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Skipass-Preisdiskussion Saison 2015/16

j-d-s schrieb:
Und ganz ehrlich, von der Qualität her müssten sie im Schweizer Teil eigentlich noch mehr senken :evil: . Champery-Les Crosets geht ja grade noch (auch wenn es im Vergleich zu Avoriaz abfällt), aber Morgins-Champoussin und Torgon sind echt mal unter aller Kanone. Das ist wie in ner Zeitmaschine, Gegenwart in Frankreich und 80er in der Schweiz...
Naja, typisches j-d-s-Schweiz-Bashing halt, das man (wie fast immer bei ihm) nicht so ernst nehmen sollte... Von den Liften, die "man" in Morgins bis Les Crosets braucht, ist lediglich der 3SBK von Morgins rauf ne alte Kiste, sonst ist das relativ modern: Les Bochasses 6SBK 2012, Aguilles des Champeys 4SBF 1988, Pointe de l'Au 4SBF 2013 und in Les Crosets eh grösstenteils recht neu. Das kann alles im Vergleich zu Frankreich, wo auch noch einiges altes Zeugs rumsteht, durchaus noch knapp mithalten resp. fällt nicht sonderlich ab. Namentlich der Doppel-1SL in Avoriaz ist ja grad topmodern... :lach:
Was ich nicht verstehe ist, wieso man 2013 noch fixe Bahnen baut. Und generell in der ganzen Region resp. Frankreich allg., wieso keine Hauben gebaut werden. Für mich sind diese beiden Punkte viel entscheidender, als das Alter ansich.
PS: Ich bin auch Fan von modernen/komfortablen Liften und schätze drum Österreich so sehr (abgesehen vom Füllungsgrad, der in der Schweiz halt viel angenehmer ist als anderswo), aber es geht mir nur darum, diesem undifferenzierten Bashing was entgegenzuhalten.
 
Eh, seh ich das richtig, dass die 2013 noch ne fixe 4SB gebaut haben? o.O Dann haben die wirklich den Schuss nicht gehört... bei mir heißt "alte" Bahnen immer "langsame" Bahn, also v.a. fixe SBs und Schlepper. Denn mir geht es tatsächlich nur um die Geschwindigkeit und nicht ums Alter - die 4KSB Solaise Express ist auch BJ 1990 und ich find ihn trotzdem toll, weil eben schnell ist.

Und in Frankreich ist imo das interessante, dass man zwar tatsächlich alte Anlagen auch hat, aber die nicht benötigt werden. Siehe bei Avoriaz, da kannst du jeden Punkt im Skigebiet auch mit schnellen Anlagen erreichen.
 
Ich finde die lokalen Skipässe im Schweizerteil von PDS gut. Nicht jeder braucht beim Skifahren eine grosse Anzahl moderne Lifte. Dies beweist ja auch der Erfolg des lokalen Skipass von Morgins. Anscheinend gibt es eine Klientel die dies wünschen. Wobei auch in Morgins hat es schnelle moderne Lifte.
Darum mag ich PDS. Da gibt es für jeden etwas und die Preise sind wirklich anständig.
Aber wenn man sich auf eine Sache eingeschossen hat, fällt es einem halt einfach über etwas herzuziehen. Ist halt so.
 
j-d-s schrieb:
joepert schrieb:
j-d-s schrieb:
Und ganz ehrlich, von der Qualität her müssten sie im Schweizer Teil eigentlich noch mehr senken :evil: . Champery-Les Crosets geht ja grade noch (auch wenn es im Vergleich zu Avoriaz abfällt), aber Morgins-Champoussin und Torgon sind echt mal unter aller Kanone. Das ist wie in ner Zeitmaschine, Gegenwart in Frankreich und 80er in der Schweiz...

http://www.skipass-morgins.ch/de/
KLEINES GEBIET - GROSSER ERFOLG
Der Skipass MORGINS-CHAMPOUSSIN (MC) zum Preis von CHF 39.- /Erwachsene (Kind: 27.-, Jugendl. 35.-) ist speziell für diejenigen Skifahrer, die ihren Skitag im Angesicht der Dents-du-Midi verbringen wollen.Dank der großen Nachfrage unserer Kundschaft im letzten Winter, wird dieser 'kleine' Skipass auch dieses Jahr wieder im Angebot sein. Von blau bis schwarz, alle Schwierigkeitsgrade sind vorhanden, inklusive der fantastischen 'Didier Defago'-Piste vom Pointe de l'Au zurück nach Morgins.
Ich meinte eher, wenn man PdS in der CH kauft. Denn wenn man da wohnt, muss man ja jeden Tag erstmal die Lifte aus den 80ern fahren, bis man in Frankreich drüben ist. Ich würde mir bspw. den Skipass Morgins-Champoussin nie kaufen, ein ganzer Tag auf diesen ganzen veralteten Liften (und in diesem Fall auch noch mit Ostexposition, man hat im Bereich Champoussin-Les Crosets sehr oft tiefen, tiefen Sulz, das ist wie Wasserskifahren) ist doch die reinste Folter.

