• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Skipasspreise 2022/2023

biofleisch schrieb:
sheridan schrieb:
Finde ich aber schon. Vielleicht nicht 100% identisch, aber [...]
Du schreibst es und lehnst den Fakt sogleich ab!
Was ist das? Selbstverleumdung?

Da verstehst du etwas falsch. Meine Aussage ist verkürzt: "Vielleicht nicht 100% identisch, aber 95% identisch". das ist keine Negation, sondern eine Approximation. Das Argument, dass es nur Wettbewerb geben würde, wenn das Produkt 100% identisch ist, ist auch nicht wirklich zutreffend. Ein 3er BMW und Mercedes C-Klasse ist auch nicht ganz genau das gleiche, aber trotzdem stehen beide Produkte im Wettbewerb.
 
Geb's auf mit volkswirtschaftlichen Laien diskutier ich nicht. Lohnt einfach nicht.
 
Sag doch den Verantwortlichen der Destinationen, dass sie sich die ganzen Werbeausgaben sparen können, du Profi - denn sie sind Monopolisten und es gibt keinen Wettbewerb. Sie werden dir sehr dankbar sein…
 
ski-chrigel schrieb:
Eigentlich wollte ich diese Diskussion ja nicht weiterführen, aber sowas kann ich doch nicht stehen lassen. Mit Kartell hat dies null und nichts zu tun. Im Gegenteil. Dynamische Preise sind wohl so das ziemliche Gegenteil von Preisabsprachen.
Aber vielleicht heisst das bei Euch ja auch anders. In der Schweiz würde das SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft) bei kartellähnlichen Situationen aufkreuzen, aber in diesem Fall sicher nicht. Wenn, dann käme der Preisüberwacher bei monopolistischen Zügen. Aber auch da sind Skigebiete wohl weit davon entfernt. Zumindest für die Schweiz ist Dein Stichwort komplett falsch.

Moment, nur um das klarzustellen, wo habe ich einen Zusammenhang zwischen den dynamischen Preisen und meiner Aussage hergestellt?
Ich habe auf deine Aussage:
ski-chrigel schrieb:
Wenn die freie Marktwirtschaft nicht mehr spielen darf und die Anbieter ihre Preise nicht so festsetzen dürfen, wie sie es für richtig halten, dann endet meine Diskussion hier.
geantwortet, dass ich das allgemeingültig so nicht unterschreibe und damit meinte ich, dass gewisse Regulierungen definitiv nötig sind, damit die Anbieter eben nicht die Preise wahllos festlegen wie sie wollen. Das wäre in meinen Augen die absolute Katastrophe. Die Anfänge davon haben wir in den letzten Monaten doch bei den Öl-, Gas- und Spritpreisen gesehen. Man lässt die Anbieter auf dem Markt völlig frei machen was sie wollen und auf einmal kommen die Mineralölkonzerne auf die Idee unter dem Vorwand einer Knappheit oder sonst was die Preise nach Lust und Laune nach oben zu schrauben und am Ende immens hohe Gewinne einzufahren. Sag mir bitte nicht, dass du dieses Vorgehen unterstützt.

Soll ich mich als nächstes im Bauernverband mit allen zusammentun und das Kilo Kartoffeln zukünftig für 10€ verkaufen? Mir als Produzent käme das schon recht.

Es ist definitiv notwendig einen Markt zu regulieren, wenn dieser durch Angebot und Nachfrage nicht mehr selbstregulierend ist.
Skipässe sind davon weitestgehend ausgenommen, daher habe ich auch dazugeschrieben, dass ich das allgemein verstehe und nicht spezifisch auf Skipässe. Ich glaube da haben wir uns etwas missverstanden bzw. ich habe es angesichts des Themas dieses Topics blöd geschrieben.
Hier handelt es sich um etwas nicht lebensnotwendiges und der Markt bricht halt einfach zusammen, wenn dem Kunden der Preis zu hoch wird (wobei ich dabei bleibe, dass ich es nicht sozial finde, dass der Zugang zu einer Freizeitaktivität immer mehr Menschen aus finanziellen Gründen verweigert wird).

