute Wurst im Rucksack ist besser als mancher Hütten.....schmaus.

Wenn ich mich zur Mittagszeit in überfüllte Restaurants mit schlechter Luft quetschen muss - nein danke. Da sitz ich lieber irgendwo draußen fernab.
 
Hab eh keine Zeit zum Mittagessen, weil ich lieber Skifahren will :) Und wenn man sich morgens am Frühstücksbuffet den Bauch vollschlägt, reicht das bis Abends, bzw. wenn kein Frühstücksbuffet, dann eben ein Semmel dabei o.ä. Gut, ich kann mit meinen 100+ Skitagen hier nicht als Durchschnittsskifahrer gelten ;)

Außerdem werden ja nicht nur Skipässe regelmäßig teurer - auch die anderen Dinge im Skiurlaub. So einfach ist das mit dem "Kompensieren" dann auch nicht. Aber im Grunde find ich's eh ok, je teurer die großen Skigebiete, desto mehr ist in den kleinen wieder los, wo es häufig noch Skipässe um 20-30,- € gibt.

Ich mach zwar keine Aufzeichnungen mehr über Übernachtungskosten, aber durch Verwendung von booking.com hab ich mir in den letzten 2 Jahren sicherlich etliches gespart. Aber wieso sollte ich das dann wieder zum Fenster rauswerfen für teurere Skipässe? Außer ich schlaf über den 1. Mai wieder im Auto, dann zahl ich auch die >50 € für Val d'Isere.
 
Schon amüsant, Teile der Diskussion hier. Man regt sich fürchterlich darüber auf, dass gewisse Skigebiete einige Euro aufschlagen, fährt aber ohne mit der Wimper zu Zucken viele hundert Kilometer mit dem Auto an einem Tag hin und zurück. Kostet ja nix.

Abgesehen davon, dass es ja auch viele kleinere, günstigere Gebiete gibt, wo es sich auch sehr gut Skifahren lässt. Oft sogar besser...
 
Ich finde das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Das wir gewisse Preissteigerungen bei den Liftpreisen haben ist klar. Dennoch finde ich dass diese überdurchschnittlich hoch sind und weit über der sonstigen Teuerungsrate liegen.
Sicherlich geht ein Großteil dabei allerdings auch für die heutigen Hightech Präparationen und Schneekanonen Parks drauf.
Und da ist halt die Frage ob in Ischgl eine Talabfahrt wirklich so mit Schnee zugeballert werden muss dass sie bis Ende April hält...........
Das kostet halt alles Geld und schlägt sich im Liftpreis nieder.
 
vorlost schrieb:
Und da ist halt die Frage ob in Ischgl eine Talabfahrt wirklich so mit Schnee zugeballert werden muss dass sie bis Ende April hält...........
Das kostet halt alles Geld und schlägt sich im Liftpreis nieder.

Eben. Da stellt sich halt die Frage: Wollen wir bis Mitte April bei 20 Grad im Tal bis auf 650m abfahren können, Vollbetrieb bis 2 Wochen nach Ostern haben und noch dazu möglichst alle Abfahrten offen haben oder nehmen wir für den gleichen Preis lieber ein Skigebiet, dass nur bis 15. März offen hat, weil es danach aus natürlichen Gründen nicht mehr geht, sinnvoll ein Skigebiet zu betreiben?
 
Will schrieb:
Schon amüsant, Teile der Diskussion hier. Man regt sich fürchterlich darüber auf, dass gewisse Skigebiete einige Euro aufschlagen, fährt aber ohne mit der Wimper zu Zucken viele hundert Kilometer mit dem Auto an einem Tag hin und zurück. Kostet ja nix.

Abgesehen davon, dass es ja auch viele kleinere, günstigere Gebiete gibt, wo es sich auch sehr gut Skifahren lässt. Oft sogar besser...

Naja, das mit dem Autofahren ist für mich zum einen der Ausgleich für die deutlich günstigere Unterkunft (außerhalb wohnen und dann mit dem Auto hochfahren ist immer noch billiger als ein Hotel direkt im Skigebiet) und zum anderen ist es sowieso unausweichlich. In meiner Budgetplanung bspw. bin ich für diese Saison von höheren Spritpreisen ausgegangen als sie es dann tatsächlich waren, wodurch ich sogar ein paar Tage länger bleiben konnte (ich hab bin bei meiner großen Frankreichtour ca. 5800 Kilometer in etwa 3 Wochen gefahren, allerdings mit Hin- und Rückfahrt von hier aus)... gegen die Ölmultis zu protestieren hat eh noch nie was gebracht, von daher nimmt man das als Autofahrer halt einfach hin.
 
vorlost schrieb:
Dennoch finde ich dass diese überdurchschnittlich hoch sind und weit über der sonstigen Teuerungsrate liegen.
Sicherlich geht ein Großteil dabei allerdings auch für die heutigen Hightech Präparationen und Schneekanonen Parks drauf.
Dazu das hier: http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=52841&p=5016534&hilit=Kostet#p5016534
Der Gast verlangt immer mehr. Insofern sind die Preissteigerungen verständlich und für mich auch ok, weil ich auch zu dieser Gruppe gehöre, die immer mehr Komfort wünscht.