Wenn man nur einmal rüberfährt gehts grade noch, aber mehr als einmal würde ich diese Pisten und Lifte nicht fahren.
Dass ist für sehr viel grösse Gebiete so, dass es orte gibt die weniger attraktiv sind. Dann soll auch ein Espace Killy Pass billiger sein für leute in Tignes Les Boisses, die 3V pass billiger für leute in Orelle usw? Um nicht zu reden von Leute die in Chatel wohnen in PdS.

Wir gehen in Februar nach Champoussin und haben dort für €1500 mit 6 personen ein eher luxuöses ski-in/ski-out Appartement. 2 gratis parkplätze dazu. Das gibt es für die Preis in Avoriaz überhaupt nicht. Ein paar ältere Lifte interessieren mich sowieso nicht. Die Entschließung nach Champery, Avoriaz und Morgins/Chatel ist super. Und dan auch noch 10% Familie-ermässigung. Ist für mich also ein "No-Brainer".
 
Höchster Preisanstieg im Skicircus Saalbach-Hinterglemm

Der Durchschnittspreis für einen 6-Tages-Skipass in der Hauptsaison in Österreich liegt im Winter bei 230,50 Euro. Vor allem im Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang wird das Skifahren teurer. Aufgrund der neuen Liftverbindung nach Fieberbrunn kostet das Liftticket nun 245 Euro (+ 5,2%). Spitzenreiter bleibt mit 261 Euro das Skigebiet Sölden (+3,0 %), gefolgt von Ski Arlberg mit 252,00 Euro (+2,9 %) und Kitzbühel mit 248 Euro (+ 2,9 %).

Immer mehr Skipässe sind in Deutschland gratis

Den geringsten Preisanstieg unter den Top-Skigebieten der Alpen verzeichnen Serfaus-Fiss-Ladis mit 228,50 Euro (+1,8 %), Dolomiti Superski mit 275 Euro (+1,8%) und Les Sybelles mit 216 Euro (+ 1,2 %). In Deutschland gibt es außerdem immer mehr Skigebiete, in denen das Skifahren bei Buchung einer Unterkunft gratis angeboten wird. In Bad Hindelang, Oberstaufen, St. Englmar und Feldberg ist der Skipass in der Gästekarte enthalten.
Quelle: http://www.snowplaza.de/weblog/6629-skipass-so-viel-kostet-skifahren/
 
Da sieht man dran, was die kleinen Skigebiete in Deutschland für eine Not haben und das ganze diskutieren um Geld für den Skipass die meisten Leute überhaupt nicht interessiert, die fahren doch in die großen Gebiete, scheiß aufs Geld.....
 
joepert schrieb:
Wir gehen in Februar nach Champoussin und haben dort für €1500 mit 6 personen ein eher luxuöses ski-in/ski-out Appartement. 2 gratis parkplätze dazu. Das gibt es für die Preis in Avoriaz überhaupt nicht. Ein paar ältere Lifte interessieren mich sowieso nicht. Die Entschließung nach Champery, Avoriaz und Morgins/Chatel ist super. Und dan auch noch 10% Familie-ermässigung. Ist für mich also ein "No-Brainer".

Hm, ich habe jetzt keine Vergleiche, aber ich denke, in Avoriaz oder Morzine würdest du auch was zu dem Preis finden (Morzine ist übrigens nen toller Ort :ja:), so teuer ist das da nicht, vor allem musst du ja den Gesamtpreis berechnen. In der Schweiz sind alle Ausgaben (außer eben Unterkunft und Skipass bei diesem speziellen Angebot) sehr viel teurer.

Das mit den Parkplätzen finde ich übrigens interessant. Ich bestehe ja immer darauf, dass ich, wenn ich ein Hotel buche, auch kostenlos direkt daneben (und nicht etwa nen Kilometer entfernt) einen Parkplatz bekomme. Das gehört für mich einfach dazu, weil ich ja nicht in Skiorten selbst übernachte, sodass ich jeden Tag Auto fahre.
 