In anderen Bereichen, in denen Milliardenkonzerne oder gar Monopolisten Märkte mit lebensnotwendigen Gütern beherrschen und eine Selbstregulierung nicht mehr möglich ist (man muss gleich viel heizen egal ob billig oder teuer) wird in meinen Augen seit Jahren fahrlässig viel zu wenig eingegriffen. Gleiches gilt auch für Produkte bei denen Konzerne aufgrund eines Markennamens und einem Patent auf dieses Produkt ihre Ware weit über Wert mit immens hohem Gewinn verkaufen.
In meinen Augen sollten einem kapitalistisch orientierten Markt viel deutlichere Grenzen gesetzt werden. Auch diese ganzen Spekulationsblasen die Preise in utopische Höhen treiben ohne dass ein tatsächlicher materieller Bezug besteht sind in meinen Augen eine absolute Katastrophe.

Soviel ganz allgemein zu Aussage, dass der Markt spielen darf wie er will, es gibt Bereiche in denen das in meinen Augen nicht gilt, das wollte ich ausdrücken.
Das driftet hier jetzt aber derart weit vom Thema ab, darauf wollte ich gar nicht hinaus.
Der Kern ist, dass ich deine Aussage nicht pauschal unterschreibe, das wollte ich gesagt haben. :wink:
 
Julian96 schrieb:
Soll ich mich als nächstes im Bauernverband mit allen zusammentun und das Kilo Kartoffeln zukünftig für 10€ verkaufen? Mir als Produzent käme das schon recht.
Was hält dich davon ab?
Gibt es festgelegte Höchstpreise für Kartoffeln?

biofleisch schrieb:
OePV in UK: unsicher und deutlich teurer als vor der "Liberalisierung".
Oder um im Segment Skigebiete zu bleiben einfach nach Amerika schauen und dort bis zu >250 $ Tagespreis zahlen! Und bitte komm' mir keine mit "Kannst ja den Epic Pass für > 1000 $ kaufen"...
Dann kann man ja froh sein, dass in Europa alle Skigebiete verstaatlicht sind.
(Oder sind sie das etwa nicht? ;-) )

Wettbewerb funktioniert fernab der Theorie auch bei nicht exakt identischen Produkten.
Wenn man bei deinem Beispiel vom Hang mit 3 Aufstiegsanlagen bleibt, wäre vielleicht eine auch eine 4SB, eine andere ein SL und die dritte ein KSSL...so kann man verschiedene Kundengruppen ansprechen.
 
GIFWilli59 schrieb:
Julian96 schrieb:
Soll ich mich als nächstes im Bauernverband mit allen zusammentun und das Kilo Kartoffeln zukünftig für 10€ verkaufen? Mir als Produzent käme das schon recht.
Was hält dich davon ab?
Gibt es festgelegte Höchstpreise für Kartoffeln?

gibt's die fuer Skigebiete?

Solange Preis/Leistung stimmt, wird es Leute geben, die bereit sind den Preis zu zahlen - und das gilt selbst fuer eure Pisten ohne Gefälle und Höhenunterschied :mrgreen:
 
Ich würde mal sagen fehlende Macht über den globalen Markt, die geringe Wahrscheinlichkeit dass alle Landwirte der Welt zeitgleich mitziehen, das Kartellamt nicht einschreitet und die 100% Sicherheit dass niemand mehr bei mir kaufen würde wenn ich als Alleingänger dastehen würde :lol:
 
Julian96 schrieb:
Der Kern ist, dass ich deine Aussage nicht pauschal unterschreibe, das wollte ich gesagt haben. :wink:
Ich hatte von nichts anderem geschrieben als von Skipasspreisen und Skigebietsanbietern. :roll:
 
Das ist zwar das "Skipasspreis" Topic, aber kurz zu den aktuellen Gastropreise: Irgendwie gehört für mich der Einkehrschwung auch zu einem schönen Skitag dazu.
Bei den aktuellen Preisen und Preiserhöhungen aber jedes Mal ein Ärgernis.

Beispiel: Saalbacher Hütten: (Ich erhebe keinen Anspruch auf Richtigkeit bzw. Vollständigkeit.)

0.5 Liter Cola kostet im Durchschnitt 4.80 bis 5.50 Euro. Bierpreise sind ähnlich. Manchmal geringfügig billiger oder teurer. Ausreißer nach unten und oben gibt es natürlich. Mein aktueller Spitzenreiter: Unterschwarzacher --> 0.5l Cola für 7 Euro. (Wir hatten hier im Forum schon mal die Diskussion, ob bei Getränken das Preis/Leistungsverhältnis stimmen kann. Quasi 7 Euro für Sirupcola mit ein wenig Gas. Man bezahlt also für laute Musik? Aussicht? Lage? Ok, man kann hier jetzt auch anführen: "Aber die Gastropreise in Venedig am Markusplatz sind noch viel teurer...oder die in St. Moritz :lach: " )

Salate allgemein gehören gefühlt zu den im Verhältnis teuersten Gerichten auf der Speisekarte. "Kleine gemischte Salate" kosten im Schnitt bereits 6 Euro. Billigere Salate sind häufig unterirdisch klein.

