ski-chrigel schrieb:
Eigentlich wollte ich diese Diskussion ja nicht weiterführen, aber sowas kann ich doch nicht stehen lassen. Mit Kartell hat dies null und nichts zu tun. Im Gegenteil. Dynamische Preise sind wohl so das ziemliche Gegenteil von Preisabsprachen.
Aber vielleicht heisst das bei Euch ja auch anders. In der Schweiz würde das SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft) bei kartellähnlichen Situationen aufkreuzen, aber in diesem Fall sicher nicht. Wenn, dann käme der Preisüberwacher bei monopolistischen Zügen. Aber auch da sind Skigebiete wohl weit davon entfernt. Zumindest für die Schweiz ist Dein Stichwort komplett falsch.
Moment, nur um das klarzustellen, wo habe ich einen Zusammenhang zwischen den dynamischen Preisen und meiner Aussage hergestellt?
Ich habe auf deine Aussage:
ski-chrigel schrieb:
Wenn die freie Marktwirtschaft nicht mehr spielen darf und die Anbieter ihre Preise nicht so festsetzen dürfen, wie sie es für richtig halten, dann endet meine Diskussion hier.
geantwortet, dass ich das
allgemeingültig so nicht unterschreibe und damit meinte ich, dass gewisse Regulierungen definitiv nötig sind, damit die Anbieter eben nicht die Preise wahllos festlegen wie sie wollen. Das wäre in meinen Augen die absolute Katastrophe. Die Anfänge davon haben wir in den letzten Monaten doch bei den Öl-, Gas- und Spritpreisen gesehen. Man lässt die Anbieter auf dem Markt völlig frei machen was sie wollen und auf einmal kommen die Mineralölkonzerne auf die Idee unter dem Vorwand einer Knappheit oder sonst was die Preise nach Lust und Laune nach oben zu schrauben und am Ende immens hohe Gewinne einzufahren. Sag mir bitte nicht, dass du dieses Vorgehen unterstützt.
Soll ich mich als nächstes im Bauernverband mit allen zusammentun und das Kilo Kartoffeln zukünftig für 10€ verkaufen? Mir als Produzent käme das schon recht.
Es ist definitiv notwendig einen Markt zu regulieren, wenn dieser durch Angebot und Nachfrage nicht mehr selbstregulierend ist.
Skipässe sind davon weitestgehend ausgenommen, daher habe ich auch dazugeschrieben, dass ich das allgemein verstehe und nicht spezifisch auf Skipässe. Ich glaube da haben wir uns etwas missverstanden bzw. ich habe es angesichts des Themas dieses Topics blöd geschrieben.
Hier handelt es sich um etwas nicht lebensnotwendiges und der Markt bricht halt einfach zusammen, wenn dem Kunden der Preis zu hoch wird (wobei ich dabei bleibe, dass ich es nicht sozial finde, dass der Zugang zu einer Freizeitaktivität immer mehr Menschen aus finanziellen Gründen verweigert wird).
In anderen Bereichen, in denen Milliardenkonzerne oder gar Monopolisten Märkte mit lebensnotwendigen Gütern beherrschen und eine Selbstregulierung nicht mehr möglich ist (man muss gleich viel heizen egal ob billig oder teuer) wird in meinen Augen seit Jahren fahrlässig viel zu wenig eingegriffen. Gleiches gilt auch für Produkte bei denen Konzerne aufgrund eines Markennamens und einem Patent auf dieses Produkt ihre Ware weit über Wert mit immens hohem Gewinn verkaufen.
In meinen Augen sollten einem kapitalistisch orientierten Markt viel deutlichere Grenzen gesetzt werden. Auch diese ganzen Spekulationsblasen die Preise in utopische Höhen treiben ohne dass ein tatsächlicher materieller Bezug besteht sind in meinen Augen eine absolute Katastrophe.
Soviel ganz allgemein zu Aussage, dass der Markt spielen darf wie er will, es gibt Bereiche in denen das in meinen Augen nicht gilt, das wollte ich ausdrücken.
Das driftet hier jetzt aber derart weit vom Thema ab, darauf wollte ich gar nicht hinaus.
Der Kern ist, dass ich deine Aussage nicht pauschal unterschreibe, das wollte ich gesagt haben.