Olli_1973 schrieb:
Da sieht man dran, was die kleinen Skigebiete in Deutschland für eine Not haben und das ganze diskutieren um Geld für den Skipass die meisten Leute überhaupt nicht interessiert, die fahren doch in die großen Gebiete, scheiß aufs Geld.....

Das Luxus-Segment war schon immer das krisensicherste :wink:

Richtig ist, der Markt, wir alle entscheiden doch, wo es hingeht. Die Betreiber erhöhen jährlich überproportional die Preise vor allem aus einem Grund: weil sie es können... ...sprich, weil genügend den geforderten Preis zahlen.

Sie machen folglich mit der alljährlich hier kritisisierten Preispolitik vor allem eines: aus ihrer Sicht alles richtig... :wink:
 
Pancho schrieb:
Olli_1973 schrieb:
Da sieht man dran, was die kleinen Skigebiete in Deutschland für eine Not haben und das ganze diskutieren um Geld für den Skipass die meisten Leute überhaupt nicht interessiert, die fahren doch in die großen Gebiete, scheiß aufs Geld.....

Das Luxus-Segment war schon immer das krisensicherste :wink:

Richtig ist, der Markt, wir alle entscheiden doch, wo es hingeht. Die Betreiber erhöhen jährlich überproportional die Preise vor allem aus einem Grund: weil sie es können... ...sprich, weil genügend den geforderten Preis zahlen.

Sie machen folglich mit der alljährlich hier kritisisierten Preispolitik vor allem eines: aus ihrer Sicht alles richtig... :wink:
Kritisieren ist aber scheinheilig, wenn man dann trotzdem kauft - so wird man niemanden zum Umdenken bewegen. Wenn die Seilbahnunternehmen Umsatzeinbußen bemerken, werden sie vielleicht nicht mehr so schnell an der Preisschraube drehen.

Ich wiederum kritisiere ja die Preise nur bei einzelnen Gebieten, wo meiner Meinung nach nicht die dafür gebrachte Leistung stimmt (und fahre dann auch gar nicht oder nur für einen Tag dorthin), während ich für gute Qualität auch einen hohen Preis zahle. Der Skipass 3V bspw. ist einer der teuersten des Euroraums und trotzdem finde ich ihn nicht überteuert. Man kriegt dafür eben auch sehr viel, vor allem topmoderne Anlagen - in den 3V bauen sie jedes Jahr mehrere neue KSBs.
 
Man muss aber auch bedenken, dass Otto-Normalskifahrer die Preissteigerungen idR gar nicht bemerkt, ausser es geht über eine "magische" Grenze (40€, 50€, 60€): Zwischen zwei Besuchen in einem Skigebiet (saisonübergreifend) liegen meist über 9 Monate, da vergisst man doch, was letztes Jahr dafür bezahlt wurde... mindestens mir ergeht es so: Keine Ahnung mehr, was ich letztes oder vorletztes Jahr für eine Tageskarte in Adelboden bezahlt habe.
Bei Brot oder Milch oder Bier ist das anders, das wird alle 2-3 Tage gekauft, da merkt man die Preisänderung viel eher und direkter.

Darum bin ich der Meinung, dass die Skigebiete relativ widerstands- und widerspruchlos die Tarife jährlich um 1-3€ erhöhen können, die meisten (inkl. mich) merken es ja nicht einmal ;)
 
Solange das so ist, ist es noch nicht teuer genug. :D
 
Naja - und trotzdem sind fast alle Skigebiete in AT am Rande der Existenz geldmäßig. Selbst erfolgreiche Regionen wie Schladming existieren nur durch Tricks (Zusammenlegung Schladming mit Nachbargemeinden weil die Schulden nach der WM sonst Insolvenz bedeutet hätten). Jedes Jahr mehr Beschneiung kostet einfach Unsummen. Dazu immer schnellere/neuere Lifte. Das Hauptproblem ist halt - man kann heute nicht mehr einfach sagen - bauen wir halt 500 Meter höher - gibt ja für jede Neuerschließung Probleme.. Ohne Subventionen von Land/Gemeinde/Hoteliers/Ansässige Betriebe wären 80% der Skigebiete nicht überlebensfähig (rein von Liftpreiserösen her). Und da wird auch richtig dreckig Geld eingetrieben ala die nächste Baugenehmigung kannst dir sparen ohne "Spende" für die neue Gondel oder "viel Spaß bei der Betriebsprüfung wenn du nicht mitzahlst"...