Suppen und Knödel gehören im Verhältnis auch in die Kategorie "Kleine Portion großer Preis". Für eine Gulaschsuppe bezahlt man im Schnitt 7 Euro. Speisen mit Knödel sind meiner Meinung generell der Oberhammer. Meist wird bei Knödel(suppen) nach "Stück" abgerechnet. So muss man für "1 Stück Knödel" bereits so um die 6 Euro zahlen. Aktueller Preisrekordhalter in der heurigen Vorsaison: Alte Schmiede mit Linseneintopf für 26 Euro. (Müssen wohl Speziallinsen gewesen sein.)

In den letzten Jahren tendenziell günstiger waren immer Speisen mit Würstel und Pommes oder Burger mit Pommes. Heuer eher nicht mehr. Letztes Jahr hat eine Currywurst mit Pommes im Gipfelhotel der Schmittenhöhe 9,90 Euro gekostet. (Muss ich heuer noch mal testen.) Heuer habe ich schon eine Currywurst mit Pommes für 14.90 gesehen. (Streuböden Alm.)

Allgemein sehr gravierend ist mir die Preissteigerung bei Filetsteaks aufgefallen. Speziell das aber nicht nur in Skigebieten. Beispiel: Enzianhütte: 300g Filetsteak auf heißem Stein: Letztes Jahr-->ungefähr 32 Euro. Heuer: Um die 42 Euro. Das macht eine Preissteigerung von ungefähr 10 Euro aus in nur einem Jahr.


Zu bedenken ist: Häufig servieren Skihütten keine Spitzenqualität, sondern Großgastro-Teilfertiggerichte. (Es gibt natürlich auch Positivbeispiele, die in puncto Qualität aus der Masse herausstechen.)
Ich stelle mir immer häufiger die Frage, ob es nicht sinnvoller ist, den Einkehrschwung auf die Gastro außerhalb des Skigebieten zu verlegen.

Um noch etwas zu den Skipasspreisen anzumerken: Die Endsumme des Skiurlaubs macht diesen für viele zu teuer. Allerdings für Vielskifahrer sind Saisonkarten immer noch preislich ok. Aber bei 66 Euro würde ich es mir schon 3 mal überlegen.
 
Die Fernsehmacher lesen hier auch mit und haben soeben in der Schweizer Nachrichtensendung 10vor10 einen Beitrag zu dynamischen Skipasspreisen gebracht (in Kürze abrufbar). Natürlich auch mit gegensätzlichen Meinungen.
Interessant aber die Aussage, dass bereits 2/3 der grossen Schweizer Skigebiete auf dynamische Preise setzen würden und der Nachholbedarf in AT/DE/FR erkannt wurde und es dort nun auch deutlich in diese Richtung gehe.
 
LOL schrieb:
Salate allgemein gehören gefühlt zu den im Verhältnis teuersten Gerichten auf der Speisekarte. "Kleine gemischte Salate" kosten im Schnitt bereits 6 Euro. Billigere Salate sind häufig unterirdisch klein.

also ehrlich gesagt, unter 10 EUR wuerd ich nicht erwarten einen akzeptablen Beilagensalat zu bekommen - in welcher Welt lebst Du?
 
LOL schrieb:
Mein aktueller Spitzenreiter: Unterschwarzacher --> 0.5l Cola für 7 Euro. (Wir hatten hier im Forum schon mal die Diskussion, ob bei Getränken das Preis/Leistungsverhältnis stimmen kann. Quasi 7 Euro für Sirupcola mit ein wenig Gas.

Dann nimm nächstes Mal ne Milch. Wertvolles Produkt, dass auch noch viel gesünder als Cola ist und zusätzlich satt macht.
 
5€ für eine Cola ist Schweizer Preisniveau. 6€ für einen Salat finde ich jetzt aber nicht überzogen. Wer das nicht zahlen will, kann sich ja selber etwas mitbringen. Picknick-Räumlichkeiten gibt es übrigens auch in fast jedem Skigebiet in der Schweiz.