By the way: wenn man als sportlicher Skifahrer mal rechnet, wie wenig man für eine einzelne Fahrt mit einem Lift noch bezahlt, sprich 1-2 EUR und dazu auch noch eine präparierte Piste benützt, dann relativieren sich die Skipasspreise doch sehr.

Über Fabs treffende Bemerkung musste ich als Schweizer ziemlich schmunzeln... :wink:
 
das mit dem Autofahren (...) ist (...) sowieso unausweichlich.
Das mag für deine Situation stimmen, ändert aber nichts daran, dass die Skipasspreise in Relation zu den (fair und ganzheitlich berechneten) Kosten für das Autofahren bei deinen Distanzen sehr vernachlässigbar sein dürften. DIe paar Euro Aufschlag sowieso. Ausserdem ist es ja nicht unausweichlich, dass du in ein grosses, teures Gebiet fährst.

Da stellt sich halt die Frage: Wollen wir bis Mitte April bei 20 Grad im Tal bis auf 650m abfahren können, Vollbetrieb bis 2 Wochen nach Ostern haben und noch dazu möglichst alle Abfahrten offen haben
Perfekt zusammengefasst! Gerade hier im Forum ist ja oft der Himmel die Grenze für die Ansprüche, die man an die Skigebiete hat und wehe es ist mal irgendwo nicht perfekt präpariert und es lugt ein Grashalm hervor oder es ist gar die Talabfahrt Anfang April geschlossen! 8O . Ich persönlich fahre gern mal in einem Industriegskigebiet, brauche das aber nicht unbedingt und kann auch sehr gut in günstigere, kleinere Gebiete ausweichen. Wobei ich das meistens nicht wegen des Skipasspreises mache, sondern, weil es mir dort oft besser gefällt oder weil ich nicht 15x pro Saison am gleichen (wenn auch vielleicht tollen) Ort fahren will, sondern Abwechlsung liebe.

Möglicherweise wird es in Zukunft einfach eine noch grössere Differenzierung zwischen den Gebieten geben. Zermatt z.B. ist ja heute schon nicht mehr wirklich erschwinglich für kleinere Budgets und will das wohl auch nicht sein. Gleichzeitig gibt es Gebiete, wo die Preise nicht soviel höher sind wie vor 20 Jahren. Die Schere wird sich wohl öffnen, aber das ist ja nicht unebdingt schlecht.
 
ski-chrigel schrieb:
Über Fabs treffende Bemerkung musste ich als Schweizer ziemlich schmunzeln... :wink:

Ich auch, und ich bin selber Deutsche 8O (und wohne, wenn auch nur um ca. 100m, noch in D ).
Sowohl hier in diesem Thread als auch im Urlaub vor Ort, wie manche meiner Landsleute über jeden Franken zetern und meckern, und sich dann lieber auf's Hotelzimmer setzen statt in eine Bar mit Sonne und Aussicht... Das ist mir mein Urlaub nicht wert!!! Ich bin AUCH zum Skifahren im Urlaub, aber AUCH um einfach das Leben und die Welt zu genießen... Wenn ich wieder zu Haus bin, kann ich mir überlegen, ob's nächstes Jahr noch mal für 4 volle Wochen reicht, oder nicht (ich befürchte eher nicht, aber mal sehen). Vor Ort mache ich mir die Gedanken nicht... Lieber 2 Wochen Genuß als 4 Wochen Frust...

Arlbergfan schrieb:
Eben. Da stellt sich halt die Frage: Wollen wir bis Mitte April bei 20 Grad im Tal bis auf 650m abfahren können, Vollbetrieb bis 2 Wochen nach Ostern haben und noch dazu möglichst alle Abfahrten offen haben oder nehmen wir für den gleichen Preis lieber ein Skigebiet, dass nur bis 15. März offen hat, weil es danach aus natürlichen Gründen nicht mehr geht, sinnvoll ein Skigebiet zu betreiben?