Skigebiete die wirklcih gut Geld verdienen wie Ischgl sind die Seltenheit... Daher nur logisch dass die Preise weiter steigen. Tendenziell gibts einfach zu viele Skigebiete für zu wenig Kunden
 
Ich bin jedenfalls sensibilisiert inzwischen. OK, als Saisomkartennutzer ist die Kalkulation ja eh eine andere, aber ich schaue genau auf Preis-Leistung und werde definitiv nicht mehr jede Veränderung mitmachen. Das Ende der Fahnenstange naht hier definitiv...
 
extremecarver schrieb:
Naja - und trotzdem sind fast alle Skigebiete in AT am Rande der Existenz geldmäßig.

Gut, die müssen ihre Finanzen verwalten - ich meine :wink:

Dass die Liftbetriebe von der Gemeinde Betriebskostenzuschüsse erhalten, mag gerechtfertigt sein. Ohne Skibetrieb schließlich kein Wintertourismus und damit Schicht im Schacht. Wer aus etwas Nutzen zieht, mag sich auch an den Kosten beteiligen - aber das ist nicht mein Krieg, sollen die mal ausknobeln, wie sie es für richtig halten.

Wenn es mir zu teuer wird, muss ich die Bremse ziehen. So einfach ist das letztlich. Bedeutet weniger Skitage, damit auch weniger Essen im Gasthof und weniger Weizen auf der Hütte, oder bewußtere Wahl der Ziele.

Vielleicht führt das dann zu einer Konsolidierung und dann wird auch einfach mal dieses ruinöse Wettrüsten beendet (das übrigens wir als Verbraucher durch unser Verhalten befeuern)- wäre mal an der Zeit.
 
Das ist eh klar - es ist halt eine Spirale - gehen weniger Leute skifahren wegen der hohen Preise - so müssen die Skigebiete noch weiter rauf mit den Preisen - runter wird nichts mehr gehen - zumindest in der Hauptsaison. Rein wirtschaftlich gesehen müssten die Preise einfach zu Hauptzeiten noch ordentlich angehoben werden. 100€ pro Tag zu Hauptzeiten wie 27.12 bis 06.01 etwa (und Saisonkarten für die 2-3 Wochen pro Jahr ausgeschlossen) - würde den Top Skigebieten klar mehr Einnahmen bringen (solange da alle mitziehen). Dafür in Nebensaison zumachen bzw klar billiger. Aber so richtig traun sich die Skigebiete da halt noch nicht ran.
In Süd wie Nordamerika sieht man ja welche Preise gezahlt werden. Klar - dass würde zu weniger Skigebieten führen und müsste von allen großen Gebieten in den Alpen umgesetzt werden.

Für uns als Skifahrer nur gut - dass es halt da viel Wettbewerb gibt - so werden die Skipässe zwar weiter schneller teurer als die Inflation - aber noch sind die Preise halt bezahlbar. Und sparen tu ich eher bei Unterkunft und Essen als bei Wahl des Skigebiets. Da geh ich halt lieber am Lager schlafen und kauf mir die Jause für tagsüber im Supermarkt und fahr von Italien nach Zermatt - als in einem Gebiet ohne Naturschnee(letzes Jahr quasi überall anders) zu fahren.

Und die Skigebiete müssen halt im Sommer intelligenter werden. Portes du Soleil oder Whistler zeigen wies geht... Dort ist der Sommer nicht unprofitabler - dank vernünftigen Bikeparks mit über 100 gut bis perfekt geplanten und gut bis sehr gut gepflegten Trails für Mtbiker. Mit 5-10 Trails wird das halt nichts.
 
extremecarver schrieb:
Das ist eh klar - es ist halt eine Spirale - gehen weniger Leute skifahren wegen der hohen Preise - so müssen die Skigebiete noch weiter rauf mit den Preisen - runter wird nichts mehr gehen - zumindest in der Hauptsaison. Rein wirtschaftlich gesehen müssten die Preise einfach zu Hauptzeiten noch ordentlich angehoben werden. 100€ pro Tag zu Hauptzeiten wie 27.12 bis 06.01 etwa (und Saisonkarten für die 2-3 Wochen pro Jahr ausgeschlossen) - würde den Top Skigebieten klar mehr Einnahmen bringen (solange da alle mitziehen). Dafür in Nebensaison zumachen bzw klar billiger.