Zum Thema US-Preise: der durchschnittliche Skipasspreis pro Skier Day liegt für Vail Resorts bei 75 USD laut diesem Video:
https://youtu.be/rqmGHqR0NCA
 
LOL schrieb:
Aktueller Preisrekordhalter in der heurigen Vorsaison: Alte Schmiede mit Linseneintopf für 26 Euro. (Müssen wohl Speziallinsen gewesen sein.)

Das glaubst Du doch selbst nicht. Die Speisekarte der alten Schmiede findet man übrigens online. Alle Suppen kosten zwischen 7-8 Euro. Sicher nicht günstig, aber weit weg von Deiner Übertreibung.
 
LOL schrieb:
[...]"Aber die Gastropreise in Venedig am Markusplatz sind noch viel teurer... [...] " )

Nicht mal unbedingt. Wir waren im September recht positiv überrascht: eigentlich wollten wir in Venedig nicht einkehren, sondern eher picknicken. Aber die Blase drückte dann doch und die Bezahltoiletten kosteten überall doch recht teure 1,50€. Also in der Nähe des Markusplatzes ein Café gesucht und südöstlich davon mit Blick aufs Wasser fündig geworden. Da gabs dann einen soliden Aperol Spritz (inkl. ner Kleinigkeit zu knabbern) für 4€ und die Toiletten gratis dazu. Das war dann mehr als fair, fast schon zu billig. Und viel touristischer geht es ja fast nicht.
Aber von der Warte her finde ich die Hüttenpreise doch oft sehr überzogen und bevorzuge beim skifahren tagsüber tatsächlich das Picknicht aus dem Rucksack. Abgesehen davon, dass ich mittags eh kaum Hunger hab, wenn ich ausgiebig gefrühstückt hab.
 
Naja, man muss eben auch sagen dass die Gastro eine Art Monopol hat. Viele Hütten sind in Besitz der Grundbesitzer, die sich in einem Tal selbstverständlich sehr gut kennen. Da wird es schon das ein oder andere Treffen geben.

Aber wir sollten mal zurück zum Thema:
Der Verlierer der dymnamischen Preise sind die Familien und Arbeitnehmer die keinen flexiblen Urlaub haben. Mit Kindern kann ich zwar früh buchen, aber ich bekomme in denn Ferien nie den viel umworbenen Maxirabatt. Da schauste mit Kindern also wieder in die Röhre.

In D macht das der Feldberg. Zwar kann man die Tickets strornieren, wenn zum Beispiel wie jetzt kein Schnee liegt, aber dann wenn ich die gesamte Kohle wiederhaben will muss man noch Rückerstattungsgebühr zahlen. ich meine 25,- EUR, bin mir hier aber nicht sicher. Am Feldberg kommt noch dazu, dass das ganze nach oben offen ist, es also keinen Maxipreis gibt.
 
So gesehen ist das also mittelfristig eine gute Methode zur Maxmimierung der Gewinne, aber langfristig den Kundenzahlen abträgich...es sei denn, es gelingt, viele junge Erwachsene für den Skisport zu begeistern.
 
biofleisch schrieb:
Geb's auf mit volkswirtschaftlichen Laien diskutier ich nicht. Lohnt einfach nicht.

Chef-Verschwörungstheoretiker biofleisch hat aufgehört uns die Welt zu erklären. Zum Glück gibt es noch seine Signatur, wo wir die Erleuchtung suchen können. *Satire off

Mich würde ja mal dein Werdegang interessieren wenn du in einem weitgehend anonymen Online-Forum so felsenfest behaupten kannst, dass dein Gegenüber im Vergleich zu dir selbst ein Laie ist. :biggrin:
 
wildkogel schrieb:
Der Verlierer der dymnamischen Preise sind die Familien und Arbeitnehmer die keinen flexiblen Urlaub haben.
Das hängt vom verwendeten Algorithmus ab. Ich fühle mich z.B. auch als Kurzfrist-Bucher diskriminiert, wenn der Preis immer weiter steigt, je näher das Gültigkeitsdatum kommt.
 
GIFWilli59 schrieb:
So gesehen ist das also mittelfristig eine gute Methode zur Maxmimierung der Gewinne, aber langfristig den Kundenzahlen abträgich...es sei denn, es gelingt, viele junge Erwachsene für den Skisport zu begeistern.

genau das hat uns der Pressesprecher der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen gesagt, dass viele Konkurrenten nach diesem Muster fahren.
Hauptsache das Geschäft stimmt jetzt, was morgen ist, ist erst mal egal.
 
Zurück
Oben