Voll dabei!
Wobei ich nach diesem ersten Gedanken auch feststellen musste, jeder hat andere Prioritäten: DIe modernsten Anlagen brauche ich nicht, aber die Modernen Beschneiungsanlagen sind schon toll... Wenn ich 15Jahre zurück denke, da musste man Ostern selbst in Saas-Fee oft die Bahn in's Tal nehmen, was zu viel größeren Schlangen als morgens führte... das ist heut Vergangenheit, am Sonnstag bin ich wirklich passablen Verhältnissen bis 1000müM abgefahren...
 
Zum Thema Autokosten seien viel höher als Skipasskosten:

Angenommen ich fahr ca. 30.000 km pro Jahr zum Skifahren (könnte ungefähr hinkommen), das wären dann ca. 300 x 5,7 Liter x 1,30 €/Liter = 2.223,- €

Dazu ein halber Satz Winterreifen und ein Service usw. => ca. 2.800,- €

Skipasskosten für die 108 Tage im letzten Jahr 2.358,- €, das sind (auch dank 34 Tage Saisonkarte) pro Tag ca. 21,83 €.

Würde ich die 108 Tage mit einem durchschnittlichen Tageskartenpreis von 40,- € fahren, wären das 4.320,- € und damit höher als die Autokosten.
 
starli schrieb:
Angenommen ich fahr ca. 30.000 km pro Jahr zum Skifahren (könnte ungefähr hinkommen), das wären dann ca. 300 x 5,7 Liter x 1,30 €/Liter = 2.223,- €

Wo bleiben da Fahrzeuganschaffung, Autoversicherung, Steuern, Frostschutz, Maut usw? Bei 30.000km im Jahr allein für das Skifahren sicherlich nicht völlig unbedeutend.
 
Genau das wollte ich auch fragen. Sauber gerechnet kommt ein km locker auf -.50. zumindest in der CH.
 
Steuern zahlt man unabhängig vom Skifahren und der gefahrenen km-Laufleistung.

Anschaffung im Prinzip auch, wenn, dann dürftest nur den Mehrkilometerabschlag bei der Fahrzeugbewertung beim Verkauf des Fahrzeugs berücksichtigen. Meinetwegen lass das nach 5 Jahren 500,- € pro Jahr sein.

Da man ja sowieso 1 Service pro Jahr machen muss, ist meine obige Aufstellung in diesem Punkt egtl. auch nicht ganz korrekt - mit meiner km-Leistung mach ich halt 1,5 Service pro Jahr, also 0,5x mehr als ohne Skifahren ...

Maut bleibt unberücksichtigt, weil man ja auch mautfrei fahren kann, wenn man will (bzw. die AT-Maut hab ich ja so und so). Insofern sind das freiwillige Ausgaben wie Mittagessen :)

Frostschutz?? Im Ernst? Du meinst Scheiben-Frostschutz-Wasser? 20,- € 5l Kanister reicht bei mir 3 Winter minimum.
 
@starli: Deine Ausführungen zeigen wunderbar auf, wie sich viele Autofahrer die Kosten schönrechnen :D

Würde ich die 108 Tage mit einem durchschnittlichen Tageskartenpreis von 40,- € fahren
Das machen vielleicht 0,00001% aller Skifahrer? Oder gar keiner :roll:

Ich bleibe dabei, im Verhältnis zu den Gesamtkosten für das Hobby Skifahren, fallen ein paar lumpige Euro Preiserhöhung sowas von nicht ins Gewicht. Dass es natürlich über Jahre kumuliert dann schon mal spürbar wird, gebe ich zu. Aber, es wurde hier auch schon vielfach erwähnt, wir haben einen durchaus funktionierenden Markt indem niemand gezwungen wird, an Ort X zu fahren. Und es handelt sich nebenbei bemerkt auch um einen absoluten Luxus, über was wir hier sprechen, für den grössten Teil der Menschheit unerschwinglich, ob der Skipasspreis jetzt €49 oder €51 ist.
 
Skifahren ist ein kostspieliges Hobby - keine Frage. Aber man sollte dabei eben auch immer die subjektiven Präferenzen bedenken. Für mich waren Besuche auf dem Kronplatz oder der Sella Ronda wirklich unvergessene Momente, an die ich sehr gerne zurückdenke.

Letztlich haben sich aber bei mir mit den Jahren die Interessen ein Stück weit geändert und daher bin ich mittlerweile nicht mehr bereit, 40 oder mehr Euro für einen Tagesskipass zu zahlen. Preis-/Leistung finde ich in den großen (südtiroler) Skigebieten nach wie vor relativ angemessen, denn dort sind gute Schneeverhältnisse, geringe Wartezeiten und top präparierte Pisten eigentlich garantiert. Schade finde ich die Preisentwicklung für junge Familien, aber auch da gibt es immer noch interessante (Ski-)Regionen, wo man relativ viel für sein Geld bekommen kann.
 
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