Das ist genau das, was die Gemeinden und Hotelbetriebe nicht möchten (ironischerweise haben die genau dieses Preismodell bereits selbst etabliert). Und die Hochsaison ist deswegen Hochsaison, weil da Familien mit schulpflichtigen Kindern (ausschließlich) auf die Piste können. Diese Preispolitik wäre das aus für die meisten aus dieser Klientel und damit auch für die Nachwuchsförderung.

In einem funktionierenden Wettbewerb ohne kartellähnliche Absprachen wäre das auch nicht durchsetzbar. Bei der Vielzahl von Gebieten würde sofort eines Versuchen, die Kunden des anderen zu akquirieren durch günstige Angebote. Ich kenne ja nicht die internen Zahlen, es wird sicher eine Mischkalkulation sein, aber ich würde schätzen, dass ein Gebiet wie Ischgl, mit Tageskarten für einen Erwachsenen um die 50,-- so ab 15-20,-- im Breakeven, also in der Gewinnzone ist. Anders wären Preise für Saisonkarten und Wochentickets kaum haltbar.
 
Kann ich mir selbst bei Ischgl nicht vorstellen. Irgendwo bei knapp unter 30€ wird Breakeven liegen (wenn man Kindertickets/Seniortickets noch anteilsmäßig reinrechnet) - Wochenskipässe sind noch immer klar teurer - und es gibt doch viele viele Saisonkarteninhaber die dann gar nicht mal so viel fahren. TSC kostete letztes Jahr 717€. Mehr wie 30 Tage werden die Käufer im Schnitt nicht gefahren sein - und die ist in Ichgl ja schon nur begrenzt einsetzbar - und Ischgl wird mehr Geld pro Skitag sehen wie andere Gebiete... Die Leute die 30+ Tage fahren und keine Skilehrer/Einheimischen sind - sind absolut selten. So Preise sind einfach auch Mischkalkulationen. Ersten ist das Geld sofort da (gut Ischgl kann das egal sein, aber Skigebieten die eh schon keine Kredite mehr bekommen ohne Gemeindehaftung nicht), zweitens ist es fix, drittens sollen so Preise ja für Einheimische/Skilehrer zu billig sein. Und da kalkuliert man halt auch mit ein dass dann ein paar "Freaks" zu billig fahren - da hofft man dann halt noch auf Mitnahmeeffekte - weil die Leute mitnehmen zum skifahren mit Tageskarten. 90% der Erstzutritte jeden Tag sind sicher 1-14 Tageskarten - und da wird ordentlich verdient (bei 14 Tageskarten sind eh mit Schlechtwetter/Krankheit usw im Schnitt wohl nur 11-12 Tage in Benutzung - Geld zurück gibts ja nur mit Verletzung und Attest).
Ischgl gehts wirtschaftlich daher so gut - weil selbst in Vor und Nachsaison die Lifte sehr gut ausgelastet sind. Daher könnens auch sinnlos teure Bahnen als Prestigeprojekt bauen - wo Marketing quasi den halben Wert darstellt.

(262.50/6 - weil 1 Tag wird der Duchschnittskäufer gar nicht fahren, oder nur 1-2 Stunden = 43,75€.. Und mehr wie 15-20% Gewinn vom Umsatz kann ich mir selbst beim besten Willen nicht vorstellen, auch nicht in Ischgl - und selbst die bekommen noch massig Subventionen).
 
Weiß letztlich keiner von uns...

Mischkalkulation ist sicher richtig, es kommt auf den Durchschnitt an, und da haben die mit ihren Skidata-Anlagen sicher ganz genaue Zahlen... :D
 
Ich denke nicht, dass es den Skigebieten im Allgemeinen schlecht geht. Die meisten können ja noch recht sinnvolle Investitionen tätigen, wie neue Lifte und Pisten bauen oder Ausbau der Beschneiungsanlage. Von daher sind die wirtschaftlich wohl doch recht erfolgreich - wenn es wo nicht so ist, merkt man das recht schnell an der Infrastruktur. Siehe bspw. Via Lattea, da haben sie enorme wirtschaftliche Probleme.
 
Du irrst. Gewaltig. Selbst grössere Skigebiete sind längst nicht mehr auf Rosen gebettet und tun sich schwer mit Investitionen. Sie müssen es aber dennoch tun, um im Markt mitzuhalten. Nicht umsonst ist die Bergbahnbranche eine mit den grössten Fremdkapitalanteil!
 
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